Das alternative Wohn- und Lebenskonzept der Wagenburg Osnabrück (WABOS) hat quer durch alle Ratsfraktionen Sympathien gefunden. Auch der Bund Osnabrücker Bürger (BOB) erkennt eine kulturelle Bereicherung – nur bitte nicht auf dem Westerberg.

In einer aktuellen Presseerklärung bittet BOB die Wagenburg Osnabrück (WABOS), von der Stadt inzwischen angebotene Ausgleichsflächen anzunehmen und “den Weg für neues Bauland” frei zu machen.

Stadt hat der Wagenburg inzwischen “weniger wertvolle” Ausgleichsflächen angeboten

BOB schreibt: “Alternatives Wohnen ist sicher eine kulturelle Bereicherung, kann aber auch außerhalb der Innenstadt gelebt werden und ist dort sogar noch intensiver: Obwohl die Stadt der WABOS mehrere Alternativen angeboten hat, besteht die Wagenburg auf einem Verbleib der von der Stadt gepachteten Fläche. Die WABOS bezahlt für die 7000 qm nur eine Minimalpacht, der Stadt werden so bei einem Verzicht auf diese Baulandflächen mehrere Millionen Euro entgehen. Wir meinen, daß dies kritisch überdacht werden sollte.”

Nach Informationen unserer Redaktion, soll der mit der Stadt bislang vereinbarte Pachtzins, der von der WABOS auch weiterhin angestrebt wird, lediglich symbolischen Charakter haben.

Schulsanierung für alle Schüler geht vor

Vor diesem Hintergrund argumentiert die mit zwei Mitgliedern im Rat vertretenen BOB-Fraktion: “Die Stadt kann sich bei 450.000.000 Euro Schulden ein Verzicht auf diese Flächen nicht leisten. Wir bitten die WABOS die Ausweichangebote der Stadt anzunehmen. Solange die Toilettenfenster an Osnabrücker Schulen auf Kipp stehen, weil Geld zur Sanierung der Sanitärenanlagen fehlt und die Kinder sich vor den Toiletten ekeln, kann sich Osnabrück diesen Lebensluxus der wenigen Wagenburgbewohner am Westerberg (gegen tausende Schülerinnen und Schüler) nicht leisten.”

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52 KOMMENTARE

    • Ich bin raus. 😉 zwar unterstütze ich alles, was zur Verkehrspolitik von BOB kommt, und schätze auch einige Mitglieder sehr, jedoch gerade im sozialpolitischen Bereich sind wir zu weit voneinander entfernt. Darum unterstütze ich persönlich die Wagenburg, als Beispiel.

    • Da es nicht mehr mein ^Verein^, wie du es ausdrückst, ist, ist es mir überlassen, zu was ich mich wie äußer. Zudem täte es politischen Parteien durchaus gut, auch andere Meinungen der Mitglieder zuzulassen. Absolute Hörigkeit bewährt sich nicht.

    • BOB war ein sehr guter Grundgedanke aber leider gibt es dort Mitglieder die es unmöglich machen die Partei ernst zu nehmen. Ich persönlich finde es sehr schade und würde mir wünschen das einige Mitglieder erkennen das weniger manchmal mehr ist. Ich kann Heike Elste sehr gut verstehen.

  1. Für BOB ist die Innenstadt am Finkenhügel? Für andere ist das ein Naherholungsgebiet. Wie wärs mit der Wagenburg auf dem beruhigten Neumarkt? Um BOB mal so richtig einen auszuwischen!

  2. Evtl sollte man für Schulsanierung, ein Stichwort, von dem man erhofft, immer viel Zustimmung vom Bürger zu bekommen, die richtigen Töpfe anzapfen:

  3. Solange es keine konkreten Pläne oder gar Anfragen für besagtes Grundstück gibt, sehe ich gar keine Veranlassung dafür, die Wagenburg zu versetzen.

  4. man muß es sicher aus verschiedenen Blickwinkeln sehen. Wenn dort eine Wohnbebauung kommen soll, was ja wohl die Mehrheit will, dann richtig damit die Stadt das dringend benötigte Geld bekommt. Es gibt sicher alternative Grundstücke für die Wagenburg.

  5. Wozu braucht Osnabrück eine Wagenburg? Finde das lächerlich das sowas überhaupt geduldet wurde . Weg mit so einem Schandfleck…. schnellstmöglich‼
    Wird Zeit, dass hier mal jemand den Mut hat und sowas einen Riegel vorsetzt.
    Wer so leben will soll sich ne Anstellung beim Zirkus holen oder in ein Land ziehen wo das noch Mode ist.
    Kulturelle Betreicherung …das ich nicht lache.
    Vielleicht holen wir uns bald noch ne Herde Schafe zum Ledenhof….

  6. Frau Elste hat sich vehement gegen die Westumgehung ausgesprochen. Daher war ich sehr überrascht, dass sie für BOB kandidiert hat. Ich halte die Bebauung der Flächen für sehr gut. 1. Es soll dort sozialer Wohnungsbau entstehen. Nicht nur Luxusbauten! Die Stadt Osnabrück benötigt dringend Sozialen Wohnungsbau. Daher empfinde ich die Verhaltensweise der Wagenburg erheblich ignorant. Auf der Fläche könnten 100 Osnabrücker wohnen, anstatt wahlweise 20. Wer sich mal mit der Wagenburg beschäftigt hat, weiss das dort nur bedarfsweise gewohnt wird. Bei -5 Grad befindet sich dort Keiner. Die Wagenburg Bewohner sind Luxus Bewohner… Sie haben eine warme Stadt Wohnung und eine Wagenburg.

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