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Beamtenbund verteidigt sieben Prozent mehr Lohn für Landesbeschäftigte

Der Bundesvorsitzende des Deutschen Beamtenbunds, Volker Geyer, hat die Forderung nach sieben Prozent mehr Lohn, mindestens aber 300 Euro für die Landesbeschäftigten, nachdrücklich verteidigt. In einem Interview mit der „Rheinischen Post“ verwies er auf stark gestiegene Lebenshaltungskosten und warnte die Tarifgemeinschaft der Länder vor Verhandlungen ohne substanzielles Angebot. Zugleich schloss er Warnstreiks nicht aus.

„Abbildung der Wirklichkeit“ statt „astronomische Forderung“

Der Bundesvorsitzende des Deutschen Beamtenbunds, Volker Geyer, wies Kritik an der Lohnforderung zurück. Der „Rheinischen Post“ sagte er: „Wenn mir die Arbeitgeber sagen, das sei eine astronomische Forderung, dann frage ich mich, in welchem Sonnensystem die unterwegs sind. Das ist vielmehr eine Abbildung der Wirklichkeit. Wir haben es schließlich mit massiv gestiegenen Lebenshaltungskosten zu tun.“

Diese Entwicklung spürten die Menschen nach seinen Worten längst nicht mehr nur in den Ballungsgebieten, sondern auch in den kleineren Städten. Die Forderung bezeichnet er stattdessen als „noch völlig im Rahmen“.

Forderung nach Gegenangebot der Länder

Geyer verlangte von der Tarifgemeinschaft der Länder bei der nächsten Verhandlungsrunde ein Gegenangebot. „Die Länder sind gut beraten, zur nächsten Verhandlungsrunde nicht mit leeren Händen anzureisen. Das darf auch kein Mini-Angebot sein, sondern sollte schon ernsthaften Verhandlungswillen widerspiegeln. Ansonsten können wir auch anders“, sagte er der „Rheinischen Post“.

Niemand solle sich der Illusion hingeben, dass Warnstreiks bei den Landesbeschäftigten nicht wehtäten, warnte Geyer. Zur Bedeutung der betroffenen Bereiche sagte er der „Rheinischen Post“: „Alleine die Witterung der letzten Tage hat doch gezeigt, wie wichtig die Räumdienste auf den Straßen sind. Bei den Unikliniken können wir ebenfalls ordentlich Druck aufbauen. Ich bleibe aber dabei: Mit einem guten Gegenangebot können die Länder uns das alles ersparen.“

Sicherer Arbeitsplatz allein reicht nach Ansicht Geyers nicht

Auf den Einwand, dass die Beschäftigung im öffentlichen Dienst vergleichsweise sicher sei, während Industriearbeiter gerade um ihre Jobs bangten, reagierte der Gewerkschafter ebenfalls in der „Rheinischen Post“. „Der sichere Arbeitsplatz zahlt weder die Miete noch den Lebensmitteleinkauf an der Supermarktkasse“, sagte Geyer.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .


 
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