Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) sieht in verschärften Sanktionen beim Bürgergeld keinen wesentlichen Beitrag zu Einsparungen im Bundeshaushalt. In einem Interview mit dem Deutschlandfunk betonte sie, dass das Ausnutzen des Systems durch Einzelne kein massenhaftes Problem darstelle und forderte eine differenzierte Debatte zum Thema.
Kritik an Erwartungen zu Einsparungen durch Sanktionen
Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) äußerte sich im Deutschlandfunk skeptisch über die Hoffnung, durch strengere Sanktionen beim Bürgergeld große Summen im Haushalt einsparen zu können. „Natürlich gibt es immer wieder Menschen, die ein System ausnutzen“, sagte sie. „Aber ich warne einfach davor zu glauben, damit würden wir Milliarden einsparen.“ Nach Einschätzung der Ministerin sei das Ausnutzen des Bürgergeldes kein Massenphänomen. Sie betonte, dass die überwiegende Mehrheit der Menschen im Bürgergeld ohnehin schon vor erheblichen Herausforderungen stehe.
Appell für differenzierte Diskussion
Im Gespräch mit dem Deutschlandfunk plädierte Bärbel Bas (SPD) dafür, das Thema differenzierter zu behandeln: „Ich wünsche mir, dass wir differenzierter über das Thema reden. Es ist zu einfach zu sagen, wir lösen das alles mit Sanktionen.“
Qualifizierung und Sanktionen im Koalitionsvertrag
Weiterhin verwies Bärbel Bas (SPD) auf die Einigung im Koalitionsvertrag, wonach Menschen ohne Berufs- oder Schulabschluss zunächst eine Qualifizierung erhalten sollen, um sie besser auf den Arbeitsmarkt vorzubereiten. „Und das ist ein Schwerpunkt, der mir sehr wichtig ist“, erläuterte die Ministerin im Deutschlandfunk. Sanktionen müssten ihrer Ansicht nach nur diejenigen hinnehmen, die gar nicht mitwirken wollten. „Das ist aber ein geringer Teil“, so Bärbel Bas (SPD) abschließend.
Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .