Die Zahl der Abschiebeflüge aus Deutschland hat im vergangenen Jahr zugenommen. Laut vorläufigen Zahlen der Bundesregierung wurden 2024 insgesamt 7.945 Menschen in 222 Flügen abgeschoben, was einen Anstieg im Vergleich zu den Vorjahren darstellt. Im Jahr 2023 betrug die Zahl der Abgeschobenen 5.024 Personen in 158 Flügen, während es 2022 nur 6.723 Personen in 204 Flügen waren. Diese Angaben stammen aus einer Antwort auf eine schriftliche Frage von Sahra Wagenknecht (BSW), über die die „Rheinische Post“ berichtet hat.
Anstieg der Abschiebungen
Die Abschiebepraxis in Deutschland hat in den letzten Jahren an Volumen zugenommen, wie die aktuellen Zahlen belegen. Die Bundesrepublik verzeichnete 2024 insgesamt 222 Abschiebeflüge, bei denen 7.945 Menschen in ihre Heimatländer zurückgeführt wurden. Die Zahlen zeigen einen klaren Anstieg gegenüber den Vorjahren: 2023 wurden 5.024 Personen in 158 Flügen abgeschoben, und 2022 waren es 6.723 Personen in 204 Flügen. Diese Steigerung wird von der Bundesregierung in einer Antwort auf eine Anfrage von Sahra Wagenknecht (BSW) angegeben.
Kritik an der Abschiebepraxis
Sahra Wagenknecht äußerte deutliche Kritik an der bisherigen Abschiebungspraxis in Deutschland. Mit Blick auf die Anzahl der ausreisepflichtigen Personen sagte sie: „Wenn in Deutschland mehr als 200.000 Menschen vollziehbar ausreisepflichtig sind, dann sind knapp 8.000 Menschen, die per Flugzeug abgeschoben werden konnten, keine Erfolgsbilanz für Kanzler und Innenministerin“ (Quelle: Rheinische Post). Sie forderte, dass Bund und Länder nach der Wahl ihre Vorgehensweise überdenken und betonte die Notwendigkeit, insbesondere die Abschiebung von Gewalttätern zu verstärken.
Herausforderungen bei Abschiebungen
Im Jahr 2024 wurden 220.808 Menschen in Deutschland als „ausreisepflichtig“ eingestuft, deren Asylanträge abgelehnt wurden. Von diesen Menschen besitzen jedoch 178.512 einen sogenannten „Duldungsstatus“. Diese Duldungen werden aus verschiedenen Gründen gewährt, darunter humanitäre oder rechtliche Hindernisse, die eine Abschiebung unmöglich machen. Beispiele hierfür sind schwerwiegende Erkrankungen, minderjährige Kinder oder deutsche Ehepartner sowie fehlende Ersatzdokumente aus den Herkunftsländern. Duldungen werden regelmäßig von den Behörden überprüft und können widerrufen werden, sollten die Gründe für die Duldung nicht mehr bestehen.
Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .