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Aktivisten machen aus Bronzeskulptur in Osnabrück einen „kriegsgeilen Boris“ mit erigiertem Penis

📍Ort des Geschehens: Osnabrück - Innenstadt

Unbekannte haben am Freitagvormittag (16. Januar) die Bronzeskulptur „Fountain of Wishes“ an der Hase zur politischen Bühne gemacht. Was die Polizei als Sachbeschädigung und möglichen politisch motivierten Beleidigungs- oder Verleumdungsdelikt einstuft, bezeichnen Aktivisten als Kunstinstallation mit klarer Botschaft gegen Kriegspolitik.

Skulptur nahe der Canakkale-Brücke manipuliert

Am frühen Freitagnachmittag ging bei der Polizei Osnabrück die Meldung ein, dass die Skulptur nahe der Canakkale-Brücke manipuliert worden sei. Unbekannte hatten das Gesicht der Figur mit einem aufgeklebten Ausdruck von Boris Pistorius überdeckt und ein zusätzliches, offenbar aus Gips gefertigtes Element in Form eines erigierten Penisses angebracht. Außerdem hingen an der Brücke ein bemaltes Transparent sowie ein Schild mit einer schriftlichen Botschaft. Die Darstellungen zeigten unter anderem ein militärisches Fahrzeug und eine männliche Person mit Gefechtshelm und nahmen Bezug auf den Bundesverteidigungsminister.

Aktion "Der kriegsgeile Boris" in Osnabrück. / Foto: rausmetall
Das Transparent und die manipulierte Bronzeskulptur. / Foto: rausmetall

Feuerwehr entfernt Installation

Zur Beseitigung der angebrachten Gegenstände wurde die Feuerwehr hinzugezogen. Die Materialien wurden entfernt und sichergestellt. Die Polizei ermittelt nun wegen Sachbeschädigung sowie wegen des Verdachts politisch motivierter Beleidigungs- oder Verleumdungsdelikte. Zeugen, die am Freitagvormittag verdächtige Beobachtungen im Bereich der Brücke gemacht haben, werden gebeten, sich unter 0541/327-2215 oder -3403 bei der Polizei zu melden.

Aktivisten sprechen von Kunstaktion

Kurz darauf meldete sich die Gruppe „rausmetall“ zu Wort und reklamierte die Aktion als künstlerischen Eingriff. Demnach sei die Statue des „pinkelnden Polizisten“ bewusst mit dem Gesicht von Pistorius und einer überzeichneten, sexualisierten Darstellung umgestaltet worden.

In ihrer Stellungnahme begründen die Aktivisten die Aktion mit scharfer Kritik an der aktuellen Sicherheits- und Verteidigungspolitik. Sie sprechen von einer neuen globalen Phase militärischer Aufrüstung, warnen vor der Rückkehr der Wehrpflicht und kritisieren die Umwandlung ziviler Produktionsstätten in Rüstungsbetriebe. Auch Osnabrück, oft als „Friedensstadt“ bezeichnet, werde zunehmend „kriegstüchtig“ gemacht, etwa durch Rüstungsprojekte, Bundeswehr-Werbung und Schulbesuche hochrangiger Politiker.


 
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