Mitglieder der SPD Osnabrück-Süd haben sich kürzlich im Marcel-Callo-Haus mit dem Generalvikar des Bistums Osnabrück, Ulrich Beckwermert, zu einem intensiven Austausch getroffen. Im Mittelpunkt standen gesellschaftliche und kirchliche Zukunftsfragen, die die Menschen in Osnabrück unmittelbar betreffen.
Gesundheitsversorgung vor Ort ist Thema
Schnell kam man bei dem Treffen auf das Thema Entwicklung der Gesundheitsversorgung vor Ort ins Gespräch. Dabei ging es konkret um die künftige Zusammenarbeit zwischen den kirchlichen Niels-Stensen-Krankenhäusern und dem städtischen Klinikum Osnabrück. Gemeinsames Ziel ist es, medizinische Angebote zu sichern und die Gesundheitsversorgung in der Region zukunftsfähig aufzustellen.
Darüber hinaus informierte Ulrich Beckwermert über den Transformationsprozess des Bistums Osnabrück, der unter dem Leitwort „verändert bleiben“ steht. Angesichts rückläufiger Kirchenmitgliederzahlen und finanzieller Herausforderungen überprüft das Bistum seine Strukturen und sichert soziale wie pastorale Kernaufgaben ab. Thematisiert wurden zudem die Veränderungen seit dem Amtsantritt von Bischof Dominicus sowie der verantwortungsvolle Umgang mit kirchlichen Liegenschaften.
Breiten Raum nahm außerdem der Umgang mit der Aufarbeitung sexualisierter Gewalt im Bistum Osnabrück ein. Einigkeit bestand darüber, dass Transparenz, Verantwortung und eine konsequente Aufarbeitung unverzichtbar sind, um Betroffenen gerecht zu werden und Vertrauen zurückzugewinnen.
Auch gesellschaftliche Entwicklung in Osnabrück diskutiert
Außerdem wurden aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen in Osnabrück diskutiert, darunter die Auswirkungen und sozialen Folgen der Alkohol- und Waffenverbotszone in der Johannisstraße. Im Mittelpunkt standen dabei insbesondere die Situation von Menschen mit Suchtproblematik, obdachlosen Menschen sowie die Frage, wie in der Stadt geeignete Räume, Hilfsangebote und Schutzstrukturen für diese Menschen geschaffen werden können.
Timo Spreen, Ratsmitglied und Vorsitzender der SPD Osnabrück-Süd, erklärte: „Der Austausch hat gezeigt, dass Kirche und Sozialdemokratie bei vielen Fragen ähnliche Ziele verfolgen. Uns geht es darum, den sozialen Zusammenhalt zu stärken und Lösungen zu finden, die den Menschen in Osnabrück konkret helfen.“
Hendrik Döring, stellvertretender Vorsitzender der SPD Osnabrück-Süd, ergänzte: „Kirche und Politik tragen auf unterschiedliche Weise Verantwortung für das gesellschaftliche Miteinander. Umso wichtiger ist es, dass wir uns gerade bei wichtigen Themen wie Gesundheit, sozialer Sicherheit und Prävention offen austauschen.“
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