Der Neubau des Wasserwerks in Thiene erreicht die nächste Etappe: Nach der Errichtung zweier großer Baugruben beginnen jetzt die Hochbauarbeiten für die Anlage, die künftig rund ein Drittel der Osnabrücker Bevölkerung mit Trinkwasser versorgen soll.
Bildunterschrift: Spatenstich für den Hochbau am Wasserwerk Thiene: Unser Foto zeigt (v.l.) Oliver Renner (Beton- und Monierbau), Anne Westerfeld (CONSULAQUA), Christoph Miemietz (Projektleiter, SWO), Nico Kuschel (Leiter Wasserwerke und Kläranlagen, SWO Netz), Tino Schmelzle (Geschäftsführer SWO Netz), Agnes Droste (Bürgermeisterin Alfhausen), Daniel Waschow (SWO- Vorstandsvorsitzender), Jens-Peter Zuther (Geschäftsführer Köster GmbH). Foto: Hehmann / SWO
Bauprojekt voll im Zeitplan
Seit den 1950er Jahren kommt ein bedeutender Teil der Osnabrücker Wasserversorgung aus dem Alfhausener Ortsteil Thiene – doch das bisherige Wasserwerk ist in die Jahre gekommen. Nun entsteht ein moderner Ersatzbau. „Die zuverlässige Versorgung mit Trinkwasser gehört zu unseren absoluten Kernaufgaben. Daher investieren wir jetzt und in den kommenden Jahren mehr als 120 Millionen Euro in unsere Wasserinfrastruktur“, betont Stadtwerke-Vorstandsvorsitzender Daniel Waschow. Der Neubau in Thiene sei dafür ein zentraler Baustein.
Taucher im Einsatz: Eine Baustelle der besonderen Art
Direkt neben dem Altbau wurden zwei Baugruben geschaffen – eine für das Wasserwerk, eine weitere für die Absetzbeckenanlage. Eine Besonderheit: Die Sohlen der Becken wurden von Tauchern unter Wasser betoniert. „Der Neubau ist auch für uns eine nicht alltägliche Baustelle. Umso mehr freuen wir uns, dass alles exakt im Zeitplan liegt“, erklärt Tino Schmelzle, Geschäftsführer der SWO Netz.
Ab 2029 in Betrieb
Bis 2028 soll das neue Wasserwerk fertig sein, 2029 soll es komplett in Betrieb gehen. Ressourcenschonung steht dabei im Fokus: Ein Teil des Spülwassers wird künftig in den Aufbereitungsprozess zurückgeführt, zudem erzeugen Photovoltaikanlagen auf dem Werksdach einen Teil des benötigten Stroms. Die Bauarbeiten werden von den Firmen Beton- und Monierbau sowie der Osnabrücker Köster GmbH umgesetzt.
Nachhaltige Infrastruktur für die Zukunft
Wie das alte Werk wird auch der Neubau jährlich rund sechs Millionen Kubikmeter Wasser gewinnen und aufbereiten – allerdings effizienter und klimafreundlicher. Das Projekt ist Teil des umfassenden „Nachhaltigkeitsprogramm Wasser“, mit dem die Stadtwerke ihre gesamte Versorgungsinfrastruktur modernisieren. Dazu gehören unter anderem der Neubau der Wassertransportleitung zwischen Thiene und Osnabrück sowie die Erneuerung des Hochbehälters am Schinkelberg. Zahlreiche technische Anlagen werden zudem ertüchtigt und auf den neuesten Stand gebracht.
„Mit unserem Investitionsprogramm übernehmen wir Verantwortung gegenüber kommenden Generationen. Dabei geht es nicht nur um Versorgungssicherheit, sondern auch um Klimafolgenanpassung“, betont Waschow.
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