Der Osnabrücker Baukomplettanbieter Köster erweitert seine Kompetenzen im nachhaltigen Bauen: Das Familienunternehmen übernimmt den Holzbau-Spezialisten SAINT-GOBAIN Brüggemann Holzbau GmbH aus dem münsterländischen Neuenkirchen. Das Unternehmen ist auf die Fertigung von Holzmodulen und schlüsselfertige Gebäude in Holzbauweise spezialisiert.
Mit der Übernahme stärkt Köster seine Kompetenz im Bereich Holz- und Modulbau, bleibt aber seiner dezentralen Struktur treu: Brüggemann wird weiterhin unter dem bekannten Namen und mit dem bestehenden Team eigenständig geführt.
Große Chancen
„Holzbau und Modulbau sind Wachstumsmärkte. Deshalb stellt der Holzbau-Spezialist Brüggemann eine wertvolle Ergänzung der Köster-Familie dar“, erklärt André Triphaus-Woltermann, Vorstandsmitglied der Köster Holding SE. „Die umfangreichen Erfahrungen beider Unternehmen mit dem Baustoff Holz werden wir zusammenführen, die serielle Vorfertigung vorantreiben und das Geschäftsfeld Holzmodulbauweise gemeinsam entwickeln.“
Insbesondere im Bildungsbereich sieht Triphaus-Woltermann große Chancen: „Der Bedarf an schnell verfügbaren Ersatzbauten für marode Bildungseinrichtungen sei groß“, so der Köster-Vorstand. Holz biete dabei in Verbindung mit hoher Vorfertigung eine CO₂-arme und gleichzeitig effiziente Alternative: „Als erstklassiger CO₂-Speicher sei der nachwachsende Rohstoff Holz in Verbindung mit einem hohen Vorfertigungsgrad also eine gute Alternative zur klassischen Stahlbetonbauweise oder auch zum Bauen mit CO₂-reduziertem Beton.“
Aufsichtsbehörden müssen noch zustimmen
Die Brüggemann Holzbau GmbH war bislang Teil der internationalen Saint-Gobain-Gruppe. Der Vertrag wurde am 3. Juli 2025 unterzeichnet, der Übergang soll zum 1. September erfolgen – vorbehaltlich der Zustimmung der Aufsichtsbehörden. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.
Nils Köster, Gesellschafter und Vorstandsvorsitzender der Holding, blickt optimistisch in die Zukunft: „Wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit mit den Holzbau-Spezialisten von Brüggemann. Ich persönlich bin sicher, dass sich beide Unternehmen erfolgreich ergänzen werden.“ Köster beschäftigt rund 2.000 Mitarbeitende an über 20 Standorten und erzielte zuletzt einen Umsatz von 1,4 Milliarden Euro.
