Die aktuelle Unfallstatistik der Polizeiinspektion Osnabrück gibt Anlass zur Sorge. Trotz eines leichten Rückgangs der Gesamtzahl der Verkehrsunfälle bleibt der Radverkehr in unserer Region ein besonderer Risikobereich. Besonders besorgniserregend ist der Anstieg von Unfällen mit Pedelecs, die laut Polizeibericht zu einem höheren Unfallrisiko führen.
984 Unfälle mit Radfahrerbeteiligung
Im Jahr 2024 wurden insgesamt 984 Unfälle mit Radfahrerbeteiligung registriert, davon 395 mit Pedelecs. Diese Zahlen verdeutlichen, dass der Ausbau des Radverkehrs in Osnabrück dringend durch gezielte Maßnahmen zur Verkehrssicherheit ergänzt werden muss. Der Bund Osnabrücker Bürger (BOB) fordert daher verstärkte Anstrengungen von Verwaltung und Politik, um die Sicherheit der Radfahrer zu gewährleisten.
Überprüfung und Verbesserung gefordert
„Die steigende Nutzung von Pedelecs und die wachsende Zahl von Radunfällen zeigen, dass der bisherige Fokus auf den Ausbau des Radverkehrs nicht ausreicht. Wir setzen uns dafür ein, dass Aufklärungsarbeit und Schwerpunktkontrollen nicht nur punktuell, sondern dauerhaft und nachhaltig erfolgen“, erklärt BOB-Verkehrsexperte Reimer Thiessen. „Zusätzlich muss dringend die Radverkehrsführung, insbesondere an Kreuzungen und innerstädtischen Hauptverkehrsstraßen, überprüft und verbessert werden, da hier viele schwere Unfälle auftreten.“
Der BOB appelliert an die Verwaltung und Politik, die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer, insbesondere der schwächeren Verkehrsteilnehmer wie Radfahrer und Fußgänger, zur obersten Priorität zu machen.