Die Sondersitzung des Bundestags zum umstrittenen schwarz-roten Schuldenpaket startete erwartungsgemäß mit der Ablehnung von Absetzungsanträgen der AfD und FDP. Damit sind alle rechtlichen Hürden für die Debatte und die anschließende Abstimmung über die geplanten Grundgesetzänderungen genommen, nachdem das Bundesverfassungsgericht bereits im Vorfeld sein Einverständnis signalisiert hatte.
Proteste von AfD und FDP scheitern
Bernd Baumann, Parlamentarischer Geschäftsführer der AfD, verteidigte den Antrag seiner Partei und warf der Union vor, einen „gigantischen Wahlbetrug“ zu begehen und die Demokratie ad absurdum zu führen. Auch die FDP bemängelte das Verfahren. „Mit seriösem Parlamentarismus hat das nichts zu tun“, kritisierte Johannes Vogel, Parlamentarischer Geschäftsführer der FDP. Er betonte, dass die geplante Abstimmung mit den alten Mehrheiten der Demokratie schade.
Grundgesetzänderungen im Fokus
Im Mittelpunkt der Sitzung steht die geplante Lockerung der Schuldenbremse im Grundgesetz, um Verteidigungsausgaben zu ermöglichen. Zudem soll ein Infrastruktur-Sondervermögen in Höhe von 500 Milliarden Euro eingerichtet werden. Diese Änderungen bedürfen einer Zweidrittelmehrheit im Bundestag. Laut der Nachrichtenagentur [Agenturmeldung] wird damit gerechnet, dass diese Mehrheit nach der Einigung zwischen Union, SPD und Grünen gesichert ist.
Abstimmungsergebnis erwartet
Die Ergebnisse der Abstimmungen werden für circa 15 Uhr erwartet. Beobachter gehen davon aus, dass die Koalition aus Union und SPD mit Unterstützung der Grünen eine ausreichende Mehrheit für die Vorlage erreichen wird. Die endgültige Entscheidung wird zeigen, wie die Abgeordneten über das umstrittene Paket abstimmen.
Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .