Die Schinkelstraße in Osnabrück wird zur Fahrradstraße. Als Teil der Veloroute 4, die den Stadtteil Schinkel mit der Innenstadt verbindet, spielt sie eine zentrale Rolle im städtischen Radverkehr. Die Umwidmung der Straße erfolgt im Rahmen der Umsetzung des Radentscheids und eines Ratsbeschlusses vom 19. September 2023.
Planung und Umsetzung
Die Umgestaltung der Schinkelstraße und der angrenzenden Wissinger Straße bis zur Oststraße wird mit vergleichsweise geringem Aufwand realisiert, wie jüngst im Stadtentwicklungsausschuss deutlich wurde. Durch Markierungs- und Beschilderungsarbeiten soll die Fahrradstraße eingerichtet werden. Eine umfassende bauliche Maßnahme ist nicht notwendig, da der Straßenbereich bereits verkehrsberuhigt ist. Geplant sind die markante Blockrandmarkierung sowie Fahrbahnmarkierungen mit dem Verkehrszeichen „Fahrradstraße“ an allen Einmündungen.
Eine Besonderheit der neuen Fahrradstraße ist der Verzicht auf eine Bevorrechtigung des Radverkehrs. Die bestehende Rechts-vor-Links-Regelung bleibt bestehen, um eine einheitliche Verkehrsführung mit der zukünftig ebenfalls geplanten Fahrradstraße in der Tannenburgstraße zu gewährleisten. Diese Maßnahme soll verhindern, dass die Strecke als Schleichroute für den motorisierten Individualverkehr genutzt wird.
Finanzierung und Kosten
Die Gesamtkosten für das Projekt belaufen sich auf etwa 38.000 Euro, davon 33.000 Euro für den Bau und 5.000 Euro für die Planung. Zur Finanzierung wurden Fördermittel aus dem Sonderprogramm „Stadt und Land“ beantragt. Mit einer Förderquote von 90 Prozent werden Zuschüsse in Höhe von 34.200 Euro erwartet. Die jährlichen Folgekosten betragen 268,11 Euro.
Ausblick und weitere Planungen
Die Umsetzung der Markierungsarbeiten in der Schinkelstraße und Wissinger Straße soll noch im Jahr 2025 abgeschlossen sein. Im selben Jahr wird auch die Tannenburgstraße zwischen Oststraße und Schützenstraße planerisch überarbeitet. Hier soll es eine umfassendere Aufwertung der Nebenanlagen geben, da die Fahrbahn mit über acht Metern Breite deutlich größer als erforderlich ist. Neben breiteren Gehwegen sind auch stärkere Begrünung und bessere Querungsmöglichkeiten geplant. Die bauliche Umsetzung ist für 2026 vorgesehen.
Langfristig soll zudem die Querung der Veloroute über die Buersche Straße verbessert werden. Derzeit stellt die Wegeführung für den Radverkehr dort eine Barriere dar. Eine Umgestaltung des Knotenpunkts soll diesen Engpass beseitigen und die gesamte Achse weiter stärken.
