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Wo junge Kunst ein Zuhause findet: 6.000 Euro Förderung für das Atelierhaus

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v.l. Melanie Harder, Azim Becker und Elena Kok arbeiten im Atelierhaus an ihren Werken. Foto: Sophie Scherler

Für junge Künstlerinnen und Künstler ist der Start ins Berufsleben häufig schwierig. Atelierräume sind schwer zu bekommen und teuer im Unterhalt. Reinhart Richter hat zu diesem Zweck das Atelierhaus an der Hasemauer gegründet. Dort kann der künstlerische Nachwuchs mietfrei arbeiten. Die Stiftung Osnabrücker Club fördert das Projekt mit 6.000 Euro.

„Die bildende Kunst wird in der kommunalen Förderung viel zu wenig bedacht. Das ist für junge Künstlerinnen und Künstler ein Problem, weil sie am Anfang noch kein Netzwerk und keine Kunden haben“, sagt Reinhart Richter. Er habe es sich zur Aufgabe gemacht, die Rahmenbedingungen zu verbessern und deswegen das Atelierhaus gegründet. Bis zu sechs junge Menschen können in den 200 Quadratmeter großen Räumlichkeiten zwei Jahre an ihren Werken arbeiten.

Förderung durch Stiftung Osnabrücker Club

Die Idee entstand aus einem Versprechen. Richter lernte den Künstler Azim Becker kennen. Seine Kunst gefiel ihm so gut, dass er versprach, so viele Kunstwerke von ihm zu kaufen, dass Becker sein Atelier für zwei Jahre finanzieren kann. Möglich wurde der Start durch die finanzielle Förderung der Stiftung Osnabrücker Club in Höhe von 6.000 Euro. Vorstandvorsitzender Fritz Brickwedde erklärt, warum sich die Stiftungsmitglieder für dieses Projekt entschieden haben: „Wir waren beeindruckt davon, wie ein einziger Mensch so viel anstoßen kann. Wir fanden, dass man das unbedingt fördern sollte.“

Für die Künstlerinnen und Künstler ist das Projekt eine große Unterstützung. Elena Kok berichtet: „Der Start ist für uns super schwer. Schon vor Corona gab es in den Ateliers der Uni nur begrenzt Plätze, jetzt ist es noch schwieriger. Ohne die Förderung wäre unsere ganze Arbeit nicht möglich.“ Einige Werke der jungen Künstlerinnen und Künstler sind bereits zu sehen. Becker entwarf beispielsweise das Osnabrücker Wimmelbuch und Kok stellt am kommenden Wochenende in der Ausstellung „Wenn und Aber“ in der Krahnstraße aus.

Sophie Scherler
Sophie Scherler ist seit März 2018 Redakteurin bei der Hasepost, zwischenzeitlich absolvierte Sophie Scherler erfolgreich ein Volontariat bei der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU). Seit Herbst 2021 ist sie wieder angestelltes Mitglied unserer Redaktion.

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