Anlässlich des 25. Geburtstages der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) überreichte der Generalsekretär Alexander Bonde heute (13.12.) acht tragbare Wasserrucksäcke namens „Paul“ an das Kinderhilfswerk terre des homes. Sie sollen im südlichen Afrika zum Einsatz kommen, und mehr Menschen zu Zugang zu sauberem Trinkwasser ermöglichen. Insgesamt spendete die Stiftung 25 der Geräte, sowie ihren Transport in die Einsatzgebiete.

Jährlich sterben rund 1,5 Millionen Kinder auf der Welt an Magen- und Darmerkrankungen, die auf verunreinigtes Trinkwasser zurückzuführen sind. Der Wasserrucksack Paul (Portable Aqua Unit for Lifesaving) kann helfen: Er kann bis zu 2.500 Liter Wasser pro Tag mit Hilfe eines chemie- und stromfreien Filters erzeugen. Entwickelt wurde der Wasserrucksack an der Universität Kassel – fachlich und finanziell gefördert durch die DBU.

Entwickelt für Katastrophengebiete

„Paul“ wurde ursprünglich entwickelt, um in Katastrophengebieten, in denen die Wasserversorgung zusammengebrochen war, schnell Hilfe zu bringen. „Überlebende müssen schnell mit sauberem Trinkwasser versorgt werden, denn verseuchtes Wasser führt zu gravierenden Erkrankungen bis hin zu Epidemien.“ Doch der Rucksack hatte eine Haken. „Wir haben Paul das erste Mal nach einem Vulkanausbruch auf Indonesien verwendet“, erklärt Albert Recknagel, Vorstandssprecher von terre des homme. „Das Gerät wiegt allerdings ohne Wasser 20 Kilo und wir haben schnell gemerkt, dass besonders für Frauen und Kinder Paul einfach zu schwer ist. Dann kam uns die Idee, ihn stationär auch außerhalb von Katastrophengebieten zu verwenden.“

Neue Pauls für Südafrika

Die neuen Wasserrucksäcke werden hauptsächlich in Bildungs- und Ausbildungseinrichtungen aufgebaut, denn sie machen nicht nur Wasser trinkbar, sondern haben auch einen pädagogischen Wert, erklärt Recknagel: „Paul kann sehr anschaulich zeigen, wie wichtig sauberes Wasser für die Gesundheit ist. Außerdem spart es den Menschen dort viel Geld, weil sie sonst abgepacktes Trinkwasser kaufen müssten.“ Und „Paul“ hat noch einen Vorteil: Der Filter, der zur Reinigung des Wasser benötigt wird, muss nur etwa alle zehn Jahre ersetzt werden. Das können dann die lokalen Partner von terre des hommes vor Ort machen. Das Konzept überzeugt nicht nur bei dem Kinderhilfswerk – inzwischen sind mehr als 3.000 Wasserrucksäcke auf der ganzen Welt im Einsatz.

Hier zum Beispiel in Indien:

Präsentieren einen der Wasserrucksäcke: links Alexander Bonde (Generalsekretär DBU) und rechts Albert Recknagel (Vorstandssprecher terre des hommes)