Oberbürgermeister Wolfgang Griesert hatte Donnerstagmittag eine ungewöhnliche Aufgabe: Er versenkte neben ein wenig Kleingeld und ein paar anderen Gegenständen und Zeitdokumenten eine Playmobil-Figur in einer Zeitkapsel.

Vor zahlreichen geladenen Gästen, zu denen neben Mitarbeitern der beteiligten Baufirmen und Vertretern der Belegschaft auch Nonnen des ehemals an dieser Stelle angesiedelten Wilhelmstifts gehörten, wurde der Grundstein für das neue L+T Sporthaus gelegt.

Tom Bartels moderierte Grundsteinlegung

Mark Rauschen, Geschäftsführer des Modehauses L+T und Architekt Prof. Holger Moths legten gemeinsam mit Oberbürgermeister Wolfgang Griesert den Grundstein für den Beginn der Bauarbeiten des ersten wirklichen Neubaus von L+T, wie Mark Rauschen betonte. In den vergangenen Jahren habe man immer erweitert und auf bestehenden Grundmauern aufgebaut. Nun entsteht am Haseufer ein Sporthaus, das seinesgleichen sucht und weit über die Grenzen von Osnabrück hinaus Maßstäbe setzen wird.
Moderiert wurde die feierliche Zeremonie von dem aus Melle stammenden TV-Sportkommentator Tom Bartels.

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WM-Moderator Tom Bartels moderierte die Grundsteinlegung

Wie Geschäftsführer Alexander Berger gegenüber unserer Redaktion erläuterte, wird der Neubau noch tiefer in den Osnabrücker Boden gebaut als die bestehende Tiefgarage. Grund dafür ist das Wellenbecken, das zukünftig Indoor-Surfen erlauben wird. Dieses Wasserbecken, das unterhalb des Grundwasserspiegels und aus einem Spezialbeton gebaut wird, ist für die beteiligten Bauunternehmen eine echte Herausforderung.

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Reinhard Adolf, Haustechnik-Spezialist von der Firma Theurich + Klose verlötete die Zeitkapsel

Warum Wolfgang Griesert eine Playmobil-Surferin in die Zeitkapsel packte ist somit klar: Hier entsteht Osnabrücks Surf-Spot! Mit seiner Fläche von rund 120 m² und einer stehende Welle wird das Surfbecken Anlaufpunkt für Kunden während ihres Einkaufs und Surfer aus der Region.

Aber nicht alles, was demnächst tief im Fundament überbaut werden wird, wurde öffentlich gezeigt. L+T Chef Mark Rauschen will mit der heute gefüllten und ordentlich verlöteten Zeitkapsel auch ein paar Geheimnisse in die Zukunft schicken.
Ein Geheimnis um die nähere Zukunft ein weiteres Highlight des Sporthauses wurde heute jedoch gelüftet.
Zuvor plauderte Mark Rauschen aber noch ein persönliches Geheimnis aus: In Vorbereitung auf den bereits für das kommenden Jahr geplanten Start in die Osnabrücker Surfsaison, hat der Textilunternehmer in diesem Sommer selbst schon einen Anfängerkurs für das Wellenreiten absolviert.

Bislang geheim: Höhentraining in Osnabrück, wie in den Anden

Bereits bekannt war, dass L+T im eigenen Sporthaus auch in Eigenregie einen Fitnessclub betreiben will.
Bislang noch geheim war das ganz besondere Feature dieses Sportclubs. Zwei der Räumlichkeiten werden permanent die Atmosphäre eines Berggipfels nachbilden. Zusätzlich soll zeitweise sogar der große Fitnesssaal dieses sonst nur Spitzensportlern mögliche Training in einer simulierten Höhenlage ermöglichen.

L+T Sporthaus Osnabrück Wellenreiten
So soll es aussehen, wenn demnächst die Beach Boys und Girls bei L+T die Welle reiten

 

„Mit dem Sporthaus werden wir den Osnabrücker Sportfans unter dem Dach von L+T eine neue Anlaufstelle mit Erlebniswert bieten“, freut sich Mark Rauschen. „Nun muss nur noch alles wie geplant zusammenspielen, damit wir noch 2017 eröffnen können.“ Laut Architekt Moths solle das Sporthaus auch architektonisch über die Grenzen Osnabrücks hinaus ein Magnet werden und sich positiv auf das urbane Stadtbild auswirken.

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