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US-Börsen fallen, Notenbanken solidarisieren sich mit Powell

Die US-Börsen haben am Dienstag nachgegeben. Belastet wurde die Stimmung von Ermittlungen des US-Justizministeriums gegen Fed-Präsident Jerome Powell, die international scharfe Reaktionen auslösten. Führende Notenbanker, darunter EZB-Chefin Christine Lagarde, stellten sich demonstrativ hinter Powell und betonten die Bedeutung der Unabhängigkeit von Zentralbanken.

Verluste an den US-Aktienmärkten

Der Dow wurde zu Handelsende in New York mit 49.192 Punkten berechnet, ein Minus von 0,8 Prozent im Vergleich zum vorherigen Handelstag. Wenige Minuten zuvor notierte der breiter gefasste S&P 500 mit rund 6.964 Punkten 0,2 Prozent im Minus, die Technologiebörse Nasdaq berechnete den Nasdaq 100 zu diesem Zeitpunkt mit rund 25.742 Punkten ebenfalls 0,2 Prozent im Minus.

Internationale Solidarität mit Powell

Nachdem das US-Justizministerium Ermittlungen gegen den Präsidenten der US-Zentralbank Federal Reserve, Jerome Powell, eingeleitet hat, die Powell selbst als „beispiellose Maßnahme“ bezeichnet, die im „größeren Zusammenhang der Drohungen und des anhaltenden Drucks der Regierung gesehen werden“ müssten, haben sich am Dienstag die Notenbanken anderer Länder und Währungsräume mit Powell solidarisch gezeigt. „Wir stehen in voller Solidarität mit dem Federal Reserve System und seinem Vorsitzenden Jerome H. Powell“, heißt es in einem Statement von Christine Lagarde und bislang 13 weiteren Zentralbankvertretern (Quelle: Statement von EZB-Chefin Christine Lagarde und 13 weiteren Zentralbankvertretern).

„Die Unabhängigkeit der Zentralbanken ist ein Eckpfeiler der Preis-, Finanz- und Wirtschaftsstabilität im Interesse der Bürger, denen wir dienen. Es ist daher von entscheidender Bedeutung, diese Unabhängigkeit unter voller Achtung der Rechtsstaatlichkeit und der demokratischen Rechenschaftspflicht zu bewahren“, schreiben sie (Quelle: Statement von EZB-Chefin Christine Lagarde und 13 weiteren Zentralbankvertretern). „Vorsitzender Powell hat sein Amt mit Integrität ausgeübt, sich auf sein Mandat konzentriert und sich unermüdlich für das öffentliche Interesse eingesetzt. Für uns ist er ein angesehener Kollege, der von allen, die mit ihm zusammengearbeitet haben, hoch geschätzt wird“ (Quelle: Statement von EZB-Chefin Christine Lagarde und 13 weiteren Zentralbankvertretern).

Entwicklungen an Devisen-, Gold- und Ölmarkt

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Dienstagabend etwas schwächer: Ein Euro kostete 1,1646 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8587 Euro zu haben. Der Goldpreis zeigte sich schwächer, am Abend wurden für eine Feinunze 4.586 US-Dollar gezahlt (-0,2 Prozent), was einem Preis von 126,60 Euro pro Gramm entspricht.

Der Ölpreis stieg unterdessen stark: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Dienstagabend gegen 22 Uhr deutscher Zeit 65,42 US-Dollar, das waren 2,4 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .


 
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