Der außenpolitische Sprecher der Unions-Bundestagsfraktion, Jürgen Hardt (CDU), fordert als Reaktion auf die Ukraine-Pläne von US-Präsident Donald Trump eine verstärkte Unterstützung der Ukraine durch Europa. Er warnt vor russischer Propaganda und betont die Notwendigkeit europäischer Geschlossenheit, sollte sich die USA aus dem Konflikt zurückziehen.
Forderung nach verstärkter Unterstützung für die Ukraine
Jürgen Hardt (CDU), außenpolitischer Sprecher der Unions-Bundestagsfraktion, hat sich angesichts der jüngsten Ankündigungen des US-Präsidenten Donald Trump zur Ukraine-Politik für eine verstärkte Unterstützung des Landes ausgesprochen. Im Interview mit dem TV-Sender „Welt“ sagte er: „Wir dürfen nicht auf die russische Propaganda reinfallen, dass das am Ende sowieso zugunsten Russlands ausgeht. Das ist meines Erachtens eine Falle, in die Donald Trump mit seiner Argumentation hineingeht.“
Russische Schwäche und Warnung vor „faulen“ Friedensplänen
Weiter führte Hardt aus, dass Russland den Frieden eigentlich viel dringender brauche, als es Präsident Putin erscheinen lasse: „Russland brauche den Frieden eigentlich viel dringender, als uns das Putin weißmachen will, weil seine Wirtschaft daniederliegt und weil er vor allem seine militärischen Kapazitäten ja nicht in der Ukraine konzentrieren will, sondern er will sie im Zweifel gegen die Nato in Stellung bringen“, sagte der CDU-Politiker gegenüber „Welt“. Er betonte die Bedeutung fortgesetzter oder sogar verstärkter Unterstützung der Ukraine, besonders im Fall eines US-amerikanischen Rückzugs: „Deswegen glaube ich, dass wir gut beraten sind, die Unterstützung für die Ukraine in vollem Umfang fortzusetzen oder sogar noch zu steigern“, falls die USA sich zurückziehen und sofern die Ukraine entscheide, „auf einen faulen Frieden nicht einzugehen“.
Trump und die Rolle Europas
Nach Ansicht von Hardt lasse sich Trump zu sehr von dem Ziel leiten, sein Wahlversprechen eines schnellen Kriegsendes einzulösen: „Trump lasse sich zu sehr von der Vorstellung leiten, er müsse sein Wahlversprechen einhalten und den Krieg schnell beenden,“ so der Außenpolitiker. Dabei übersehe Trump „nicht ausreichend die Konsequenzen, die es auch für ihn und für Amerika hätte, wenn es zu einem solchen faulen Deal käme“.
Ein Rückzug der USA erscheine dennoch wahrscheinlich. „Dennoch sei ein Rückzug der USA wohl unvermeidlich, befürchtet Hardt. Europa werde in diese Breche hineinspringen müssen“, so der CDU-Politiker weiter. Für eine starke europäische Reaktion sei Einigkeit auf dem Kontinent unerlässlich. Dies sei insbesondere Aufgabe von Friedrich Merz (CDU) als Bundeskanzler nach seinem Amtsantritt: „Merz wird als allererstes dieses Thema europäische Geschlossenheit an der Seite der Ukraine betreiben müssen, dafür sorgen müssen, dass London, Paris, andere Hauptstädte natürlich auch, Warschau und Deutschland gemeinsam an einem Strang ziehen“, erklärte Hardt gegenüber „Welt“.
Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .