Dieses Jahr findet das Unabhängige FilmFest Osnabrück zum 33.Mal statt. Dass eine solche Schnapszahlen gebührend gefeiert werden muss, findet auch die Festivalleiterin Julia Scheck.

Vorhang auf, heißt es nun bereits zum 33. Mal für das Unabhängige FilmFest Osnabrück. Das fünftägige Festival startet am 17. Oktober in der Osnabrücker Lagerhalle. Anschauen kann man sich die Filme in fünf unterschiedlichen Kinos der Stadt. Die Filmpassage, das Cinema Arthouse, das Filmtheater Hasetor sowie das Haus der Jugend und die Lagerhalle selbst öffnen hierfür ihre Türen. Durch die abwechslungsreiche Vielfalt richtet sich das Fest nicht an eine bestimmte Zielgruppe. Vielmehr bildet es einen Rahmen für all die, die neugierig und interessiert sind und mehr erfahren möchten, erklärt Julia Scheck.

Unabhängiges FilmFest Osnabrück

Das diesjährige Programm des Festivals umfasst 38 Lang- sowie 51 Kurzfilme. Über 900 Beiträge sind dem Festivalteam insgesamt zugetragen worden. „Ich freue mich sehr, dass uns ein solch buntes Filmangebot erreicht hat. Die Auswahl wird dadurch aber nicht einfacher“, erklärt die Festivalleiterin. Das Unabhängige Filmfest bildet eine große Bandbreite des internationalen Independent-Kinos. „Das diesjährige Programm strotzt vor kreativen Beiträgen aus allen Teilen der Welt“, so Scheck. Russland, Südkorea und Lateinamerika sind nur einige Beispiele für diese internationale Teilnahme. Die Filmemachenden beschäftigten sich besonders mit Fragen rund um persönliche Identität, Transformation von Arbeit, Zusammenhalt von Familien und dem ungeschriebenen Vertrag zwischen den Generationen. Die Themenauswahl hat sich unter anderem von aktuellen politischen Ereignissen und gesellschaftlichen Entwicklungen inspirieren lassen. Dokumentarisches ist hierbei oft genau so spannend, erschreckend und facettenreich wie Inszeniertes.

Die Filmpreise

Insgesamt werden vier Preise in unterschiedlichen Kategorien verliehen. Der Filmpreis für Kinderrechte wird von einer Jugend-Jury, bestehend aus Schülerinnen und Schülern, überreicht. In dieser Sektion werden Filme gezeigt, die sich auf besondere Art mit der Situation von Kindern und ihren Rechten in der Welt auseinandersetzen. Die Stadt Osnabrück stiftet hierfür ein Preisgeld in Höhe von 2.000 Euro. Osnabrücker Studenten dürfen sich bei der Vergabe des Kurzfilmpreises des Unabhängigen FilmFest Osnabrück als Juroren beweisen. Nominiert sich ausschließlich studentischen Arbeiten. Für den Gewinner stellt das Studentenwerk Osnabrück ein Preisgeld von 1.500 Euro zu Verfügung. Der Friedensfilmpreis ist dank der Sievert Stiftung für Wissenschaft und Kultur mit 12.500 Euro dotiert. Zu guter Letzt gibt es noch einen ganz besonderen Preis, den Publikumspreis. Wer sich über diese Auszeichnung freuen darf, entscheidet einzig und allein das breitgefächerte Publikum.

Weitere Veranstaltungen des Festes

Über diese Sektionen hinaus bietet das Unabhängige FilmFest weitere Veranstaltungen für ihre Besucher an. Unter anderem wird der Vietnamkrieg thematisiert. Ein Langfilm, sowie fünf weitere Kurzfilme laufen unter dem Titel „ Krieg und Protest- Eingreifende Filme im Zeitalter des Vietnamkriegs“. Inhaltlich begleitet werden die Vorführungen von Dr. Alexander Sedelmeier. Dieser forscht an der Ruhr- Universität Bochum zur Geschichte von Krieg und Protest im 20. Jahrhundert. Zudem werden die Wände des Felix- Nussbaum-Haus von Studierenden bestrahlt. Das Projekt wird unter dem Titel „Site Specific Film“ zu sehen sein.

Mehr Informationen zu Programm, Tickets und Preisen finden sie auf der Website des Filmfestes.