Der Pflegeschutzbund (Biva) fordert unabhängige Kontrollen bei Pflegebedürftigen, die von Angehörigen betreut werden. Ziel sei es, mögliche Missstände sichtbar zu machen und die zweckgemäße Verwendung von Pflegeleistungen sicherzustellen. Zugleich wird ein Mangel an echten Kontrollen bemängelt und die Befangenheit bestehender Beratungsgespräche kritisiert.
„Licht ins Dunkle“ und Hinweise auf Vernachlässigung
Biva-Juristin Ulrike Kempchen sagte dem MDR, es gehe darum, „ein bisschen Licht ins Dunkle zu bringen“. Sie betonte dem MDR, es gebe auch Fälle, wo Menschen „verwahrlost“ seien. Sie sagte dem MDR: „Denn am Ende der Fahnenstange habe ich immer eine pflegebedürftige Person, die versorgt werden muss.“ Schließlich zahle die Pflegekasse monatlich auch Geld. Das solle dann auch für Pflege ausgegeben werden und nicht auf die hohe Kante gelegt werden.
Kritik an bestehenden Beratungsgesprächen
Kempchen kritisierte, dass es an echten Kontrollen mangele. Zwar kämen Pflegedienste regelmäßig zu Beratungsgesprächen vorbei, doch diese seien befangen. Denn sie hätten ein eigenes Interesse daran, die Pflege von den Angehörigen zu übernehmen. „Daher wäre es natürlich sinnvoll, wenn wir neutrale Personen hinschicken könnten, die eben da nach dem Rechten sehen“, so Kempchen.
Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .