Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat die vom Bundeskabinett beschlossene Abschaffung der sogenannten Power-to-Liquid-Quote (PtL) für den Luftverkehr scharf kritisiert. Die PtL-Quote sollte ab 2026 vorschreiben, dass Kerosin ein bestimmter Anteil strombasierter Kraftstoffe beigemischt wird. Nach Ansicht der DUH gefährdet der Beschluss den Ausbau klimafreundlicher Flugkraftstoffe und setzt falsche Anreize in der Verkehrspolitik.
DUH kritisiert Kurswechsel der Bundesregierung
DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch sieht in der Entscheidung der Bundesregierung ein grundsätzliches Problem bei der Ausrichtung der Klimapolitik im Verkehr. „Wenn im Luftverkehr die nationale Quote für E-Kerosin entfällt und parallel über die Einführung einer Quote für Wasserstoff und E-Fuels im Straßenverkehr innerhalb der Treibhausgasminderungsquote (THG-Quote) diskutiert wird, läuft etwas gewaltig schief“, sagte Resch laut Deutscher Umwelthilfe.
Mit der Abschaffung der PtL-Quote bremse die Bundesregierung nach Einschätzung der DUH den nach eigenen Angaben dringend notwendigen Hochlauf von E-Kerosin aus. „Zudem verschiebt sich der Kabinettsentwurf zur Treibhausgasminderungsquote, obwohl das Instrument seit Jahren Fehlanreize für klimaschädliche Kraftstoffe setzt“, so Resch nach Angaben der DUH. Beide Regelungen sollten ursprünglich gemeinsam überarbeitet werden.
Forderung nach Vorrang für Flug- und Schiffsverkehr
Die Umwelthilfe verweist darauf, dass grüner Wasserstoff und E-Fuels derzeit extrem knapp und teuer seien. Aus diesem Grund fordert die Organisation, dass diese Energieträger dem Flug- und Schiffsverkehr vorbehalten bleiben sollen. Dort gebe es nach Darstellung der DUH derzeit kaum klimafreundliche Alternativen.
Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .