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Umweltbundesamt: CCS ersetzt keine Emissionsminderungen im Klimaschutz

Das Umweltbundesamt hat die Bundesregierung eindringlich gewarnt, beim Klimaschutz zu sehr auf CO2-Endlager zu setzen. UBA-Präsident Dirk Messner betont, die Abscheidung und unterirdische Speicherung von CO2 (CCS) sei nur begrenzt geeignet; Kapazitäten fehlten und die nötige Infrastruktur müsse erst aufgebaut werden. Die Aussagen stehen im Kontext des Kabinettsbeschlusses vom 6. August, der CCS in größerem Maßstab erlauben soll.

UBA warnt vor Überschätzung von CO2-Speicherung

Die Abscheidung und unterirdische Speicherung von CO2 (CCS) sei nicht als Werkzeug geeignet, „um auf die massive Reduktion von Emissionen im Gebäudebereich, im Verkehr und in der Industrie zu verzichten“, sagte UBA-Präsident Dirk Messner der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Mittwochausgabe).

Zudem sei das Potenzial „sehr begrenzt, weil es schlicht an Kapazitäten fehlt, um beliebig große Mengen CO2 im Boden und in den Meeren einzulagern“, sagte Messner der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Mittwochausgabe) weiter. Überdies sei die Vorstellung, Deutschland könne sofort mit großflächiger Einlagerung beginnen, unrealistisch. „Dafür muss zunächst eine entsprechende Infrastruktur hochgezogen werden und Forschung und Entwicklung müssen hier erst in Gang gesetzt werden“, sagte Messner der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Mittwochausgabe).

Kabinettsbeschluss und Reaktion

Messner reagierte auf den Kabinettsbeschluss vom 6. August, wonach CCS in größerem Maßstab erlaubt werden soll – auch für die Stahlindustrie und für Gaskraftwerke. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hatte die Technologien in seiner Sommerpressekonferenz als deutschen Beitrag im Kampf gegen die Erderwärmung hervorgehoben.

Dem entgegnete Messner der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Mittwochausgabe): „Wer annimmt, wir könnten einfach weiter Verbrenner-Autos fahren, mit Gas und Öl heizen und fossile Energie für die Industrieproduktion nutzen, verkennt die Lage.“

Klimaneutralität nur mit breiten Maßnahmen

Nach Auswertung aktueller Studien könne Deutschland auch mit nur wenigen negativen Emissionen bis 2045 klimaneutral werden – aber nur, wenn alle vorhandenen Potenziale ausgeschöpft werden: Umbau der Industrie, Umstieg auf erneuerbare Quellen beim Heizen und in der Mobilität, Stärkung der natürlichen CO2-Senken. „Alle Optionen stehen uns zur Verfügung. Wir müssen sie aber konsequent nutzen, statt jetzt falsch abzubiegen“, sagte er der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Mittwochausgabe).

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .


 
mit Material von dts Nachrichtenagentur, bearbeitet
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Dieser Artikel wurde mit Material der Nachrichtenagentur dts erstellt, kann jedoch durch unsere Redaktion ergänzt oder aktualisiert worden sein.
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