Bundestagsvizepräsident Omid Nouripour (Grüne) hat die Ergebnisse des Ukraine-Gipfels in Washington skeptisch bewertet. Er warnte vor überzogenen Erwartungen und äußerte Zweifel an einem geplanten Dreiertreffen von Putin und Selenskyj unter Vermittlung von US-Präsident Trump. Zudem kritisierte er den zeitweiligen Ausschluss von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen.
Skepsis nach Ukraine-Gipfel in Washington
Bundestagsvizepräsident Omid Nouripour (Grüne) blickt skeptisch auf die Resultate des Treffens. „Substanziell ist nichts vorangekommen, und ich würde sehr davor warnen, sich vernebeln zu lassen, dass der amerikanische Vizepräsident den ukrainischen Präsidenten nicht beleidigt hat“, sagte der Grünen-Außenpolitiker den Fernsehsendern RTL und ntv.
Richtig sei, dass man sich zusammengesetzt habe und einig sei, dass die Arbeit weitergehen müsse. Aber mit Blick auf ein geplantes Dreiertreffen von Putin und Selenskyj unter Vermittlung von US-Präsident Trump sei Skepsis geboten, denn der Vorteil liege seiner Meinung nach bei den Russen.
„Die Bedingungen, die Putin bisher aufstellt für Treffen, für das Schweigen der Waffen und vieles andere, sind alle komplett inakzeptabel und würden alle zum Ende der Ukraine führen“, so der Grünen-Politiker den Fernsehsendern RTL und ntv.
Kritik am Ausschluss von EU-Kommissionspräsidentin
Auch den zeitweiligen Ausschluss von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen vom Ukraine-Gipfel in Washington sieht Nouripour kritisch. Er erinnerte daran, dass von der Leyen mehr als 400 Millionen Menschen repräsentiere und zudem die „Stimme der Staaten“ sei, die wie Polen, das Baltikum, Tschechien und Rumänien sehr relevant seien für die Auseinandersetzung in der Ukraine, sagte er den Fernsehsendern RTL und ntv.
„Das sind dann die Momente, wo man merkt, man ist zu sehr dabei, einfach zu schauen, dass Trump nicht ausflippt und einfach mal seinen Launen folgt, statt dass man die eigenen nationalen und europäischen Interessen vertritt“, sagte Nouripour den Fernsehsendern RTL und ntv.
Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .