Das Umweltbundesamt (UBA) fordert vor der Verabschiedung des Haushaltsentwurfs für 2026 durch das Kabinett gezielte Kaufanreize für E-Autos, insbesondere für einkommensschwache Haushalte. UBA-Präsident Dirk Messner warnt, dass die Elektromobilität ohne gezielte Förderung zum Problem für viele Menschen werde und fordert zudem Investitionen in die Ladeinfrastruktur sowie erschwingliche E-Modelle von deutschen und europäischen Herstellern.
Gezielte Förderung für einkommensschwache Haushalte gefordert
Vor dem Beschluss des Haushaltsentwurfs für 2026 durch das Kabinett an diesem Mittwoch hat Dirk Messner, Präsident des Umweltbundesamtes (UBA), in der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Samstagausgabe) gezielte Kaufanreize für E-Autos angemahnt. „Wir brauchen endlich eine Förderung beim E-Auto-Kauf für die rund 30 bis 40 Prozent der Haushalte mit den geringsten Einkommen“, sagte Messner der Zeitung. Ohne eine solche Unterstützung drohe die E-Mobilität, an breiter Akzeptanz zu verlieren: „Ohne solch eine Förderung fährt die E-Mobilität in die Sackgasse und wird zur Provokation für diejenigen, die sich das nicht leisten können.“ Weiter forderte Messner, dass Verkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) und Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) entsprechende Lösungen entwickeln.
Ausbau der Ladeinfrastruktur und preisgünstige Fahrzeuge
Neben Kaufanreizen betonte Messner laut „Neuer Osnabrücker Zeitung“ die Notwendigkeit, mehr Geld aus dem Sondervermögen in den Ausbau der Ladeinfrastruktur zu investieren. Ziel sei es, die Sorge der Menschen vor zu wenigen Stromtankstellen zu nehmen. Zudem sieht Messner auch die europäischen und deutschen Automobilhersteller in der Pflicht: Sie müssten „erschwingliche Autos anbieten, sonst steigen die Menschen auf chinesische E-Autos um, wenn der Sprit durch die CO2-Bepreisung teurer wird als der Strom“.
Appell an die klare Elektrifizierung und das Zulassungsverbot
Bezüglich der Dekarbonisierung des Verkehrssektors sieht Messner laut „Neuer Osnabrücker Zeitung“ große Möglichkeiten: „Es sei möglich, den Verkehr insgesamt bis 2045 zu dekarbonisieren.“ Die Aufteilung laute: „Die eine Hälfte schaffen wir über den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs, die andere Hälfte durch die Elektrifizierung des Automobilverkehrs.“ Der UBA-Präsident warnte eindringlich davor, das geplante Zulassungsverbot neuer Diesel- und Benzinfahrzeuge ab 2035 infrage zu stellen. „Notwendig und überfällig ist stattdessen eine ganz klare Ansage, dass der Individualverkehr elektrifiziert wird. E-Autos sind die Zukunft, daran gibt es in der Wissenschaft und auch in der Branche keine ernstzunehmenden Zweifel. Und daher auch der dringende Appell, den Einstieg gezielt für einkommensschwache Haushalte zu fördern.“
Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .