Der Frühling bringt längere Tage, wärmere Temperaturen und blühende Natur – doch für viele Menschen auch ein unerwartetes Problem: trockene Hände. Obwohl der Winter vorbei ist, bleibt die Haut oft spröde, rissig und gereizt. Doch warum passiert das gerade in dieser Jahreszeit? In diesem Artikel erfahren Sie die häufigsten Ursachen für trockene Hände im Frühling, wie man sie mit der richtigen Pflege vermeidet und wann ein Arztbesuch sinnvoll ist.
Wieso werden die Hände im Frühling oft extrem trocken?
Mit dem Frühling kommen nicht nur die ersten Sonnenstrahlen, sondern auch neue Bedürfnisse der Haut. Die Hautpflege im Winter unterscheidet sich von der im Frühling und im Sommer.Verschiedene Faktoren tragen dazu bei, dass die Haut in dieser Jahreszeit strapaziert wird. Hier sind die häufigsten Ursachen:
Wetterumschwung
Im Frühling schwanken die Temperaturen oft stark. Tagsüber kann es angenehm warm sein, während es morgens und nachts noch kühl bleibt. Diese Temperaturschwankungen belasten die Haut, da sie sich ständig anpassen muss und dabei an Feuchtigkeit verliert.
Niedrige Luftfeuchtigkeit
Auch wenn es draußen wärmer wird, bleibt die Luftfeuchtigkeit oft niedrig – insbesondere im März und April. Kalte Luft im Winter kann die Haut austrocknen, aber auch trockene Frühlingsluft und kühler Wind entziehen der Haut Feuchtigkeit.
Häufiges Händewaschen
Durch das wärmere Wetter verbringen wir mehr Zeit draußen und kommen mit Pollen, Schmutz und anderen Umwelteinflüssen in Kontakt. Dadurch waschen wir uns häufiger die Hände oder benutzen Desinfektionsmittel. Viele Seifen und Desinfektionsmittel enthalten jedoch aggressive Inhaltsstoffe, die die Haut austrocknen.
Allergien und Pollenbelastung
Frühjahrs Allergien können ebenfalls eine Rolle spielen, weshalb die Haut austrocknet. Pollen können Hautirritationen verursachen und zu trockenen, gereizten Händen führen. Wer häufig niest oder sich ins Gesicht fasst, wäscht sich oft die Hände, was die Haut zusätzlich austrocknet.
Falsche Hautpflegeprodukte
Nicht alle Handcremes und Seifen sind hautfreundlich. Produkte mit Alkohol, Duftstoffen oder aggressiven Tensiden können die Haut zusätzlich austrocknen, anstatt sie zu pflegen. Wer empfindliche Haut hat, sollte auf feuchtigkeitsspendende Inhaltsstoffe wie Glycerin, Urea oder natürliche Öle achten.
Wie kann man trockene Hände vermeiden?
Trockene Hände lassen sich mit der richtigen Pflege und ein paar einfachen Gewohnheiten gut vermeiden. Hier sind die besten Tipps:
Schonende Hautpflege
Eine sanfte Reinigung ist das A und O: Verwenden Sie eine milde, feuchtigkeitsspendende Seife ohne aggressive Tenside oder Parfum. Beim Händewaschen sollte man lauwarmes statt heißes Wasser nutzen, da heißes Wasser der Haut zusätzlich Feuchtigkeit entzieht. Nach dem Waschen die Hände sanft mit einem weichen Handtuch trocken tupfen, statt sie kräftig zu reiben, um Hautreizungen zu vermeiden.
Feuchtigkeitspflege
Nach jedem Händewaschen hilft eine feuchtigkeitsspendende Handcreme mit Inhaltsstoffen wie Urea, Glycerin oder Aloe Vera, die Haut geschmeidig zu halten. Eine Overnight-Kur mit einer dicken Schicht Handcreme und Baumwollhandschuhen sorgt für eine intensive Pflege über Nacht. Hausmittel wie Oliven- oder Kokosöl spenden Feuchtigkeit, während eine Maske aus Honig und Joghurt die Haut beruhigt. Ein Handbad mit Haferflocken kann zudem bei Juckreiz und Trockenheit helfen. Besonders pflegend soll die Biovolen Meersalbe sein, die enthaltenen Meeresmineralien versorgen die Haut mit ausreichend Feuchtigkeit.
Schutzmaßnahmen im Alltag
Handschuhe sind ein guter Schutz gegen kalten Wind, Gartenarbeit oder aggressive Reinigungsmittel. In Innenräumen kann ein Luftbefeuchter helfen, die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen und so das Austrocknen der Haut zu verhindern. Zudem ist es wichtig, ausreichend Wasser zu trinken, denn eine gute Flüssigkeitszufuhr unterstützt die Feuchtigkeit der Haut von innen.
Kann ein Nährstoffmangel hinter extrem trockener Haut an den Händen stecken?
Ein Nährstoffmangel kann ebenso eine Ursache für extrem trockene Haut an den Händen sein. Bestimmte Vitamine und Mineralstoffe spielen eine große Rolle für die Haut. Wenn sie fehlen, kann die Haut austrocknen, rissig werden oder sogar jucken. Hier sind einige mögliche Ursachen:
Vitaminmangel
- Vitamin A: Unterstützt die Zellerneuerung und Hautbarriere. Ein Mangel kann zu trockener, schuppiger Haut führen.
- Vitamin C: Fördert die Kollagenproduktion und Wundheilung. Ein Mangel kann zu rauer Haut und schlechter Regeneration führen.
- Vitamin E: Wirkt als Antioxidans und schützt die Haut vor Feuchtigkeitsverlust. Ein Mangel kann trockene und empfindliche Haut begünstigen.
- Vitamin B7 (Biotin): Wichtig für Haut, Haare und Nägel. Ein Mangel kann zu extrem trockener, rissiger Haut führen.
Mineralstoffmangel
- Zink: Unterstützt die Wundheilung und beugt Entzündungen vor. Ein Mangel kann zu trockener, rissiger Haut und Wundheilungsstörungen führen.
- Eisen: Ein Eisenmangel kann zu blasser, trockener Haut führen, da die Durchblutung und Sauerstoffversorgung der Haut beeinträchtigt werden.
- Omega-3-Fettsäuren: Diese gesunden Fette sorgen für eine geschmeidige Haut. Ein Mangel kann zu Trockenheit und Entzündungen führen.
Weshalb brennen die Hände manchmal nach dem Eincremen?
Das Brennen der Hände beim Eincremen kann verschiedene Gründe haben. Eine häufige Ursache ist die Reizung durch bestimmte Inhaltsstoffe in der Creme. Besonders Substanzen wie Alkohol, Parfüm oder Konservierungsstoffe können bei empfindlicher Haut ein brennendes Gefühl auslösen. Wenn die Haut bereits trocken oder rissig ist, wird das Brennen noch stärker wahrgenommen. Wenn die Hände sehr trocken sind, können Cremes in die feinen Risse der Haut eindringen, was ebenfalls ein unangenehmes Brennen verursachen kann.
Auch allergische Reaktionen auf bestimmte Inhaltsstoffe, insbesondere Duftstoffe oder Farbstoffe, können zu einem brennenden Gefühl führen. In solchen Fällen kann eine allergische Kontaktdermatitis die Haut reizen. Zudem neigt sehr trockene Haut oft dazu, eine geschädigte Hautbarriere zu haben, was sie empfindlicher gegenüber äußeren Reizen macht. Wenn Feuchtigkeit in die tieferen Hautschichten eindringt, kann dies ebenfalls ein brennendes Gefühl hervorrufen. In einigen Fällen kann auch eine Hauterkrankung wie Neurodermitis oder Schuppenflechte das Brennen verursachen, da diese Erkrankungen die Haut besonders empfindlich und anfällig für Irritationen machen.
Wann sollte man mit trockenen Händen zum Arzt gehen?
In den meisten Fällen sind trockene Hände harmlos und lassen sich mit der richtigen Pflege gut in den Griff bekommen. Doch manchmal steckt mehr dahinter. Ein Arztbesuch ist sinnvoll, wenn folgende Anzeichen auftreten:
- Sehr trockene, rissige oder blutende Haut: Wenn die Haut trotz intensiver Pflege extrem trocken bleibt, aufreißt oder sogar blutet, kann das auf eine ernsthafte Hautbarriere-Störung hinweisen, die ärztlich behandelt werden sollte.
- Starker Juckreiz oder Brennen: Halten Juckreiz, Brennen oder Schmerzen über längere Zeit an, kann eine Hauterkrankung wie Ekzem, Neurodermitis oder eine allergische Reaktion dahinterstecken.
- Schuppige, entzündete oder nässende Stellen: Rötungen, Schuppenbildung oder nässende Hautstellen können auf eine Infektion oder eine chronische Hauterkrankung wie Schuppenflechte (Psoriasis) oder ein Kontaktekzem hindeuten.
- Keine Besserung trotz Pflege: Wenn keine Handcreme oder Hausmittel helfen und sich der Zustand der Haut über Wochen nicht verbessert, sollte ein Dermatologe die Ursache abklären.
- Verdacht auf Allergie oder Hautkrankheit: Treten die Beschwerden plötzlich auf oder verschlimmern sich nach dem Kontakt mit bestimmten Stoffen (z. B. Reinigungsmitteln, Metallen oder Kosmetika), könnte eine Allergie oder Kontaktdermatitis vorliegen, die ärztlich überprüft werden kann.
Fazit
Trockene Hände im Frühling sind meist die Folge von Wetterumschwüngen, niedriger Luftfeuchtigkeit, häufigem Händewaschen oder allergischen Reaktionen. Mit einer sanften Pflegeroutine, feuchtigkeitsspendenden Cremes und schützenden Maßnahmen kann man die Haut geschmeidig halten. Falls jedoch anhaltende Beschwerden wie Risse, Juckreiz oder Entzündungen auftreten, kann eine ärztliche Abklärung sinnvoll sein. Mit der richtigen Hautpflege bleiben die Hände aber gesund – damit man den Frühling in vollen Zügen genießen kann!

