Platz 1, 4, 7 und 11 – es ist noch nicht so lange her, dass die Osnabrücker Leichtathleten diese Platzierungen bei einer Landesmeisterschaft gefeiert hätten. An diesem Samstag sammelten die Aushängeschilder der Leichtathletik-Gemeinschaft (LG) Osnabrück bei einem internationalen Meeting im niederländischen Apeldoorn mit diesen Platzierungen Respekt und Anerkennung. Besser kann man die Fortschritte der Osnabrücker Leichtathletik kaum dokumentieren.
Neue persönliche Bestzeit für Matthias Apel
Gleich zu Beginn unterstrich Matthias Apel (LG Osnabrück) über 1.500 m eindrucksvoll, warum er innerhalb von drei Jahren vom ersten Training bis zu Silber bei Deutschen Meisterschaften und in den Bundeskader gestürmt ist. Bei 1.000 m zündete er den Turbo, sprengte das Feld und verbesserte mit seiner zweiten Zeit unter vier Minuten seine persönliche Bestzeit auf 3:59,11 min. Die Deutschen Jugendmeisterschaften am dritten Februarwochenende in Sindelfingen können kommen.
Auch Mika Pikutzki zeigt Stadtrekorde
800 m – Mika Pikutzki hat auf dieser Strecke in den letzten Jahren unter anderem mit Stadtrekorden in der U18 und U20 Maßstäbe gesetzt. Nach dem Wechsel in die Männerklasse lief er überraschend auf Anhieb zur B-Norm der Deutschen Meisterschaften. In Apeldoorn scheiterte er um eine gute Zehntel am Versuch, diese Zeit erneut zu verbessern und damit den Startplatz bei den nationalen Titelkämpfen abzusichern. So bleiben 1:54,11 min in den Bestenlisten und das Ziel beim nächsten Start am 13. Februar in Erfurt.
Osnabrücker Langsprinter gut in Form
Eine große Aufgabe stellte sich den beiden Osnabrücker Langsprintern, Olympia-Teilnehmer Fabian Dammermann und dem Deutschen Hallenmeister Florian Kroll. Sie wagten sich gewissermaßen in die Höhle des Löwen – die niederländischen Langsprinter sicherten sich in den letzten Jahren reihenweise Titel bei Olympia, Welt- und Europameisterschaften. Zum Auftakt verkaufte sich Florian Kroll teuer: Bei 47,33 sec blieb die Uhr stehen. Es war sein bisher stärkster Halleneinstieg. Sein Gegner aus Österreich musste schon in die Nähe des 26 Jahre alten Landesrekordes laufen, um die Nase vorn haben.
Die Nase vorn hatte dagegen in seinem Lauf Fabian Dammermann. Bei 46,72 sec blieb die Uhr stehen. Nur einmal war der angehende Gymnasiallehrer schneller. Mit 46,71 sec war er im Vorjahr schnellster Langsprinter über die beiden Hallenrunden gewesen. In der Gesamtwertung gab es für die beiden Osnabrücker Rang vier und sieben. Der Abstand zum Sieger, dem U23-Europameister Jonas Phijffers (46,21 sec), hielt sich im Rahmen und macht Hoffnung für die nächsten Starts.
Weitere Stationen
Weitere Stationen auf dem Weg zu den Deutschen Meisterschaften am 28.02./01.03. in der Dortmunder Helmut-Körnig-Halle sind die Meetings in Dortmund (08.02.) und Erfurt (13.02.)
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