SPD-Politiker Steffen Krach fordert eine Rückkehr zum ursprünglichen Preis des Deutschlandtickets von 49 Euro. Gemeinsam mit Bettina König dringt der designierte SPD-Landeschef darauf, den öffentlichen Nahverkehr attraktiver zu machen und den Preisauftrieb beim Ticket zu stoppen.
Krach für Rückkehr zum 49-Euro-Ticket
Steffen Krach, Spitzenkandidat der SPD Berlin und angehender SPD-Landeschef, will die Kosten für das Deutschlandticket erneut auf 49 Euro senken. „Ich würde mir wünschen, dass das Ticket wieder nur 49 Euro kostet“, sagte er dem Tagesspiegel.
Krach bezeichnete die Einführung des Deutschlandtickets als Erfolg der früheren Bundesregierung. Er sei der Meinung, dass die Idee des Deutschlandtickets „vermutlich die beste Idee war, die die vorherige Bundesregierung hatte“. Nun werde diese Idee aber nach und nach „zerredet“ und das Ticket durch die Preissteigerung immer unattraktiver.
„Höhere Hemmschwelle“ durch Preissteigerung
Nach Angaben Krachs sei das Deutschlandticket trotz des aktuellen Preises von 63 Euro zwar günstiger als die meisten Monatsabos, dennoch stelle der höhere Betrag eine Hürde dar. Auch wenn das Ticket mit derzeit 63 Euro günstiger sei als viele andere Angebote, sei dies dennoch eine „höhere Hemmschwelle“.
Krach verwies in diesem Zusammenhang auf die bisherige 50-50-Finanzierung zwischen Land und Bund. „Als Regierender Bürgermeister wäre ich bereit, dass wir als Land stärker in die Verantwortung gehen“, sagte er dem Tagesspiegel.
Preisentwicklung und Ausbau des Nahverkehrs
Das Deutschlandticket, mit dem Abonnenten bundesweit im Regional- und Nahverkehr fahren können, kostete ursprünglich 49 Euro. 2025 wurde der Preis auf 58 Euro angehoben, zum Jahresstart 2026 stieg er weiter auf 63 Euro.
Bettina König, SPD-Politikerin und designierte Co-Landeschefin an der Seite Krachs, will den öffentlichen Nahverkehr in Berlin parallel zur Preisfrage gezielt verbessern. „Für uns hat Priorität, den ÖPNV so attraktiv zu gestalten, dass es wirklich einen Anreiz gibt, das Auto stehen zu lassen und umzusteigen“, sagte König dem Tagesspiegel.
Dazu gehörten laut König eine höhere Verlässlichkeit des Angebots und der konsequente Ausbau der ÖPNV-Infrastruktur. Im Fokus stehe dabei vor allem das U-Bahn- und Tram-Netz.
Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .