Berlins SPD-Spitzenkandidat Steffen Krach hat das Krisenmanagement von Berlins Regierendem Bürgermeister Kai Wegner (CDU) im Zusammenhang mit dem Stromausfall in Zehlendorf scharf kritisiert. Krach wirft Wegner mangelnde Präsenz, unzureichende Unterstützung für besonders betroffene Menschen sowie eine falsche Schwerpunktsetzung bei öffentlichen Auftritten vor.
Krach bemängelt fehlende Präsenz Wegners
Steffen Krach, SPD-Spitzenkandidat für die Abgeordnetenhauswahl im September, kritisierte, Wegner sei dem Ernst der Lage angesichts des Stromausfalls in Berlin-Zehlendorf nicht gerecht geworden. „Wenn Zigtausende Menschen in seiner Stadt ohne Strom sind und frieren, erwarte ich von einem Landeschef natürlich Präsenz von der ersten Stunde an“, sagte Krach dem „Spiegel“. Er erwarte zudem eine Vorstellung von Wegner, wie es in den nächsten Tagen weitergehe, so Krach weiter gegenüber dem Magazin.
Forderung nach Hotels und Notfonds
Krach, der Wegner bei der Abgeordnetenhauswahl im September herausfordert, stellte insbesondere die Unterstützung für sozial schwächere Betroffene infrage. „Warum bietet Kai Wegner den Menschen, die am meisten leiden, kein Hotel an und sorgt nicht dafür, dass sein Finanzsenator für solche und andere Maßnahmen einen Notfonds bereithält?“, sagte er dem „Spiegel“. Es gebe viele Menschen in Zehlendorf, die dies nicht brauchen würden, so Krach. „Eine Sarah Connor kann sich das Hotel leisten und fragt auch gar nicht danach. Aber Menschen, die ohnehin wenig haben, muss man in dieser Notsituation mehr unterstützen.“ Die Sängerin Sarah Connor ist vom Stromausfall betroffen und hatte in Sozialen Medien davon berichtet.
Kritik an Auftritt in Notunterkunft
Der Sozialdemokrat Krach wandte sich zudem gegen einen öffentlichen Auftritt von Kai Wegner in einer Notunterkunft. „Eine Stippvisite mit warmen Worten“ reiche nicht, sagte er dem „Spiegel“. „Und erst recht darf man es nicht so weit kommen lassen, dass die Rechten die Lage wieder für ihre Propaganda missbrauchen.“ Zwar müssten die einzelnen zuständigen Ressorts und ihre Krisenstäbe liefern, so Krach laut „Spiegel“. „Mein Verständnis von der Rolle eines Regierenden Bürgermeisters ist aber, dass er der oberste Krisenmanager ist, alle Fäden in den Händen hält und die Richtung vorgibt.“
Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .