CSU-Chef Markus Söder hat die Reaktionen in Deutschland auf die US-Militäraktion in Venezuela und die Gefangennahme von Staatschef Nicolás Maduro kritisiert. Zum Auftakt der Klausurtagung der CSU-Landesgruppe in Kloster Seeon sprach er von „Hysterie“ und forderte eine stärkere Rolle Europas in internationalen Fragen.
Söder begrüßt Abgang Maduros
CSU-Chef und bayerischer Ministerpräsident Markus Söder zeigte sich verwundert über die Debatte in Deutschland zur US-Militäraktion in Venezuela. Wörtlich sagte er: „Zu Venezuela will ich nur eines sagen: Gut, dass Maduro weg ist.“ Mit Blick auf die innenpolitische Diskussion in Deutschland fügte er hinzu: „Die zum Teil Hysterie, die es in Deutschland darüber gibt, kann ich nicht nachvollziehen.“
Forderung nach stärkerer Rolle Europas
Söder betonte, die aus dem Fall zu ziehenden Lehren seien „in einer Hinsicht nicht juristisch, sondern vor allem tatsächlich zu sehen“. Er formulierte den Anspruch, dass Europa international mehr Gewicht erhalten müsse: „Wir müssen spüren, dass wir stärker werden, um mitreden zu können.“ Derzeit sei Europa aus seiner Sicht geschwächt: „Europa sei im Moment ohne große Bedeutung. „Die europäischen Gremien werden bei internationalen Fragen nicht befasst.““
Merz als „Trumpf“ bei Trump
Mit Blick auf das Verhältnis zu den USA hob Söder nach eigenen Worten die Rolle von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hervor. In dieser Hinsicht habe Deutschland Glück, mit Merz noch „einen echten Trumpf“ bei US-Präsident Donald Trump zu haben. Ohne diese persönliche Verbindung wäre die europäische Stimme nach Ansicht Söders deutlich leiser: „Ansonsten wäre Europa weitgehend sprachlos.“
Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .