Der Chef des Unternehmens Neura Robotics, David Reger, fordert Rentenbeiträge für Roboter, um deren gesellschaftliche Akzeptanz zu stärken und zur Finanzierung sozialer Systeme beizutragen. Er sieht Deutschland als zukünftigen Marktführer im Bereich humanoider Roboter und spricht von einem Marktpotenzial, das größer sei als das des Smartphones, berichtet der „Spiegel“.
Zukunft der Robotik in Deutschland
David Reger ist der Überzeugung, dass Deutschland über einzigartiges Know-how verfügt und zur führenden Nation in der jungen Industrie der humanoiden Roboter werden kann. Gegenüber dem „Spiegel“ sagte er: „Deutschland hat ein einzigartiges Know-how in allen Disziplinen, die für die Robotik entscheidend sind.“ Laut Reger steht die Branche kurz davor, einen technologischen Durchbruch zu erleben, vergleichbar mit dem „iPhone-Moment“ für Smartphones.
Wirtschaftliche Potenziale und Strategie
Neura Robotics, mit Sitz in Metzingen, entwickelt unter anderem den humanoiden Roboter 4NE-1 und hat kürzlich 120 Millionen Euro in einer Finanzierungsrunde eingesammelt. Reger plant, eine Roboter-Plattform mit einem App Store zu schaffen, um global innovative Anwendungen zu fördern. Er prognostiziert, dass die Robotik als „starker Wirtschaftsmotor für Europa“ fungieren könnte, ähnlich der Automobilindustrie in der Vergangenheit.
Der Unternehmer hat eine umfassende Robotik-Strategie für den Standort Deutschland entwickelt. Im „Spiegel“ wird berichtet, dass sein Acht-Punkte-Plan unter anderem die Verringerung von Milliardenzuschüssen für ausländische Konzerne fordert. Stattdessen sollten dynamische, junge Unternehmen gefördert werden. Zudem setzt er sich für deutschlandweite Bildungsinitiativen zur Robotik und Künstlichen Intelligenz (KI) in Schulen ein.
Kompetenz und Anwendungsmöglichkeiten
In seinen Ausführungen betont David Reger die besondere Stärke Deutschlands in der Hardware-Entwicklung, während die USA sich primär auf Software konzentriert hätten. Er sieht Deutschland als den „weltweit am besten geeigneten Standort“ zur Massenproduktion von Getrieben, Motoren und Sensoren für Roboter. „Die USA haben sich bislang vorwiegend auf die Software konzentriert, unsere besondere Stärke liegt in der Hardware“, so Reger im „Spiegel“.
Erste Einsatzmöglichkeiten für die humanoiden Roboter sieht Reger in Sektoren mit erheblichem Fachkräftemangel, wie im Schweißerhandwerk. In Deutschland fehlen schätzungsweise 100.000 Schweißer. Reger ist überzeugt, dass seine Roboter solche komplexen Aufgaben erlernen können und somit bestehende Engpässe beheben werden: „Unsere Roboter jedoch werden das Schweißen erlernen können; dann ist der Roboter der Experte, der Mensch zeigt nur noch, wo geschweißt werden soll.“
Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .