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Pflegebedürftige in Deutschland fast verdoppelt – Reform treibt Zahlen

In Deutschland hat sich die Zahl der Pflegebedürftigen in weniger als zehn Jahren nahezu verdoppelt. Laut Barmer-Pflegereport 2025 stieg sie zwischen 2015 und 2023 von 3,0 auf 5,7 Millionen Menschen. Nur ein vergleichsweise kleiner Teil dieses Anstiegs ist auf die Alterung der Gesellschaft zurückzuführen, als wesentlicher Faktor gilt die Pflegereform von 2017.

Pflegebedürftige nahezu verdoppelt

Innerhalb von acht Jahren hat sich die Zahl der Pflegebedürftigen in Deutschland von 3,0 auf 5,7 Millionen erhöht. Das geht aus dem Barmer-Pflegereport 2025 hervor, der am Donnerstag veröffentlicht wurde. Der Anteil der Pflegebedürftigen in der Bevölkerung stieg demnach von 3,21 auf 6,24 Prozent.

Von diesem Zuwachs um 3,03 Prozentpunkte entfallen laut Report lediglich 0,44 Prozentpunkte auf die älter werdende Gesellschaft. Der deutlich größere Teil des Anstiegs hat daher andere Ursachen als die demografische Entwicklung.

Pflegereform von 2017 als Kostentreiber

Ein zentraler Kostentreiber ist der Studie zufolge die Pflegereform aus dem Jahr 2017 mit der Einführung der Pflegegrade. „Die Aufwendungen in der Sozialen Pflegeversicherung steigen stark an. Das liegt weniger an der alternden Gesellschaft, sondern vielmehr an der Leistungsausweitung durch die Einführung des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffes im Jahr 2017“, sagte Christoph Straub, Barmer-Chef, laut Barmer-Pflegereport 2025. „Auf die Bund-Länder-Arbeitsgruppe wartet nun eine Mammutaufgabe, um die Pflegeversicherung zu reformieren und finanziell zu stabilisieren“, so Straub in der Mitteilung weiter.

Die Studie macht deutlich, dass nicht allein die demografische Entwicklung, sondern insbesondere die veränderte Definition von Pflegebedürftigkeit und der damit einhergehende erweiterte Leistungszugang zu höheren Ausgaben in der Sozialen Pflegeversicherung geführt haben.

Krankheitslast nicht ausschlaggebend

Die Krankheitslast in der Bevölkerung ist laut Studie nicht der entscheidende Treiber für den massiven Anstieg an Pflegebedürftigen. Konkret wurden sechs akute und sechs dauerhafte Erkrankungen analysiert, darunter Krebs, Hirninfarkt, Demenz, Parkinson und Herzinsuffizienz. Demnach ist bei allen untersuchten Erkrankungen der Anteil derjenigen gestiegen, die zugleich pflegebedürftig sind.

Studienautor Heinz Rothgang von der Universität Bremen erklärte laut Barmer-Pflegereport 2025, dass der Pflegebedürftigkeitsbegriff neben der Umstellung von Pflegestufen auf Pflegegrade zu einer deutlichen Leistungsausweitung geführt habe. „Durch die leichtere Inanspruchnahme von Pflegeleistungen wurden immer mehr Menschen als pflegebedürftig anerkannt und haben frühzeitig Unterstützung erhalten.“

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .


 
mit Material von dts Nachrichtenagentur, bearbeitet
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Dieser Artikel wurde mit Material der Nachrichtenagentur dts erstellt, kann jedoch durch unsere Redaktion ergänzt oder aktualisiert worden sein.
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