Das Bild soll auf dem amphibischen Angriffsschiff USS Iwo Jima aufgenommen worden sein und zeigt Maduro in Freizeitkleidung an Bord.
Maduro unterwegs aus der Karibik nach New York
US-Präsident Donald Trump hat auf seiner Plattform „Truth Social“ ein Foto von Venezuelas Präsident Nicolás Maduro veröffentlicht, das ihn nach seiner Festnahme zeigen soll. Es soll auf der USS Iwo Jima aufgenommen worden sein, wie Trump auf „Truth Social“ schrieb.
Maduro ist nach Berichten von US-Medien nun unterwegs nach New York, wo er vor ein US-Gericht gestellt werden soll.
Foto zeigt Maduro an Bord der USS Iwo Jima
Venezuelas Präsident Nicolás Maduro ist auf dem Foto stehend in einer Art Trainingsanzug zu sehen. Er trägt außerdem Kopfhörer und eine Sichtschutzbrille und hat eine kleine Wasserflasche in der Hand.
Bei der USS Iwo Jima handelt sich um ein amphibisches Angriffsschiff der Wasp-Klasse, es kann zahlreiche Hubschrauber aufnehmen. Maduro war am frühen Samstagmorgen von US-Streitkräften in Venezuela festgenommen und außer Landes gebracht worden. Zuvor waren mehrere militärische Ziele in Venezuela durch das US-Militär attackiert worden.
Die venezolanische Oppositionspolitikerin Maria Corina Machado hat den jüngsten Zugriff der USA in Venezuela ausdrücklich begrüßt und sieht darin die Einlösung eines Versprechens zur Durchsetzung des Rechts. In einer am Samstagnachmittag veröffentlichten Erklärung forderte sie zugleich einen sofortigen Machtwechsel in Caracas und rief Venezolaner im Ausland zu weltweiter Mobilisierung auf.
Machado fordert internationale Justiz für Maduro
Die im vergangenen Jahr mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnete venezolanische Oppositionspolitikerin Maria Corina Machado lobte in ihrer Erklärung den Kurs der Vereinigten Staaten. „Nicolas Maduro muss sich nun internationaler Justiz für die grausamen Verbrechen verantworten, die er an Venezolanern und Bürgern vieler anderer Nationen begangen hat“, schrieb Machado in einer Erklärung, die sie am Samstagnachmittag veröffentlichte. „Angesichts seiner Weigerung, eine Verhandlungslösung zu akzeptieren, hat die Regierung der Vereinigten Staaten ihr Versprechen, das Recht durchzusetzen, eingelöst.“
Machado kündigte in ihrer Mitteilung tiefgreifende politische Veränderungen an. Weiter schreibt sie: „Wir werden die Ordnung wiederherstellen, die politischen Gefangenen befreien, ein außergewöhnliches Land aufbauen und unsere Kinder nach Hause bringen.“
Forderung nach Mandatsübernahme durch González
In ihrer Erklärung bezieht sich Machado auch auf den Oppositionspolitiker Edmundo González, der bei der venezolanischen Präsidentschaftswahl im Juli 2024 gegen Nicolas Maduro kandidiert hatte. González habe nach offiziellen Angaben verloren und hielt sich zuletzt in Spanien auf. Er solle nun „unverzüglich sein verfassungsmäßiges Mandat annehmen und von allen Offizieren und Soldaten der Nationalen Streitkräfte als Oberbefehlshaber anerkannt werden“. Man sei bereit, das Mandat auszuüben „und die Macht zu übernehmen“, so Machado.
Appell an Venezolaner im Ausland
In ihrer Botschaft richtet sich Machado auch an im Ausland lebende Venezolaner. An die Venezolaner im Ausland gerichtet sagte sie: „Wir brauchen eure Unterstützung! Mobilisiert Regierungen und Bürger weltweit und bindet sie jetzt in den großen Prozess des Aufbaus des neuen Venezuela ein.“
Auswärtiges Amt (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur
Angesichts der angespannten Lage in Venezuela ist am Samstag im Auswärtigen Amt der Krisenstab der Bundesregierung zusammengetreten. Das Auswärtige Amt steht nach eigenen Angaben in engem Kontakt mit der deutschen Botschaft in Caracas und hat seine Reisewarnung für Venezuela deutlich verschärft.
Krisenstab im Auswärtigen Amt einberufen
Am Samstag ist aufgrund der Lage in Venezuela der Krisenstab der Bundesregierung im Auswärtigen Amt zusammengetreten. Das sagte eine Sprecherin des AA am Nachmittag der dts Nachrichtenagentur. Das Auswärtige Amt stehe im engsten Kontakt mit der Botschaft in Caracas.
Die Sprecherin erklärte weiter gegenüber der dts Nachrichtenagentur: „Die Lage im Land beobachtet die Bundesregierung weiter mit Sorge, fortlaufend und sehr genau. Wir stehen im engsten Austausch mit unseren Partnern.“
Appell zur Deeskalation und Einhaltung des Völkerrechts
Weiter sagte die Sprecherin laut dts Nachrichtenagentur: „Wir rufen alle Beteiligten auf, nichts zu tun, was zu einer Zuspitzung der Lage führen könnte und Wege zu einer politischen Beilegung zu suchen. Völkerrechtliche Normen sind einzuhalten.“ Die Unterstützung für das venezolanische Volk bleibe bestehen.
Die Venezolaner verdienten „eine friedliche und demokratische Zukunft“, so die Sprecherin nach Angaben der dts Nachrichtenagentur.
Reisewarnung für ganz Venezuela ausgeweitet
Gleichzeitig hat das Auswärtiges Amt seine Reisewarnung für Venezuela deutlich verschärft. Bisher wurde nur vor Reisen in die unmittelbaren Grenzgebiete zu Kolumbien und Brasilien gewarnt, vor Reisen in andere Landesteile lediglich „abgeraten“ – seit Samstagnachmittag gilt nun eine volle Reisewarnung für ganz Venezuela.
Siemtje Möller (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur
Die SPD hat die US-Militäroperation in Venezuela und die Gefangennahme von Präsident Maduro deutlich schärfer kritisiert als der Koalitionspartner. Führende Politikerinnen von SPD, FDP und BSW sprechen von einem Bruch des Völkerrechts, ziehen historische Vergleiche und fordern eine klare Antwort Europas und der Bundesregierung.
Scharfe Kritik aus der SPD
SPD-Fraktionsvize und Verteidigungspolitikerin Siemtje Möller bezeichnete die US-Militäroperation in Venezuela und die Gefangennahme von Präsident Maduro als inakzeptabel. „Dieses Vorgehen ist inakzeptabel und stellt einen gravierenden Bruch des Völkerrechts dar“, sagte sie dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. Es sei zutiefst besorgniserregend, dass die Vereinigten Staaten damit „offenkundig internationale Regeln missachten“, erklärte die Sozialdemokratin laut „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. Die US-Attacken seien „ein weiterer alarmierender Schritt im fortschreitenden Niedergang einer einst stabilen demokratischen Führungsmacht“.
Die stellvertretende SPD-Fraktionschefin warf dem US-Präsidenten innenpolitische Motive vor. „Trump will offenbar von den vielen innenpolitischen Problemen, den letzten Wahlniederlagen und schlechten Umfragewerten ablenken“, sagte sie dem RND. „Dafür ist ihm offenkundig jedes Mittel recht, auch das Einreißen des Regelwerks, das über Jahrzehnte das Zusammenspiel der Staaten geordnet hat.“ Es bleibe zu hoffen, „dass es nicht zu einer weiteren Eskalation kommt“, so Möller.
Vergleich mit Putin und Appell an Europa
FDP-Verteidigungspolitikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann verglich das Vorgehen von US-Präsident Donald Trump in Venezuela mit dem des russischen Machthabers Wladimir Putin in der Ukraine. Beide steckten ihre jeweiligen Einflussbereiche ab, sagte sie den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. „Dabei missachten sie das Völkerrecht offen und gewähren einander offenkundig den nötigen Handlungsspielraum.“
Strack-Zimmermann wertete Trumps Vorgehen zugleich als „unmissverständliche Drohbotschaft“ an Dänemark und Grönland. Sie zeige, wozu Trump bereit sei, wenn er seine Ziele nicht auf freiwilligem Wege erreiche, erklärte sie den Funke-Zeitungen.
„Europa darf daher keine Zeit mehr verlieren, eine gemeinsame Außenpolitik sowie eine belastbare und durchsetzungsfähige Sicherheitspolitik zu entwickeln“, forderte die Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im EU-Parlament in den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. „Entweder wir Europäer nehmen Platz am weltpolitischen Tisch – oder wir stehen auf der Speisekarte.“
Wagenknecht spricht von „Staatsterrorismus“
BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht verurteilte das US-Vorgehen scharf. „Trumps Militärschlag gegen Venezuela und die Festnahme Maduros sind ein eklatanter Bruch aller Regeln des Völkerrechts, um sich nach Wildwestmanier den Zugang zu den venezolanischen Ölquellen zu sichern“, sagte Wagenknecht den Funke-Zeitungen. „Das ist nichts anderes als Staatsterrorismus, den die Bundesregierung scharf verurteilen und mit allen diplomatischen Mitteln zurückweisen muss.“ Wagenknecht rief die Bundesregierung dazu auf, unverzüglich den Geschäftsträger der US-Botschaft in Berlin einzubestellen.
New York City (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur
US-Präsident Donald Trump hat die Festnahme des venezolanischen Präsidenten Maduro durch US-Streitkräfte und dessen Überstellung nach New York bestätigt. In einem Interview schilderte Trump Details des Einsatzes, den er nach eigenen Angaben live mitverfolgt hat, und begründete das Vorgehen mit dem Kampf gegen mutmaßliche Drogenimporte aus Südamerika. Zudem kündigte er einen starken US-Einfluss auf die venezolanische Öl-Industrie sowie mögliche weitere Schritte gegen Venezuela an.
Trump schildert Einsatz gegen Maduro
US-Streitkräfte haben den venezolanischen Präsidenten Maduro festgenommen und nach New York gebracht. Das sagte US-Präsident Donald Trump dem Nachrichtensender „Fox News“. Er habe sich den Einsatz live von einem speziellen Raum aus ansehen und die Kommunikation mithören können, sagte Trump laut „Fox News“. Es gebe ein paar Verletzte in den eigenen Reihen, aber keine Toten.
Trump lobte nach Angaben von „Fox News“ die Professionalität der beteiligten Kräfte. Die Professionalität und das Equipment, über das die USA verfügen könnten, seien „unglaublich“. Man habe den Zugriff bereits vor vier Tagen durchführen wollen, aber das Wetter sei noch nicht perfekt gewesen. Für den Einsatz habe man in fast ganz Caracas „das Licht ausgeschaltet“.
Festnahme in „hochgesicherter“ Anlage
Maduro sei bei seiner Festnahme in seiner „hochgesicherten“ Anlage gewesen, „wie in einem Fort“, sagte Trump „Fox News“ zufolge weiter. Er glaube, dass niemand bei dem Zugriff getötet worden sei. Es seien zwar Schüsse auf Bodyguards von Maduro abgegeben worden, aber diese Personen seien danach nochmal „zurückgekommen“, so Trump.
Kampf gegen Drogen und Blick auf Öl-Industrie
Der US-Präsident begründete den Zugriff laut „Fox News“ mit seinem Kampf gegen mutmaßliche Drogenimporte aus Südamerika. Man verliere durch Drogen mehr Menschen als in einem Krieg, sagte Trump dem Sender.
In Bezug auf Venezuelas Öl-Industrie sagte der US-Präsident gegenüber „Fox News“, „wir werden sehr stark eingebunden sein“. Die USA hätten tolle Öl-Unternehmen. Im Übrigen seien die USA vorbereitet auf eine „zweite Welle“ gegen Venezuela. „Um reinzugehen“, sagte Trump.
Schweizer Polizist (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur
Nach dem verheerenden Brand in einer Bar in Crans-Montana in der Silvesternacht hat die Staatsanwaltschaft des Kantons Wallis eine Strafuntersuchung gegen die beiden Betreiber eröffnet. Bei dem Feuer kamen 40 Menschen ums Leben, 119 weitere wurden verletzt, viele davon schwer.
Strafuntersuchung gegen Bar-Betreiber eingeleitet
Die Staatsanwaltschaft des Kantons Wallis hat nach der Brandkatastrophe in einer Bar in Crans-Montana eine Strafuntersuchung gegen die beiden Betreiber eröffnet. Das teilte die Behörde nach den ersten Ermittlungsergebnissen zu dem verheerenden Brand mit, der in der Silvesternacht ausgebrochen war.
Vorwürfe: Fahrlässige Tötung und Körperverletzung
Bei dem Feuer kamen 40 Menschen ums Leben, 119 weitere wurden verletzt, von denen viele schwere Verletzungen erlitten. Den Betreibern wird fahrlässige Tötung, fahrlässige Körperverletzung sowie fahrlässige Verursachung einer Feuersbrunst vorgeworfen.
Das Auswärtige Amt hat seine Reisewarnung für Venezuela deutlich ausgeweitet und warnt nun vor Reisen in das gesamte Land. Hintergrund sind nach Angaben der Behörde Luftschläge US-amerikanischer Streitkräfte in der Hauptstadt Caracas und weiteren Landesteilen sowie eine insgesamt „noch unübersichtliche“ Lage.
Volle Reisewarnung für ganz Venezuela
Das Auswärtige Amt hat seine bisherige Einschätzung zur Sicherheitslage in Venezuela geändert und eine vollständige Reisewarnung ausgesprochen. Zuvor war lediglich vor Reisen in die unmittelbaren Grenzgebiete zu Kolumbien und Brasilien gewarnt worden, für andere Landesteile war nur „abgeraten“ worden.
Seit Samstagnachmittag gilt nun eine volle Reisewarnung für ganz Venezuela, wie aus einer Veröffentlichung der Behörde auf ihrer Internetseite hervorgeht. In der Mitteilung heißt es weiter, das Auswärtige Amt bestätigte gleichzeitig, dass es zu Luftschlägen US-amerikanischer Streitkräfte in der Hauptstadt Caracas und in weiteren Landesteilen kam. „Die Lage ist derzeit noch unübersichtlich“, hieß es laut der Veröffentlichung des Auswärtigen Amts.
Warnungen und Verhaltenshinweise für Deutsche vor Ort
Neben der verschärften Reisewarnung gibt das Auswärtige Amt konkrete Empfehlungen für Deutsche in Venezuela. In der Mitteilung aus Berlin heißt es: „Bleiben Sie an einem sicheren Ort und vermeiden Sie wenn möglich jegliche Bewegungen. Sehen Sie insbesondere auch von Fahrten zum Flughafen ab, solange Ihnen keine Bestätigung Ihrer Fluggesellschaft vorliegt, dass Ihr Flug tatsächlich durchgeführt wird.“ Als weitere Maßnahme wird geraten, man solle außerdem „unbedingt die Anweisungen der lokalen Sicherheitskräfte“ befolgen.
RB Leipzig und Mittelfeldspieler Kevin Kampl haben sich auf eine vorzeitige Vertragsauflösung zum 31. Januar 2026 geeinigt. Der 35-Jährige bat aus familiären Gründen um diesen Schritt, dem der Bundesligist nach eigenen Angaben zustimmte. Kampl hatte sich in achteinhalb Jahren beim sächsischen Club zu einem wichtigen Leistungsträger entwickelt.
Langjähriger Leistungsträger verlässt RB Leipzig
Der Verein teilte am Samstag mit, dass sich RB Leipzig und Kevin Kampl auf eine vorzeitige Beendigung ihres bis 2026 laufenden Vertrags verständigt haben. Der 35-jährige Mittelfeldspieler hatte aus familiären Gründen um die Auflösung gebeten, was der Club akzeptierte.
Kampl war 2017 von Bayer 04 Leverkusen zu RB Leipzig gewechselt und entwickelte sich in den folgenden achteinhalb Jahren zu einem Leistungsträger. Für die Sachsen absolvierte er insgesamt 283 Pflichtspiele und erzielte dabei 13 Tore sowie 23 Torvorlagen.
Erfolge in Bundesliga und Pokal
Zu den Höhepunkten seiner Karriere bei RB Leipzig zählen nach Clubangaben der Einzug ins Champions-League-Halbfinale, die DFB-Pokalsiege 2022 und 2023 sowie der Gewinn des Supercups 2023.
Verabschiedung beim Heimspiel gegen Bayern geplant
Der Verein plant, Kampl beim Heimspiel gegen den FC Bayern am 17. Januar offiziell zu verabschieden. Geschäftsführer Sport Marcel Schäfer erklärte laut Vereinsmitteilung, Kampl habe den Club „maßgeblich geprägt“ und sei ein Führungsspieler auf und neben dem Feld gewesen. Kampl selbst äußerte, dass er die Zeit bei RB Leipzig immer im Herzen tragen werde und sich nun auf seine Familie konzentrieren möchte.
In mehreren Berliner Stadtteilen sind seit Samstagmorgen infolge eines Brandes an einer Kabelbrücke über den Teltowkanal großflächig Strom und Fernwärme ausgefallen. Nach Angaben des örtlichen Stromnetzbetreibers könnte die Störung für einen Großteil der Betroffenen noch bis zum kommenden Donnerstag andauern.
Am Samstagnachmittag teilte die Stromnetz Berlin GmbH mit, dass der durch den Brand ausgelöste Stromausfall in Teilen des Berliner Südwestens voraussichtlich mehrere Tage anhalten wird. Den Angaben zufolge sind in Nikolassee, Zehlendorf, Wannsee und Lichterfelde insgesamt 45.400 Haushalte und 2.200 Gewerbekunden betroffen.
Brand beschädigt Hochspannungskabel
Der Brand war nach Unternehmensangaben um 6:13 Uhr an einer Kabelbrücke über den Teltowkanal ausgebrochen und hatte mehrere Hochspannungskabel beschädigt. Die Stromnetz Berlin GmbH arbeitet nach eigener Aussage daran, die Versorgung schnellstmöglich wiederherzustellen.
Bis zum Abend sollten demnach voraussichtlich 10.000 Haushalte in Lichterfelde wieder Strom erhalten. Für die übrigen 35.000 Anschlüsse wird jedoch erwartet, dass die Reparaturen bis zum Nachmittag des kommenden Donnerstag andauern. Auch die Fernwärmeversorgung sei beeinträchtigt, da die Pumpen ohne Strom nicht arbeiten könnten, teilte die Stromnetz Berlin GmbH mit.
Versorgung kritischer Einrichtungen betroffen
Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD) sprach von einem besonders schwerwiegenden Stromausfall, der auch Pflegeeinrichtungen, Krankenhäuser und soziale Einrichtungen betreffe. „Das Ausmaß sei größer als bei einem Vorfall in Adlershof im September 2025“, sagte sie.
Nach den Worten von Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD) seien die Reparaturarbeiten anspruchsvoll und würden durch Bodenfrost erschwert. Die Bevölkerung werde gebeten, wenn möglich bei Freunden oder Familie außerhalb des betroffenen Gebiets unterzukommen.
Im Berliner Südwesten ist am Samstag die Stromversorgung großflächig ausgefallen. Betroffen sind nach Angaben des örtlichen Stromnetzbetreibers mehrere zehntausend Haushalte sowie Tausende Gewerbekunden in vier Stadtteilen. Ursache war ein Brand an einer Kabelbrücke über den Teltowkanal nahe des Kraftwerks Lichterfelde, der inzwischen gelöscht ist.
Stromausfall trifft mehr als 45.000 Haushalte
Im Berliner Südwesten ist am Samstag die Stromversorgung zusammengebrochen. Der örtliche Stromnetzbetreiber konnte einen Zeitpunkt für die Wiederversorgung am Mittag nicht mitteilen.
Betroffen seien rund 45.400 Haushalte und 2.200 Gewerbekunden in den Stadtteilen Nikolassee, Zehlendorf, Wannsee und Lichterfelde.
Brand an Kabelbrücke als Auslöser
Ursache war demnach ein Brand an einer Kabelbrücke über den Teltowkanal nahe des Kraftwerks Lichterfelde. Dadurch wurden mehrere Kabel beschädigt. Der Brand ist bereits gelöscht.
Aus dem LKA war zu hören, dass jetzt wegen des Verdachts der Brandstiftung ermittelt werde.