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Zalando schließt Großlager in Erfurt noch dieses Jahr – 2.700 Jobs betroffen

Zalando
Zalando / Foto: dts

Zalando will sein Logistikzentrum in Erfurt mit 2.700 Mitarbeitern bis Ende September 2026 schließen. Das Unternehmen begründet den Schritt mit der Neugestaltung seines Logistiknetzwerks und spricht von einer „schwierigen, aber notwendigen“ Entscheidung. Neben Erfurt sind auch drei von externen Dienstleistern betriebene Standorte im Ausland betroffen, deren Verträge nicht verlängert werden sollen.

Logistiknetzwerk wird neu zugeschnitten

Der Mode-Versandhändler Zalando will sein Logistikzentrum in Erfurt mit 2.700 Mitarbeitern bis Ende September 2026 schließen. Diese Schließung sei Teil der Neugestaltung des Logistiknetzwerks, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Der Schritt sei „schwierig, aber notwendig“. Darüber hinaus sollen Verträge für drei Standorte außerhalb Deutschlands, die externe Dienstleister für Zalando und About You betreiben, nicht verlängert werden.

Der Konzern betreibt auch Logistikzentren in Mönchengladbach, Gießen und Lahr im Schwarzwald. Der Standort in Gießen sei noch im Aufbau, sagte David Schröder. „Wir können also relativ viele Jobs zumindest im Nachbarbundesland anbieten.“

Verhandlungen über Interessenausgleich und Sozialplan

Der Konzern sagte seinen Mitarbeitern in Erfurt sowie ihren Vertretern sowie allen relevanten Partnern einen „offenen Dialog“ zu. Man werde Verhandlungen mit dem Erfurter Betriebsrat über einen „Interessenausgleich“ und einen Sozialplan aufnehmen.

Auch Zalando-Chef David Schröder sagte den Beschäftigten im schließenden Logistikzentrum finanzielle Unterstützung zu. „Wir wollen in enger Zusammenarbeit mit der Belegschaft und dem Betriebsrat eine Lösung finden, die für alle Seiten passt“, sagte Schröder der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Freitagsausgabe).

Finanzielle Unterstützung und mögliche Transfergesellschaft

Der Konzern habe sich auf einen „signifikanten Beitrag“ eingestellt und werde mit dem Betriebsrat auch über die Möglichkeit einer Transfergesellschaft sprechen. „Unser Hauptziel ist, dass möglichst viele Mitarbeitende einen anderen Job finden“, sagte Schröder. Zalando werde auch anbieten, dass Mitarbeiter an einen anderen Standort wechseln und beim Umzug unterstützen.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

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CDU sagt Jahresauftaktklausur wegen Unwettergefahr kurzfristig ab

CDU-Logo (Archiv)
CDU-Logo (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur

Die CDU hat ihre geplante Jahresauftaktklausur des Bundesvorstands in Mainz kurzfristig abgesagt. Grund sind laut Partei eindringliche Wetterwarnungen, eine verschärfte Gefahrenlage sowie angekündigte Ausfälle im Bahn- und Flugverkehr. Parallel dazu berichtet der Deutsche Wetterdienst von teils kräftigen Schneefällen, Schneeverwehungen und der Gefahr von gefrierendem Regen in weiten Teilen Deutschlands.

CDU sagt Jahresauftaktklausur ab

Die CDU hat die für Freitag und Samstag geplante Jahresauftaktklausur ihres Bundesvorstands kurzfristig abgesagt. „Aufgrund der eindringlichen Wetterwarnungen und der damit verbundenen Gefahrenlage sowie den angekündigten Zug- und Flugausfällen, sehen wir uns leider gezwungen, unsere Jahresauftaktklausur am kommenden Freitag und Samstag abzusagen“, teilte die Partei am Donnerstag mit. Das Treffen sollte in der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt Mainz stattfinden.

Friedrich Merz wollte nach Angaben aus Parteikreisen direkt von der CSU-Klausur in Seeon zu der CDU-Veranstaltung anreisen. Durch die wetterbedingte Absage entfällt dieser Termin nun.

Verschärfte Wetterlage in Deutschland

In Deutschland hatte sich die Wetterlage zuletzt verschärft, wobei derzeit vor allem der Norden und Osten des Landes betroffen sind. Der Deutsche Wetterdienst teilte am Donnerstag in seinem jüngsten Warnlagebericht mit, dass heute gebietsweise Schneefälle auftreten, die sich in der Nacht zum Freitag von Südwesten bis zur Elbe ausbreiten sollen. Dabei kann es zu Schneeverwehungen kommen. In der Mitte und im Süden besteht zudem die Gefahr von gefrierendem Regen.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

AFP

Schneefall, Glatteis und Sturm: Wetterverschärfung über Deutschland

Straßenverkehr unter
Straßenverkehr unter winterlichen Bedingungen in Berlin (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur

In weiten Teilen Deutschlands verschärft sich die winterliche Wetterlage mit anhaltenden Schneefällen, stürmischem Wind und erhöhter Glatteisgefahr. Der Deutsche Wetterdienst warnt vor erheblichen Neuschneemengen, Schneeverwehungen und gefrierendem Regen, insbesondere in der Nacht zum Freitag und am Freitag selbst.

Schneefälle breiten sich bis zur Elbe aus

Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) treten heute gebietsweise Schneefälle auf, „die sich in der Nacht zum Freitag von Südwesten bis zur Elbe ausbreiten sollen“. Dabei könne es zu Schneeverwehungen kommen. In der Mitte und im Süden besteht demnach zudem die Gefahr von gefrierendem Regen.

Deutschland befindet sich laut DWD derzeit unter dem Einfluss atlantischer Tiefdruckgebiete, die milde Atlantikluft in den Süden und Westen bringen, während es im Norden und Osten kalt bleibt. Heute seien gebietsweise leichte Schneefälle mit 1 bis 5 Zentimetern Neuschnee zu erwarten, lokal im Norden, im Schwarzwald und an den Alpen auch mehr.

Neuschnee und mögliche Unwetter

In der Nacht zum Freitag werden nach dem Warnlagebericht des DWD von Südwesten erneut Schneefälle erwartet, die sich nordostwärts ausbreiten und später im Westen und Süden in Regen übergehen sollen. Dabei sind Neuschneemengen zwischen 3 und 10 Zentimetern möglich, in Staulagen bis zu 15 Zentimeter innerhalb von neun bis zwölf Stunden. Vereinzelt seien auch unwetterartige Mengen bis 20 Zentimeter in zwölf Stunden nicht ausgeschlossen.

Stürmischer Wind und Glatteisgefahr

Ab der Nacht zum Freitag wird im Norden sowie im Westen und Südwesten nach DWD-Angaben ein stürmisch auffrischender Wind erwartet, der zu starken Schneeverwehungen führen kann. Zudem besteht heute lokal die Gefahr von gefrierendem Sprühregen mit Glatteisgefahr.

Am Freitag könnte beim Übergang von Schnee zu Regen im Westen und Süden sowie in den mittleren Landesteilen gefrierender Regen mit Glatteisbildung auftreten, heißt es im jüngsten Warnlagebericht des Deutschen Wetterdienstes. Der Wind soll in der Nacht zum Freitag im Norden sowie im Westen und Südwesten stark auffrischen, mit Böen bis zu 85 km/h, in exponierten Lagen sogar bis zu 130 km/h.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

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Grüne fordern besseren Bevölkerungsschutz nach Berliner Stromnetz-Anschlag

Irene Mihalic
Irene Mihalic (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur

Nach dem mutmaßlich linksextremistischen Anschlag auf das Berliner Stromnetz fordern die Grünen eine bessere Vorbereitung der Bevölkerung auf Krisenlagen. Die Erste parlamentarische Geschäftsführerin der Grünen-Bundestagsfraktion, Irene Mihalic, mahnt dafür stärkere Orientierung an Vorbildern aus dem Ausland an und wirft der Bundesregierung Versäumnisse beim Schutz kritischer Infrastruktur vor.

Grüne fordern mehr Krisenwissen in der Bevölkerung

Die Erste parlamentarische Geschäftsführerin der Grünen-Bundestagsfraktion, Irene Mihalic, sieht nach dem mutmaßlich linksextremistischen Anschlag auf das Stromnetz in Berlin dringenden Handlungsbedarf. Es sei „sehr wichtig, das Wissen der Menschen zum richtigen Umgang mit solchen Krisen zu stärken“, etwa in der Schule, durch Übungen oder über Angebote der Hilfsorganisationen, sagte Mihalic dem „Handelsblatt“ (Freitagausgabe). In den baltischen und skandinavischen Staaten seien die Gesellschaften in dieser Hinsicht „sehr viel weiter“. „Davon sollte sich die Politik hierzulande dringend etwas abgucken“, so Mihalic.

Der Anschlag in Berlin habe nach ihren Worten erneut vor Augen geführt, wie verwundbar Deutschland bei Sabotageakten auf kritische Infrastrukturen sei. Bundesregierung und Innenministerium hätten bislang zu wenig unternommen, um das Land widerstandsfähiger zu machen, sagte die Grünen-Politikerin dem „Handelsblatt“.

Kritik an Innenminister Dobrindt

Mihalic warf Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) vor, es bisher versäumt zu haben, Menschen und Gesellschaft besser auf die Gefahren hybrider Bedrohungen einzustellen. Aus ihrer Sicht fehlen bislang ausreichende Maßnahmen, um auf unterschiedliche Formen von Angriffen auf kritische Infrastruktur vorbereitet zu sein.

Forderungen nach Investitionen und stärkerem Bevölkerungsschutz

Neben einer besseren Vorbereitung der Bevölkerung fordert Mihalic mehr Investitionen in den Schutz der kritischen Infrastruktur und eine deutliche Stärkung des Bevölkerungsschutzes. Die finanziellen Mittel dafür stünden ihrer Darstellung zufolge bereit, da die Grünen dem Infrastruktur-Sondervermögen zugestimmt hätten. „Nun ist Lieferzeit für den Bund“, sagte Mihalic dem „Handelsblatt“. „Städte und Gemeinden müssen in Krisensituationen schnell und wirksam reagieren können.“

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

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Brandenburg: Letzte BSW-Minister treten aus Partei aus

Detlef Tabbert
Detlef Tabbert (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur

Gesundheitsministerin Britta Müller und Verkehrsminister Detlef Tabbert sind nach Angaben von Finanzminister Robert Crumbach aus der Partei BSW ausgetreten. Beide wollen ihre Ämter in Brandenburg dennoch weiterführen und kündigen an, sich auf die Regierungsarbeit zu konzentrieren. Zugleich steht das Land nach dem Bruch der Koalition vor einer Phase politischer Neuordnung.

Letzte BSW-Minister treten aus Partei aus

Nach Angaben von Finanzminister Robert Crumbach sind mit Gesundheitsministerin Britta Müller und Verkehrsminister Detlef Tabbert auch die letzten verbleibenden BSW-Minister in Brandenburg aus der Partei ausgetreten. Das teilten beide am Donnerstag den „Potsdamer Neuesten Nachrichten“ mit.

Sie wollten ihre Arbeit als Minister den Angaben zufolge weiterhin „mit voller Konzentration auf die Belange der Brandenburger“ ausüben. „Unser Augenmerk gilt in diesen Wochen einzig der Frage, wie wir Brandenburg gut durch diese politische Phase führen – nicht parteitaktischen Auseinandersetzungen“, heißt es in einer Erklärung, aus der die Zeitung zitiert („Potsdamer Neueste Nachrichten“).

Minderheitsregierung und Koalitionspläne

Ministerpräsident Dietmar Woidke hatte zuletzt die Koalition mit dem BSW aufgekündigt. Stattdessen soll das Land vorerst von einer SPD-Minderheitsregierung geführt werden. Perspektivisch sind Verhandlungen mit der CDU über eine neue Koalition geplant.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

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Deutschland verzeichnet 2025 so viele Firmenpleiten wie seit 20 Jahren nicht

Amtsgericht
Foto: dts

Die Zahl der Insolvenzen von Personen- und Kapitalgesellschaften in Deutschland hat im Jahr 2025 den höchsten Stand seit 20 Jahren erreicht. Das geht aus einer am Donnerstag veröffentlichten Analyse des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) hervor. Besonders zum Jahresende legten die Fallzahlen deutlich zu und überstiegen nicht nur das Vorjahr, sondern auch das Vorkrisenniveau deutlich.

Höchster Stand seit 2005

Im Dezember 2025 wurden laut IWH 1.519 Insolvenzen von Personen- und Kapitalgesellschaften verzeichnet. Das sind 17 Prozent mehr als im November, 14 Prozent mehr als im Dezember 2024 und 75 Prozent mehr als in einem durchschnittlichen Dezember der Jahre 2016 bis 2019, also vor der Corona-Pandemie.

Im Gesamtjahr 2025 wurden in Deutschland 17.604 Insolvenzen von Personen- und Kapitalgesellschaften registriert. Nach Angaben des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle ist dies der höchste Stand seit 2005. Selbst im Zuge der großen Finanzkrise 2009 lag die Zahl demnach rund fünf Prozent niedriger. Insgesamt waren etwa 170.000 Arbeitsplätze von Insolvenzen betroffen, ebenfalls ein sehr hoher Wert.

Abkehr von Pandemie-Sondereffekten

Laut Steffen Müller, Leiter der IWH-Insolvenzforschung, lassen sich die hohen Insolvenzzahlen nicht mehr durch Nachholeffekte aus der Pandemie und der Niedrigzinspolitik erklären. „Die aktuell hohen Insolvenzzahlen spiegeln immer deutlicher die gegenwärtigen wirtschaftlichen Herausforderungen in Deutschland wider.“ Insolvenzen seien jedoch auch ein normaler Bestandteil der Marktwirtschaft und ermöglichten Marktbereinigungen.

Frühindikatoren deuten auf anhaltend hohes Niveau hin

Das IWH erhebt eigenen Angaben zufolge Frühindikatoren, die dem Insolvenzgeschehen um zwei bis drei Monate vorauslaufen. Diese Indikatoren sind in den vergangenen Monaten kontinuierlich gestiegen. Auf Basis dieser Daten erwartet das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle für das erste Quartal 2026 weiterhin sehr hohe Insolvenzzahlen.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

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Kurze Digitalpausen heben Stimmung nur leicht und kurzfristig

Junge Frau
Junge Frau mit Smartphone am 28.05.2025 / via dts Nachrichtenagentur

Kurze Pausen von Smartphone und anderen digitalen Medien können die Stimmung junger Menschen leicht verbessern, wie eine Studie der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) zeigt. Die positive Wirkung ist laut Universität jedoch nur von kurzer Dauer und insgesamt eher gering, ein Einfluss auf das Stressempfinden ließ sich nicht nachweisen.

Kurze Auszeiten von Smartphone und anderen digitalen Medien können die Stimmung leicht verbessern. Das hat eine Studie der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) ergeben, wie die Universität am Donnerstag mitteilte. Die positive Wirkung halte jedoch nur etwa zwei bis drei Stunden an und sei insgesamt eher gering. Einen Einfluss auf das Stressempfinden konnten die Wissenschaftler nicht feststellen.

Verhalten von 237 jungen Erwachsenen untersucht

Für die Studie beobachteten Forscher der JGU und der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg über zwei Wochen hinweg das Verhalten von 237 jungen Menschen zwischen 18 und 29 Jahren. Statt konkrete Vorgaben zum Medienverzicht zu machen, dokumentierten die Teilnehmer mehrmals täglich selbst, wann sie bewusst Abstand von digitalen Geräten nahmen – etwa durch das Weglegen des Handys oder das Stummschalten von Benachrichtigungen – und wie sie sich dabei fühlten. Insgesamt werteten die Forscher über 12.000 solcher Situationen aus.

Freiwilliger Verzicht mit größerem Effekt

Entscheidend für den positiven Effekt sei die Freiwilligkeit, so ein zentrales Ergebnis. „Basiert die Digital Disconnection auf einer eigenen Entscheidung oder wird sie als solche wahrgenommen, ist der Benefit für das Wohlempfinden höher“, sagte die beteiligte Forscherin Alicia Gilbert. Werde der Verzicht dagegen erwartet oder vorgeschrieben, könne sich dies sogar negativ auf die Stimmung auswirken.

Veröffentlichung im Fachjournal

Die Studie wurde im Fachjournal „Communication Research“ veröffentlicht.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

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SPD verlangt lückenlose Aufklärung zu Wegners Verhalten beim Blackout

Kai Wegner
Kai Wegner am 07.01.2026 / via dts Nachrichtenagentur

Die SPD im Bund verlangt von Berlins Regierendem Bürgermeister Kai Wegner (CDU) umfassende Informationen zu seinem Verhalten während des massiven Stromausfalls in der Hauptstadt. Insbesondere geht es um Wegners Umgang mit dem Tag des Beginns des Blackouts und um den Umgang mit möglichen russischen Spuren im Zusammenhang mit dem Anschlag auf das Berliner Stromnetz.

SPD dringt auf lückenlose Aufklärung

Parlamentsgeschäftsführer Dirk Wiese forderte in der „Rheinischen Post“ (Freitagsausgabe) eine klare und vollständige Darstellung von Wegners Verhalten. „Kai Wegner muss sich kritische Fragen gefallen lassen“, sagte Wiese der Zeitung. Dies sei vor allem deshalb nötig, „weil er nur scheibchenweise einräumt, wie er den Tag des Stromausfallbeginns verbracht hat“.

„Lückenlose Aufklärung ist nun dringend geboten“, betonte Wiese in der „Rheinischen Post“. Der SPD-Politiker verwies in diesem Zusammenhang zudem auf den früheren SPD-Bundeskanzler und Hamburger Innensenator Helmut Schmidt. „Helmut Schmidt hat bei der Hamburger Flut seinerzeit richtig angepackt. Sein entschlossenes Handeln für Menschen in Not ist mein Maßstab“, sagte Wiese der „Rheinischen Post“.

Vergleich mit Helmut Schmidt und Fragen nach möglichem Russland-Bezug

Neben der Kritik an Wegners Verhalten während des Stromausfalls richtete Wiese den Blick auch auf die Hintergründe des Anschlags auf das Berliner Stromnetz. Zugleich forderte er Aufklärung „in Bezug auf mögliche Spuren mit russischem Hintergrund hinsichtlich des Anschlags auf das Berliner Stromnetz“, wie er der „Rheinischen Post“ sagte.

Wegners Verhalten am Tag des Blackouts

Kai Wegner, der auch CDU-Spitzenkandidat für die Abgeordnetenhauswahl im September ist, hatte am Mittwoch eingeräumt, dass er am vergangenen Samstag wenige Stunden nach Beginn des Blackouts Tennis gespielt hat.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

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Verfassungsschutz warnt vor russischer Hightech-Spionage in Deutschland

Bundeskriminalamt / Bundesamt für Verfassungsschutz
Sicherheitsbehörden / Foto: dts

Das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) warnt in einer aktuellen Analyse vor verstärkten russischen Aktivitäten zur Beschaffung militärisch nutzbarer Hochtechnologie in Deutschland. Trotz erschwerter Bedingungen durch EU-Sanktionen beobachtet die Behörde demnach zunehmend professionelle Versuche, Exportkontrollen zu umgehen und sensible Produkte zu erlangen.

Verstärkte Aktivitäten trotz EU-Sanktionen

Nach der Analyse des Bundesamts für Verfassungsschutz, über die das „Handelsblatt“ berichtet, steht der Angriffskrieg gegen die Ukraine im Hintergrund der aktuellen Entwicklung. Demnach habe dieser Krieg den Bedarf an Rüstungsgütern sowie sogenannten proliferationsrelevanten Produkten – also Technologie für Massenvernichtungswaffen – erhöht. Gleichzeitig würden jedoch die seit 2022 verhängten EU-Sanktionen gegen Russland die Beschaffung solcher Güter „deutlich erschweren“, heißt es in dem 48 Seiten umfassenden Papier.

Russische Akteure versuchten daher, „in Deutschland unter Umgehung der geltenden Exportkontrollverfahren insbesondere Produkte aus den Bereichen der Hochtechnologie (wie Werkzeugmaschinen und Mikroelektronik) zu beschaffen“, warnt der Verfassungsschutz. „Um den beabsichtigten Einsatz in Russland zu verschleiern, werden auch russische Nachrichtendienste in die Beschaffung eingebunden.“

Deutschland im Fokus mehrerer Staaten

Deutschland steht laut Verfassungsschutz nicht nur im Fokus Russlands, sondern auch weiterer Länder. „Die Anzahl und Professionalität der Beschaffungsbemühungen ausländischer Staaten in Deutschland liegt insgesamt auf einem hohen Niveau – mit steigender Tendenz“, heißt es in dem Papier. Die Behörde nennt China, Iran, Nordkorea und Pakistan als weitere Akteure.

Das Interesse an der Bundesrepublik führt der Verfassungsschutz darauf zurück, dass Deutschland als führende Industrienation und bedeutender Forschungsstandort über zahlreiche Hochtechnologieunternehmen sowie eine Wissenschaftslandschaft mit vielen Forschungseinrichtungen und Hochschulen verfüge. „Große, global agierende Unternehmen können potenzielle Ziele für Beschaffungsaktivitäten sein.“

Gefährdung auch für mittelständische „Hidden Champions“

Nach Einschätzung der Geheimdienstler gilt dies nicht nur für Konzerne, sondern auch für mittelständische Betriebe. Betroffen seien insbesondere die sogenannten Hidden Champions, mittelständische Unternehmen, die in bestimmten Technologiebereichen europa- oder sogar weltweit Marktführer sind.

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Experten warnen: Großinsolvenzen in Deutschland steigen massiv an

Amtsgericht (Archiv)
Amtsgericht (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur

In Deutschland steigt die Zahl der Insolvenzen großer Unternehmen deutlich an. Auswertungen der Restrukturierungsberatung Falkensteg für das „Handelsblatt“ zeigen für 2025 einen kräftigen Zuwachs, nachdem bereits 2024 ein starker Anstieg verzeichnet worden war. Branchenexperten sehen die Entwicklung zunehmend kritisch und sprechen von einer Belastung, die an die Substanz der Unternehmen geht.

Deutlicher Zuwachs bei Großinsolvenzen

Experten rechnen in diesem Jahr mit einem deutlichen Anstieg der Insolvenzen großer Unternehmen in Deutschland. Das zeigen Auswertungen der Restrukturierungsberatung Falkensteg für das „Handelsblatt“. 471 Unternehmen mit mehr als zehn Millionen Euro Umsatz hatten demnach 2025 Insolvenz angemeldet. Das sind 25 Prozent mehr als im Vorjahr. Schon 2024 war die Zahl der Großinsolvenzen um 35 Prozent angestiegen.

Prognosen für 2026 und Belastung ganzer Branchen

Für 2026 prognostiziert Falkensteg-Partner Jonas Eckhardt einen weiteren Anstieg der Großinsolvenzen von 15 bis 20 Prozent. Hätten die Insolvenzen in den vergangenen Jahren noch teilweise eine bereinigende Wirkung gehabt, gehe es nun an die Substanz. „In manchen Branchen geht es mittlerweile nur noch ums reine Überleben“, sagte Eckhardt dem „Handelsblatt“.

Die größte Zahl an Großinsolvenzen gab es bei den Herstellern von Metallwaren, die etwa Blechteile für Autos bauen, dort gab es im vergangenen Jahr 65 Anträge auf ein Verfahren. Den größten Anstieg bei den Großinsolvenzen gab es bei den Autohändlern, dort stieg die Zahl um fast 200 Prozent.

Druck durch Verschuldung und erschwerten Kreditzugang

„Wir sind an einem Kipppunkt“, sagte Georgiy Michailov, Geschäftsführer der Restrukturierungsberatung Struktur Management Partner, dem „Handelsblatt“. Viele Unternehmen stünden unter Druck, weil ihre hohe Verschuldung den Zugang zu Krediten erschwere. Da auch die Wirtschaft kaum wachsen dürfte, „werden wir immer mehr wirtschaftlich bedeutende Insolvenzen sehen“.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

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