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Söder will Atomkraftwerke weiterlaufen lassen

Foto: Atomkraftwerk, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder hat die Energiepolitik der Bundesregierung kritisiert. Der „Welt am Sonntag“ sagte der CSU-Vorsitzende: „Die Realität ist, dass wir beim Ausbau der erneuerbaren Energie in ganz Deutschland nicht so schnell vorankommen, wie wir es gerade vor dem Hintergrund dieser Krise müssten.“

Dringend seien grundlastfähige Energielieferanten und günstige Energiequellen nötig. „Deshalb sollten die bestehenden Atomkraftwerke bis zum Ende der Krise und bis der Umstieg auf die Erneuerbaren Energien gut organisiert ist in Betrieb bleiben und bereits stillgelegte Reaktoren als Reserven bereit gehalten werden. Dazu muss die Ampel endlich neue Brennstäbe bestellen“, sagte Söder der „Welt am Sonntag“.

AFP

RKI meldet 20974 Corona-Neuinfektionen – Inzidenz steigt auf 122,6

Foto: Frau mit Maske, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat am frühen Samstagmorgen vorläufig 20.974 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das waren 32 Prozent oder 5.113 Fälle mehr als am Samstagmorgen vor einer Woche.

Die Inzidenz stieg laut RKI-Angaben von gestern 114,6 auf heute 122,6 neue Fälle je 100.000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage. Insgesamt geht das Institut laut der vorläufigen Zahlen derzeit von rund 284.700 aktiven Corona-Fällen mit Nachweis aus, das sind etwa 32.200 mehr als vor einer Woche. Außerdem meldete das RKI nun 89 Tote binnen 24 Stunden in Zusammenhang mit dem Virus. Innerhalb der letzten sieben Tage waren es 523 Todesfälle, entsprechend durchschnittlich 75 Todesfällen pro Tag (Vortag: 73).

Damit erhöhte sich die Zahl der Todesfälle binnen 24 Stunden auf 167.812. Insgesamt wurden bislang 38,11 Millionen Menschen in Deutschland positiv auf das Coronavirus getestet. Da es sich für den heutigen Tag um vorläufige Zahlen handelt, könnten diese später noch vom RKI korrigiert werden.

AFP

Brinkmann erwartet hohe Fehlzeiten durch neue Corona-Welle

Foto: Positiver Corona-Test, über dts Nachrichtenagentur

Braunschweig (dts Nachrichtenagentur) – Die Vizechefin des Corona-Expertenrats der Bundesregierung, die Braunschweiger Virologin Melanie Brinkmann, rechnet mit hohen Fehlzeiten wegen einer neuen Corona-Infektionswelle nach den Karnevalstagen. „Wenn in Innenräumen kräftig gefeiert wird, hat das Virus leichtes Spiel. Es wird nicht nur zu einem Anstieg von Infektionen kommen, wir werden auch vermehrt Hospitalisierungen sehen, denn nicht jeder ist optimal geschützt“, sagte die Wissenschaftlerin der „Rheinischen Post“ (Samstag).

Allerdings habe Corona nach drei Jahren Pandemie inzwischen „seinen großen Schrecken verloren“, schränkte die Biologin ein, die Professorin am Institut für Genetik der TU Braunschweig ist. „Wer dreimal geimpft ist, idealerweise auch schon einmal mit dem auf Omikron angepassten Impfstoff, hat ein geringes Risiko für einen schweren Verlauf.“ Zugleich erwartet sie hohe Fehlzeiten durch die neue Welle.

„Es wird durch Sars-Cov-2 immer wieder Arbeitsausfälle geben, das betrifft alle Bereiche unserer Gesellschaft“, sagte die Virologin Brinkmann, die schon Bundeskanzlerin Angela Merkel beraten hatte.

AFP

Wissler kritisiert Wagenknecht-Kundgebung

Foto: Janine Wissler, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Linken-Chefin Janine Wissler hat die ehemalige Vorsitzende der Linkenfraktion im Bundestag, Sahra Wagenknecht, ermahnt, sich bei der geplanten Friedenskundgebung an diesem Samstag in Berlin von Rechtsradikalen abzugrenzen. „Ich hätte den Aufruf anders formuliert, entscheidend aber ist, dass AfD-Politiker und andere bekannte Rechtsradikale auf der Kundgebung nicht toleriert werden und es eine deutliche Abgrenzung gibt“, sagte Wissler den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Samstagausgaben).

„Dazu gehört die klare Aussage, dass organisierte Rechte auf der Demonstration nichts zu suchen haben“, so Wissler. „Nie wieder Krieg“ und „Nie wieder Faschismus“ gehörten untrennbar zusammen. Eine von Sahra Wagenknecht und Alice Schwarzer verfasste und als „Manifest für den Frieden“ betitelte Petition, die auf die Forderung nach einem Rückzug der russischen Truppen aus der Ukraine verzichtet, war auch von AfD-Chef Chrupalla unterzeichnet worden. Wissler sagte, sie „bedauere, dass die Partei weder angefragt noch informiert war über diesen Aufruf“.

Sie will an der Kundgebung nicht teilnehmen. „An der Organisation der genannten Kundgebung waren wir als Partei nicht beteiligt. Es werden Mitglieder der Linken teilnehmen, ich persönlich werde nicht da sein“, so die Parteichefin. „Weil ich mich an anderen Aktionen beteilige und weil mir der Umgang mit der Mobilisierung in rechten Kreisen Sorgen macht. Da hat der Aufruf eine Leerstelle.“

AFP

Krankheitstage wegen psychischer Erkrankungen deutlich gestiegen

Foto: Klinik für Psychiatrie, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Immer mehr Beschäftigte in Deutschland werden wegen psychischer Krankheiten und Depressionen krankgeschrieben. Vor allem bei Männern haben im vergangenen Jahr die Ausfalltage im Job deutlich zugenommen.

Dies hat eine Auswertung der „KKH Kaufmännische Krankenkasse“ unter den berufstätigen Versicherten ergeben, über die die Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Samstagausgaben) berichten. Die KKH hatte 2022 bundesweit 57.500 Krankschreibungen mit 2,3 Millionen Fehltagen wegen psychischer Leiden registriert – das ist eine Zunahme in Höhe von 16 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Am meisten sind Beschäftigte aus den Bereichen Krankenpflege, Erziehung und Sozialarbeit, Handel und öffentlicher Verwaltung betroffen. Im Schnitt waren psychisch Erkrankte 39,5 Tage im Jahr krankgeschrieben und damit deutlich länger als dies bei allen Erkrankungen mit durchschnittlich 13,1 Fehltagen der Fall war. Am häufigsten fehlten Berufstätige 2022 wegen depressiver Episoden (30 Prozent) am Arbeitsplatz. 28 Prozent wurden wegen Anpassungsstörungen, 15 Prozent wegen wiederkehrender Depressionen, gut zwölf Prozent im Zuge chronischer Erschöpfung und rund acht Prozent aufgrund von Angststörungen krankgeschrieben. Fast sieben Prozent der Ausfalltage gingen auf das Konto sogenannter „somatoformer Störungen“, also psychosomatisch bedingter Beschwerden wie Bauch- oder Kopfschmerzen ohne organische Ursache. Während bei Frauen die Zahl der psychischen Erkrankungen im vergangenen Jahr um 11,9 Prozent zugelegt haben, betrug der Anstieg unter Männern 24,1 Prozent. Unterm Strich werden zwar immer noch sehr viel häufiger Frauen wegen psychischer Erkrankungen krankgeschrieben als Männer, aber der Abstand sinkt: 66 Prozent der Krankschreibungen kamen von Frauen, 33 Prozent von Männern. Im Jahr zuvor lag das Verhältnis noch bei 69 zu 31 Prozent. Besonders stark nahmen bei Männern Angststörungen zu (+40,2 Prozent), während es bei Frauen nur 19,2 Prozent mehr waren. Auch litten 21,8 Prozent mehr Männer unter „somatoformen Störungen“, während diese bei Frauen nur um 6,2 Prozent zulegten.

„Es sind vor allem die Folgen der Einschränkungen während der Coronakrise, die sich nun offensichtlich bei den Männern nun psychisch bemerkbar machen“, sagte die KKH-Arbeitspsychologin Antje Judick. Viele Männer hätten während der Corona-Pandemie weniger Sport getrieben wie Fußball oder Handball. „Der dadurch entstandene Bewegungsmangel und der fehlende soziale Austausch scheinen sich nachhaltig negativ auf die Psyche, also auf Antrieb und Motivation und die allgemeine Stimmungslage ausgewirkt zu haben“, mutmaßte Judick. Durch den Ukraine-Krieg habe sich die Finanzlage in manchen Haushalten zudem durch die hohe Inflation verschlechtert.

„Da sich Männer häufig mehr Sorgen um ihre Perspektiven im Job und die wirtschaftliche Situation ihrer Familie machen als Frauen, leiden sie möglicherweise besonders stark unter Existenzängsten“, so Judick. Dass mehr Frauen psychisch erkranken, liegt ihr zufolge wiederum darin begründet, dass sie oft als multifunktionale Talente unterwegs sind. Viele müssten einen Spagat zwischen Job, Kinderbetreuung und Pflege von Angehörigen leisten. Diese Situation bestand bei vielen Frauen oft auch schon vor der Pandemie.

Doch die Lage hat sich mit Corona noch verschärft: So mussten sie ihre Kinder oft neben der Arbeit im Homeoffice betreuen, während sie im Job weiter Bestleistungen abliefern sollten. Das hat die Krankenquote auch bei Frauen weiter erhöht.

AFP

Deutschland importierte 2022 deutlich mehr Kohle

Foto: Braunkohlekraftwerk, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Deutschland hat im vergangenen Jahr acht Prozent mehr Kohle importiert als 2021. Das berichtet die „Bild“ (Samstagausgabe) unter Berufung auf eine vorläufige Auswertung des „Vereins der Kohleimporteure“ (VDKI).

Danach wurden insgesamt 44,4 Millionen Tonnen Kohle aus dem Ausland nach Deutschland geliefert. Aus Russland kamen davon 13 Millionen Tonnen. Das entspricht einem Rückgang um 37 Prozent. Die Lieferungen aus Südafrika mit plus 278 Prozent auf 3,9 Millionen Tonnen und Kolumbien mit plus 210 Prozent auf 7,2 Millionen Tonnen besonders stark an.

Der Kohleimport aus den USA erhöhte sich im vergangenen Jahr laut VDKI um 32 Prozent auf 9,4 Millionen Tonnen und aus Australien um 15 Prozent auf 6,3 Millionen Tonnen.

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Stadtwerke versprechen Energietarifsenkungen

Foto: Stadtwerke, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Stadtwerke versichern, gesunkene Preise für Energie zügig an die Endverbraucher weiterzugeben. „Selbst wenn es zu Verzögerungen bei der Umsetzung der Energiepreisbremsen kommen sollte: Alle werden ihre Entlastungen bekommen“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Verbands kommunaler Unternehmen (VKU), Ingbert Liebing, der „Bild“ (Samstagausgabe).

Daran würden die Stadtwerke „mit Herzblut und mit Hochdruck“ für ihre Kunden arbeiten. Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hatte zuvor der „Bild“ (Freitagausgabe) gesagt, Energieversorger sollten die Situation nicht für „Sondergewinne“ ausnutzen und sinkende Marktpreise an die Kunden weitergeben. Liebing antwortete, die Stadtwerke fühlten sich von der Mahnung des Bundeskanzlers „nicht angesprochen“. Der Bundeskanzler wisse sicherlich, „dass Stadtwerke kommunal verankert sind und sich dem Gemeinwohl verpflichtet fühlen“, sagte der VKU-Chef. Die Aussage des Bundeskanzlers sei „etwas unglücklich, weil sie alle Energieunternehmen pauschal unter Verdacht stellt – ausgerechnet die Unternehmen, die mit den Entlastungen via Preisbremsen jetzt eine staatliche Aufgabe übernehmen müssen“. Es werde weitere Preissenkungen geben, „sobald die Handelspreise langfristig und nachhaltig sinken und es ihre Beschaffungsstrategie erlaubt“, sagte Liebing.

AFP

EU-Staaten einigen sich auf zehntes Sanktionspaket gegen Russland

Foto: EU-Fahnen, über dts Nachrichtenagentur

Brüssel (dts Nachrichtenagentur) – Zum Jahrestag der russischen Invasion in die Ukraine haben sich die Staaten der Europäischen Union auf ein zehntes Sanktionspaket geeinigt. Das gab der Schwedische Vorsitz des Rats der Europäischen Union bekannt.

Das Paket umfasse unter anderem verschärfte Ausfuhrbeschränkungen für Güter und Technologien mit „doppeltem Verwendungszweck“, die sowohl zivil als auch militärisch nutzbar sind. Zudem sollen „gezielte restriktive Maßnahmen“ gegen Personen und Einrichtungen ergriffen werden, die den Krieg unterstützten, Propaganda verbreiteten oder Drohnen an Russland lieferten, hieß es. Als weiterer Punkt werden Maßnahmen gegen russische Desinformation genannt. „Die EU steht geschlossen an der Seite der Ukraine und des ukrainischen Volkes“, schreibt die Ratspräsidentschaft.

„Wir werden die Ukraine so lange unterstützen, wie es nötig ist.“

AFP

1. Bundesliga: Mainz gewinnt gegen Mönchengladbach

Foto: Robin Zentner (Mainz 05), über dts Nachrichtenagentur

Mainz (dts Nachrichtenagentur) – Am 22. Spieltag der Fußball-Bundesliga hat der 1. FSV Mainz 05 gegen Borussia Mönchengladbach 4:0 gewonnen. Damit rückt Mainz auf Tabellenplatz sieben vor, Mönchengladbach fällt auf den neunten Platz zurück.

Mönchengladbach konnte in der Partie einen deutlich höheren Ballbesitz aufweisen als Mainz, wandelte diesen jedoch nicht in Tore um. Die Mainzer hingegen spielten deutlich aggressiver und effektiver: In der 25. Minute gelang Lee Jae-sung ein Treffer, Marcus Ingvartsen und Ludovic Ajorque erhöhten in der 49. Minute sowie in der 72. Minute. In der dritten und letzten Minute der Nachspielzeit erzielte schließlich Nelson Weiper das 4:0.

AFP

US-Börsen verlieren deutlich – Inflationsängste wieder stärker

Foto: Wallstreet in New York, über dts Nachrichtenagentur

New York (dts Nachrichtenagentur) – Die US-Börsen haben am Freitag kräftig nachgelassen. Zu Handelsende in New York wurde der Dow mit 32.817 Punkten berechnet, ein Minus in Höhe von 1,0 Prozent im Vergleich zum vorherigen Handelstag.

Wenige Minuten zuvor war der breiter gefasste S&P 500 mit rund 3.970 Punkten 1,1 Prozent im Minus, die Technologiebörse Nasdaq berechnete den Nasdaq 100 zu diesem Zeitpunkt mit rund 11.970 Punkten 1,7 Prozent im Minus. Die Zinsängste haben die US-Börsen wieder fest in der Hand. Nachdem der Kernpreisindex für persönliche Konsumausgaben (PCE-Deflator) im Januar im Jahresvergleich überraschend um 4,7 Prozent gestiegen ist (Vormonat: 4,6 Prozent), rechnen Anleger mit höheren Zinsschritten durch die US-Zentralbank Federal Reserve. Denn auch Fed-Chef Jerome Powell war zuletzt eigentlich davon ausgegangen, dass die Inflation den Rückzug angetreten hat.

Die europäische Gemeinschaftswährung tendierte derweil am Freitagabend schwächer. Ein Euro kostete 1,0547 US-Dollar (-0,46 Prozent), ein Dollar war dementsprechend für 0,9482 Euro zu haben. Der Goldpreis zeigte sich schwächer, am Abend wurden für eine Feinunze 1.811 US-Dollar gezahlt (-0,6 Prozent). Das entspricht einem Preis von 55,22 Euro pro Gramm.

Der Ölpreis stieg unterdessen deutlich: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Freitagabend gegen 22 Uhr deutscher Zeit 83,28 US-Dollar, das waren 1,3 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.

AFP