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Viele Über-65-Jährige haben kein internetfähiges Handy

Mobile Nutzung des Internets
Mobile Nutzung des Internets

Foto: Smartphone-Nutzerinnen, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Mehr als jeder dritte Rentner in Deutschland hat kein internetfähiges Handy.

Das geht aus einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Insa im Auftrag der „Bild am Sonntag“ hervor, für die Menschen befragt wurden, die mindestens 65 Jahre alt sind.

Demnach geben in dieser Gruppe 37 Prozent an, kein internetfähiges Handy zu besitzen. Bei den Über-75-Jährigen erhöht sich die Zahl auf 55 Prozent. Fast drei Viertel (72 Prozent) dieser Menschen haben auch darüber hinaus keinerlei Zugang zum Internet.

Jeder fünfte Über-65-Jährige (21 Prozent) fühlt sich wegen der Digitalisierung ausgeschlossen. Für die Erhebung befragte Insa im Zeitraum vom 16. Januar bis zum 9. Februar telefonisch 1.019 Personen.

AFP

Faeser: Cybersicherheitslage hat sich weiter verschärft

Foto: Computer-Nutzer, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) warnt angesichts des fortdauernden Ukraine-Kriegs vor einer hohen Gefahr durch russische Desinformation, Spionage und Sabotage. „Die Cybersicherheitslage hat sich durch den Krieg weiter verschärft“, sagte Faeser den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

„Die Angriffe prorussischer Hacker haben zugenommen.“ Auch die Gefahr durch staatlich gesteuerte Spionage- und Sabotageaktivitäten bleibe hoch. Bund und Länder müssten Cybergefahren gemeinsam abwehren und ihre Fähigkeiten „permanent weiterentwickeln“. Faeser hob hervor: „Wir stehen im Wettlauf mit immer neuen Angriffsweisen und Technologien. Deshalb schaffen wir neue Instrumente, mit denen die Sicherheitsbehörden Cyberangriffe stoppen und besser aufklären können.“

Faeser nennt hier etwa den Ausbau des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik. Mit Blick auf die deutsche und europäische Sicherheitslage sagte Faeser: „Putins Angriffskrieg gegen die Ukraine zeigt auf sehr bittere Weise, dass wir uns in Europa zu lange zu sicher gefühlt haben. Innere und äußere Sicherheit hängen heute untrennbar zusammen.“

Dennoch sei es Russlands Präsident Wladimir Putin nicht gelungen, „den Konflikt durch seine Kriegspropaganda auch in unsere Gesellschaft zu tragen und Menschen mit russischen oder ukrainischen Wurzeln gegeneinander aufzubringen“, sagte Faeser. „Auch wenn einige prominente Stimmen Russlands Narrative verbreiten, können wir nach einem Jahr sagen: Putins Lügen verfangen nicht. Aber das erfordert auch weiterhin konsequentes Handeln gegen Desinformation.“

AFP

Bahn will bei Sanierung des Schienennetzes in Vorleistung gehen

Foto: Gleisanlage, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Deutsche Bahn will aus eigenen Finanzmitteln in diesem Jahr drei Milliarden Euro für die Sanierung des maroden Schienennetzes investieren. Das kündigte der zuständige Netz-Vorstand Berthold Huber im „Spiegel“ an.

„Wir können Investitionen in unser überaltertes und störanfälliges Schienennetz nicht länger aufschieben“, sagte der Bahn-Manager. Deshalb gehe man als DB jetzt in Vorleistung: „Wir nehmen schon in diesem Jahr knapp drei Milliarden Euro mehr in die Hand, als geplant war – aus Eigenmitteln.“ Das Geld solle in die Verbesserung des bestehenden Netzes und die Vorbereitung der Umleitungsstrecken für eine Generalsanierung investiert werden. „Eisenbahn ist Daseinsvorsorge“, sagte Huber dem Nachrichtenmagazin: „Deshalb stehen für uns jetzt notwendige Investitionen vor kurzfristigen Renditeansprüchen.“ Erwartet wird, dass mit diesen zusätzlichen Ausgaben kein Gewinn im Geschäftsjahr 2023 möglich sein wird. Der Schritt der Bahn, weiteres Eigenkapital aufzuwenden, kann auch als Signal an den Bund verstanden werden, weitere Milliarden für den Abbau des gewaltigen Sanierungsstaus bereitzustellen. Bundesfinanzminister Christian Lindner könnte nach Informationen des „Spiegel“ auf der Klausurtagung der Bundesregierung in Meseberg Anfang März entsprechende Pläne vorlegen.

AFP

Familienministerin beklagt Mangel an Respekt gegenüber Älteren

Foto: Senioren und Jugendliche, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Bundesfamilienministerin Lisa Paus (Grüne) beklagt einen Mangel an Respekt gegenüber der älteren Generation in Deutschland. „Zu viele ältere Menschen haben den Eindruck, dass sie nicht gewollt sind, dass ihre Lebensleistung nicht anerkannt wird“, sagte Paus der „Bild am Sonntag“.

Dabei habe die ältere Generation nach dem Krieg „Unglaubliches geleistet“, sie habe den Grundstein für die heutige Gesellschaft und für den heutigen Wohlstand gelegt. Ohne sie stünde Deutschland nicht da, wo es heute ist. „Es mangelt uns als Gesellschaft leider zu oft an Respekt vor den Älteren“, so Paus. Deutschland wäre gut beraten, sein Bild vom Alter zu überdenken und Senioren mit mehr Wertschätzung zu begegnen.

Senioren seien „eine tragende Säule unserer Gesellschaft“. Leider sei das bei der jüngeren Generation noch nicht vollständig angekommen. „Da gibt es viele negative Stereotype über Ältere. Dem müssen wir entgegenwirken.“

AFP

Standort Deutschland fällt im Steuerwettbewerb zurück

Foto: ZEW, über dts Nachrichtenagentur

Mannheim (dts Nachrichtenagentur) – Deutschland wird im internationalen Steuerwettbewerb weiter abgehängt. In keiner anderen der großen Volkswirtschaften Europas werden Unternehmen durchschnittlich stärker belastet, berichtet die „Welt am Sonntag“ unter Berufung auf eine Auswertung des Leibniz-Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim.

„Deutschland hat gegenüber Frankreich, Italien und dem Vereinigten Königreich inzwischen Hochsteuerlandcharakter für Investitionen“, sagte Christoph Spengel aus dem ZEW-Forschungsbereich Unternehmensbesteuerung und Öffentliche Finanzwirtschaft. Er nannte als Grund fehlende Reformen in Deutschland. Die letzte umfassende Unternehmenssteuerreform liegt 15 Jahre zurück. Laut des sogenannten Mannheim Tax Index, den das ZEW regelmäßig für die EU-Kommission erstellt, betrug die effektive Steuerbelastung für Unternehmen in Deutschland im vergangenen Jahr im Durchschnitt 28,8 Prozent.

Der EU-Durchschnitt lag lediglich bei 18,8 Prozent. Seit der letzten Reform 2008 war der Abstand nie größer. Vor Deutschland rangieren in der ZEW-Auswertung lediglich Japan (34,1 Prozent) und Spanien (29,0 Prozent). In Frankreich dagegen sank die durchschnittliche effektive Belastung zwischen 2019 und 2022 von 33,5 Prozent auf 26 Prozent.

Auch in den Vereinigten Staaten ist der Durchschnittssatz mit 27,5 Prozent niedriger. Die deutsche Wirtschaft fordert schnelle Entlastung. „Die Zeit drängt. Noch in diesem Jahr sollten konkrete Verbesserungen beschlossen werden“, sagte Tanja Gönner, Hauptgeschäftsführerin des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), der „Welt am Sonntag“.

Schon jetzt würden Investitionsentscheidungen gegen Deutschland getroffen, nicht nur, aber auch aus steuerlichen Gründen. „Deutschland hat keine Zeit zu verlieren, um Investitionen und Beschäftigung zu sichern“, sagte Gönner. Als Zielgröße für die künftige Steuerbelastung der Unternehmen fordert sie 25 Prozent. „Damit wäre Deutschland international zumindest im Mittelfeld und nicht länger ein Höchststeuerland für Unternehmen“, sagte Gönner.

Als ersten Schritt, um dieses Ziel perspektivisch zu erreichen, schlug sie die vollständige Abschaffung des Solidaritätszuschlags vor.

AFP

Ukraine kündigt Gegenoffensive an

Foto: Frontverlauf in der Ukraine, über dts Nachrichtenagentur

Kiew (dts Nachrichtenagentur) – Der Vize-Chef des ukrainischen Militärgeheimdienstes HUR, Vadym Skibitsky, hat eine Gegenoffensive seines Landes angekündigt, die die Rückeroberung der Krim ebenso vorsieht wie Angriffe auf russisches Gebiet. „Der Zweck unserer Gegenoffensive besteht darin, alle besetzten Gebiete der Ukraine zu befreien – einschließlich der Krim. Wir hören erst dann auf, wenn wir unser Land in den Grenzen von 1991 zurückhaben. Das ist unsere Botschaft an Russland und an die internationale Gemeinschaft“, sagte Skibitsky den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Sonntagausgaben).

„Die Minsker Abkommen sind Geschichte – wir werden diesen Fehler nicht wiederholen. Jede Verhandlung in diesen Zeiten gibt Putin eine Atempause, um seine Truppen für einen neuen Angriff zu formieren.“ Die ukrainische Armee könne mit Raketen und Artilleriesystemen auch Flugplätze oder Depots der Russen treffen, betonte Skibitsky. „Es ist möglich, dass wir auch Waffendepots oder Militärgerät auf russischem Territorium zerstören, etwa rund um die Stadt Belgorod. Von dort werden Angriffe auf die Ukraine gestartet. Das ist etwa eine Bedrohung für Charkiw.“ Der Beginn der ukrainischen Gegenoffensive sei für Frühjahr vorgesehen. „Es ist eines unserer strategischen militärischen Ziele, dass wir versuchen, einen Keil in die russische Front im Süden zu treiben – zwischen der Krim und dem russischen Festland“, erklärte Skibitsky. Die Gegenoffensive hänge von mehreren Faktoren ab. „Zunächst von der Vorbereitung unserer Soldaten. Dann kommt es auf die westlichen Lieferungen von Waffen wie Panzern, gepanzerten Fahrzeugen, Raketen und Munition an – und auf die Ausbildung unserer Soldaten in westlichen Ländern. Auch die Moral der russischen Soldaten spielt eine Rolle.“

AFP

Bundeswehrverband erwartet 10 Jahre Konflikt mit Russland

Foto: Kreml, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Chef des Bundeswehrverbandes, André Wüstner, erwartet, dass der Konflikt mit Russland für die Nato und Deutschland noch eine Dekade dauern könnte. „Es wäre naiv zu glauben, dass der Krieg in diesem Jahr vorbei sein wird“, sagte Wüstner der „Bild am Sonntag“.

„Putin wird vorerst von seinen Kriegszielen nicht abweichen. Er wird weiter versuchen, Europa zu destabilisieren. Innenpolitisch bereitet er die russische Bevölkerung auf einen langfristigen Systemkonflikt mit dem Westen vor. Wir erleben ein Kriegsjahrzehnt in Europa. Die Nato und Deutschland müssen sich strategisch auf eine Dekade an Bedrohung ausrichten.“

Wüstner drängt daher auf eine schnellere Aus- und Aufrüstung bei der Bundeswehr: „Wir müssen die Ukraine weiter unterstützen und gleichzeitig die Bundeswehr selbst schneller ausrüsten. Nur so können wir gemeinsam mit der Nato für eine glaubwürdige Abschreckung sorgen. Wer abschreckt, verhindert Krieg. Wer nicht abschreckt, lädt ein.“

AFP

Gutachten: Tempolimit würde vielleicht doch weniger CO2 einsparen

Foto: Tempolimit in Deutschland, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Ein Tempolimit auf deutschen Autobahnen würde womöglich doch deutlich weniger CO2 einsparen als bislang angenommen. Zu diesem Ergebnis kommt zumindest ein von der FDP-Bundestagsfraktion bei den Verkehrsökonomen Alexander Eisenkopf (Zeppelin Universität Friedrichshafen) und Andreas Knorr (Uni Speyer) in Auftrag gegebenes Gutachten, das über den die „Bild am Sonntag“ berichtet.

Darin heißt es, „realistischerweise“ seien bei einer Beschränkung auf 120 km/h CO2-Einsparungen von „maximal 1,1 Millionen Tonnen zu erwarten“. Das Umweltbundesamt (UBA) hatte im Januar seine ursprüngliche Prognose (2,6 Millionen Tonnen) deutlich nach oben korrigiert und geht seither davon aus, dass ein Tempolimit von 120 km/h auf deutschen Autobahnen 6,7 Millionen Tonnen CO2 einsparen würde. Diese Ergebnisse führen Eisenkopf und Speyer nun allerdings darauf zurück, dass das UBA von unrealistischen Annahmen ausgehe und fehlerhafte Datensätze nutze. Bernd Reuther, verkehrspolitischer Sprecher der FDP, wirft dem UBA angesichts der Ergebnisse unseriöses Arbeiten vor. „Unser Gutachten zeigt deutlich, dass die Studie des UBA unwissenschaftlich und bewusst irreführend ist“, sagte Reuther der „Bild am Sonntag“. „Das Amt rechnet Effekte von Tempolimits schön, die nachweislich nicht haltbar und ohne Sinnhaftigkeit sind.“

AFP

Insa: Ampel weiter ohne Mehrheit

Foto: Unterschrift des Ampel-Koalitionsvertrags am 7.12.21, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Ampel-Regierung steht auch ein Jahr nach Kriegsbeginn ohne Mehrheit in den Umfragen da. Im Sonntagstrend, den das Meinungsforschungsinstitut Insa wöchentlich für die „Bild am Sonntag“ erhebt, kommt die Kanzlerpartei SPD wie in der Vorwoche auf 21 Prozent, die Grünen würden 16 Prozent (+/-0), die FDP 7 Prozent (+/-0) wählen.

Gemeinsam kommen die Ampel-Parteien damit auf 44 Prozent. Die Union kommt wie in der Vorwoche auf 29 Prozent, die Linke wie in der Vorwoche auf 5 Prozent, die AfD verliert einen Punkt und kommt auf 15 Prozent (zusammen 49 Prozent). Die sonstigen Parteien könnten 7 Prozent der Stimmen auf sich vereinen (plus 1). Für die „Bild am Sonntag“ hatte Insa 1.200 Personen im Zeitraum vom 20. bis zum 24. Februar 2023 befragt (TOM). Frage: „Wenn am kommenden Sonntag Bundestagswahl wäre, wie würden Sie wählen?“

AFP

1. Bundesliga: Schalke gewinnt Abstiegsduell gegen Stuttgart

Foto: Hiroki Itō (VfB Stuttgart / Archivbild), über dts Nachrichtenagentur

Gelsenkirchen (dts Nachrichtenagentur) – In der Samstagabendpartie des 22. Bundesliga-Spieltags hat der FC Schalke 04 gegen den VfB Stuttgart mit 2:1 gewonnen. Für Schalke sind es nach vier torlosen Remis in Folge drei extrem wichtige Punkte im Abstiegskampf.

Die „Königsblauen“ bleiben trotzdem vorerst auf dem letzten Tabellenplatz, verkürzen aber den Abstand auf die höheren Positionen auf drei Punkte. Dort sitzen auf den Rängen 15, 16 und 17 nun – alle drei punktgleich – die Stuttgarter, vor Hoffenheim und Bochum. Schalkes Dominick Drexler brachte die Gastgeber in der 10. Minute in Führung, Marius Bülter legte in der 40. Minute nach. Im zweiten Durchgang kam dann Stuttgart besser rein, vergab aber auch eine Top-Chance nach der anderen, nur Borna Sosa erzielte in der 63. Minute den Anschlusstreffer.

AFP