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ESC-Kandidat Ikke Hüftgold beklagt Hass im Netz

Foto: Zwei Männer surfen im Internet, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Schlagersänger Matthias Distel („Ikke Hüftgold“) erhält vor seinem Auftritt beim ESC-Vorentscheid nach eigenen Angaben viele negative Nachrichten. „Wow, da kommt verdammt viel Hass“, sagte Distel der „Rheinischen Post“ (Montagsausgabe).

„Das sind Leute, die nur Ikke Hüftgold sehen. Und der ist asozial, ein Sexist und ein Rassist.“ Die Fans könnten nicht zwischen ihm und seiner Kunstfigur unterscheiden. „Dass ich im wahren Leben der liberalste und weltoffenste Mensch bin, sieht man nur, wenn man es sehen will.“ Der Partyschlager-Sänger und -Produzent hat in der Vergangenheit bereits einige Erfolge gefeiert. Im Sommer 2022 landete das von ihm mitproduzierte Lied „Layla“ auf Platz eins der deutschen Singlecharts und löste eine große Sexismus-Debatte aus. Er tritt mit seinem „Lied mit gutem Text“ als einer von neun Teilnehmern am Freitag beim deutschen ESC-Vorentscheid an. „Ich bin der Underdog, eigentlich unerwünscht“, sagte er dazu. Seinen Startplatz für den Vorentscheid verdankt er dem Sieg bei einem Tiktok-Voting.

AFP

Linken-Vize kritisiert Wagenknecht nach Auftritt bei Demo

Foto: Demo gegen Waffenlieferungen am 25.02.2023, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Nach ihrem Auftritt bei der Großkundgebung gegen Waffenlieferungen an die Ukraine am Samstag in Berlin gerät die Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht auch in der eigenen Partei zunehmend in die Kritik. „Unsere Befürchtungen haben sich bestätigt: Wer einen Aufruf startet, der querfronttauglich ist, erntet Querfront“, sagte die stellvertretende Linken-Chefin Katina Schubert der „Süddeutschen Zeitung“.

Bei der Demonstration vor dem Brandenburger Tor, zu der die Linken-Politikerin Wagenknecht gemeinsam mit der Publizistin Alice Schwarzer aufgerufen hatte, sollen auch mehrere Teilnehmer aus dem rechten und rechtsextremen Milieu anwesend gewesen sein. Schubert, die auch Landesvorsitzende der Linken in Berlin ist, kritisierte Wagenknecht aber auch für die mangelnde Solidarität mit der Ukraine und die Verharmlosung von Wladimir Putin. „Die Täter-Opfer-Umkehr zog sich durch die Reden, soweit ich sie verfolgt habe“, sagte Schubert. Wagenknecht hatte bei ihrer Rede am Samstag für den Stopp von Waffenlieferung an die Ukraine sowie für die Aufnahme von Friedensverhandlungen mit Russland geworben.

Ins Zentrum ihrer Kritik stellte sie vor allem die Nato, die USA sowie Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne). „Von all den grünen Panzernarren fühlen wir uns nicht vertreten“, sagte Wagenknecht. Parteivize Schubert sagte: „Gleichsetzungen von Baerbock mit Hitler, wie sie unter den Teilnehmenden zu sehen waren, wurden nicht von der Bühne zurückgewiesen. In meinen Augen eine unfassbare Relativierung des Faschismus.“

Diese Demonstration habe nichts mit linker Politik, gar mit linker Friedenspolitik zu tun gehabt, so Schubert. Innerhalb der Linkspartei gibt es aber auch andere Meinungen: So hat die Fraktionsvorsitzende der Linken im Bundestag, Amira Mohamed Ali, nach eigenen Angaben eine „friedliche Demonstration mit überwältigender Teilnehmerzahl“ erlebt. „Ein wichtiges Zeichen, dass sehr viele Menschen wollen, dass wir aus der Kriegs- und Aufrüstungslogik ausbrechen und es stattdessen konsequente diplomatische Initiativen braucht“, sagte Mohamed Ali der SZ. Ihre Eindrücke würden sich mit den Angaben der Veranstalter decken, dass „mindestens 50.000 Menschen“ vor Ort waren. Die Berliner Polizei schätzte die Teilnehmerzahl auf 13.000.

AFP

2. Bundesliga: Heidenheim gewinnt in Bielefeld

Foto: Fußball, über dts Nachrichtenagentur

Bielefeld (dts Nachrichtenagentur) – Zum Abschluss des 22. Spieltags der 2. Bundesliga hat der 1. FC Heidenheim 1:0 bei Arminia Bielefeld gewonnen. Damit hat der Aufstiegsaspirant in der Tabelle nur noch zwei Punkte Rückstand auf den Hamburger SV auf Platz zwei.

Bielefeld bleibt unterdessen auf Rang 16 tief im Abstiegskampf. Vom Spielverlauf her hatten die Ostwestfalen am Sonntag aber durchaus gute Phasen – die Führung wäre zur Halbzeit nicht unverdient gewesen. Auch nach dem Seitenwechsel ließen die Hausherren gute Chancen liegen. Das rächte sich in der 70. Minute, in der die Gäste durch einen Treffer von Stefan Schimmer in Führung gingen. Eine Antwort gelang der Arminia in der Schlussphase nicht mehr. Für Heidenheim geht es am Samstag gegen Tabellenführer Darmstadt weiter, Bielefeld ist am kommenden Sonntag in Braunschweig gefordert. Die Ergebnisse der Parallelbegegnungen vom Sonntagnachmittag: Hannover 96 – 1. FC Magdeburg 1:2, FC St. Pauli – Hansa Rostock 1:0.

AFP

Bundesregierung setzt „konzertierte Aktion“ aus

Foto: Bundeskanzleramt, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Bundesregierung führt die sogenannte „konzertierte Aktion“ mit den Sozialpartnern zunächst nicht weiter. Das für den 9. März angesetzte Treffen finde nicht statt, heißt es in einer Mail des Kanzleramts an die beteiligten Arbeitgeberverbände und Gewerkschaften, über die das „Handelsblatt“ (Montagsausgabe) berichtet.

Die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland habe sich in den letzten Monaten stabilisiert, schreibt die Abteilung Wirtschafts-, Finanz- und Klimapolitik. „Das sind gute Nachrichten.“ Die „konzertierte Aktion“ habe ihren Beitrag dazu geleistet. „Für den Moment heißt dies, dass wir die Konzertierte Aktion zunächst auf Standby-Modus schalten.“ Unter dem Eindruck der Energiepreiskrise und der generell hohen Inflation hatte Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) im Juli vergangenen Jahres Wirtschaftsverbände und Gewerkschaften zum ersten Treffen der „konzertierten Aktion“ gegen steigende Preise eingeladen. Seither hat die Runde dreimal getagt, zuletzt im Oktober 2022. Die Sozialpartner haben unter anderem an der von der Regierung beschlossenen Inflationsausgleichsprämie von bis zu 3.000 Euro mitgearbeitet, die Unternehmen noch bis Ende 2024 steuer- und abgabenfrei an Beschäftigte auszahlen können. Verdi-Chef Frank Werneke, dessen Gewerkschaft gerade mitten in der Tarifrunde für die 2,5 Millionen Beschäftigten des öffentlichen Dienstes steht, zeigte Verständnis für das vorläufige Ende des Forums. Eine klare Zielbestimmung der „konzertierten Aktion“ sei nur schwer erkennbar gewesen, sagte Werneke dem „Handelsblatt“. Das Kanzleramt sei auf jeden Fall „nicht der passende Ort für Tarifverhandlungen – auch nicht im erweiterten Sinne“.

AFP

Autos in Osnabrück Schinkel geknackt und ausgeschlachtet

VW Härtel, Autohaus an der Mindener Straße
VW Härtel, Autohaus an der Mindener Straße

Zwischen Donnerstagnachmittag (16 Uhr) und Freitagmorgen (9.15 Uhr) ist ein Autohaus in der Mindener Straße ins Visier von Unbekannten geraten.

Die Täter verschafften sich Zutritt zu dem Gelände unweit der „Schellenbergstraße“ und knackten insgesamt sechs Fahrzeuge der Hersteller VW Seat und Skoda.

Aus dem Innern der Fahrzeuge nahmen die Diebe diverse Bordelektronik an sich und flüchteten schließlich womöglich mit einem Transportfahrzeug in unbekannte Richtung.

Die Polizei bittet Zeugen, die verdächtige Beobachtungen gemacht haben oder Hinweise zu der Tat oder den Tätern geben können, sich zu melden, Tel 0541/327-2115 oder -3203.

AFP

Grüne werfen Wagenknecht und Schwarzer „Selbstinszenierung“ vor

Foto: Alice Schwarzer und Sahra Wagenknecht auf Demo am 25.02.2023, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Grünen-Fraktionschefin Britta Haßelmann hat den „Aufstand für Frieden“ der Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht und der Feministin Alice Schwarzer scharf kritisiert. „Bei dieser Demonstration von Sahra Wagenknecht und Alice Schwarzer ging es doch nicht um Frieden“, sagte sie dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ mit Blick auf die Kundgebung am Brandenburger Tor.

„Es ging nicht um die Ukraine, die seit einem Jahr brutal und völkerrechtswidrig angegriffen wird von Putins Russland. Es ging nicht um das Leid und die Zerstörung, der die Menschen in der Ukraine tagtäglich ausgesetzt sind.“ Haßelmann warf Wagenknecht und ihren Mitstreitern vielmehr mangelnde Abgrenzung zu Extremisten vor. „Wer sich da alles gemein gemacht hat mit Wagenknecht und Co. und ihrer Selbstinszenierung, zeigen die Bilder von Demonstrierenden aus der rechten Szene und von Verschwörungsideologen, die ihrem Aufruf gefolgt sind“, sagte die Grünen-Politikerin.

Diesen Menschen bereite die Linken-Politikerin „in voller Absicht eine Bühne“. Das sei ein „durchschaubares gefährliches Spiel, mit dem sofort Schluss sein muss“. Die Grünen-Fraktionschefin fügte hinzu, dass der russische Präsident Wladimir Putin den Krieg begonnen habe und ihn sofort stoppen könne. Die Ukraine habe bis dahin „jedes Recht, sich selbst zu verteidigen gegen die furchtbaren Angriffe auf Städte wie Butscha, Charkiw, Mariupol und Bachmut, gegen die Zerstörung der Infrastruktur und Kulturgüter“.

Deutschland stehe fest an ihrer Seite. „Und wir werden nicht nachlassen in unserer Unterstützung und Solidarität.“ Im Übrigen haben die UN-Vollversammlung Putin gerade „mit einem überwältigenden Signal“ von 141 Stimmen zur Beendigung des Krieges aufgefordert. Das sei Diplomatie, so Haßelmann, und zeige: „Die Welt will Frieden.“

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Bundeswehrverband verlangt schnellen Abzug aus Mali

Foto: Bundeswehr-Soldat, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Deutsche Bundeswehrverband fordert von der Bundesregierung, umgehend den Abzug der deutschen Soldaten aus Mali einzuleiten. „Das Regime in Mali lässt mit seinem Verhalten keinen Zweifel, dass es auf die Bundeswehr-Unterstützung keinen Wert legt, stattdessen schlägt man sich offen auf die Seite des Aggressors Putin“, sagte Verbandschef André Wüstner dem „Spiegel“.

Er sehe einen Wendepunkt, weil Mali vergangene Woche bei der Uno gegen eine von Deutschland mitinitiierte Ukraine-Resolution gestimmt hatte, die den russischen Angriffskrieg verurteilt und den sofortigen Rückzug Russlands einfordert. „Die Bundesregierung sollte nun militärisch den Stecker ziehen und den Abzug der deutschen Truppen einleiten“, so Wüstner. Er ergänzte, die Truppe habe derzeit „genügend andere große Aufgaben, die sehr dringlich sind“. Mali hatte bei der Abstimmung in New York gemeinsam mit einigen wenigen Staaten wie Syrien oder Nordkorea gegen die Resolution gestimmt, für die Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) geworben hatte.

Verteidigungsminister Boris Pistorius reagierte resigniert auf die Vorgänge in New York. „Das Abstimmungsverhalten der malischen Regierung steht für sich“, sagte Pistorius dem „Spiegel“, „unabhängig davon planen wir in Abstimmung mit unseren Partnern den kontrollierten Abzug unserer Kräfte“. Die Bundesregierung hatte letztes Jahr beschlossen, die Bundeswehr noch bis Mai 2024 in Mali zu belassen, in den nächsten Wochen will sie dafür ein entsprechendes Bundestagsmandat vorlegen.

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Willem Dafoe war als Kind fasziniert von der Raumfahrt

Foto: Willem Dafoe , über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – US-Schauspieler Willem Dafoe war als Kind von der Raumfahrt fasziniert. „Die Vorstellung, dass ein Astronaut für eine gewisse Zeit in dieser kleinen, eingeschlossenen Raumkapsel lebt, hatte für mich als kleiner Junge etwas Machohaftes, Mutiges und Cooles an sich“, sagte er der „Bild am Sonntag“.

Er erinnere sich, dass er sich an den Wochenenden, wenn er keine Schule hatte, im Schrank eingeschlossen habe, um zu sehen, wie lange er allein bleiben konnte. Lange durchgehalten habe er allerdings nicht. „Aber der Wille war da“, so Dafoe. Er finde zudem, dass es wichtig sei, zu lernen, wie man allein sein kann. „Damit man nicht abhängig ist von dieser Welt, von der ständigen, oft zwanghaften sozialen Interaktion.“ In seinem neuen Film „Inside“ spielt Dafoe einen Kunstdieb, der in einem Penthouse in New York eingesperrt wird.

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Pistorius begrüßt chinesischen Friedensplan

Boris Pistorius (SPD)
Boris Pistorius / Foto: dts

Foto: Boris Pistorius, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) sieht den von China angekündigten Vorstoß für einen Waffenstillstand zwischen Russland und der Ukraine im Grundsatz positiv. „Ich begrüße den Vorschlag der Chinesen auch als Initiative“, sagte er im Deutschlandfunk.

Dem müssten aber jetzt auch Taten folgen. China habe Einfluss auf Russland – wenn er aber Meldungen höre, wonach China angeblich plane, Kamikaze-Drohnen an Russland zu liefern, und zur gleichen Zeit einen „Friedensplan“ vorlege, stimme ihn das schon nachdenklich, fügte der SPD-Politiker hinzu. Am Ende müsse man China an seinen Taten messen, so der Minister. Der „Friedensplan“ sei zunächst auch nur ein Papier mit zwölf Punkten.

„Da muss jetzt mehr folgen.“ Am Ende liege die Entscheidung über Verhandlungen nur bei der Ukraine und Russland. „Auch die Chinesen werden nicht entscheiden, wer verhandelt“, sagte Pistorius.

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London: Russland verzeichnet hohe Verluste bei Marineinfanteristen

Foto: Fahne von Russland, über dts Nachrichtenagentur

London (dts Nachrichtenagentur) – Nach Informationen des britischen Militärgeheimdienstes hat Russland bei Kämpfen im Wuhledar-Sektor der Oblast Donezk zuletzt hohe Fahrzeugverluste verzeichnet. Diese Fahrzeuge seien wahrscheinlich Teil der 155. Marineinfanterie-Brigade Russlands, heißt es am Sonntag im täglichen Lagebericht aus London.

Diese werde innerhalb des russischen Militärs als „Elite-Infanterietruppe“ angesehen. Im Gegensatz zu der ähnlich prestigeträchtigen Luftlandetruppe (VDV) seien die Marineinfanteristen nicht als einzelne große Formation in der Ukraine stationiert, stattdessen seien einzelne Einheiten an von Bodentruppen dominierte Gruppen von Streitkräften angegliedert. Als solches sei die Elite-Truppe mit einigen der härtesten taktischen Missionen im Krieg beauftragt und habe „extrem hohe Verluste“ erlitten, so die Briten weiter. Die Fähigkeiten und die Schlagkraft der Marineinfanteristen hätten sich dadurch erheblich verschlechtert, weil sie mit unerfahrenem Personal aufgefüllt worden seien.

AFP