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Dax startet schwach – Firmenbilanzen im Blick

Dax startet kaum verändert – Blick auf US-Arbeitsmarkt
Dax startet kaum verändert – Blick auf US-Arbeitsmarkt

Frankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Der Dax ist am Mittwochmorgen schwach in den Handelstag gestartet. Gegen 9:35 Uhr wurde der Leitindex mit rund 15.775 Punkten berechnet, 0,6 Prozent unter dem Schlussniveau vom Vortag.

Vor allem einige Firmenbilanzen beschäftigten die Anleger am Morgen. Mit Beiersdorf, Symrise, der Deutschen Börse und MTU öffnen im Tagesverlauf insgesamt vier Dax-Konzerne ihre Bücher. Davon konnten zunächst nur die Aktien von Symrise etwas zulegen. Besonders schlecht wurden die Zahlen von MTU aufgenommen.

Am unteren Ende der Kursliste rangierten am Morgen zudem die Aktien von Rheinmetall. Größere Gewinne entgegen dem Trend konnten die Papiere von Vonovia einfahren. Der Immobilienkonzern hatte angekündigt, den Südewo-Minderheitsanteil für eine Milliarde Euro weiterzuverkaufen. Die Bankenturbulenzen aus dem März rücken derweil wieder in den Fokus der Anleger.

„Die Bankenkrise in den USA und die Konjunktursorgen werden von den Marktteilnehmern wieder stärker wahr gekommen“, sagte Marktanalyst Andreas Lipkow. Die Quartalszahlen von UBS und der Frist Republic Bank hätten am Dienstag die aktuellen Probleme gut dargestellt, die von Alphabet und Microsoft zeigten ebenfalls gut die Situation im US-Technologiesektor auf. „Bei Alphabet blieben die schlechten Erwartungen unerfüllt und Microsoft konnte eine solide Umsatz- und Gewinnentwicklung vorlegen“, so Lipkow. Die Skepsis über die Konjunkturentwicklungen in den USA und China bleibe jedoch bestehen und hemme die Kursentwicklungen der europäischen Aktienindizes weiter.

Die europäische Gemeinschaftswährung tendierte am Mittwochmorgen stärker. Ein Euro kostete 1,1025 US-Dollar (+0,46 Prozent), ein Dollar war dementsprechend für 0,9071 Euro zu haben. Der Ölpreis stieg unterdessen: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Mittwochmorgen gegen 9 Uhr deutscher Zeit 81,06 US-Dollar. Das waren 29 Cent oder 0,4 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.


Foto: Anzeigetafel in der Frankfurter Börse, über dts Nachrichtenagentur

AFP

Viessmann verkauft Klimasparte – Habeck kündigt Prüfung an

Habeck sieht keine Bedrohung für deutsche Wirtschaft
Habeck sieht keine Bedrohung für deutsche Wirtschaft

Allendorf (dts Nachrichtenagentur) – Der Heizungsbauer Viessmann plant, seinen Geschäftsbereich „Climate Solutions“ an den US-Klimaanlagenhersteller Carrier Global zu verkaufen. Wie das hessische Familienunternehmen mitteilte, will man damit einer der größten Anteilseigner von Carrier werden.

Viessmanns Klimasparte erwirtschaftet nach eigenen Angaben mit knapp 85 Prozent den Löwenanteil des Firmenumsatzes, dazu gehört auch das Wärmepumpen-Geschäft. Die beiden Konzerne erhoffen sich demnach von dem Verkauf eine dominante Marktposition sowohl in Nordamerika als auch in Europa. Der Abschluss der Transaktion werde bis Ende des Jahres erwartet. Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) kündigte unterdessen am Mittwoch an, den Deal prüfen zu wollen.

„Wir werden uns das Vorhaben im Rahmen der vorgesehenen Prüfschritte anschauen und sind im Gespräch mit dem Verkäufer und dem Investor, damit das Projekt unserer Wirtschaft und dem Standort Deutschland dient“, sagte er. Wichtig sei, dass die „Vorteile unserer Energiepolitik“ und „Gewinne, die damit erwirtschaftet“ würden, auch weiter der Bundesrepublik zugutekämen. Dazu teilte Viessmann unterdessen mit, dass man sich mit Carrier auf mehrjährige Garantien beim Erhalt von Arbeitsplätzen, Standorten und dem Hauptsitz im mittelhessischen Allendorf geeinigt habe.


Foto: Robert Habeck, über dts Nachrichtenagentur

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Grüne wollen an „Kern“ des Gebäudeenergiegesetzes festhalten

Grüne verteidigen Heizungspläne
Grüne verteidigen Heizungspläne

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Grünen-Fraktionschefin Katharina Dröge hat sich offen für Änderungen am umstrittenen Gebäudeenergiegesetz gezeigt, will aber am „Kern des Gesetzes“ festhalten. Die „zentralen Elemente“ seien sowohl im Kabinett als auch im Koalitionsausschuss verabredet worden, sagte sie am Mittwoch den Sendern RTL und ntv.

Trotzdem gehe sie von Änderungen am Gesetzestext aus: „Ein selbstbewusstes Parlament wird immer noch mal auf ein Gesetz draufschauen und schauen, wie man es verbessern kann.“ Mit Blick auf die Ankündigung der FDP-Fraktion zur Nachbesserung im Bundestag seien auch die Grünen daran interessiert, beispielsweise die soziale Unterstützung für einkommensschwache Menschen anzupassen. „Natürlich wird es im Detail weitere Vorschläge geben im parlamentarischen Verfahren“, so Dröge. Dabei erwarte sie von der FDP, dass sie sich an Absprachen halte.

Das sei „eine Frage von Verantwortung“. Auch die Bürger seien darauf angewiesen. „Und deswegen gehe ich davon aus, dass die FDP in diesen Absprachen verlässlich uns gegenüber, verlässlich dem Kanzler gegenüber ist und dass wir das Gesetz dann auch in einer guten Fassung im Sommer im Deutschen Bundestag beschließen werden“, sagte die Grünen-Politikerin.


Foto: Heizung, über dts Nachrichtenagentur

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Berliner Grüne gegen längere Präventivhaft für Klimakleber

Berliner Grüne gegen längere Präventivhaft für Klimakleber
Berliner Grüne gegen längere Präventivhaft für Klimakleber

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – In der Debatte über den Umgang mit Aktivisten der „Letzten Generation“ lehnt Berlins scheidende Verkehrssenatorin Bettina Jarasch (Grüne) Forderungen ab, die Präventivhaft auszuweiten. „Präventivhaft bedeutet, Leute ins Gefängnis zu setzen für Taten, die sie noch nicht begangen haben: Das ist fragwürdig und das muss strikt begrenzt werden“, sagte sie am Mittwoch im RBB-Inforadio.

Auch sie ärgere sich darüber, dass sich Menschen aus Protest auf der Straße festkleben, so die Grünen-Politikerin: „Wir diskutieren über Lösemittel und Klebstoffe und Staus auf den Straßen – wir diskutieren nicht über Klimaschutz, den wir dringend brauchen, aber deswegen bayerische Verhältnisse herbeizureden, wie Herr Wendt, das ist garantiert das Falsche.“ Der Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, hatte am Mittwoch gefordert, bundesweit einen Präventivgewahrsam von bis zu 30 Tagen zu ermöglichen, so wie es in Bayern möglich ist. In Berlin können Menschen zwei Tage lang präventiv festgehalten werden, die kommende schwarz-rote Koalition plant, den Präventivgewahrsam auf bis zu fünf Tage auszuweiten. Jarasch kritisierte das und forderte Innensenatorin Iris Spranger (SPD) auf, sich „als Hüterin des Rechtsstaats“ zu verstehen.

„Der Rechtsstaat ist das Fundament unserer Gesellschaft und unseres Staates.“


Foto: Gefängnis, über dts Nachrichtenagentur

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Arbeitskosten in Deutschland weiter im oberen EU-Drittel

Experten für Nachbesserungen bei Fachkräfte-Einwanderungsgesetz
Experten für Nachbesserungen bei Fachkräfte-Einwanderungsgesetz

Wiesbaden (dts Nachrichtenagentur) – Die durchschnittlichen Arbeitskosten in Deutschland bleiben weiter im oberen EU-Drittel. Arbeitgeber des Produzierenden Gewerbes und des Dienstleistungsbereichs in Deutschland bezahlten im Jahr 2022 durchschnittlich 39,50 Euro für eine geleistete Arbeitsstunde, teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am Mittwoch mit.

Damit waren die Arbeitskosten in der Bundesrepublik wie schon seit dem Jahr 2019 die siebthöchsten in der Europäischen Union. Luxemburg hatte im EU-Vergleich mit 50,70 Euro die höchsten Arbeitskosten je geleisteter Stunde, Bulgarien mit 8,20 Euro die niedrigsten. Gemessen am EU-Durchschnitt von 30,50 Euro zahlten deutsche Arbeitgeber des Produzierenden Gewerbes und des Dienstleistungsbereichs im Jahr 2022 rund 30 Prozent mehr für eine Stunde Arbeit. Der relative Abstand zum EU-Durchschnitt blieb damit gegenüber dem Jahr 2021 nahezu unverändert. Im Verarbeitenden Gewerbe kostete eine Arbeitsstunde 2022 durchschnittlich 44,00 Euro. In diesem Wirtschaftsabschnitt lagen die Arbeitskosten in Deutschland im EU-Vergleich an vierthöchster Stelle. Eine Stunde Arbeit in der deutschen Industrie war damit 44 Prozent teurer als im EU-Durchschnitt (30,50 Euro). Bei den marktbestimmten Dienstleistungen lag Deutschland mit Arbeitskosten von 38,00 Euro pro Arbeitsstunde EU-weit auf dem sechsten Rang (26 Prozent über dem EU-Schnitt).

Die Arbeitskosten je geleisteter Stunde haben sich in den vergangenen zehn Jahren in der EU sehr unterschiedlich entwickelt, so das Bundesamt: Während in Bulgarien (+141,2 Prozent), Rumänien (+131,7 Prozent), Litauen (+122,0 Prozent) und Lettland (+103,3 Prozent) von 2012 bis 2022 die höchsten prozentualen Anstiege der Arbeitskosten (ausgehend von niedrigem Niveau) zu verzeichnen waren, stiegen die absoluten Arbeitskosten je Stunde mit einer Erhöhung um 15,40 Euro in Luxemburg am stärksten. Die geringsten Anstiege waren in Schweden mit 2,80 Euro beziehungsweise 7,5 Prozent und in Italien mit 1,70 Euro beziehungsweise 6,1 Prozent zu beobachten. Griechenland weist im Zehnjahresvergleich als einziges Land im Jahr 2022 geringere durchschnittliche Arbeitskosten je geleisteter Stunde aus als zehn Jahre zuvor (-7,6 Prozent bzw. -1,20 Euro). Deutschland lag in diesem Vergleich mit einem Anstieg der Arbeitskosten je Stunde um 29,5 Prozent beziehungsweise 9,00 Euro über dem EU-Durchschnitt von +25,0 Prozent beziehungsweise +6,10 Euro.

Verglichen mit dem Vorjahr stiegen die Arbeitskosten im Jahr 2022 in Bulgarien (+15,5 Prozent), Litauen (+12,9 Prozent) sowie Rumänien (+11,8 Prozent) am stärksten. In Deutschland betrug der Anstieg 5,6 Prozent und im EU-Durchschnitt 5,2 Prozent.


Foto: Bauarbeiter, über dts Nachrichtenagentur

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Umsatz im Fahrrad-Einzelhandel gestiegen

Umsatz im Fahrrad-Einzelhandel gestiegen
Umsatz im Fahrrad-Einzelhandel gestiegen

Wiesbaden (dts Nachrichtenagentur) – Der Einzelhandel mit Fahrrädern hat im Jahr 2022 mehr Umsatz erwirtschaftet. Zum Vorjahr stieg er preisbereinigt um 2,4 Prozent, teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am Mittwoch mit.

Gegenüber dem Rekordjahr 2020 setzte der Fahrrad-Einzelhandel 2022 allerdings preisbereinigt 0,7 Prozent weniger um. Im ersten Corona-Jahr 2020 hatte der Einzelhandel mit Fahrrädern das größte Umsatzplus (+32,4 Prozent) im Vergleich zum Vorjahr seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 1994 erzielt. Trotz weltweiter, sich erst allmählich entspannender Lieferkettenprobleme, deutlich gestiegener Verbraucherpreise und der damit einhergehenden Kaufzurückhaltung konnte sich die Fahrradbranche im vergangenen Jahr positiv entwickeln. Zum Vergleich: Im Einzelhandel insgesamt (ohne den Handel mit Kraftfahrzeugen) sanken die Umsätze 2022 real um 0,7 Prozent gegenüber dem Rekordjahr 2021.

Dies war der erste reale Umsatzrückgang im Einzelhandel insgesamt seit dem Jahr 2009. Auch wenn immer mehr Menschen vom klassischen Fahrrad auf ein E-Bike umsteigen, wurden 2022 in Deutschland deutlich mehr unmotorisierte Fahrräder produziert als in den Jahren zuvor. Im vergangenen Jahr stieg die Produktion nach vorläufigen Zahlen auf knapp 1,7 Millionen Stück und lag damit deutlich über dem Niveau der ersten Corona-Jahre 2020 (1,3 Millionen Stück) und 2021 (1,4 Millionen Stück). Der Gesamtwert der hierzulande hergestellten Räder ohne Motor betrug 2022 gut 1,0 Milliarden Euro – ein Plus von 30,7 Prozent gegenüber 2021 (knapp 0,8 Milliarden Euro).

Der Umsatz des Fahrrad-Einzelhandels in Deutschland ergibt sich jedoch nicht ausschließlich aus der heimischen Produktion, umgekehrt sind nicht alle in Deutschland produzierten Fahrräder für den Absatz auf dem heimischen Markt bestimmt, so die Behörde. Ein beträchtlicher Teil an Fahrrädern und vor allem auch an einzelnen Komponenten und Zubehör kommt aus dem Ausland. Im Jahr 2022 wurden gut 3,0 Millionen unmotorisierte Fahrräder im Wert von rund 1,1 Milliarden Euro importiert. Die meisten dieser Fahrräder stammten aus Kambodscha (22,0 Prozent), Bangladesch (11,9 Prozent) und Polen (7,5 Prozent).

Die Importe von E-Bikes und Pedelecs mit einer Motorleistung von bis zu 250 Watt lagen bei knapp 1,5 Millionen Stück und hatten einen Wert von rund 1,7 Milliarden Euro. Sie kamen vor allem aus Bulgarien (17,3 Prozent), Vietnam (13,4 Prozent) und den Niederlanden (9,6 Prozent). E-Bikes und Pedelecs mit einer Nenndauerleistung von bis zu 250 Watt sind verkehrsrechtlich normalen Fahrrädern gleichgestellt und daher führerschein- und versicherungsfrei. Darüber hinaus wurden im vergangenen Jahr auch rund 90.700 Tonnen Teile, Komponenten und Zubehör für Fahrräder nach Deutschland importiert.

Das waren 13,3 Prozent mehr als im Jahr 2021 (80.000 Tonnen). Der Wert der importierten Fahrradteile stieg auf gut 3,5 Milliarden Euro – ein Plus von 40,8 Prozent gegenüber 2021 (2,5 Milliarden Euro). Die deutschen Exporte ins Ausland fielen dagegen deutlich geringer aus als die Importe: Exportiert wurden im vergangenen Jahr 940.000 fertige Räder ohne Motor im Wert von knapp 0,9 Milliarden Euro, 579.000 E-Bikes im Wert von knapp 1,2 Milliarden Euro und 27.800 Tonnen Teile und Zubehör für Fahrräder im Wert von rund 0,8 Milliarden Euro, so das Bundesamt. Im Jahr 2022 sind sowohl die Preise für klassische Fahrräder (+6,8 Prozent) als auch die Preise für E-Bikes oder Pedelecs (+6,2 Prozent) gegenüber dem Jahr 2021 ähnlich stark gestiegen wie die Verbraucherpreise insgesamt (+6,9 Prozent).

Die Fahrradinspektion verteuerte sich im selben Zeitraum um 9,8 Prozent. Im Jahr 2021 hatten gestiegene Produktionskosten, die anhaltend hohe Nachfrage und das begrenzte Angebot infolge von Lieferengpässen zu überdurchschnittlichen Preissteigerungen bei Fahrrädern und Co. geführt: 2021 waren klassische Räder 6,3 Prozent, E-Bikes oder Pedelecs 5,1 Prozent und die Fahrradinspektion 7,4 Prozent teurer als im Corona-Jahr 2020, während die Inflationsrate noch bei +3,1 Prozent gelegen hatte. Gemessen an der Ausstattung privater Haushalte in Deutschland ist das Fahrrad eines der am meisten verbreiteten Fortbewegungsmittel überhaupt. Gut 78 Prozent der Haushalte hatten 2022 mindestens ein Fahrrad ohne oder mit Motor, in knapp 16 Prozent der Haushalte gab es ein E-Bike oder Pedelec.

Das waren insgesamt rund 69,0 Millionen Zweiräder – knapp 60,6 Millionen ohne und 8,4 Millionen mit Elektromotor. Dabei werden klassische Fahrräder von immer mehr E-Bikes oder Pedelecs abgelöst: 2022 war etwa jedes achte Zweirad ein Elektrorad (rund 12 Prozent). Als die motorbetriebenen Modelle im Jahr 2014 erstmals gesondert erfasst wurden, gab es in den privaten Haushalten noch rund 66,7 Millionen klassische Räder und knapp 1,6 Millionen E-Bikes, was einem Anteil von gut 2 Prozent entsprach. Mehr Technik am und mehr Elektronik im Fahrrad – dieser Trend zeichnet sich auch in den Ausbildungsberufen der Branche ab. Ab 2014 wurde der Beruf Zweiradmechaniker und Zweiradmechanikerin abgelöst von der neuen Ausbildungsordnung zum Zweiradmechatroniker. In diesem Beruf mit der Fachrichtung Fahrradtechnik hat die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge 2021 einen neuen Höchststand von 858 erreicht. 2008 hatten noch 294 angehende Zweiradmechaniker einen solchen Ausbildungsvertrag abgeschlossen. Dagegen lag die Zahl der Neuabschlüsse im Beruf Fahrradmonteur 2021 bei 270. Im Jahr 2008 hatten noch 393 Menschen diese Ausbildung angetreten, so die Statistiker.


Foto: Fahrradfahrer und Rollerfahrer, über dts Nachrichtenagentur

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GfK: Konsumklima setzt Erholungskurs mit steigender Dynamik fort

GfK: Konsumklima setzt Erholungskurs mit steigender Dynamik fort
GfK: Konsumklima setzt Erholungskurs mit steigender Dynamik fort

Nürnberg (dts Nachrichtenagentur) – Das Konsumklima setzt seine Erholung fort und steigt zum siebten Mal in Folge. Dabei nimmt die Dynamik nach einer Abbremsung im Vormonat wieder zu, teilte das Marktforschungsinstitut GfK in seiner Konsumklimastudie am Mittwoch mit.

Die Konjunktur- und Einkommenserwartungen erholen sich demnach deutlich, während die Anschaffungsneigung moderate Zugewinne verzeichnet. Die GfK prognostiziert für das Konsumklima für Mai -25,7 Punkte und damit 3,6 Punkte mehr als im April (revidiert -29,3 Punkte). „Allerdings bleibt der Wert nach wie vor unter dem Vor-Pandemie-Niveau vor etwa drei Jahren“, sagte GfK-Konsumexperte Rolf Bürkl. Positiv sei zu verzeichnen, dass auch die Einkommenserwartungen zum siebten Mal in Folge zulegen könne und damit erstmals wieder das Niveau von vor dem Beginn des Ukraine-Krieges erreichten, fügte er hinzu.

Dieser ist auch der maßgebliche Treiber für die positive Entwicklung des Konsumklimas. Der Indikator steigt im April um 13,6 Punkte auf einen Wert von -10,7 Punkten, der höchste Wert seit Februar 2022. Im Sog deutlich steigender Einkommensaussichten kann auch die Anschaffungsneigung im April zum dritten Mal in Folge zulegen. Nach einem moderaten Plus von 3,9 Punkten steigt sie auf -13,1 Punkte.

Sie liegt damit nur noch 2,5 Zähler unter dem entsprechenden Wert des Vorjahres. Trotz der Zuwächse ist das Niveau der Konsumneigung gegenwärtig noch niedriger als zu Zeiten der beiden pandemiebedingten Lockdowns im Frühjahr 2020 sowie Ende 2020 bis Anfang 2021. Nach dem kleinen Rückschlag im Vormonat setzt die Konjunkturerwartung im April ihren Aufwärtstrend fort. Der Indikator gewinnt 10,6 Punkte hinzu und weist nun 14,3 Punkte auf.

Damit stabilisiert sich die Konjunkturstimmung deutlich im positiven Bereich, das heißt über dem langjährigen Durchschnittswert des Indikators von etwa null Punkten. Im Vergleich zum entsprechenden Zeitraum des Vorjahres wird sogar ein Plus mehr als 30 Punkten gemessen. Nach den momentan vorliegenden Prognosen steht der deutschen Wirtschaft kein einfaches Jahr 2023 bevor: Das vorhergesagte Wachstum für das Bruttoinlandsprodukt bewegt sich um die Nulllinie. Das heißt, die deutsche Wirtschaft wird 2023 stagnieren, dabei soll das zweite Halbjahr etwas besser verlaufen als die ersten sechs Monate, erwartet die GfK.


Foto: Fußgängerzone Stuttgart, über dts Nachrichtenagentur

AFP

Einstellungsbereitschaft der Unternehmen nimmt weiter zu

Stimmung in deutscher Wirtschaft erneut verbessert
Stimmung in deutscher Wirtschaft erneut verbessert

München (dts Nachrichtenagentur) – Die Einstellungsbereitschaft der Unternehmen in Deutschland hat erneut etwas zugelegt. Das sogenannte „Beschäftigungsbarometer“ des Münchner Ifo-Instituts stieg im April auf 100,2 Punkte, nach 99,9 Punkten im März, wie am Mittwoch mitgeteilt wurde.

„Der Beschäftigungsaufbau setzt sich fort, obwohl sich der Zuwachs verlangsamt, auch wegen der schrumpfenden Bevölkerung“, sagte Klaus Wohlrabe, Leiter der Ifo-Umfragen. Treiber seien dabei in Deutschland die Dienstleister. In der Industrie halten sich die positiven und negativen Antworten bei den Beschäftigungsplänen die Waage. Während der Maschinenbau oder die Elektrobranche neue Mitarbeiter suchen, planen das Papiergewerbe und die Drucker eher einen Personalabbau.

„Unter den Dienstleistern ragen insbesondere der Tourismus und die Veranstaltungsbranche heraus“, so Wohlrabe. Dort gebe es noch einen „großen Nachholbedarf“ bei den Verbrauchern. Im Handel zeigt sich laut dem Institut eine leichte Tendenz, mit weniger Personal auszukommen. Die schwierige Situation im Bauhauptgewerbe spiegelt sich auch in den Beschäftigungsplänen wider.

Bei Neueinstellungen sind die Unternehmen sehr zurückhaltend.


Foto: Stahlproduktion, über dts Nachrichtenagentur

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Der VfL Osnabrück – eine bewegte Geschichte mit interessanter Zukunft

VfL Osnabrück, Bremer Brücke / Foto: Guss
VfL Osnabrück, Bremer Brücke / Foto: Guss

60 Jahre ist der letzte Auftritt vom VfL Osnabrück in der Bundesliga (damals Oberliga Nord) bereits her. Seitdem war man nicht mehr in der höchsten Spielklasse, dennoch musste man nie den Gang in den Amateurfußball antreten – andere ehemalige Bundesligisten können von dieser Konstanz nur träumen. Derzeit betreut Tobias Schweinsteiger die Mannschaft, wenngleich der Wiederaufstieg in die Zweite Bundesliga wohl verpasst wird. Doch wofür steht der VfL Osnabrück, wie schaut die Gegenwart und die Zukunft aus? Das schauen wir uns in diesem Artikel an.

Die Geschichte des Vereins

Der VfL Osnabrück hat eine bewegte Vergangenheit hinter sich. Bereits im Jahr 1899 wurde der Verein gegründet, erst im Jahr 1924 kam es durch eine Vereinigung zu dem Verein, welchen man heute kennt. Die erfolgreichste Zeit war zwischen den Jahren 1950 und 1963, als man in der Oberliga Nord, der höchsten Spielklasse, beheimatet war. Im Jahr 1952 reichte es in der Endrunde um die deutsche Meisterschaft sogar zum dritten Platz. Nur noch wenige Menschen werden sich jedoch an die damaligen Helden Hans Haferkamp und Ernst-Otto Meyer erinnern. Besonders die Spiele gegen den Hamburger SV waren damals Zuschauermagneten. So kamen in den Jahren um die 30.000 Zuschauer zu den Spielen an die Bremer Brücke. Über die Jahre stagnierten jedoch die Leistungen, wobei man kurzzeitig sogar internationale Spiele in Osnabrück sehen konnte. Im Jahr 1963 verpasste man erstmalig die Qualifikation für die Bundesliga und man musste den Gang in die zweite Liga antreten. Davon konnte sich der VfL nie wieder erholen, wenngleich man konstante Leistungen zeigen konnte. So pendelte man zwischen der dritten und der zweiten Liga hin und her – kurz vor der Jahrtausendwende konnte der finanzielle Ruin abgewandt werden. Gespielt wird im Bremer Brücke, das bereits im Jahr 1933 eröffnet wurde. Über die Jahre gab es immer wieder verschiedenste Modernisierung, wobei die größte Phase zwischen 2008 und 2011 war, wo etwa die Nordtribüne neu gebaut wurde.

 

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Die Trends der vergangenen Jahre

In den vergangenen Jahren war der Verein vermehrt in der dritten Liga zu Hause. Einzig in den Saisonen 2019/20 und 2020/21 war man in der zweithöchsten Spielklasse – mit dem 16. Platz als Endplatzierung ging es jedoch wieder zurück in die dritte Liga. Nachdem es im ersten Jahr klar nicht für den Aufstieg gereicht hat, schaut es auch in dieser Saison wieder schlecht aus. In der Tabelle steht das Team derzeit nur auf dem sechsten Tabellenrang, wobei die Formkurve nach unten zeigt. Dennoch hält man an Tobias Schweinsteiger als Trainer fest, von dem der Verein klar überzeugt ist. Schweinsteiger hat den VfL erst Ende August 2022 übernommen und einen beachtlichen Punkteschnitt. So wird die Punktezahl der vergangenen Saison übertroffen werden. Besonders wichtig im Team ist dabei Ba-Muaka Simakala. Der Eschweiler spielt mittlerweile in seiner zweiten Saison bei den Lila-Weißen und ist der Topscorer im Team. So trifft er in fast jedem Spiel und hat ebenfalls noch die Chance, auf eine zweistellige Zahl bei den Vorlagen zu kommen. Neben ihn ist Erik Engelhardt eine wichtige Stütze im Team. Der Kulmbacher kommt zwar nicht auf die Scorer Quote von Simakala, er war jedoch auch nur in zwei-drittel der Spiele auf dem Platz.

Wohin soll es gehen?

Bei Simakala und Engelhardt merkt man, welche Qualität man im Team findet. Generell ist die Mannschaft im besten Fußballeralter und dementsprechend noch entwicklungsfähig. Das Ziel von Osnabrück muss sein, in den kommenden Jahren den Aufstieg zu schaffen. Dann können diese Spieler auch gehalten werden. Ansonsten sollte es möglich sein, sich mit den Ablösesummen weiter zu verstärken.

 

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Was gibt es außer dem VfL

Der VfL hat eine große Fanbasis, dennoch gibt es durchaus Zeiten, in welchen es keine Spiele und Neuigkeiten gibt. Dann können Fans den SC Osnabrück anschauen gehen. Diese spielen in der Regionalliga der Frauen und zeigen ebenfalls unterhaltsamen Fußball. Wer lieber mit dem VfL verbunden bleiben will, der kann sich an Videospielen probieren. In FIFA 23 besteht die Möglichkeit, den Verein zurück in die Bundesliga und zu Titeln zu führen. Generell kann das Internet in dieser Thematik weiterhelfen, so kann man sich an einer Spielothek online probieren, wo Football Star und Knockout Football Rush Unterhaltung bieten. Über YouTube erfährt man mehr über die Stadt selbst, doch wer lieber an die frische Luft möchte (abseits der Bremer Brücke), der kann einen Spaziergang im Botanischen Garten starten. Dieser bietet eine Vielzahl von Pflanzenarten aus der ganzen Welt an. Dabei kann man in Ruhe spazieren und die Natur genießen und so Energie für das nächste Heimspiel sammeln.

Der VfL und Osnabrück

Der VfL ist mehr als nur ein Fußballverein. Das Team hat eine lange Tradition und eine treue Fanbasis, welche die Mannschaft regelmäßig unterstützt. Zusätzlich hat man früh den Frauenfußball für sich entdeckt und weiterentwickelt. Nebenbei ist der VfL ein wichtiger wirtschaftlicher Faktor in der Region, kreiert Arbeitsplätze, ist in sozialen Projekten und Initiativen engagiert und leistet damit einen bedeutenden Beitrag zur Entwicklung der Region. So hat der Verein einen bedeutenden Einfluss auf Osnabrück. Hoffentlich können der Verein und die Stadt in der Zukunft wieder in der Zweiten Bundesliga mitspielen.

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Union erneuert Kritik an Migrationspolitik der Ampel

Kommunen und Länder einig bei Forderung nach mehr Bundesmitteln
Kommunen und Länder einig bei Forderung nach mehr Bundesmitteln

Wiesbaden (dts Nachrichtenagentur) – Der innenpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Alexander Throm, hat vor der Integrationsministerkonferenz seine Warnung vor einer Überlastung der Kommunen bekräftigt. „Das Personal ist überlastet, Ehrenamtler wenden sich frustriert ab und es gibt zu wenige Kita- und Schulplätze“, sagte er dem Nachrichtenportal T-Online.

Deutschland befinde sich in der „schwersten Migrationskrise seit Jahren“, die Integrationskapazitäten in vielen Kommunen seien erschöpft. Er habe nicht den Eindruck, dass die Ampel-Regierung die „harte Realität“ ihres „Integrations-Ausfalls“ erkannt habe, so Throm weiter. Er verweist auf eine Forderung von Ländern und Kommunen, über die die „Bild“ kürzlich berichtete. Demnach forderten diese Innenministerin Nancy Faeser auf, ein „Maßnahmenpaket zur Begrenzung irregulärer Migration“ zu erlassen.

Throm unterstützt dieses Anliegen: „Die Ampel muss endlich umsteuern und die unerlaubten Einreisen verringern.“ Am Mittwoch beginnt die zweitägige Integrationsministerkonferenz. Dort geht es unter anderem um die Frage, wie Integration angesichts von mehr als einer Million geflüchteten Ukrainer und knapp 300.000 Asylbewerbern seit Anfang 2022 gelingen kann. Die Länder fordern für die Integrationsmaßnahmen mehr Geld vom Bund.


Foto: Helfer und Gastgeber warten auf Flüchtlinge aus der Ukraine, über dts Nachrichtenagentur

AFP