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Pérez gewinnt Formel-1-Sprintrennen in Baku

Perez startet in Saudi-Arabien aus der Pole
Perez startet in Saudi-Arabien aus der Pole

Baku (dts Nachrichtenagentur) – Sergio Pérez hat das erste Formel-1-Sprintrennen nach dem neuen Reglement gewonnen. Nachdem das Safety Car auf der Strecke war konnte der Mexikaner seine Tempovorteile auf der langen Geraden nutzen, um an Leclerc vorbeizuziehen.

Der fuhr auf den zweiten Platz vor Verstappen. Die Formel 1 fährt an diesem Wochenende erstmals nach einem neuen Modus: Der Samstag wird als eigenständige Veranstaltung aus dem Rennwochenende herausgelöst, das Sprintrennen hat keine Auswirkungen mehr auf das Hauptrennen. Beim Großen Preis von Aserbaidschan geht Charles Leclerc am Sonntag von Startplatz eins ins Rennen. Der Ferrari-Pilot holte am Freitag die erste Pole seit Oktober letzten Jahres in Singapur.

Dahinter dürfen Verstappen, Perez, Sainz und Hamilton starten.


Foto: Sergio Pérez / Red Bull, über dts Nachrichtenagentur

AFP

Berlins Polizeipräsidentin mit „Kottiwache“ zufrieden

Berlins Polizeipräsidentin mit "Kottiwache" zufrieden
Berlins Polizeipräsidentin mit "Kottiwache" zufrieden

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Berlins Polizeipräsidentin Barbara Slowik zeigt sich vor den Protesten zum 1. Mai zufrieden mit der im Februar eröffneten und äußerst umstrittenen „Kottiwache“. „Wir können insgesamt eine erste positive Bilanz ziehen“, sagte Slowik dem „Tagesspiegel“.

Valide Aussagen zum Einfluss auf die Kriminalitätsentwicklung seien nach dieser kurzen Zeit noch nicht möglich. „Die Straftaten sind aber im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zurückgegangen.“ Demnach sank die Zahl von 864 auf 773. „Insbesondere bei den ortbezogenen Delikten wie Diebstahl, Körperverletzung, Nötigung, Freiheitsberaubung, Bedrohung, Mord und Totschlag ist die Tendenz sinkend – von 263 auf 203“, sagte Slowik. Noch unklar sei jedoch, ob sich dieser Effekt auf die neue Polizeiwache zurückführen lasse, führte sie aus.

Die Polizeipräsidentin erklärte, dass die Wache trotz großen Protests vor der Eröffnung angeblich auch in der näheren Umgebung gut aufgenommen worden sei. „Das Umfeld ist nach den ersten Erfahrungen grundsätzlich positiv gestimmt“, sagte sie. Viele Anwohner sehen das anders, es gibt Klagen, dass sich der Drogenkonsum nun in weiter entfernte Straßenzüge und Hauseingänge verschoben hat. „Es kam bislang auch zu keinen nennenswerten Störungen und der Wachbetrieb läuft reibungslos“, sagte dagegen die Polizeipräsidentin.

Der „eher linken Szene“ in Kreuzberg sei die Einrichtung „ein Dorn im Auge“. Am 1. Mai soll die Wache daher besonders geschützt werden, erklärte die Polizeipräsidentin. Zu den vorhandenen Schutzvorkehrungen kämen „am Einsatztag ergänzend geplante Maßnahmen“ zur Sicherheit der Kottiwache. „Wir hatten 2022 Schutzmaßnahmen, als die Wache im Bau war. Auch im vergangenen Jahr wollte die Szene die Kottiwache angreifen. Die Wache ist nicht nur wie die meisten Polizeiwachen grundlegend, sondern sehr gut gesichert.“


Foto: Polizei in Berlin – Kreuzberg vor der „Kottiwache“, über dts Nachrichtenagentur

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SPD will Heizungsgesetz vor allem bei Förderungen nachbessern

Drohendes Verbot sorgt für Nachfrageboom bei Öl- und Gasheizungen
Drohendes Verbot sorgt für Nachfrageboom bei Öl- und Gasheizungen

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Auch die sieht bei dem bereits vom Kabinett verabschiedeten Verbot fossiler Heizungen noch Änderungsbedarf. „Wir werden im parlamentarischen Verfahren genau prüfen, ob es bei der sozialen Abfederung noch Nachbesserungen braucht, wir lassen keinen im Stich“, sagte SPD-Chef Lars Klingbeil der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ (FAS).

Viele Bürger seien zwar bereit, persönliche Einschränkungen für den Klimaschutz hinzunehmen, „beim Heizungsthema hatten aber viele Angst, dass sie richtig hart auf den Boden knallen, das darf nicht passieren“. Klingbeil, der auch Bundestagsabgeordneter ist, äußerte sich damit ähnlich wie SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich, der zum Wochenende eine soziale Staffelung der Staatszuschüsse für den Heizungsumbau ins Gespräch gebracht hatte. Anfangs hatte lediglich die FDP Änderungsbedarf an dem von ihr selbst formal mitgetragenen Gesetzentwurf angemeldet, dafür war sie von den Koalitionspartnern scharf kritisiert worden. Beim Parteitag vor einer Woche hatten die Liberalen fast einstimmig beschlossen, kein Gesetz durchzuwinken, in dem es ein Verbot von bestimmten Heizungstypen gibt.

Wenn sich die FDP-Abgeordneten daran halten, wäre Entwurf von Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) praktisch tot. Der machte in der FAS deutlich, dass er am Heizungsgesetz im Kern nicht rütteln lasse. „Wir sind pragmatisch in den Mitteln, aber wir arbeiten an dem, was wir uns vorgenommen haben. Und wir kippen nicht beim ersten Gegenwind um“, sagte er.

„Mir ist es wichtig, zu dem zu stehen, was man beschließt.“ Nach Habecks Worten ist das Gesetz der schwierigste Teil der Klimawende. Hier verhandele man nicht mit fünf Konzernen, sondern mit 84 Millionen Bürgern, sagte er. „Wenn das Gebäudeenergiegesetz in Kraft ist, haben wir die schwierigsten Gesetzesvorhaben zur Energiewende hinter uns gebracht.“


Foto: Heizungsrohre, über dts Nachrichtenagentur

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2. Bundesliga: HSV verliert in Magdeburg – St. Pauli gewinnt

2. Bundesliga: Hamburg patzt im Nordderby
2. Bundesliga: Hamburg patzt im Nordderby

Magdeburg (dts Nachrichtenagentur) – Am 30. Spieltag in der 2. Fußball-Bundesliga hat der Hamburger SV beim FC Magdeburg mit 2:3 verloren – und das kurioser Weise trotz spielerisch weitgehender Dominanz. Moritz Kwarteng traf für die Gastgeber in der 32. Minute, Hamburgs Sonny Kittel konnte zunächst ausgleichen (42. Minute).

Auch im zweiten Durchgang hatte der HSV die Partie die meiste Zeit im Griff, ließ sich aber gegen Ende erneut zweimal austricksen, Baris Atik traf für Magdeburg in der 74. und Tatsuya Ito in der 86. Minute, der Anschluss durch Ludovit Reis in der vierten Minute der Nachspielzeit (90. +4) kam für den HSV zu spät. St. Pauli gewann die parallel ausgetragene Partie gegen Arminia Bielefeld mit 2:1 und verkürzt den Abstand zum Stadtrivalen damit auf sechs Punkte. Der HSV ist auf Platz drei, St. Pauli auf fünf, Magdeburg auf zehn und Bielefeld auf 16. Außerdem gewann am Samstagmittag noch der FC Hansa Rostock beim 1. FC Kaiserslautern mit 1:0 und ist damit auf Rang 15, die Gastgeber auf der sieben.


Foto: HSV-Fans, über dts Nachrichtenagentur

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Feuerwehrgewerkschaft kritisiert „Letzte Generation“

“Letzte Generation” will an Schulen Unterstützer werben
“Letzte Generation” will an Schulen Unterstützer werben

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der stellvertretende Vorsitzende des Landesverbandes Berlin-Brandenburg der Deutschen Feuerwehrgewerkschaft, Manuel Barth, hat die Klimaaktivisten der „Letzten Generation“ der Lüge bezichtigt und ihnen vorgeworfen, Menschenleben zu gefährden. Der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ sagte Barth über die Blockaden der vergangenen Woche in Berlin: „Die Maßnahmen sind geeignet, Menschenleben zu gefährden.“

Zu der Behauptung der Aktivisten, vor ihren Aktionen die „Einsatzorganisationen“ zu informieren, damit „die dann Ausweichrouten nehmen können“, sagte Barth: „Das ist mir nicht bekannt. Da gibt es keine Ansagen vorher.“ Und: „Ich glaube, dass das glatt gelogen ist.“ Die Aktivisten hätten auch behauptet, dass ein Rettungswagen, der auf der A 100 blockiert wurde, in Wahrheit für die verletzten Teilnehmer der Straßenblockade bereitgestanden habe.

Barth dazu: „Ich habe das mehrfach überprüfen lassen. Das war ein Rettungswagen aus Wilmersdorf auf dem Weg zu einem Notfall in Schöneberg, der dort zwei Stunden gefesselt war.“ Die Leitstelle habe einen anderen Rettungswagen beauftragen müssen. „Die Einsatzstelle in Schöneberg wurde erst nach mehr als 30 Minuten erreicht“, sagte Barth der FAS. „Als die Retter ankamen, war der Patient weg. Ich weiß nicht, was aus ihm wurde. Vielleicht ist er mit dem Taxi ins Krankenhaus gefahren, weil der Rettungswagen nicht kam. Das ist schwer zu ergründen. Aber es ist auch nicht entscheidend. Müssen wir uns das so lange anschauen, bis es tatsächlich mal ein dramatisches Ende nimmt?“ Zum Argument der Klimaaktivisten, es seien immer zwei Aktivisten nicht festgeklebt, um Rettungswagen durchzulassen, sagte Barth: „Das funktioniert nicht.“

Wenn schon das erste Fahrzeug daran gehindert werde, sich auch nur einen halben Meter zu bewegen, „dann passiert da nichts mehr“.


Foto: Klimaprotest, über dts Nachrichtenagentur

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Stark-Watzinger fordert Lockerung der EU-Gentechnik-Regeln

Union wirft Forschungsministerin Untätigkeit vor
Union wirft Forschungsministerin Untätigkeit vor

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger (FDP) fordert eine Lockerung der EU-Vorschriften für gentechnisch veränderte Pflanzen und geht damit auf Distanz zum Umweltressort. Sogenannte „Neue Züchtungstechniken“ seien eine „riesige Chance“, sagte sie den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Sonntagsausgaben).

Mit ihnen ließen sich „der Hunger in der Welt bekämpfen, Nutzpflanzen klima- oder trockenheitsresistenter machen und für Deutschland ein Spitzenplatz in der grünen Biotechnologie sichern“, so die FDP-Politikerin. „Wir brauchen diesen Fortschritt, wir sollten bei der Biotechnologie nicht den Fehler machen, uns von der Zukunft abzumelden“, so Stark-Watzinger. Die EU-Kommission will im Juni einen lange angekündigten Vorschlag für die Überarbeitung der EU-Gentechnikregeln vorlegen: Es wird erwartet, dass Pflanzenzüchtungsverfahren mit neuen genomischen Techniken von den geltenden Regeln ausgenommen werden sollen, womit eine Risikoprüfung und eine entsprechende Produktkennzeichnung entfallen könnten. Dabei geht es um Eingriffe, mit denen Pflanzeneigenschaften wie zum Beispiel Trockenheitstoleranz gentechnisch verändert werden.

Stark-Watzinger sagte, es sei „wissenschaftlich gut belegt“, dass von geneditierten Nutzpflanzen ohne fremde DNA „kein anderes Risiko ausgehe als von herkömmlich gezüchteten Pflanzen“. Mit der Genschere Crispr/Cas vorgenommene Erbgutveränderungen seien „sogar viel präziser als bisherige Methoden“, die keiner besonderen Regulierung unterliegen. Das von der EU-Kommission geplante Update des Gentechnikrechts müsse deshalb „auf dem heutigen Stand der Wissenschaft aufbauen“ und „innovationsfreundlich“ ausgestaltet sein. Dagegen hatte das Bundesumweltministerium kürzlich gewarnt, das Bestreben der EU-Kommission, die Risikoprüfung für Pflanzen abzuschwächen, die auf neuen genomischen Techniken basierten, gehe in die falsche Richtung.

Auch die österreichische Regierung hat sich bereits gegen eine Lockerung ausgesprochen. Stark-Watzinger erklärte dagegen, das bisherige EU-Recht stamme noch aus den 1990er-Jahren und sei „völlig aus der Zeit gefallen“. „Umso verwunderlicher, dass manche nichts daran ändern wollen“, fügte die Ministerin hinzu.


Foto: Bettina Stark-Watzinger, über dts Nachrichtenagentur

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Heil gegen Verbot von ChatGPT in Deutschland

Bundesdatenschützer hält ChatGPT-Blockade für möglich
Bundesdatenschützer hält ChatGPT-Blockade für möglich

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) ist gegen ein Verbot des Chatbots ChatGPT in Deutschland. „Ich halte Verbote für den falschen Weg“, sagte er dem Tagesspiegel.

Er plädiere aber sehr stark für Transparenz bei künstlicher Intelligenz (KI). Die Menschen müssten wissen, mit welchen Daten diese „lernenden KI-Systeme trainiert“ würden, fordert Heil. „Das beugt nicht nur Verschwörungstheorien vor, sondern verhindert auch, dass die Systeme ungewünschte Ergebnisse hervorbringen“, fügte er hinzu. Als Beispiel nannte der SPD-Politiker künstliche Intelligenz, die bei der Personalauswahl zum Einsatz komme.

Wenn die Systeme mit „falschen Daten“ gefüttert würden, werde es problematisch. „Nehmen Sie die Praxis der Staatssekretäre seit 1949: Da gab es mehr mit dem Namen Hans als es Frauen gab“, so Heil. Wenn man jetzt eine Personaler-KI mit diesen Daten trainiere, dann lerne das System, dass Menschen mit dem Namen Hans besonders qualifiziert seien. Das sei „natürlich Quatsch“, aber deshalb müsse man wissen, mit welchen Daten ein System „trainiert“ wurde.

Dann könne man einschätzen, wie gut die Ergebnisse seien. „Das gilt auch für ChatGPT“, so Heil.


Foto: Computer-Nutzerin, über dts Nachrichtenagentur

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49-Euro-Ticket: Verbraucherschutz warnt vor weniger Fahrgastrechten

49-Euro-Ticket endgültig beschlossen – Bundesrat stimmt zu
49-Euro-Ticket endgültig beschlossen – Bundesrat stimmt zu

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Verbraucherschützer warnen vor einer Verschlechterung der Fahrgastrechte infolge des 49-Euro-Tickets. „Nutzer des Deutschlandtickets sind Kunden zweiter Klasse“, sagte Marion Jungbluth vom Verbraucherzentrale Bundesverband den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Samstagsausgaben).

Sie appelliert an die Landesminister, gegen diese Änderung der Eisenbahnverkehrsordnung zu stimmen. Der Bundesrat habe es am 12. Mai in der Hand, den entsprechenden Passus zu streichen, so Jungbluth. Aus dem bayerischen Verkehrsministerium hieß es derweil, eine „Beschneidung der Fahrgastrechte“ durch die geplante Änderung der Eisenbahnverkehrsordnung sei nicht zu erkennen. „Das Deutschlandticket ist ein Abo-Ticket, für das keine bestimmte Zugbindung besteht“, sagte ein Sprecher des Landesverkehrsministers Christian Bernreiter (CSU).

Es obliege dem Fahrgast, eine Verbindung zu wählen, die „sicherstellt, dass er seinen geplanten Fernverkehrszug erreicht“, so der Sprecher.

Foto: Deutschlandticket, über dts Nachrichtenagentur

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Kämpfe im Sudan gehen weiter

Viele Tote bei Kämpfen zwischen Armee und Miliz im Sudan
Viele Tote bei Kämpfen zwischen Armee und Miliz im Sudan

Khartum (dts Nachrichtenagentur) – Im Sudan ist trotz internationalen Drucks auch der jüngste 72-stündige Waffenstillstand gescheitert. Aus Teilen der Hauptstadt Khartum wurden neue Angriffe gemeldet.

Millionen von Menschen bleiben in der Stadt gefangen, wo es an Nahrungsmitteln, Wasser und Treibstoff mangeln soll. Aus Al-Dschunaina, einer 100.000-Einwohner-Stadt im äußersten Westen Sudans, werden besonders heftige Gewaltausbrüche gemeldet. Hier sollen Milizen Märkte geplündert und in Brand gesteckt haben. Seit dem 15. April kommt es zu schweren bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen dem sudanesischen Militär und der paramilitärischen Gruppe Rapid Support Forces (RSF) in Khartum und anderen Landesteilen.

Am Flughafen in Khartum ist der kommerzielle Flugbetrieb ausgesetzt.


Foto: Republik Sudan, über dts Nachrichtenagentur

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Habeck zeigt Verständnis für „Letzte Generation“

Umfrage: Bundesbürgern gehen Straßenblockaden zu weit
Umfrage: Bundesbürgern gehen Straßenblockaden zu weit

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) hat Verständnis für die Aktivisten der „Letzten Generation“, kritisiert aber deren Protestformen. „Im Grunde bewundere ich die jungen Leute für ihre Courage – alle“, sagte Habeck dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“.

Diese Generation mache das mit einer großen Ernsthaftigkeit und bringe sich politisch ein. „Wenn man so 17 bis 22 ist, dann will man viel und das, was man will, will man häufig radikal.“ Die Ernsthaftigkeit der radikalen Klima-Aktivisten beeindrucke ihn mehr als eine große Gleichgültigkeit. Nach dem Motto: „Ist mir doch egal, ich baller über die Autobahn und wenn das Auto 20 Liter macht, ist ja wurscht, Hauptsache ich bin schnell da oder ich habe das dickste Auto“, sagte Habeck.

„Dann würde ich mich lieber für die anderen entscheiden.“ Trotzdem schaue er mit Sorge auf radikale Klimaproteste. Es sei eine historisch große Leistung von Fridays for Future gewesen, „eine gesellschaftliche Mehrheit für Klimaschutz hinzubekommen“, sagte Habeck. Die jetzige Radikalisierung schaffe nicht die Mehrheit.

Habeck appellierte: „Findet Protestformen, die Mehrheiten schaffen für euer Anliegen und zieht euch nicht in eine Nische zurück, wo ihr nur unter euresgleichen mehrheitsfähig seid.“ Er äußerte sich auch zur Notwendigkeit des Auto-Verkehrs außerhalb der Großstädte. „Da muss man ehrlich sein: natürlich wird der ländliche Raum niemals ein S-Bahn-Netz wie Berlin-Mitte haben.“ Man könne zwar auch dort einiges verbessern – „Aber am Ende wird der ländliche Raum auf das individuelle Fahrzeug angewiesen sein.“


Foto: Klimaprotest, über dts Nachrichtenagentur

AFP