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Mindestens neun Tote nach Schüssen an Schule in Belgrad

Mindestens neun Tote nach Schüssen an Schule in Belgrad
Mindestens neun Tote nach Schüssen an Schule in Belgrad

Belgrad (dts Nachrichtenagentur) – In einer Schule in der serbischen Hauptstadt Belgrad sind am Mittwoch mindestens neun Menschen bei einem mutmaßlichen Amoklauf getötet worden. Es handele sich bei den Todesopfern um acht Schüler sowie einen Wachmann, berichtet der staatliche Fernsehsender RTS. Mindestens sechs weitere Schüler sowie ein Lehrer wurden demnach mit Verletzungen in Krankenhäuser gebracht.

Bei dem Schützen soll es sich lokalen Medienberichten zufolge um einen 14-jährigen Schüler handeln. Er soll in eine Klasse eingedrungen und mit der Pistole seines Vaters um sich geschossen haben. Der mutmaßliche Täter wurde festgenommen.


Foto: Serbien und Kosovo, über dts Nachrichtenagentur

AFP

Dax baut Gewinne zum Mittag aus – Autowerte unter Druck

Dax legt vor Fed-Entscheid leicht zu – Bankenwerte wieder hinten
Dax legt vor Fed-Entscheid leicht zu – Bankenwerte wieder hinten

Frankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Der Dax hat am Mittwoch nach einem bereits freundlichen Start seine Gewinne bis zum Mittag ausgebaut. Gegen 12:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 15.835 Punkten berechnet, 0,7 Prozent über dem Schlussniveau vom Vortag.

Am Anfang der Kursliste rangierten am Mittag die Aktien von Merck, Sartorius und Siemens. Entgegen dem Trend im Minus waren unter anderem Daimler Truck, Porsche und Volkswagen. Der Mittwoch steht an der Frankfurter Börse ganz im Zeichen des Fed-Zinsentscheids, der am Abend ansteht. So könne man „sehr schnell am bisherigen Kursverlauf“ des Dax, die „abwartende Haltung“ der Anleger ablesen, sagte Marktanalyst Andreas Lipkow am Mittag.

„Einige optimistische Marktteilnehmer trauen sich aus der Deckung und greifen bei den Aktien von Covestro, Merck und Siemens zu, weniger beliebt sind aktuell die Automotiveunternehmen“, fügte er hinzu. In dieser Branche scheine der „erste Euphorieschwung“ in Hinblick auf eine potentielle Konjunkturerholung weg zu sein. Die Investoren sähen ihre bisherigen Annahmen bestätigt und nähmen teilweise Kursgewinne mit. Am Nachmittag werden noch einige US-Konjunkturdaten erwartet, die vor der US-Zinsentscheidung etwas Schwung in den Handel bringen könnten, erwartet Lipkow.

Die europäische Gemeinschaftswährung tendierte am Mittwochnachmittag stärker. Ein Euro kostete 1,1033 US-Dollar (+0,29 Prozent), ein Dollar war dementsprechend für 0,9064 Euro zu haben. Der Ölpreis sank unterdessen stark: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Mittwochnachmittag gegen 12 Uhr deutscher Zeit 73,72 US-Dollar, das waren 160 Cent oder 2,1 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.


Foto: Frankfurter Börse, über dts Nachrichtenagentur

AFP

Selenskyj kommt am 13. Mai nach Berlin

SPD-Haushaltspolitiker beharrt auf Kanzleramtserweiterung
SPD-Haushaltspolitiker beharrt auf Kanzleramtserweiterung

Kiew/Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj kommt am 13. Mai nach Berlin. Er werde an diesem Tag mit einer Sondermaschine auf dem militärischen Teil des Flughafens BER landen, berichten mehrere Medien unabhängig voneinander unter Berufung auf die Polizei.

Die Vorbereitungen laufen demnach bereits. Das genaue Programm des Besuchs ist noch unklar, auch zur Länge seines Aufenthalts wurden noch keine Details veröffentlicht. Es wird allerdings erwartet, dass Selenskyj am 14. Mai von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) empfangen werden wird. Auch ein Treffen mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier steht im Raum.

Über einen Besuch des ukrainischen Präsidenten wurde schon länger spekuliert, da er am 14. Mai mit dem Karlspreis ausgezeichnet wird. Dementsprechend gilt es auch als wahrscheinlich, dass er von Berlin aus zur Preisverleihung in Aachen weiterreisen könnte.


Foto: Bundeskanzleramt, über dts Nachrichtenagentur

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Berlins Bildungssenatorin plant neue Maßnahmen gegen Lehrermangel

Immer mehr Deutsche wollen Informatik als Pflichtfach
Immer mehr Deutsche wollen Informatik als Pflichtfach

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die neue Berliner Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch (CDU) will neue Wege gehen, um den Lehrermangel in Berlin zu beheben. „Wir reden darüber, dass wir das System der Vertretungslehrkräfte flexibilisieren und ausbauen wollen“, sagte die CDU-Politikerin am Mittwoch im RBB-Inforadio.

Es sei notwendig, „Lehrkräfte mit ausländischen Abschlüssen in das Schulsystem als Unterstützung bringen“. Mittel- und langfristig müsse darüber gesprochen werden, wie das Lehramtsstudium künftig ausgestaltet wird, sagte Günther-Wünsch weiter. Dabei könne der Numerus clausus durch spezielle Zugangsgespräche ersetzt werden. Die Senatorin schlägt außerdem einen „Bachelor of Education“ vor, bei dem die Studiengänge auf die unterschiedlichen Schularten ausgerichtet sind.

Der Schulneubau soll nach ihren Plänen schneller und effizienter werden, auch die Zuständigkeiten zwischen Land Berlin und den Bezirken will sie überarbeiten.


Foto: Gang in einer Schule, über dts Nachrichtenagentur

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Sparkassen wollen Klebetechnik gegen Automatensprengungen einsetzen

Sparkasse
Sparkasse

Düsseldorf (dts Nachrichtenagentur) – Die deutschen Sparkassen wollen zum Schutz vor Angriffen auf Geldautomaten künftig auch auf Klebesysteme setzen. „Selbstverständlich werden die Sparkassen die Verklebetechnik so bald wie möglich an den Standorten, wo es Sinn ergibt, einsetzen“, sagte Joachim Schmalzl, Vorstand des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV), dem „Handelsblatt“ (Donnerstagsausgabe).

„Es ist ganz klar, dass wir diese Möglichkeit zum Schutz vor Sprengungen anwenden müssen“, so der DSGV-Manager. Die Bundesbank hatte kürzlich grünes Licht für den Einsatz der Methode gegeben. Bei der Klebetechnik, die seit Längerem in den Niederlanden im Einsatz ist, werden die Geldscheine nach der Explosion zu einem Klumpen und lassen sich nicht mehr voneinander trennen. Die Zahl der Geldautomatensprengungen ist zuletzt stark gestiegen.

Die bisher üblichen Schutzmaßnahmen, darunter das Verfärben von Geldscheinen nach einer Explosion, schrecken die Täter nicht ausreichend ab. Mit 496 Fällen gab es 2022 so viele Sprengungen wie noch nie. In 211 Fällen waren davon Schmalzl zufolge Sparkassen betroffen. Die rund 360 Sparkassen sind Marktführer im Geschäft mit privaten Kunden.

Bund und Länder erwägen, den Geldhäusern verstärkte Schutzmaßnahmen per Gesetz vorzuschreiben. Die Sparkassen lehnen eine gesetzliche Regelung ab. „Ein Gesetz führt nicht automatisch zu mehr Sicherheit“, sagte Schmalzl. Die Motivation der Kreditinstitute, die Angriffe zu begrenzen, sei auch so sehr hoch.

Der Sparkassenmanager hält eine gesetzliche Vorgabe für zu wenig flexibel, weil die Täter ihre Angriffsmethoden ständig anpassten.


Foto: Berliner Sparkasse, über dts Nachrichtenagentur

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VCI will Industriestrompreis von 4 bis 6 Cent je Kilowattstunde

Union fürchtet “Deindustrialisierung”
Union fürchtet “Deindustrialisierung”

Frankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Der Verband der Chemischen Industrie (VCI) pocht auf einen Industriestrompreis in Höhe von vier bis sechs Cent pro Kilowattstunde, um die Abwanderung der energieintensiven Branchen zu stoppen und die Transformation hin zur Klimaneutralität anzuschieben. „Ein Industriestrompreis ist für uns alternativlos“, sagte VCI-Hauptgeschäftsführer Wolfgang Große Entrup dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“.

„Nicht als Dauerlösung, sondern als Brücke in die Zukunft, bis genügend grüne Energie zuverlässig und zu wettbewerbsfähigen Preisen zur Verfügung steht.“ Er wünsche sich dabei eine zügige Umsetzung. „Wir brauchen ihn schnell, unbürokratisch und am besten europäisch abgestimmt in der Größenordnung von vier bis sechs Cent pro Kilowattstunde.“ Die Vorteile seien klar: Ein gedeckelter Strompreis gebe der Branche Sicherheit, so der Hauptgeschäftsführer.

„Pflöcke für eine klimaneutrale Zukunft einzuschlagen, geht nur, wenn sich der Untergrund nicht die ganze Zeit bewegt.“ Für diese Transformation müssten viele Prozesse auf Strom umgestellt werden, womit ein stark steigender Verbrauch einhergehe. „Da brauchen wir das Vertrauen, dass das in Deutschland möglich ist“, sagte Große Entrup. Er sei jedoch davon überzeugt, dass sich dieses „gewaltige Investment“ für die Gesellschaft auszahlen werde.

„Wenn energieintensive Industrien Deutschland den Rücken kehren, ist es ungleich kostspieliger für den Staat und die sozialen Sicherungssysteme.“


Foto: Industrieanlage, über dts Nachrichtenagentur

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Ex-Audi-Chef Stadler in Diesel-Prozess zu Geständnis bereit

Ex-Audi-Chef Stadler in Diesel-Prozess zu Geständnis bereit
Ex-Audi-Chef Stadler in Diesel-Prozess zu Geständnis bereit

München (dts Nachrichtenagentur) – Im Betrugsprozess um den Abgasskandal bei Audi ist der frühere Konzernchef Rupert Stadler offenbar zu einem Geständnis bereit. Stadler sei mit dem Deal-Vorschlag des Gerichts einverstanden, kündigten seine Verteidiger am Mittwoch vor dem Landgericht München an.

Demnach wurde ihm bei einem Geständnis und Zahlung von 1,1 Millionen Euro eine Bewährungsstrafe in Aussicht gestellt. Die Staatsanwaltschaft stimmte dem Vorschlag bereits zu. Das Geständnis soll in zwei Wochen vorgetragen werden. Konkret geht es in dem Verfahren um den Vorwurf, dass Diesel-Fahrzeuge mit manipulierter Abgassteuerungssoftware auf den Markt gebracht worden sein sollen.

Stadler wurde vorgeworfen, den Absatz von betroffenen Fahrzeugen veranlasst beziehungsweise den Absatz nicht verhindert zu haben. Er hatte die Betrugsvorwürfe jahrelang bestritten. Der Prozess läuft seit September 2020.


Foto: Landgericht München II, über dts Nachrichtenagentur

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Benzinpreis kaum verändert – Diesel günstiger

Spritpreise weiter zurückgegangen
Spritpreise weiter zurückgegangen

München (dts Nachrichtenagentur) – Die Spritpreise in Deutschland haben sich in der vergangenen Woche unterschiedlich entwickelt. Ein Liter Super E10 kostete am Dienstag im bundesweiten Mittel 1,791 Euro und lag damit fast auf dem Niveau der Vorwoche, wie ein ADAC-Sprecher am Mittwoch der dts Nachrichtenagentur sagte.

Demnach wurde lediglich ein kleines Plus von 0,2 Cent festgestellt. Diesel verbilligte sich unterdessen um 2,1 Cent und kostete im Schnitt 1,618 Euro. In der Vorwoche waren die Preise noch in beiden Kategorien gesunken. Der Unterschied bei den Preisen für die Kraftstoffsorten vergrößerte sich durch die jüngste Entwicklung weiter.

Ein Liter Diesel kostet jetzt im Schnitt 17,3 Cent weniger als ein Liter E10, nach 15,0 Cent in der Vorwoche.


Foto: Zapfsäule an einer Tankstelle, über dts Nachrichtenagentur

AFP

Anklage gegen Halle-Attentäter nach Geiselnahme erhoben

Fachleute aus der Justiz fordern Korrektur beim Sexualstrafrecht
Fachleute aus der Justiz fordern Korrektur beim Sexualstrafrecht

Naumburg (Saale) (dts Nachrichtenagentur) – Knapp fünf Monate nach der Geiselnahme in der Haftanstalt Burg in Sachsen-Anhalt hat die Generalstaatsanwaltschaft Naumburg Anklage gegen Halle-Attentäter Stephan B. erhoben. Der Strafgefangene erscheine bezüglich einer vollendeten Geiselnahme samt Nötigung hinreichend verdächtig, teilte die Staatsanwaltschaft am Mittwoch mit.

Auch ein Verstoß gegen das Waffengesetz werde ihm vorgehalten. B. war bei dem Vorfall am 12. Dezember 2022 bis auf den Innenhof der Justizvollzugsanstalt unmittelbar vor der Kfz-Schleuse und der Pforte vorgedrungen. Laut Staatsanwaltschaft soll er dabei auch einen Warnschuss mit einem „selbstgefertigten Schussapparat“ abgegeben haben. Daraufhin wurde er von Justizvollzugsbediensteten überwältigt.

Der Gesetzgeber sieht für den Fall der Verurteilung in diesem Fall einen Strafrahmen von fünf bis 15 Jahren Freiheitsstrafe vor. Stephan B. war nach dem Anschlag in Halle bereits wegen zweier Morde und 68 Mordversuchen zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe mit anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt worden. Nach der Geiselnahme in Burg wurde er in die Justizvollzugsanstalt Augsburg-Gablingen verlegt. Auch dort soll er Medienberichten zufolge bereits Justizpersonal angegriffen haben.


Foto: Justicia, über dts Nachrichtenagentur

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Dax startet vor Fed-Entscheid freundlich – Deutsche Post vorn

Dax stagniert – US-Märkte im Fokus
Dax stagniert – US-Märkte im Fokus

Frankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Der Dax ist am Mittwochmorgen freundlich in den Handelstag gestartet. Gegen 9:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 15.795 Punkten berechnet, 0,4 Prozent über dem Schlussniveau vom Vortag.

Deutliche Zuwächse gab es am Morgen unter anderem bei den Papieren der Deutschen Post. Das Logistikunternehmen hatte vor Handelsstart seine Zahlen für das erste Quartal vorgestellt. Gewinn und Umsatz schrumpften demnach zwar, aber nicht so stark, wie von vielen Analysten erwartet. Seine Gewinnziele für 2023 bekräftigte das Unternehmen zudem.

Am Mittwochabend werden die Anleger unterdessen mit Interesse die nächste Zinsentscheidung der Fed in Washington verfolgen. Dementsprechend herrschten aktuell „Anspannung und Zurückhaltung auf den Börsenparketts dieser Welt“, sagte Konstantin Oldenburger von CMC Markets am Morgen. „Der Deutsche Aktienindex wagte gestern den Sprung über die 16.000er-Marke, doch dann setzten Verkäufe ein und der Markt wurde wieder nach unten durchgereicht“, fügte er hinzu. Unter der Oberfläche der laufenden Rally zeigten sich allmählich Risse.

Vor allem an der Wall Street nehme die Marktbreite weiter ab, lediglich die großen Technologieunternehmen sorgten noch für das Plus in den Indizes. „Die wegweisenden geldpolitischen Entscheidungen dieser Woche liegen wie ein Damoklesschwert über dem Aktienmarkt, auch weil sie in den Mai fallen und dieser Börsenmonat in der Vergangenheit einer der schlechtesten für den Aktienmarkt war“, so der Marktanalyst. Saisonal bestehe dementsprechend ein erhöhtes Risiko eines Kursrutsches in den kommenden Wochen. Das Auffälligste am Kursgeschehen im April sei die fehlende Volatilität gewesen.

„VIX und VDax nähern sich den Tiefstständen der vergangenen zwei Jahre an“, so Oldenburger. Mit der Fed-Sitzung am Mittwoch und dem Arbeitsmarktbericht aus den USA am Freitag sowie den dazwischen liegenden Apple-Quartalszahlen dürfte wieder mehr Bewegung in den Markt kommen, erwartet der Marktexperte. Sollte Fed-Chef Jerome Powell dabei betonen, dass die Risiken im Bankensektor ein Grund seien, die Zinssätze nicht weiter anzuheben, könne es zu einer Fortsetzung der Rally am Aktienmarkt kommen, mache er dagegen deutlich, dass die Inflation immer noch weit über dem Zielwert liege und die Probleme im Bankensektor nicht wirklich besorgniserregend seien, dürften die typischen Verkäufe im Mai einsetzen, so Oldenburger. Die europäische Gemeinschaftswährung tendierte am Mittwochmorgen stärker.

Ein Euro kostete 1,1038 US-Dollar (+0,33 Prozent), ein Dollar war dementsprechend für 0,9060 Euro zu haben.


Foto: Frankfurter Börse, über dts Nachrichtenagentur

AFP