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Die vergessenen Künste: Das verlorene Wissen unserer Vorfahren wiederbeleben

Selber nähen
Selber nähen, Bild von Manfred Richter auf Pixabay

In einer schnelllebigen und hochtechnologisierten Welt scheint es, als würden viele traditionelle Handwerkstechniken und das überlieferte Wissen unserer Vorfahren allmählich in Vergessenheit geraten. Doch gerade diese vergessenen Künste bergen einen unschätzbaren Wert, den es zu bewahren und wiederbeleben gilt. In einer Zeit, in der viele von uns nach einer tiefen Verbindung zu unserer Geschichte und Kultur suchen, bieten die traditionellen Praktiken und das alte Wissen unserer Vorfahren eine einzigartige Möglichkeit, diese Verbindung zu pflegen.

Das Verständnis und die Erhaltung der vergessenen Künste sind nicht nur ein Rückblick auf die Vergangenheit, sondern auch ein Weg, um die Weisheit und Erfahrung unserer Vorfahren zu würdigen und auf unsere gegenwärtigen Herausforderungen anzuwenden. Die Wiederentdeckung traditioneller Künste kann uns helfen, eine nachhaltigere, kreativere und ausgeglichene Zukunft zu gestalten.

Ursachen des Wissensverlustes

Der technologische Fortschritt hat zweifellos dazu beigetragen, dass viele traditionelle Handwerkstechniken ihre Relevanz verloren haben. Maschinen und automatisierte Produktionsprozesse haben oft eine höhere Effizienz und Produktionsgeschwindigkeit als handgefertigte Gegenstände. In der Ära von Massenproduktion und Konsumgesellschaften scheinen traditionelle Handwerkstechniken zeitaufwendig und unpraktisch zu sein. Als Ergebnis wurde das traditionelle Handwerk vielerorts durch maschinelle Produktion ersetzt.

Die Entfremdung von traditionellem Handwerk führt auch zu einem Mangel an Wertschätzung für die Arbeit und das Können von Handwerkern und Kunsthandwerkern. In einer Welt, in der die Bequemlichkeit und Schnelligkeit von Konsumgütern geschätzt werden, wird die langsame und sorgfältige Herstellung von Handwerk oft übersehen.

Ebenso beeinflusst die Globalisierung den Verlust traditionellen Wissens. Durch den Austausch von Gütern und Ideen zwischen verschiedenen Kulturen kann das einzigartige Erbe einer Gemeinschaft leicht von globalen Trends verdrängt werden. Kulturelle Homogenisierung führt dazu, dass lokale Traditionen und Handwerkstechniken in den Hintergrund treten.

Beispiele für vergessene Künste und ihre Wiederbelebung

Obwohl viele vergessene Künste eine Zeit lang in den Hintergrund gerückt sind, gibt es ermutigende Beispiele für ihre Wiederbelebung und Neuentdeckung. In der modernen Kunstszene erleben alte Handwerkstechniken wie Töpfern, Weben und Schmieden eine Renaissance. Künstlerinnen und Künstler nutzen diese Techniken, um einzigartige und authentische Kunstwerke zu schaffen, die eine Verbindung zur Geschichte herstellen und gleichzeitig zeitgenössisch wirken. Die Rückkehr zu handwerklichen Methoden ermöglicht es den Künstlern, ihre individuelle kreative Stimme zu finden und Kunstwerke zu schaffen, die Tiefe und Persönlichkeit ausstrahlen.

Auch in der alternativen Medizin ist das Interesse an traditionellen Heilmethoden und pflanzlichen Heilmitteln wieder erwacht. Viele Menschen suchen nach ganzheitlichen Ansätzen für ihre Gesundheit und entdecken die Weisheit und Wirksamkeit alter Heilpraktiken wieder. Traditionelles Wissen über Kräuterheilkunde, Yoga, Meditation und alternative Therapien wird wieder geschätzt und integriert, um das Wohlbefinden auf ganzheitliche Weise zu fördern.

In der Landwirtschaft gewinnt die nachhaltige Bewirtschaftung von Land und Ressourcen an Bedeutung. Traditionelle landwirtschaftliche Praktiken, die im Einklang mit der Natur stehen, werden wiederentdeckt und als mögliche Lösung für aktuelle ökologische Herausforderungen betrachtet. Die Wiederentdeckung von nachhaltigen Anbaumethoden und alten Saatgutsorten trägt zum Schutz der Biodiversität bei und fördert die Widerstandsfähigkeit gegenüber den Auswirkungen des Klimawandels.

Initiativen zur Wiederbelebung des verlorenen Wissens

Angesichts der Bedeutung des Wissens unserer Vorfahren gibt es verschiedene Initiativen und Organisationen, die sich der Bewahrung und Wiederbelebung traditioneller Künste und Kenntnisse verschrieben haben. Handwerksmessen, Workshops und Bildungsprogramme bieten Möglichkeiten, um diese Fähigkeiten zu erlernen und zu fördern. Ein Beispiel sind Kurse, in denen Menschen die Kunst des traditionellen Schmiedens erlernen können, um das Wissen der alten Schmiede zu bewahren oder in denen junge Menschen lernen, mit einer Nähmaschine umzugehen.

Kulturelle Institutionen und Museen spielen ebenfalls eine wichtige Rolle bei der Bewahrung des traditionellen Wissens. Sie bieten nicht nur einen Einblick in vergangene Zeiten, sondern vermitteln auch die Bedeutung und den Wert traditioneller Künste an kommende Generationen. Durch den Erhalt von Artefakten, Kunstwerken und historischen Aufzeichnungen wird das kollektive kulturelle Gedächtnis bewahrt und junge Menschen können von diesem reichen Erbe lernen.

Der kulturelle Austausch zwischen älteren und jüngeren Generationen ist ein weiterer wichtiger Aspekt der Wiederbelebung vergessener Künste. Ältere Menschen, die noch über das traditionelle Wissen verfügen, können es an jüngere Generationen weitergeben, indem sie Geschichten erzählen, Wissen teilen und als Mentoren agieren. Diese Art der Wissensübertragung fördert die Verbindung zwischen den Generationen und ermöglicht es den Jüngeren, von den Erfahrungen und dem Know-how ihrer Vorfahren zu profitieren.

AFP

US-Börsen erleben Aufschwung: Quartalsberichte übertreffen die Erwartungen

US-Börsen erholen sich – First Republic Bank rutscht ab
US-Börsen erholen sich – First Republic Bank rutscht ab

US-Börsen legen zu Beginn der Woche deutlich zu, gestützt durch positive Quartalsberichte und eine schwächere europäische Gemeinschaftswährung.

US-Börsen im Aufwind

Die US-Börsen haben zum Wochenbeginn signifikant zugelegt. Der Dow wurde zu Handelsende in New York mit 35.473 Punkten berechnet, was einem Plus von 1,2 Prozent im Vergleich zum vorherigen Handelstag entspricht. Kurz zuvor war der breiter gefasste S&P 500 mit rund 4.518 Punkten 0,9 Prozent im Plus, während die Technologiebörse Nasdaq den Nasdaq 100 zu diesem Zeitpunkt mit rund 15.408 Punkten 0,9 Prozent stärker berechnete.

Positive Quartalsberichte stützen den Markt

„In den USA haben mittlerweile über 80 Prozent der Unternehmen aus dem S&P 500 ihre Quartalsberichte veröffentlicht und vier von fünf Kandidaten konnten dabei die Erwartungen der Analysten übertreffen“, kommentierte Konstantin Oldenburger den Handelstag. „Diese Zahl markiert den höchsten Prozentsatz positiver Gewinnüberraschungen seit dem dritten Quartal 2021 und ist einmal mehr eine Bestätigung für die Rally am Aktienmarkt in den vergangenen Monaten.“ Am deutlichsten zeigte sich dies im Technologiesektor, wo fast alle Unternehmen die Gewinnerwartungen übertreffen konnten, so Oldenburger.

Europäische Gemeinschaftswährung und Ölpreis schwächer

Die europäische Gemeinschaftswährung tendierte am Montagabend etwas schwächer. Ein Euro kostete 1,1003 US-Dollar (-0,06 Prozent), ein Dollar war dementsprechend für 0,9088 Euro zu haben. Der Ölpreis sank unterdessen: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Montagabend gegen 22 Uhr deutscher Zeit 85,80 US-Dollar, das waren 44 Cent oder 0,5 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.

AFP

Haldenwang warnt: AfD verfolgt möglicherweise verfassungsfeindliche Absichten

Thomas Haldenwang, Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz (BfV), warnt vor verfassungsfeindlichen Bestrebungen in der AfD und betont die Notwendigkeit, die Öffentlichkeit über extremistische Tendenzen aufzuklären.

Haldenwang warnt vor verfassungsfeindlichen Tendenzen in der AfD

„Wir sehen eine erhebliche Anzahl von Protagonisten in dieser Partei, die immer wieder Hass und Hetze verbreiten gegen Minderheiten aller Art hier in Deutschland“, sagte Haldenwang am Montag den ARD-Tagesthemen. „Da geht es gegen Menschen mit Migrationshintergrund, da geht es gegen muslimische Personen, da geht es gegen Menschen mit anderer geschlechtlicher Orientierung oder anderer Sexualität. Da gibt es auch Strömungen von Antisemitismus. All das nehmen wir innerhalb der AfD wahr in einem Maße, das durch diesen Hass und durch diese Hetze die Menschenwürde dieser Personenkreise verletzt wird.“ Und wenn dieses Kriterium erfüllt sei, „dann handelt es sich insoweit um verfassungsfeindliche Bestrebungen“. Diese sehe man „durchaus vermehrt in der AfD“.

Verfassungsschutz folgt gesetzlichem Auftrag

Auf die Frage, ob es ein Fehler gewesen sei, während der Parteiversammlung über die AfD zu sprechen, sagte Haldenwang: „Nein, auf keinen Fall. Ich folge dabei unserem gesetzlichen Auftrag. Wir sind durch das Bundesverfassungsschutzgesetz verpflichtet, über extremistische Bestrebungen zu berichten und dieser Pflicht sind wir nachgekommen.“ Den Vorwurf aus der AfD, er sei nicht neutral, wies Haldenwang zurück. „Natürlich bin ich neutral gegenüber allen politischen Bestrebungen und Parteien, aber die Neutralität endet dort, wo wir es mit verfassungsfeindlichen Bestrebungen zu tun haben.“

Verfassungsschutz als wichtiges Instrument der wehrhaften Demokratie

Auch vor dem Hintergrund der deutschen Geschichte habe der Verfassungsschutz als „wichtiges Instrument“ der wehrhaften Demokratie „nicht nur das Recht, sondern auch die Pflicht, über verfassungsfeindliche Bestrebungen aufzuklären“, so Haldenwang. Es gebe aktuell eine Entwicklung in Deutschland, in der „wir feststellen, dass extremistische Kräfte durchaus an Zulauf gewinnen“. So sehe man „steigende Umfragewerte für Parteien am äußersten rechten Rand“. Auch dies sei „sicherlich Anlass, vermehrt über verfassungsfeindliche Bestrebungen innerhalb solcher Parteien zu berichten, damit die Bürger, die möglicherweise sich nicht so detailscharf informieren, auch über diese Aspekte Informationen erhalten.“

AFP

Bartsch warnt: Linke-Fraktion könnte liquidiert werden

Bartsch enttäuscht über Baerbocks China-Reise
Bartsch enttäuscht über Baerbocks China-Reise

Linken-Fraktionschef Dietmar Bartsch warnt seine Parteifreunde vor einer Spaltung der Bundestagsfraktion und betont, dass er sich für die Einheit der Linken einsetzen wird.

Bartsch warnt vor Risiken einer Spaltung

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Linken-Fraktionschef Dietmar Bartsch hat seine Parteifreunde im Parlament davor gewarnt, das Bestehen der Bundestagsfraktion aufs Spiel zu setzen. „Die Sorge, dass die Existenz der Bundestagsfraktion durch Austritte beendet wird, gibt es“, sagte Bartsch dem Tagesspiegel (Dienstagsausgabe). „Ein solches Agieren wäre allerdings verantwortungslos.“ Die Fraktion sei „ein sehr wertvolles Gut“. Bartsch sagte weiter: „Wenn drei Abgeordnete unsere Fraktion verlassen, muss die Fraktion nach gesicherter Rechtsprechung liquidiert werden. Das wäre verantwortungslos.“

Bestrebungen zur Einheit der Fraktion

Er wolle die Fraktion zusammenhalten und den eigenen Auftrag erfüllen, nämlich linke Politik zu machen. Auch nach dem angekündigten Rückzug von Co-Fraktionschefin Amira Mohamed Ali sieht Bartsch kein Auseinanderfallen seiner Partei. „Ich tue weiter alles dafür, dass es keine Implosion der Linken geben wird“, sagte Bartsch: „Es wird keine Spaltung der Linken geben. Wir sind in unserer Kernsubstanz stabil. Ich will, dass die Linke gemeinsam agiert.“

Positionen innerhalb der Partei

Eine Spaltung der Linken stärke nur Konservative und Rechte. Bartsch rechnet nicht damit, dass Mohamed Ali bei der Gründung einer Wagenknecht-Partei mitmachen wird. „Amira will weiter im Bundestag arbeiten. Sie gehört, wie Sahra Wagenknecht, unserer Bundestagsfraktion an. Aktuell bereiten Amira Mohamed Ali und ich die Klausur unserer Fraktion vor“, sagte er.

Zukunftspläne und Meinungen

Bartsch selbst hält sich eine erneute Kandidatur für den Fraktionsvorsitz offen. „Meine endgültige Entscheidung fällt in den nächsten Tagen“, sagte er. Zuvor gebe es „diverse Gespräche“. Die jüngste Äußerung des Linken-Abgeordneten Alexander Ulrich zur Zukunft der Linken sei „wenig zielführend“, sagte Bartsch. Ulrich hatte gesagt: „Die Linke verkommt leider zu einer Sekte. Wir hoffen auf Sahra Wagenknecht.“

AFP

Gottschalk moderiert angeblich letztes ‚Wetten, dass..?‘ im November

Der langjährige Showmaster Thomas Gottschalk wird am 25. November seine vermeintlich letzte „Wetten, dass..?“-Sendung moderieren, wie das ZDF bekannt gab. Die Zukunft des Formats bleibt derweil ungewiss.

Gottschalk verabschiedet sich erneut

„Die nächste Ausgabe von „Wetten, dass..?“ am 25. November soll wieder einmal die letzte für Showmaster Thomas Gottschalk sein“, teilte das ZDF am Montag mit. Gottschalk selbst äußerte sich mit den Worten: „Um es mit George Harrison zu sagen: All things must pass, das gilt auch für mich und Wetten, dass..?“. Er dankte seinem Publikum, das ihn treu durch sein Leben als Showmaster begleitet habe, und freute sich, ein letztes Mal als Gastgeber durch die Sendung zu führen.

Viele „letzte“ Sendungen

Der mittlerweile 73-Jährige hat bereits mehrere „letzte“ Wetten-Dass-Sendungen hinter sich. 1992 übergab er die Sendung nach fünf Jahren an Wolfgang Lippert, der keine zwei Jahre später wieder durch Gottschalk abgelöst wurde. Dann war 2011 „endgültig“ Schluss und Markus Lanz wurde Gottschalks Nachfolger.

Unklare Zukunft für „Wetten, dass..?“

Nachdem die Sendung 2014 offiziell eingestellt wurde, gab es 2021 ein erneutes Comeback mit Gottschalk. Wie es mit dem Format weitergeht, will der Sender „zu gegebener Zeit nach der Sendung“ entscheiden.

AFP

Faeser-Vorstoß ist laut Amthor lediglich ein Wahlkampfmanöver

CDU-Innenpolitiker Philipp Amthor äußert Skepsis gegenüber den Aussagen der Innenministerin Nancy Faeser (SPD) bezüglich der Abschiebung von nicht straffällig gewordenen Clan-Mitgliedern, und wirft ihr vor, nur Wahlkampfrhetorik zu betreiben.

Amthor zweifelt an Faesers Fähigkeit zur Durchsetzung

„Das wird rechtlich nicht ganz einfach, das zu gestalten, es ist aus meiner Sicht aber möglich“, so Amthor. Der CDU-Innenpolitiker geht jedoch davon aus, dass Faesers Ankündigungen mehr Rhetorik als konkrete Politik seien: „Sie macht große Ankündigungen einer harten, einer scharfen Innenpolitik – und dann wird das von den grünen Koalitionspartnern alles wieder einkassiert. Das ist nur eine Ankündigung für den Hessen-Wahlkampf. Ich glaube, in konkreter Substanz wird davon wenig übrig bleiben.“

Probleme bei der Durchsetzung von Abschiebungen

Zudem sieht Amthor Schwierigkeiten bei der Durchsetzung von Abschiebungen aufgrund fehlender Rücknahmeabkommen: „Das eigentliche Problem liegt in der Frage der viel zu hohen Zuwanderungszahlen und nicht in den Abschiebungen. Natürlich ist es gut, wenn wir da besser werden“, so Amthor weiter, aber vor allem „der Hahn der ungesteuerten Zuwanderung muss abgedreht werden.“

Kritik an der Migrationspolitik

Die hohen Asylzahlen, die zu vollen Turnhallen und sozialen Spannungen führen, sieht Amthor als dringenden Handlungsbedarf für die Bundesregierung. Er kritisiert zudem die Migrationsgipfel der Regierung: „An Gipfeln mangelt es nicht; man kann die eigentlich eher `Gipfelchen` nennen: Sie sind irgendwie vielleicht nett anzusehen, aber im Ergebnis relativ fruchtlos. Frau Faeser hat jetzt viele Veranstaltungen auf den Weg gebracht – mit Taten sieht es aber anders aus.“

AFP

Bahn gerät bei Umstellung auf Elektrifizierung ins Hintertreffen

Die Deutsche Bahn AG plant im laufenden Jahr 2023 lediglich auf 13 Kilometern ihres Schienennetzes neue Oberleitungen zu errichten.

Elektrifizierung des Schienennetzes

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Es handelt sich bei dem Projekt um einen Ausbauabschnitt der S-Bahn 6 in Hessen zwischen Frankfurt am Main und Bald Vilbel. Hier werden parallel zu der bereits elektrifizierten Strecke in Richtung Friedberg zwei neue Gleise gebaut und mit elektrischem Fahrdraht ausgerüstet, berichtet die „Welt“.

Die Angaben sind Teil der Antwort auf eine Anfrage der Zeitung, auf wie vielen Kilometern bestehender, bisher nicht elektrifizierter Strecken in den Jahren 2023 und 2024 die Neuerrichtung elektrischer Oberleitungen voraussichtlich abgeschlossen werde. Für 2023 wurde keine weitere und für 2024 gar keine durchgehende Elektrifizierung eines bestehenden Streckenabschnitts genannt.

Pläne für die Zukunft

Erst bis Ende 2026 soll demnach ein größeres Stück hinzukommen, wenn bei der Beseitigung der Folgen der Flutkatastrophe in der Eifel und an der Ahr insgesamt rund 220 Streckenkilometer instandgesetzt und neu mit Oberleitungen versehen werden. Derzeit sind 62 Prozent des rund 33.500 Kilometer umfassenden bundeseigenen Eisenbahnnetzes elektrifiziert.

Die Ampel-Regierung hat das Ziel, bis 2030 75 Prozent des Netzes zu elektrifizieren. Dies würde den Bau von zusätzlichen Oberleitungen auf rund 4.000 Streckenkilometern erfordern. Doch laut einer DB-Sprecherin plant die Deutsche Bahn AG deutlich weniger: „Bis 2030 elektrifiziert die DB rund 760 Kilometer ihres Bahnnetzes.“

AFP

LKA Bayern untersucht Verbindungen zwischen Polizeidienststellen und Klimaaktivisten

Bildungsministerin will “Letzte Generation” nicht an Schulen
Bildungsministerin will “Letzte Generation” nicht an Schulen

Das bayerische Landeskriminalamt (LKA) sucht bundesweit nach Informationen über die Interaktionen zwischen Polizeidienststellen und der Klimaaktivistengruppe „Letzte Generation“.

Fragenkatalog an Polizeibehörden

Das LKA hat einen Fragenkatalog an alle Polizeibehörden in Deutschland verschickt. Die Ermittler möchten wissen, welche Polizeidienststellen die Klimaaktivisten kontaktiert haben, welche Angebote unterbreitet und welche Seminare angeboten worden sind, berichtet die „Welt“ (Dienstagsausgabe).

Vernetzung der „Letzten Generation“

Die Zeitung hatte vor zwei Wochen über die Vernetzungsstrategien der „Letzten Generation“ berichtet. Demnach gehören etwa 100 Polizisten dem Unterstützerkreis der Klimaaktivisten an. Geleitet wird die Arbeitsgruppe Polizeivernetzung von einer Bundespolizistin aus Mecklenburg-Vorpommern. Neben ihr seien sieben weitere Beamte im engeren Netzwerk der Klimaaktivisten tätig, so die Polizeihauptkommissarin. Mit 80 bis 100 weiteren Polizisten stehe man in Kontakt. Das Netzwerk erstrecke sich über mehrere Bundesländer und Behörden und vergrößere sich ständig.

Interne Anfrage des LKA Bayern

In der internen Anfrage des LKA Bayern heißt es, es sei erforderlich, bundesweit bei den Polizei- und Führungsstellen Genaueres in Erfahrung zu bringen. Man wolle wissen, wer von der „Letzten Generation“ Polizisten zu solchen Gesprächen eingeladen habe, oder ob die Polizei selbst an die Klimaaktivisten herangetreten sei und es zu den Einladungsschreiben auch Protokolle gebe.

Ermittlungen gegen die „Letzte Generation“

Weiter fragt das bayerische LKA, ob bei den Gesprächen Angebote unterbreitet wurden, der „Letzten Generation“ beizutreten oder diese zu unterstützen. Die Polizeibehörden sollen bis zum 11. August antworten. Derzeit ermitteln die Staatsanwaltschaften in München und Neuruppin gegen die „Letzte Generation“ wegen des Vorwurfs der Bildung einer kriminellen Vereinigung.

AFP

Familienunternehmen verlangen mutige Reformen zur Verbesserung des Geschäftsumfelds

Unternehmen wollen wieder mehr Personal einstellen
Unternehmen wollen wieder mehr Personal einstellen

Marie-Christine Ostermann, Präsidentin des Verbandes der Familienunternehmen, fordert einen radikalen Schwenk in der deutschen Wirtschafts-, Steuer- und Sozialpolitik, um den Wirtschaftsstandort Deutschland wieder attraktiver zu machen.

Notwendige Reformen und Investitionsbereitschaft

Seit der Agenda 2010 würde vor allem eine Politik der Umverteilung betrieben, die Deutschland in Wettbewerbsvergleichen zurückwerfen, so Ostermann gegenüber der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. Aktuell sei ein Drittel der Mitgliedsunternehmen nicht mehr bereit, in Deutschland zu investieren. „Das ist eine Katastrophe für den Standort“, warnt Ostermann und fordert „mutige, große Reformen, damit sich Arbeiten lohnt.“

Politik und Wählerverhalten

Wenn die Politik weiterhin die Sorgen der Menschen ignoriere, wendeten diese sich ab und neigten dazu, Protestparteien zu wählen. Ostermann warnte vor der AfD und betonte die Notwendigkeit von qualifizierter Zuwanderung und einer Willkommenskultur.

Forderungen für eine zukunftsfähige Wirtschaftspolitik

Ostermann fordert ein Ende der Rente mit 63 und eine Neuausgestaltung des Bürgergeldes. Sie lehnt den von Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck und Industrievertretern geplanten Industriestrompreisdeckel ab und schlägt stattdessen vor, die Netzentgelte so weit wie möglich zu reduzieren. Die geplante Ausweitung des Emissionshandels auf alle Wirtschaftszweige soll laut Ostermann vorgezogen werden, was das Gebäudeenergiegesetz überflüssig mache.

Steuerbelastung und Unternehmensnachfolge

Für Unternehmen fordert Ostermann eine Reduzierung der Steuerbelastung auf unter 25 Prozent und der Körperschaftsteuer auf 10 Prozent. Zudem plädiert sie für die Abschaffung des Solidaritätszuschlags und fordert rasche Klarheit bei der Erbschaftsteuer, um die Unternehmensnachfolge zu sichern.

Mit rund 6.000 Mitgliedsunternehmen ist der Verband der Familienunternehmen ein prominentes Sprachrohr des deutschen Mittelstandes. Ostermann wurde im April zur Präsidentin gewählt.

AFP

Dax stabilisiert sich: Bleibt unter 16.000-Punkte-Marke beständig

Dax stagniert – US-Märkte im Fokus
Dax stagniert – US-Märkte im Fokus

Der DAX stabilisiert sich nach einer verlustreichen Vorwoche leicht unterhalb der 16.000-Punkte-Marke, mit den größten Verlusten bei Siemens Energy, der Commerzbank und Sartorius und den größten Gewinnen bei Bayer und Rheinmetall.

Leichter Rückgang trotz wechselhaftem Handelstag

Zum Wochenstart hat der Dax nach einem wechselhaften Tag minimal nachgelassen. Der Index pendelte sich zum Xetra-Handelsschluss unterhalb der 16.000-Punkte-Marke ein und wurde mit 15.951 Punkten berechnet. Dies entspricht einem Minus von einem Punkt im Vergleich zum vorherigen Handelstag.

Stabilisierung unterhalb der 16.000-Punkte-Marke

„Die Gemüter der Anleger haben sich nach der verlustreichen Vorwoche etwas beruhigt und der Deutsche Aktienindex hat sich unterhalb der 16.000-Punkte-Marke stabilisiert“, kommentierte Konstantin Oldenburger von CMC Markets den Handel zum Wochenbeginn. „Was die leichte Gegenbewegung seit dem Tief unter 15.800 Punkten allerdings wert ist, dürfte sich erst im weiteren Wochenverlauf zeigen, wenn Mittwoch und Donnerstag eine ganze Reihe von Dax-Unternehmen ihre Bücher öffnen.“

Die größten Gewinner und Verlierer

Die größten Verluste gab es zum Wochenstart bei Siemens Energy, der Commerzbank und Sartorius. Entgegen dem allgemeinen Trend konnten hingegen Bayer und Rheinmetall Gewinne verzeichnen.

AFP