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Britische Krankenschwester erhält lebenslange Haftstrafe für Verbrechen

Fachleute aus der Justiz fordern Korrektur beim Sexualstrafrecht
Fachleute aus der Justiz fordern Korrektur beim Sexualstrafrecht

Im englischen Manchester wurde eine ehemalige Krankenschwester wegen der Ermordung von sieben Neugeborenen zu lebenslanger Haft verurteilt.

Verurteilung zu lebenslanger Haft

Eine ehemalige Krankenschwester aus Manchester wurde vom Gericht für den Mord an sieben Babys zu lebenslanger Haft verurteilt. Sie ist nachweislich schuldig, während ihrer Arbeit auf der Säuglingsstation Neugeborenen absichtlich Luft oder Insulin injiziert zu haben, um ihren Tod zu verursachen. Sie hatte zudem ein weiteres Kind durch Überfütterung mit Milch gefährdet. Laut britischem Recht wird sie bis zu ihrem eigenen Tod inhaftiert bleiben.

Nachweis durch Dokumente

Die Frau wurde auch wegen sechs weiteren versuchten Morden angeklagt, die jedoch gescheitert waren. Bei der Durchsuchung ihrer Wohnung fanden die Ermittler Dokumente aus dem betreffenden Krankenhaus, auf denen die Namen der ersten vier Opfer vermerkt waren.

Kaltblütigkeit und mangelnde Reue

Die Angeklagte ist die vierte Frau in der Geschichte des Landes, die zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt wurde. Prozessbeobachter warfen ihr vor, kaltblütig gehandelt und während des Verfahrens keinerlei Reue gezeigt zu haben. Sie war bei der Verkündung des Urteils nicht anwesend.

Geplante Gesetzesänderung

Im Zuge dieses Falls kündigte der Justizminister des Vereinigten Königreichs, Alex Chalk, an, das Gesetz ändern zu wollen. In Zukunft sollen Straftäter dazu gezwungen werden können, an Gerichtsverhandlungen teilzunehmen.

AFP

Finanzminister planen Fokus auf angebotsorientierte Wirtschaftspolitik

Stimmung in deutscher Wirtschaft erneut verbessert
Stimmung in deutscher Wirtschaft erneut verbessert

Deutschsprachige Finanzminister fordern in der „Chiemgauer Erklärung“ eine stärkere Konzentration auf eine angebotsorientierte Wirtschaftspolitik zur Stärkung der Produktivität und zur Bewältigung globaler und demografischer Herausforderungen.

Angestrebte Ziele und Herausforderungen

Wie in einer gemeinsamen Erklärung nach ihrem jährlichen Treffen im Chiemgau hervorgeht, beabsichtigen die Finanzminister der deutschsprachigen Länder in Europa, die Produktivität zu steigern und die Digitalisierung voranzutreiben. Darüber hinaus beabsichtigen sie, den Herausforderungen des demografischen Wandels und der Dekarbonisierung sowie den Veränderungen der Globalisierung und der Sicherheitsordnung zu begegnen.

Rückkehr in die „finanzpolitische Normalität“

In der Erklärung unterstreichen die Finanzminister die Bedeutung einer Rückkehr in die „finanzpolitische Normalität“. Expansive fiskalische Impulse sollten vermieden werden, „auch um die Bemühungen der Geldpolitik zur Inflationsbekämpfung nicht zu konterkarieren“. Angesichts unterschiedlicher Ausgangsbedingungen in den einzelnen Ländern betonen die Minister die Notwendigkeit, Risikopuffer wiederaufzubauen oder zu erhalten. Dies sollte durch eine konjunkturgerechte Reduzierung der Schuldenstandsquoten erreicht werden, um die Handlungsfähigkeit auch in künftigen Krisenzeiten zu wahren.

Nachhaltige und wirksame Haushaltspolitik

Eine nachhaltige und wirksame Haushaltspolitik wird als wesentlich für den Wohlstand und das Wohlergehen zukünftiger Generationen betrachtet. Diese Erkenntnisse stammen aus der sogenannten „Chiemgauer Erklärung“, die von den Finanzministern Deutschlands, Österreichs, Luxemburgs, der Schweiz und Liechtensteins verfasst wurde. Diese treffen sich seit 2010 einmal jährlich im bayerischen Chiemgau, so die dts Nachrichtenagentur.

AFP

Dax beginnt positiv – Anleger richten ihren Fokus auf internationale Märkte

Dax baut Gewinne aus – Planungen für kurze Handelswoche
Dax baut Gewinne aus – Planungen für kurze Handelswoche

Der DAX startete am Montag mit einem Gewinn von 0,4 Prozent und lag etwa bei 15.630 Punkten, wobei die Entwicklung stark von den größten Weltwirtschaften und dem anstehenden Notenbanker-Treffen beeinflusst wird.

Anstieg des DAX

Laut der dts Nachrichtenagentur eröffnete der DAX am Montag positiv. Der Index, berechnet um 09:30 Uhr, lag bei rund 15.630 Punkten, was einem Zuwachs von 0,4 Prozent gegenüber dem Handelsschluss am Freitag entspricht. Die Aktien von Zalando, Rheinmetall und Daimler Truck führten die Kursliste an, während Aktien von Vonovia, Siemens Energy und der Deutschen Börse entgegen dem Trend Verluste verzeichneten.

„Hierzulande hoffen die Börsianer auf eine Erholung von den Verlusten aus der Vorwoche“, sagte Thomas Altmann von QC Partners. „Das Verlaufstief aus dem Juli bei 15.456 Punkten hat ganz knapp gehalten und wurde nicht unterschritten.“

Globale Einflüsse auf den DAX

Altmann weist darauf hin, dass die Entwicklung des DAX in dieser Woche wahrscheinlich weniger von lokalen Faktoren abhängen wird und betont dabei die Rolle der größten Volkswirtschaften. „Entscheidend werden einmal mehr die größten Volkswirtschaften der Welt sein“, so Altmann. „Das Notenbanker-Treffen in Jackson Hole und die weitere Entwicklung in China werden wohl im Alleingang über die Börsenrichtung in dieser Woche entscheiden.“

Entwicklung der Gemeinschaftswährung und Ölpreisen

Die europäische Gemeinschaftswährung tendierte am Montagmorgen etwas stärker. Ein Euro kostete 1,0884 US-Dollar (+0,10 Prozent), ein Dollar war dementsprechend für 0,9187 Euro zu haben. Der Ölpreis verzeichnete einen Anstieg: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 9 Uhr deutscher Zeit 85,55 US-Dollar, was einen Zuwachs von 75 Cent oder 0,9 Prozent gegenüber dem vorherigen Handelstag darstellt.

AFP

Mehrheit der Bevölkerung ist bereit autonome Verkehrsmittel zu nutzen

Hubi
er autonom fahrende Minibus „Hubi“ ist das Wahrzeichen des nun auch mit dem Deutschen Mobilitätspreis ausgezeichneten Projektes Hub Chain / Foto: Stadtwerke Osnabrück / Giang To

Die Mehrheit der Deutschen ist offen für autonome Mobilität, jedoch zweifeln viele an einer schnellen Verbreitung in ihrer Region, wie eine Umfrage des IT-Branchenverbandes Bitkom zeigt.

Mobilität der Zukunft

74 Prozent der Befragten äußerten, dass sie eine selbstfahrende U- oder S-Bahn sowie ein autonomes Taxi nutzen würden. Auch der Einstieg in einen fahrerlosen Bus käme für 73 Prozent in Betracht. Dass mehr als die Hälfte (57 Prozent) offen ist, einen autonomen Pkw zu nutzen, zeigt eine grundsätzlich positive Einstellung gegenüber autonomen Verkehrsmitteln. Zudem würden 45 Prozent auf ein autonomes Schiff gehen und sogar 30 Prozent könnten sich vorstellen, ein selbstfliegendes Flugzeug zu benutzen.

Zweifel an schneller Verbreitung

Obwohl seit dem 1. Juli 2022 ein rechtlicher Rahmen für autonome Mini-Busse oder Taxis besteht, glauben 40 Prozent der Befragten nicht daran, dass autonome Mobilitätsdienste in ihrer Region innerhalb der nächsten zehn Jahre Teil des öffentlichen Nahverkehrs werden. Etwa ein Drittel (35 Prozent) rechnet mit einer Verbreitung in spätestens zehn Jahren, 15 Prozent glauben, es könnte in fünf Jahren so weit sein. Lediglich fünf Prozent der Befragten erwarten, dass sie bereits in zwei Jahren autonome Mobilitätsdienste nutzen können.

Methodik der Umfrage

Für die Erhebung befragte Bitkom Research telefonisch 1.003 Personen in Deutschland ab 16 Jahren.

Der Bericht unterstreicht die Notwendigkeit, den öffentlichen Dialog über die Einführung und Verbreitung autonomer Mobilitätsdienste fortzusetzen, damit die Bevölkerung über die technologischen Fortschritte und potenziellen Vorteile umfassend informiert ist.

AFP

Strack-Zimmermann deutet F-16-Deal als politisches Signal an Scholz

Die FDP-Verteidigungspolitikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann drängt mit Blick auf die Unterstützung der Ukraine durch andere europäische Staaten Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) zur Zustimmung zur Lieferung von Taurus-Marschflugkörpern nach Kiew.

Alarmierendes Signal an Bundeskanzler Scholz

Die zuvor von den Niederlanden und Dänemark zugesagte Lieferung von F-16-Kampfflugzeugen an die Ukraine wird von FDP-Verteidigungspolitikerin Strack-Zimmermann als deutliches Signal an Bundeskanzler Scholz gewertet. Sie fordert ihn auf, grünes Licht für die Auslieferung von Taurus-Marschflugkörpern an die Ukraine zu geben, äußerte sie im Deutschlandfunk.

Die Relevanz von Taurus-Marschflugkörpern

Laut Strack-Zimmermann hat Deutschland genug Taurus-Marschflugkörper, um einen Teil davon abzugeben: „Wir haben genug Taurus-Marschflugkörper, wir können einen Teil davon abgeben.“ Diese seien einsatzbereit und könnten die Front schützen sowie russische Nachschubwege unterbrechen.

Appell an die Bundesregierung

Die FDP-Politikerin betonte, dass Deutschland aufhören sollte, monatelange Diskussionen über diese Lieferungen zu führen. „Deswegen sollten wir in Deutschland aufhören, hier monatelang uns solche Diskussionen zu leisten.“ Sie bezeichnete die Ukraine als einen „verlässlichen Partner“ und brachte ihr Bedürfnis nach dringender Unterstützung zum Ausdruck.

Bestätigung vom Außenminister

Ihre Aussagen werden durch jüngste Bestätigungen von Außenminister sowie ihrer Partei gestützt: „Der Außenminister hat das jetzt noch mal bestätigt, wie umsichtig man damit umgeht“, erklärte Strack-Zimmermann. Damit unterstreicht sie den verantwortungsvollen Umgang der Ukraine mit erhaltener militärischer Unterstützung.

AFP

Aufsichtsratschef von Eintracht bedauert gescheiterten Deal mit Investoren

Philip Holzer, der Aufsichtsratschef von Eintracht Frankfurt, bedauert den gescheiterten Investorendeal der DFL und betont die Bedeutung von Eigenkapital für die Fußballvereine der 1. und 2. Bundesliga.

Holzer kritisiert mangelnden Fokus auf Chancen

In einem Interview mit dem „Kicker“ äußerte Holzer Bedauern über das Scheitern des Investorendeals der DFL. „Mir wurde zu viel über Risiken geredet statt über Chancen“, erklärte er. Laut ihm sei dies ein typisch deutsches Problem.

Notwendigkeit von Eigenkapital

Weiter hob der Aufsichtsratschef die Relevanz von Eigenkapital für den Fußball hervor: „Die Kritiker haben nicht bedacht: Dieser Deal hätte nicht nur dringend benötigtes Eigenkapital in die Liga gebracht – sondern auch die Zentralvermarktung für die kommenden 20 Jahre festgeschrieben.“ Dies wäre ein starkes „Statement“ für die 1. und 2. Liga gewesen. In der Bundesliga gäbe es, abgesehen von wenigen Ausnahmen, ein breit anerkanntes Problem mit fehlendem Eigenkapital.

Wachstum und Unabhängigkeit durch Eigenkapital

Holzer unterstrich die Notwendigkeit von Wachstum in einem globalen Markt und betonte die Rolle von Eigenkapital hierbei. „In diesem Kontext braucht es wiederum Eigenkapital für Investitionen, um Erlösquellen zu schaffen, die unabhängig sind vom sportlichen Erfolg.“ Zudem warnte er vor der wachsenden Gefahr, dass sich deutsche Klubs durch Fremdkapital verschulden könnten.

Aufruf zu neuem Deal-Versuch

Abschließend äußerte der Aufsichtsratschef den Wunsch, dass die neue DFL-Geschäftsführung einen erneuten Versuch für einen Deal in Angriff nimmt. Er sei überzeugt davon, dass es im Interesse der Bundesliga sei, einen solchen Deal erfolgreich abzuschließen.

AFP

Ampelkoalition zeigt nur geringe Fortschritte bei der Umsetzung der Digitalstrategie

Italien sperrt ChatGPT
Italien sperrt ChatGPT

Die mit großem Ehrgeiz vorgestellte Digitalstrategie der Ampelkoalition kommt nur langsam voran, mit nur einem geringen Anteil der geplanten Maßnahmen umgesetzt.

Digitale Fortschritte unzureichend

Bernhard Rohleder, Hauptgeschäftsführer des Branchenverbandes Bitkom, äußerte gegenüber dem „Handelsblatt“ Kritik an der Umsetzung der Digitalstrategie der Ampelkoalition. Rohleder stützt seine Aussage auf eine Auswertung des Verbandes, deren Ergebnisse Ende August veröffentlicht werden. „Nur ein kleiner Bruchteil der rund 300 Vorhaben ist abgearbeitet, darunter einfache Dinge wie neue Webseiten für Regierungsangebote“, sagte er.

Die Ziele dieser Strategie umfassen unter anderem ein flächendeckendes Mobilfunknetz, die Digitalisierung von Schulen und Behörden und die Einführung der elektronischen Patientenakte. „Es ist sichtbar und messbar, dass die selbsternannte Fortschrittskoalition hinter ihren eigenen Ansprüchen zurückbleibt“, so Rohleder. Ein Grund für den langsamen Fortschritt sei, „dass einige Ministerien bei der Digitalisierung einfach nicht vom Fleck kommen“.

Warnungen vor mangelnder Handlungsfähigkeit des Staates

Auch der FDP-Digitalpolitiker Maximilian Funke-Kaiser und der Vorsitzende des Normenkontrollrats, Lutz Goebel, haben Bedenken geäußert. Funke-Kaiser sieht zwar Fortschritte, warnt jedoch: „Die mangelnde Digitalisierung der Verwaltung wird zunehmend zum Problem für staatliches Handeln.“

Goebel warnt vor einer weiteren Verschleppung der Digitalmaßnahmen und sieht den Staat in Gefahr, „kontinuierlich abgehängt“ zu werden. „Wir sind an einem Punkt, an dem unsere Verwaltung schon bald nicht mehr richtig handlungsfähig ist“, warnte er. Dies könnte dazu führen, dass Ämter Sozialleistungen nicht mehr oder nur noch verspätet auszahlen und Gesetze nicht mehr umsetzen könnten. „Der Staat wird dann gezwungen, seine Leistungen herunterzufahren“, so Goebel.

AFP

Bundesregierung hat keine umfassende Reform der Flugbereitschaft im Plan

Die Bundesregierung plant derzeit keine größeren Änderungen oder Ausweitungen ihrer Flugbereitschaft, trotz der jüngst aufgetretenen Schwierigkeiten im Zusammenhang mit der Flotte, so Regierungssprecher Steffen Hebestreit am Montag.

Keine Pläne für zusätzliche Flugzeuge

Hebestreit bestätigte, dass es derzeit keine Pläne gibt, weitere Flugzeuge anzuschaffen. Er erwähnte aber, dass es immer wieder Überlegungen in diese Richtung gibt. Er erinnerte daran, dass in der letzten Legislaturperiode der Kauf von drei neuen Langstreckenflugzeugen bereits ein „echtes Plus“ für die Flugbereitschaft war, insbesondere in Bezug auf ihre Zuverlässigkeit. Die Maschinen befinden sich jedoch noch teilweise in der Einrüstung, um die speziellen Anforderungen der Bundesregierung zu erfüllen, was zu „dem einen oder anderen Engpass“ führen kann.

Interne Optimierungen der Flugbereitschaft

Der Regierungssprecher unterstrich die Bedeutung der Flugbereitschaft als eine „sehr zuverlässige und wichtige“ Einheit der Bundesregierung. Er betonte, dass es ständige interne Gespräche über mögliche Optimierungen gibt: „Das ist aber etwas, was intern geschieht und da versuchen wir auch immer wieder, Dinge voranzubringen“. Allerdings gibt es hierzu laut Hebestreit aktuell keinen neuen Stand.

Zurückhaltung bei Nutzung von Linienflügen

Hebestreit äußerte sich zurückhaltend hinsichtlich der Möglichkeit, mehr Linienflüge für Regierungszwecke zu nutzen. Er wies darauf hin, dass nicht nur die Kanzlerin fliegt, sondern auch ein ganzer Stab von Mitarbeitern. Wenn man einen Linienflug bucht, geht es daher schnell um 20 oder 25 Plätze, die in kurzer Zeit gebucht werden müssen. „Insofern sind das auch Kosten, die man immer berücksichtigen muss“, so der Regierungssprecher.

AFP

Dax verliert mehrheitlich Gewinne, Continental führt die Liste an

Dax lässt nach – Ölpreis steigt deutlich
Dax lässt nach – Ölpreis steigt deutlich

Der DAX hat trotz eines positiven Starts am Montagabend einen Großteil seiner Gewinne verloren, während Pläne zur Umstrukturierung bei Continental auf positive Reaktionen der Anleger stießen.

Anfängliche Erfolge des DAX schwinden

Zum Beginn der Woche legte der DAX zunächst weiter zu, musste jedoch zum Abend hin einen großen Teil seiner Gewinne zurückgeben. Laut dts Nachrichtenagentur betrug der Xetra-Handelsschluss des Index 15.603 Punkte. Dies entspricht einem Anstieg von 0,2 Prozent im Vergleich zum vorherigen Freitag.

Continental plant Umstrukturierungen

Die größten Gewinne konnte der Automobilzulieferer Continental verzeichnen, der laut Medienberichten eine Umstrukturierung des Konzerns und eine mögliche Abspaltung einzelner Geschäftsfelder plant. Dies führte zu positiven Reaktionen der Anleger und einem Plus von etwa sechs Prozent für die Papiere von Continental zum Handelsschluss.

Verluste bei Vonovia, Siemens Energy und Sartorius

Im Gegensatz dazu verzeichneten Vonovia, Siemens Energy und Sartorius die größten Verluste.

Auswirkungen auf den deutschen Aktienindex

„Noch passt die Entwicklung im Deutschen Aktienindex zum saisonal typischen Jahresverlauf“, kommentierte Analyst Konstantin Oldenburger von CMC Markets. Oldenburger erklärte weiter, dass ein Minus von etwa sechs Prozent im bisherigen August „weder überraschend noch besorgniserregend“ sei. Anleger hoffen nun, dass sich die momentane Schwäche nicht weiter fortsetzt und in eine stärkere Korrektur übergeht.

Entwicklungen in der Währungs- und Ölpreisentwicklung

Zum Montagnachmittag stieg die europäische Gemeinschaftswährung etwas an: Ein Euro kostete 1,0888 US-Dollar (0,13 Prozent), ein Dollar war somit für 0,9185 Euro zu haben. In der Zwischenzeit stieg der Ölpreis: ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete 85,04 US-Dollar, das entspricht einem Anstieg von 24 Cent oder 0,3 Prozent im Vergleich zum vorherigen Handelstag.

AFP

Bundesbank warnt weiterhin vor überbewerteten Immobilienpreisen

Die Bundesbank erwartet in ihrem Monatsbericht für August eine korrigierende Abwärtsbewegung der Immobilienpreise in Deutschland, die ihrer Meinung nach weiterhin überbewertet sind.

Weitere Korrekturen in Sicht

Dem Bericht zufolge waren Wohnimmobilien in Deutschland im Jahresmittel 2022 zwischen 20 und 30 Prozent überbewertet, ein Zustand, der seit dem Vorjahr anhält. Dies galt für über 90 Prozent der 400 deutschen Landkreise und unabhängigen Städte, wo die Preise „losgelöst“ von Fundamentaldaten gewachsen sind. „Aus dem Befund weiterhin bestehender Überbewertungen ergibt sich ein Potenzial für weitere – möglicherweise spürbare – Preiskorrekturen“, heißt es in dem Bericht.

Erwartungen nach unten korrigiert

Eine Umfrage unter Haushalten zeigte, dass immer weniger Menschen mit steigenden Immobilienpreisen rechnen. „Viele der befragten Haushalte passten ihre Erwartungen künftiger Bewertungen innerhalb des vergangenen Jahres also nach unten an.“ Dennoch erwarten die Experten der Bundesbank keinen plötzlichen Crash, trotz bereits spürbaren Rückgängen.

Überschaubare Ermäßigungen

Die Umfragedaten für 2023 deuten auf eine „breit angelegte, überschaubare Ermäßigung der spekulativen Komponenten“ hin, nicht auf drastische Korrekturen, so die Bundesbank. Allerdings räumt sie ein, dass ihre Erkenntnisse aufgrund der zunehmend schwierigen statistischen Erfassung und Einschätzung der Preisentwicklung bei Wohnimmobilien „besonderer Unsicherheit“ unterliegen.

Energieeffizienz und Preisentwicklung

Seit der Energiekrise 2022 dürfte der Energieeffizienzgrad bei der Preisfindung am Immobilienmarkt an Bedeutung gewonnen haben. Der Immobilienpreisindex EPX von Europace, der auf realen Transaktionen beruht, zeigt seit seinem Hoch im Sommer 2022 einen Rückgang der Kaufpreise um etwa sieben Prozent, bei Eigentumswohnungen sogar um rund zehn Prozent.

AFP