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1. Bundesliga: Bayern München besiegt Augsburg, Kane erzielt erneut Treffer

Bayern treffen im CL-Viertelfinale auf Manchester City
Bayern treffen im CL-Viertelfinale auf Manchester City

Zum Abschluss des 2. Bundesliga-Spieltags erringt der FC Bayern einen 3:1 Sieg gegen den FC Augsburg, verpasst aber knapp die Tabellenspitze.

FC Bayern gewinnt, aber verpasst die Tabellenführung

Die Bayern behaupteten sich am Ende des Spieltags mit einem 3:1 Sieg gegen den FC Augsburg. Sie verpassten jedoch knapp die Übernahme der Tabellenspitze. Ein entscheidender Faktor dieses Sieges war Neuzugang Harry Kane. Er zeigte erneut seine Wertigkeit, indem er einen Doppelpack schnürte: einen Elfmeter in der 40. Minute und einen regulären Treffer in der 69. Minute. Des Weiteren hatte Augsburgs Felix Uduokhai in der 32. Minute, ein Eigentor begangen.

Abschlussergebnisse und Tabellensituation

In den weiteren Spielverläufen erzielte Dion Beljo einen Treffer für Augsburg in der 86. Minute, der die Bayern auf den zweiten Platz drückte. Laut Tabelle sind die Bayern punktgleich mit Union Berlin. Letzteres liegt jedoch dank einem besseren Torverhältnis vorne. Bayer Leverkusen, Wolfsburg und der SC Freiburg rangieren auf den Plätzen drei bis fünf.

AFP

1. Bundesliga: Frankfurt sichert spätes Unentschieden gegen Mainz im Kampfspiel

Im ersten Sonntagsspiel des zweiten Spieltags der neuen Bundesliga-Saison hat der 1. FSV Mainz 05 gegen Eintracht Frankfurt trotz langer Überzahl nur ein Unentschieden von 1:1 erreicht.

Mainz startet stark, belohnt sich jedoch nicht

Mainz begann das Spiel mit viel Elan, konnte dies in den ersten Minuten jedoch nicht zum Torerfolg nutzen. Ein Abstimmungsproblem in der 25. Minute in der Defensive der Frankfurter ermöglichte den Führungstreffer der Hausherren. Konkret traf Jae-sung Lee per Kopf nach einem Stolperer von Eintracht-Keeper Kevin Trapp.

Frankfurt schwächelt, erholt sich jedoch in Unterzahl

Nach dem Rückstand blieb Frankfurt zunächst schwach. Erst in der zweiten Hälfte tauten die Gäste langsam auf. In der 61. Minute erhielt Ansgar Knauff eine Gelb-Rote Karte, was scheinbar die Chancen auf ein Comeback dämpfte. Überraschenderweise kämpften sich die Frankfurter in Unterzahl zurück in die Partie, wobei Omar Marmoush kurz vor Schluss zum 1:1 ausglich.

Kommende Begegnungen

Für die Teams geht es schnell weiter: Frankfurt tritt bereits am Donnerstag in der Conference-League-Qualifikation gegen Levski Sofia an, während Mainz am Samstag gegen Bremen antreten wird.

AFP

Formel 1: Verstappen triumphiert bei Heimspiel in Zandvoort

Red-Bull-Pilot Max Verstappen setzt seinen Siegeszug in der Formel 1 fort und gewinnt auch das Rennen in Zandvoort, Niederlande.

Verstappen triumphiert bei Heimrennen

Der aktuelle WM-Führende Max Verstappen triumphierte am Sonntag bei seinem Heimrennen in Zandvoort, Niederlande. Er setzte sich gegen Fernando Alonso von Aston Martin und Pierre Gasly von Alpine durch und erklomm das Podium. Dieser Sieg stellt seinen neunten in Folge dar und ermöglichte ihm, einen Rekord von Sebastian Vettel einzustellen. Für sein Team, Red Bull, ist dies der 14. Sieg in Folge.

Regen als mögliche Herausforderung

Am Renntag hätte Verstappen eigentlich nur der Regen gefährlich werden können. Zahlreiche Fahrer, einschließlich des Titelverteidigers, entschieden sich aufgrund der nassen Fahrbahn bereits früh für Intermediates. Nach seinem Stopp konnte sich Verstappen jedoch schnell wieder nach vorne arbeiten.

Rennverlauf und Nebencharaktere

Ein Unfall von Logan Sargeant von Williams löste schließlich in der 16. Runde eine Safety-Car-Phase aus, die einige Fahrer zu einem Boxenstopp nutzten. Später spielte der Regen keine große Rolle mehr, bis kurz vor Schluss heftige Niederschläge einsetzten. Trotz der roten Flagge, die das Rennen wenige Runden vor Schluss unterbrach, änderte sich an Verstappens Sieg nichts mehr.

Nach dem Restart änderten sich die Ränge kaum noch. Hinter dem Podium landeten Sergio Pérez (Red Bull), Carlos Sainz (Ferrari), Lewis Hamilton (Mercedes), Lando Norris (McLaren) und Alex Albon (Williams). Oscar Piastri von McLaren holte auf dem neunten Platz zwei WM-Punkte, während Esteban Ocon von Alpine auf dem zehnten Rang einen Punkt sammelte.

Deutsche Beteiligung und Ausblick

Der einzige deutsche Teilnehmer, Nico Hülkenberg von Haas, landete in den Niederlanden auf dem zwölften Rang. Das nächste Rennen der Formel 1-Serie findet in einer Woche in Monza, Italien, statt.

AFP

Hrubesch zeigt sich zuversichtlich bezüglich des HSV-Aufstiegs

2. Bundesliga: Hamburg patzt im Nordderby
2. Bundesliga: Hamburg patzt im Nordderby

Hamburgs Fußballverein HSV steht nach Aussagen der Legende Horst Hrubesch gut da, um in dieser Saison den Aufstieg in die Bundesliga zu schaffen. Der HSV ist derzeit Tabellenführer in der 2. Bundesliga, und Hrubesch ist seit der Saison 2020/21 Nachwuchsdirektor im Nachwuchsleistungszentrum des Vereins.

Hrubesch’s Optimismus für den Aufstieg

Laut HSV-Legende Horst Hrubesch stehen die Chancen gut, dass der Hamburger SV (HSV) in dieser Saison den Aufstieg in die Bundesliga schaffen wird. „Wir sind zweimal in der Relegation gescheitert, aber das Entscheidende ist, wie wir zurückgekommen sind“, sagte er dem Sportportal „Ran“. Hrubesch bekleidet bei dem Verein seit der Saison 2020/21 den Posten des Nachwuchsdirektors im Nachwuchsleistungszentrum.

Entwicklung der Mannschaft

Hrubesch spricht auch von einer positiven Entwicklung der Mannschaft und des gesamten Umfelds. „Wir wollen von Anfang an zeigen, dass wir aufsteigen wollen – und in dieser Saison glaube ich daran“, so Hrubesch. Der Optimismus scheint berechtigt, denn der HSV ist derzeit Tabellenführer in der 2. Bundesliga.

Spiel gegen Hertha BSC als Indikator

In einem weiteren bedeutsamen Spiel gegen Hertha BSC hat die Mannschaft gezeigt, dass sie in der Lage ist, Spieler mit Geschwindigkeit von der Bank zu bringen. „Die Art und Weise, wie der HSV gespielt hat, war top“, lobte Hrubesch die Leistung seines Teams.

Im Großen und Ganzen sieht es nach Aussage der HSV-Legende Horst Hrubesch so aus, als ob der HSV in dieser Saison gute Chancen auf den Aufstieg in die Bundesliga hätte. Die Mannschaft und das gesamte Umfeld scheinen bereit zu sein, diese Herausforderung anzunehmen.

AFP

Hessens Ministerpräsident verlangt vom Bundesregierung eine ‚Wirtschaftsagenda‘

Angesichts der aktuellen wirtschaftlichen Herausforderungen in Deutschland fordert der hessische Ministerpräsident Boris Rhein eine verstärkte Fokussierung auf die Wirtschaftspolitik von der Bundesregierung.

Ruf nach einer neuen Wirtschaftsagenda

Im Gespräch mit dem „Handelsblatt“ betonte Rhein, dass die Wirtschaftspolitik zu einem Schwerpunkt in der restlichen Amtszeit der Ampel-Regierung werden müsse. „Sie muss eine Wirtschaftsagenda für Wachstum und Wohlstand auflegen, die auf die Innovationskraft der Unternehmen und ihrer Beschäftigten setzt,“ forderte er. Rhein beklagte, dass Deutschland im internationalen Wettbewerb an Boden verliere. „Die Steuern, Abgaben und Energiepreise sind viel zu hoch, und der Bürokratiedschungel wird immer dichter. So kann es nicht weitergehen,“ warnte er.

Notwendige Maßnahmen für die Wirtschaft

Der CDU-Politiker unterstrich, dass nun „Führung mit Weitsicht“ gebraucht werde, eine direkte Anspielung auf Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD). Es seien vor allem Strukturmaßnahmen erforderlich, um das Wirtschaftswachstum und die Wettbewerbsfähigkeit wieder anzukurbeln. „Es braucht eine Renaissance der Wachstumspolitik,“ so Rhein. „Denn wir haben in erster Linie kein Konjunkturproblem, sondern grundsätzlich ein Wachstumsproblem in Deutschland.“

Vorschläge für eine stärkere Wirtschaft

Rhein schlug ein vier Punkte umfassendes Maßnahmenpaket vor, einschließlich einer Ausweitung der „Bürokratiebremse“ auf EU-Vorgaben und einer stärkeren Förderung von Investitionen und Innovationen. Hierbei plädierte er für eine großzügigere Gestaltung der Verlustrechnung gegenüber künftigen Gewinnen.

Erweiterung des Energieangebots

Zusätzlich rief Rhein dazu auf, das Energieangebot zu erweitern, indem technologieneutral die Forschung und Anwendung klimafreundlicher Energiequellen wie der Kernfusion gefördert werde. Als vierten Punkt schlug er „effiziente Rahmenbedingungen für gesteuerte Zuwanderung qualifizierter Fachkräfte“ vor, durch die Einrichtung einer neuen Bundesagentur für Einwanderung.

AFP

2. Bundesliga: Nürnberg gewinnt gegen Wehen trotz drei Platzverweisen

Ballack fordert Abschaffung des Videobeweises
Ballack fordert Abschaffung des Videobeweises

Am vierten Spieltag der 2. Bundesliga hat der 1. FC Nürnberg ein spannendes Match gegen Aufsteiger SV Wehen Wiesbaden mit 2:1 für sich entschieden, trotz eines frühen Rückschlags im Spiel.

Erste Halbzeit: Unruhiges Spiel

Die Begegnung in Nürnberg begann turbulent. In der zehnten Minute sah Nürnbergs Ahmet Gürleyen für eine Notbremse die rote Karte und musste das Feld verlassen. Trotz der Überzahl schaffte es Wehen Wiesbaden nicht, aus der Situation Kapital zu schlagen. Nach nur einer halben Stunde erhielt nämlich auch Wiesbadens Hyun-ju Lee die gelb-rote Karte. Vier weitere gelbe Karten wurden in der ersten Halbzeit des Spiels vergeben, jedoch blieben Tore aus.

Zweite Halbzeit: Kehrtwende für Nürnberg

Nach dem Seitenwechsel kam Bewegung in die Partie. In der 55. Minute brachte Ivan Prtajin die Wiesbadener nach einer Ecke in Führung. Doch Nürnberg ließ sich nicht unterkriegen. Jan Gyamerah sorgte in der 68. Minute für den Ausgleich – aus dem Nichts, zu einem Zeitpunkt, als Wehen das Spiel eigentlich unter Kontrolle hatte. Die Entscheidung fiel in der 75. Minute: Tim Handwerker verwandelte einen Handelfmeter sicher für Nürnberg.

Spielende und Ausblick

Das Spiel endete mit noch mehr Drama: Martin Angha vom SV Wehen Wiesbaden sah in der 85. Minute die Gelb-Rote Karte, so dass die Gäste das Spiel zu neunt beendeten. Für Nürnberg geht es am kommenden Samstag in Karlsruhe weiter, während Wiesbaden auf Schalke trifft. Die Ergebnisse der Parallelbegegnungen vom Sonntagnachmittag: Karlsruher SC – Eintracht Braunschweig 2:0, FC St. Pauli – 1. FC Magdeburg 0:0.

AFP

Merz lehnt Kooperation mit AfD und Linken kategorisch ab

CDU-Chef Friedrich Merz will auch weiterhin ohne Kooperation mit der AfD oder den Linken regieren. Während Umfragen zeigen, dass eine Mehrheitsregierung ohne mindestens eine dieser Parteien unwahrscheinlich ist.

 

Keine Zusammenarbeit mit AfD und Linken

Friedrich Merz, Chef der CDU, hat eine mögliche Zusammenarbeit mit der AfD und der Linken im Hinblick auf die nächste Landtagswahl in Thüringen kategorisch ausgeschlossen. In einem Interview mit der ARD betonte er: „Wir kämpfen darum, dass es genau diese Alternative bei der Landtagswahl in Thüringen nicht geben muss.“ Als er zwischen „Bodo Ramelow oder Björn Höcke“ wählen sollte, lehnte er beide Optionen ab und antwortete stattdessen mit „Beide nicht, Mario Voigt“.

Bevorstehende Landtagswahl in Thüringen

Die Wahl zum achten Thüringer Landtag ist für den Herbst 2024 geplant. Aktuelle Umfragen zeigen, dass die AfD deutlich in Führung liegt, wobei AfD und Linke zusammen etwa 50 Prozent der Stimmen erreichen. Die Möglichkeit einer Mehrheitsregierung ohne mindestens eine dieser beiden Parteien scheint somit unrealistisch. Trotz der Herausforderungen, die sich aus dieser parteipolitischen Landschaft ergeben, bleiben Anfragen aus den Reihen der CDU, sich für Gespräche mit der Linken zu öffnen, unbeantwortet.

Demnach scheint es, als stünde die CDU vor einer schwierigen Entscheidung, wie sie sich im Hinblick auf die kommenden Wahlen positionieren soll. Der Ausschluss sowohl der AfD als auch der Linken als mögliche Koalitionspartner verspricht eine nicht zu unterschätzende politische Herausforderung.

AFP

Merz bleibt in der Kanzlerkandidatur-Frage weiterhin unentschlossen

CDU-Chef Friedrich Merz hält sich bedeckt hinsichtlich des nächsten Kanzlerkandidaten der Union und betont die gemeinsame Verantwortung in der Union mit CSU-Chef Markus Söder.

Entscheidung um Kanzlerkandidatur bleibt unklar

In einem aktuellen Interview mit der ARD hielt sich CDU-Chef Friedrich Merz bedeckt um die Frage, wer der nächste Kanzlerkandidat der Union sein wird. „Das entscheiden wir gemeinsam und nicht öffentlich“, sagte er. Obwohl Merz den jetzigen Zeitpunkt betonte – „Wir haben jetzt Sommer 2023. Wir reden über den Spätsommer 2024 und über die Bundestagswahl 2025.“ – vermied er es, einen genauen Termin zur Klärung dieser Frage festzulegen.

Gemeinsame Verantwortung in der Union

Merz betonte die gemeinsame Verantwortung, die er und CSU-Chef Markus Söder für die Union tragen. „Wir haben eine gemeinsame Bundestagsfraktion. Wir gehen gemeinsam in die nächsten Wahlen“, so Merz. Söder hatte Anfang August vorgeschlagen, die Entscheidung über den Kanzlerkandidaten erst nach den Wahlen in Ostdeutschland im kommenden Jahr zu treffen.

Unterschiedliche Meinungen zur Kandidatenwahl

Als Begründung für den späteren Zeitpunkt seiner Entscheidung nannte Söder, dass es wenig Sinn habe, einen Kanzlerkandidaten in drei Landtagswahlen zu schicken. Merz hingegen wies darauf hin, dass diese Meinung in den ostdeutschen Landesverbänden „zum Teil anders gesehen“ werde, womit er auf mögliche Differenzen innerhalb der Union hinwies.

AFP

Immobilienwirtschaft empört über SPD-Vorschlag eines Mietenstopps

Zahl der Energieberatungen steigt deutlich
Zahl der Energieberatungen steigt deutlich

Die Pläne der SPD zur stärkeren Begrenzung von Mieterhöhungen treffen auf harsche Kritik aus der Immobilienbranche, wobei gleichzeitig auch Unterstützung von den Grünen signalisiert wird.

Immobilienbranche im Widerstand

Kai Warnecke, Präsident des Immobilieneigentümerverbands Haus und Grund, äußerte im „Handelsblatt“ deutliche Bedenken zu den Überlegungen der SPD. „Mit einem Mietenstopp gewinnt man vielleicht Wahlkämpfe, aber würgt den Wohnungsbau endgültig ab“, sagte Warnecke. Die Leidtragenden seien alle Mieter.

Maßnahmenkatalog für mehr Mieterschutz

Auf der Klausurtagung der SPD-Bundestagsfraktion soll ein Maßnahmenkatalog für mehr Mieterschutz beschlossen werden. In diesem wird mehrere Vorschläge unterbreitet, wie zum Beispiel die Begrenzung der Mieterhöhungen auf maximal sechs Prozent innerhalb von drei Jahren in angespannten Wohngegenden, berichtet das „Handelsblatt“.

Politische Unterstützung und Forderungen

Das Vorhaben der Mietenregulierung wird von den Grünen unterstützt. „Auch im Koalitionsvertrag gibt es eine klare Vereinbarung, die Mieten stärker zu regulieren“, sagte die Grünen-Wohnungspolitikerin Christina-Johanne Schröder dem „Handelsblatt“.

Der FDP-Politiker Daniel Föst hingegen mahnte zur Konzentration auf die Bekämpfung der Baukrise. Er forderte von SPD-Bauministerin Klara Geywitz „einen echten Baubooster“, da neue Regulierungen den Mietern nicht helfen würden.

Jan-Marco Luczak, CDU-Wohnungspolitiker, wies auf die Erfahrungen in Berlin mit dem gescheiterten Mietendeckel hin, welcher das Angebot an Mietwohnungen dramatisch habe einbrechen lassen.

AFP

Lucke äußert Kritik an AfD-Vorschlag für „Bund europäischer Nationen“

Der einstimmige Beschluss der AfD, eine neue europäische Wirtschafts- und Interessengemeinschaft zu gründen, stößt auf Kritik bei Parteigründer Bernd Lucke und Wirtschaftswissenschaftler Hans-Werner Sinn.

Kritik an AfD-Beschluss

Wie Bernd Lucke, Mitbegründer der AfD, in der „Welt“ äußert, sieht er in dem Vorhaben seiner ehemaligen Partei ein „Schlagwort ohne Inhalt“. Insbesondere kritisiert er, dass dieser Beschluss im Widerspruch zur Behauptung der AfD stehe, sich für den Freihandel einzusetzen, und eine Zerstörung des Binnenmarktes durch „zollähnliche Einfuhrhemmnisse“ befürchte.

Potentielle Vorteile des Planes

Trotz seiner Kritik sieht Lucke vereinzelte positive Auswirkungen, sollte der AfD-Plan realisiert werden. Er nennt beispielsweise die Asyl- und Migrationspolitik sowie eine „marktwirtschaftlichere Klimapolitik“ und eine „geld- und fiskalpolitische Solidität“. Allerdings betont er, dass eine starke Bundesregierung dies auch innerhalb der EU umsetzen könne und lehnt daher einen Staatenbund oder einen EU-Austritt ab.

Weitere Stimmen zur AfD-Initiative

Auch der Münchener Wirtschaftswissenschaftler Hans-Werner Sinn äußert Bedenken gegenüber den Plänen der AfD. Er befürchtet bei einem Zusammenbrechen der Währungsunion eine „große Finanzkrise“ und fordert daher Korrekturen an der bestehenden EU, anstatt sie abzuschaffen.

AfD antwortet auf Fragenkatalog

Die AfD lässt Details zu ihrer angestrebten europäischen Gemeinschaft weitgehend offen. In Beantwortung eines Fragenkatalogs der „Welt“ erklärt die Partei lediglich, dass sie in Zusammenarbeit mit ihren europäischen Schwesterparteien tiefgreifende Reformen in der europäischen Zusammenarbeit anstrebt, wobei verschiedenste Wege und Szenarien denkbar seien. Entscheidend sei das Ziel, ein loser Staatenbund zu formen, bei dem die Souveränität, die Demokratie und die kulturelle Identität der einzelnen Staaten erhalten bleiben.

AFP