Spielschein für Eurojackpot / via dts Nachrichtenagentur
Bei der Freitags-Ziehung des Eurojackpots sind am Abend die aktuellen Gewinnzahlen ermittelt worden. Die Lotterie lockt erneut mit einem garantierten Mindestjackpot von 10 Millionen Euro, der bei Nichtausschüttung bis auf 120 Millionen Euro anwachsen kann.
Gezogene Zahlen und Gewinnwahrscheinlichkeit
In der Freitags-Ausspielung des Eurojackpots wurden am Abend die Gewinnzahlen gezogen. Sie lauten 1, 17, 19, 25, 41, die beiden „Eurozahlen“ sind die 6 und die 12. Diese Angaben sind ohne Gewähr.
Die Gewinnwahrscheinlichkeit in der Gewinnklasse 1, also beim eigentlichen „Eurojackpot“, liegt bei 1:140 Millionen. Glücksspiel kann süchtig machen.
Jackpot-Höhe und Regelung zur Gewinnklasse 2
Beim Eurojackpot wird für jede Ziehung ein Jackpot in Höhe von mindestens 10 Millionen Euro garantiert. Wird dieser nicht gewonnen, wächst der Jackpot bis zu einer Begrenzung von 120 Millionen Euro an. Wenn der Jackpot dann noch immer nicht geknackt ist, wird der Mehrbetrag in die Gewinnklasse 2 überwiesen, dort reichen „5 Richtige“ und eine richtig getippte „Eurozahl“.
Ursula von der Leyen (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (CDU) erwartet erhebliche Vorteile für Deutschland aus dem geplanten Mercosur-Abkommen mit Südamerika. Exportstarke Länder in Europa sollen nach ihrer Einschätzung besonders profitieren, wenn die Ausfuhren in die Mercosur-Region deutlich steigen. Von der Leyen rechnet zudem mit positiven Effekten auf Arbeitsplätze und sieht Chancen für mehrere kriselnde Industriezweige.
Von der Leyen erwartet Vorteile für Deutschland
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (CDU) geht davon aus, dass insbesondere Deutschland vom Freihandelsabkommen mit den Mercosur-Staaten profitieren wird. „Exportstarke Nationen wie Deutschland werden besonders profitieren, wenn Europas Ausfuhren in die Mercosur-Region bis 2040 um geschätzte 50 Milliarden Euro ansteigen“, sagte von der Leyen der „Bild“ (Samstagausgabe).
Nach ihren Worten soll die größte Freihandelszone der Welt mit mehr als 700 Millionen Konsumenten „noch vor dem Herbst“ Realität werden. Das bedeute „kräftigen Rückenwind für Europas Wirtschaft“, so von der Leyen gegenüber der „Bild“. Das Abkommen nannte sie in dem Interview „historisch“.
Chancen für Maschinenbau, Autoindustrie und Chemiesektor
Besondere Chancen sieht von der Leyen aktuell für besonders belastete Branchen. „Für Branchen, die in den vergangenen Jahren besonders zu kämpfen hatten, wie der Maschinenbau, die Autoindustrie oder unseren Chemiesektor öffnet sich kurzfristig das Tor zu einem riesigen neuen Absatzmarkt“, sagte die EU-Kommissionspräsidentin der „Bild“. „Sie werden die ersten sein, die von der Offenheit unserer südamerikanischen Partner profitieren.“
Nach ihrer Einschätzung werde sich das Abkommen auch positiv auf den Arbeitsmarkt auswirken. „Zehntausende kleine und mittlere Unternehmen in Europa können bald schlanke Exportverfahren nutzen und sofort 4 Milliarden Euro Einfuhrzölle sparen. Das ist ein handfester Vorteil gegenüber der globalen Konkurrenz und sichert gute Arbeitsplätze auf unserem Kontinent“, sagte von der Leyen der „Bild“.
Freihandel auch mit Indien und Australien im Blick
Von der Leyen sprach sich zugleich dafür aus, den Freihandel über Südamerika hinaus weiter auszubauen. „Die Kommission wird in den kommenden Wochen alles daran setzen, auch die laufenden Verhandlungen mit Indien und Australien über die Ziellinie zu bringen. Jedes europäische Handelsabkommen sichert unseren Unternehmen zusätzliche Absatzchancen und Zugang zu wichtigen Rohstoffen“, sagte sie der „Bild“. „Jeder Abschluss macht Europa auch politisch ein Stück stärker und unabhängiger.“
Der Zentralrat der Juden in Deutschland fordert von der Bundesregierung ein deutlicheres Eintreten für die Demonstrierenden im Iran und eine klare Haltung gegen das islamistische Regime. Zentralratspräsident Schuster dringt auf ein Ende der diplomatischen Zurückhaltung und verlangt entschlossenes Handeln und Zivilcourage in dieser als historisch beschriebenen Situation.
„Diplomatische Zurückhaltung ablegen“
Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, fordert von der Bundesregierung ein klares Signal der Unterstützung für die Demonstranten im Iran. „Deutschland muss in dieser historischen Stunde unbedingt seine diplomatische Zurückhaltung ablegen“, sagte Zentralratspräsident Schuster der „Bild“ am Freitag.
Er betonte, abwarten sei keine Option. „Jedes Abwarten ist fehl am Platz. Das Gebot der Stunde sind entschlossenes Handeln und Zivilcourage. Deutschland muss sich unmissverständlich an die Seite der Bevölkerung im Iran und der Exil-Iraner in unserem Land stellen, die seit Jahren unter Lebensgefahr für ihre Freiheit kämpfen“, sagte Schuster der „Bild“.
Forderung nach Sturz des Regimes
Als zentrales politisches Signal aus Deutschland beschreibt Schuster die Notwendigkeit eines klaren Bruchs mit dem derzeitigen Kurs. Das Signal aus deutscher Politik und Zivilgesellschaft müsse lauten, dass die Zeit jetzt gekommen sei. „Das Mullah-Regime muss jetzt fallen“, sagte Schuster der „Bild“.
Er begründete seine Forderung mit dem Umgang der iranischen Führung mit der eigenen Bevölkerung. Die iranischen Machthaber unterdrückten „seit Jahren im Inneren ihre Bevölkerung, vor allem Frauen“. Zudem gehörten sie „zu den global gefährlichsten Financiers des Terrorismus“. Die Demonstranten forderten „todesmutig den Sturz der Mullahs und das Ende des Terrorstaats“, so der Zentralratspräsident gegenüber der „Bild“.
Zurückhaltende Reaktion der Bundesregierung
Im Vergleich zur US-Regierung hält sich die Bundesregierung mit Solidaritätsbekundungen für die iranischen Anti-Mullah-Demonstranten laut der Darstellung bislang weitgehend zurück. Am Freitag erklärte ein Regierungssprecher, Berlin rufe das iranische Regime dazu auf, von Gewalt gegen die Demonstranten abzusehen.
Katherina Reiche am 09.01.2026 / via dts Nachrichtenagentur
Die EU-Kommission will einem Bericht zufolge deutlich weniger neue Gaskraftwerke zulassen, als von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) angestrebt. Statt der von ihr erhofften mindestens 20 Gigawatt neuer Gaskraftwerksleistung stehen demnach nur zwölf Gigawatt steuerbarer Kapazitäten im Raum. Die monatelangen Verhandlungen zwischen EU-Kommission und Bundesregierung über die Kraftwerkstrategie sollen kurz vor dem Abschluss stehen.
Deutlich geringerer Ausbau neuer Gaskraftwerke
Nach Informationen des Nachrichtenmagazins „Spiegel“, das sich auf „Brancheninsider“ beruft, will die EU-Kommission bis 2031 nur 12 Gigawatt (GW) neue steuerbare Kapazitäten genehmigen. Dabei soll es sich vollständig oder nahezu vollständig um Gaskraftwerke handeln. Die nötigen Ausschreibungen sollen dem Bericht zufolge noch dieses Jahr durchgeführt werden.
Zusätzlich ist demnach ein sogenannter Kapazitätsmechanismus mit einem Volumen von voraussichtlich 29 Gigawatt geplant. Dieser umfasst neben Gaskraftwerken auch alle anderen steuerbaren Kapazitäten – von Batteriespeichern über Biogasanlagen bis zu Fabriken, die bei Stromknappheit die Produktion herunterfahren.
Kompromiss in Brüssel kurz vor Verkündung
Der Kompromiss zwischen EU-Kommission und Bundesregierung soll dem Vernehmen nach in Kürze verkündet werden. Aus dem Bundeswirtschaftsministerium hieß es auf Anfrage des Nachrichtenmagazins „Spiegel“, man äußere sich grundsätzlich nicht zu laufenden Verfahren. Begründet wurde dies damit, dass die Verhandlungen noch nicht abgeschlossen seien und daher auch die Zahlen noch nicht final feststünden.
Mit dem Neubau von Gaskraftwerken will die Bundesregierung den Schutz vor sogenannten Dunkelflauten ausbauen, also länger anhaltenden Phasen mit wenig Strom aus erneuerbaren Quellen. Zuletzt waren in Deutschland Kraftwerke mit einer gesicherten Leistung von gut 90 GW installiert – dazu zählen etwa Gaskraftwerke, Wasserkraft und Biomassekraftwerke, aber auch gut 30 GW an besonders klimaschädlichen Kohlekraftwerken, die bis spätestens 2038 vom Netz gehen sollen. Neue Gaskraftwerke sollen ein Element sein, um den Verlust an gesicherter Leistung zu kompensieren.
Einigung liegt auf Linie früherer Verständigung
Die zwölf Gigawatt an steuerbaren Kapazitäten, auf die sich Bundesregierung und Kommission nun offenbar geeinigt haben, entsprechen laut „Spiegel“ ziemlich genau der Menge, auf die sich Reiches Amtsvorgänger, der Grünen-Politiker Robert Habeck, schon Anfang Juli 2024 mit der EU-Kommission grundsätzlich verständigt hatte. Katherina Reiche (CDU) hatte mit Brüssel jedoch neue Gespräche geführt, offenbar in der Überzeugung, mindestens 20 Gigawatt an neuen Gaskraftwerken aushandeln zu können.
Schon Anfang Oktober hatte sich laut Bericht abgezeichnet, dass Reiche sich damit wohl nicht durchsetzen würde. Mitte November hatte sich auch der Koalitionsausschuss vorläufig auf eine Größenordnung von zwölf Gigawatt geeinigt.
Der EU-Rat hat nach einer informellen Abstimmung in Brüssel offiziell grünes Licht für die Unterzeichnung des Mercosur-Abkommens gegeben. Damit ist der Weg für eine vorläufige Anwendung großer Teile der politischen und Kooperationskapitel des Abkommens mit den Mercosur-Staaten geebnet, auch wenn noch die Zustimmung des Europäischen Parlaments und die Ratifikation durch alle EU-Mitgliedstaaten ausstehen.
EU-Rat macht den Weg für Mercosur-Abkommen frei
Nach der informellen Abstimmung am Vormittag in Brüssel war eine Frist bis zum Nachmittag gesetzt worden, bis zu der die nationalen Regierungen das Votum ihrer Vertreter in Brüssel noch bestätigen mussten. Hier gab es nach bisherigen Informationen keine unangenehmen Überraschungen.
Wie die EU-Kommission am späten Nachmittag mitteilte, ist der Weg für das Abkommen mit den Mercosur-Ländern Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay nun vorerst frei. Das Abkommen bedarf zwar noch der Zustimmung des Europäischen Parlaments, und alle EU-Mitgliedstaaten müssen die Vereinbarung auch noch einmal ratifizieren.
Mit dem heutigen Beschluss wird die EU das Abkommen jedoch bereits unterzeichnen und große Teile der politischen und Kooperationskapitel vorläufig anwenden.
Inhalt des Abkommens und wirtschaftliche Schwerpunkte
Die Vereinbarungen sehen unter anderem Zollsenkungen vor und eröffnen den Zugang zu neuen Märkten für eine breite Palette von Waren und Dienstleistungen. Wichtige Sektoren wie Landwirtschaft, Automobilindustrie, Pharmazie und Chemie sollen nach Darstellung der EU „von verbesserten Handelsbedingungen profitieren“.
Darüber hinaus enthält das Mercosur-Abkommen Bestimmungen zur Investitionsförderung und zum Abbau von Handelshemmnissen im grenzüberschreitenden Dienstleistungshandel, insbesondere im Bereich digitaler und finanzieller Dienstleistungen.
Der Dax hat am Freitag zum Wochenausklang Zugewinne verzeichnet. Der Leitindex schloss fester, während Gas- und Ölpreise deutlich anzogen und der Euro gegenüber dem US-Dollar nachgab. Marktbeobachter sehen in schwächeren US-Arbeitsmarktdaten neue Nahrung für Zinssenkungshoffnungen.
Dax legt zum Handelsschluss zu
Der Dax wurde zum Xetra-Handelsschluss mit 25.262 Punkten berechnet, ein Plus in Höhe von 0,5 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss. Nach einem Start auf Vortagesniveau baute der Index bis zum frühen Nachmittag seine Zugewinne aus. Im Anschluss konnte sich der Index – bis auf einen deutlichen, aber nur vorübergehenden Einbruch – stabilisieren.
Marktanalyst Andreas Lipkow kommentierte die Entwicklung an den Börsen mit Blick auf die US-Daten: „Die Marktteilnehmer reagieren relativ entspannt auf die schlechter als erwartet ausgefallenen US-Arbeitsmarktdaten“, sagte Lipkow laut Marktanalyst Andreas Lipkow. „Anstelle der erwarteten 75.000 neugeschaffenen Stellen wurden lediglich 37.000 Stellen im Privatsektor publiziert. Die Erwerbsquote fällt auf 62,4 Prozent und verfehlt ebenfalls die Erwartungen von 65,2 Prozent“, so der Analyst. „Dadurch dürften die Zinssenkungshoffnungen in den USA erneut Treibstoff bekommen“, erklärte Lipkow laut Marktanalyst Andreas Lipkow.
Gewinner und Verlierer im Leitindex
Bis kurz vor Handelsschluss standen die Papiere von Infineon, SAP und Rheinmetall an der Spitze der Kursliste. Das Schlusslicht bildeten die Aktien von Allianz, Bayer, Commerzbank und MTU.
Rohstoff- und Devisenmärkte in Bewegung
Unterdessen stieg der Gaspreis: Eine Megawattstunde (MWh) Gas zur Lieferung im Februar kostete 28 Euro und damit drei Prozent mehr als am Vortag. Das impliziert einen Verbraucherpreis von mindestens rund sieben bis neun Cent pro Kilowattstunde (kWh) inklusive Nebenkosten und Steuern, sollte das Preisniveau dauerhaft so bleiben.
Der Ölpreis stieg für seine Verhältnisse stark: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Freitagnachmittag gegen 17 Uhr deutscher Zeit 63,49 US-Dollar, das waren 2,4 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.
Die europäische Gemeinschaftswährung war am Freitagnachmittag schwächer: Ein Euro kostete 1,1630 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8598 Euro zu haben.
Nato-Hauptquartier (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur
Mehrere Nato-Staaten aus Nordeuropa und das Vereinigte Königreich drängen auf eine neue Überwachungsmission in der Arktis. Nach einem Bericht der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ baten sie Nato-Generalsekretär Mark Rutte im Nordatlantikrat, entsprechende Möglichkeiten zu prüfen.
Vorstoß im Nordatlantikrat
Mehrere Nato-Staaten aus dem Norden sowie das Vereinigte Königreich haben sich nach Informationen der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ für eine neue Überwachungsmission in der Arktis eingesetzt. Wie die Zeitung unter Berufung auf Teilnehmerkreise berichtet, baten sie Generalsekretär Mark Rutte in einer Sitzung des Nordatlantikrats am Donnerstag, diese Option zu prüfen.
Rutte wurde dem Bericht zufolge außerdem beauftragt, einen Überblick über alle Aktivitäten der Verbündeten im hohen Norden zu erstellen. Dieser Bericht könne laut „Frankfurter Allgemeiner Zeitung“ bereits in der nächsten Woche vorgelegt werden.
Reaktion auf Drohungen gegenüber Grönland
Die Entscheidung im Nordatlantikrat fiel dem Bericht zufolge vor dem Hintergrund der jüngsten Drohungen von US-Präsident Donald Trump gegenüber Grönland. Die Europäer und Kanada wollten damit nach Angaben der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ deutlich machen, „dass sie territoriale Übergriffe gegen einen Verbündeten nicht hinnehmen.“
Nach der Brandkatastrophe in einer Bar im Schweizer Skiort Crans-Montana ist der Betreiber der Bar nach Medienberichten am Freitag wegen „Fluchtgefahr“ inhaftiert worden. Die Hintergründe des Feuers, bei dem 40 Menschen starben und 119 weitere verletzt wurden, beschäftigen weiterhin die Ermittlungsbehörden. Im Raum stehen schwere Vorwürfe der Staatsanwaltschaft gegen die Betreiber, die sich auf den mutmaßlichen Auslöser des Brandes in der Silvesternacht beziehen.
Barbetreiber in Untersuchungshaft wegen Fluchtgefahr
Nach übereinstimmenden Berichten von „24 heures“ und „Léman Bleu“ ist der Betreiber der Bar am Freitag wegen „Fluchtgefahr“ inhaftiert worden. Die Maßnahme bedarf noch der Bestätigung durch ein Gericht. Zuvor soll der Barbetreiber durch die Walliser Staatsanwaltschaft länger befragt worden sein.
Schwere Folgen des Brandes in der Silvesternacht
Bei dem Feuer kamen 40 Menschen ums Leben. 119 weitere wurden verletzt, viele von ihnen schwer. Der Brand in einer Bar im Schweizer Skiort Crans-Montana in der Silvesternacht wurde den Ermittlern zufolge wahrscheinlich durch ein Tischfeuerwerk auf Champagnerflaschen verursacht.
Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung
Den Betreibern wird von der Staatsanwaltschaft fahrlässige Tötung, fahrlässige Körperverletzung sowie fahrlässige Verursachung einer Feuersbrunst vorgeworfen.
Wehrbeauftragter des Deutschen Bundestags (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur
Der Wehrbeauftragte des Bundestages, Henning Otte (CDU), fordert ein konsequenteres Vorgehen gegen sexuelle Übergriffe in der Bundeswehr. Anlass sind laufende Ermittlungen zu möglichen Missständen in der Fallschirmjägertruppe und eine weiter ausstehende Studie zu Ausmaß und Dunkelfeld solcher Taten.
Konsequenzen bei sexualisiertem Fehlverhalten gefordert
Henning Otte (CDU)</em) macht deutlich, dass für Täter von sexuellen Übergriffen in den Streitkräften kein Platz sein dürfe. "Wer die Würde anderer verletzt, hat in unserer Bundeswehr keinen Platz", sagte Otte dem "Focus". "Jeder Vorfall ist einer zu viel." Hintergrund sind die laufenden Ermittlungen zu möglichen Missständen in der Fallschirmjägertruppe.
Otte betonte die Notwendigkeit eines respektvollen und sicheren Arbeitsumfelds in der Truppe. „Wir brauchen weiterhin eine Truppe, in der alle Angehörigen mit Respekt, Würde und Sicherheit ihren Dienst leisten können“, sagte Otte dem „Focus“. Das sei nicht nur eine Frage des Rechts, sondern eine „Frage der Haltung“. Betroffene Soldaten müssten darauf vertrauen können, dass sie nicht allein gelassen und nicht stigmatisiert, sondern ernst genommen werden. „Jeder Vorfall sexualisierten Fehlverhaltens muss aufgeklärt und geahndet werden“, so Otte gegenüber dem „Focus“.
Kritik an ausstehender Dunkelfeldstudie
Verärgert zeigte sich Otte darüber, dass eine seit Langem angekündigte Studie zu sexuellen Übergriffen in der Bundeswehr weiter auf sich warten lässt. „Die von meiner Vorgängerin im Amt bereits vor mehr als einem Jahr empfohlene Dunkelfeldstudie, die vom Verteidigungsministerium daraufhin in Auftrag gegeben worden war, liegt noch immer nicht vor“, bemängelte er im Gespräch mit dem „Focus“. „Eine fundierte Analyse ist jedoch unerlässlich, um gezielte und wirksame Präventionsmaßnahmen zu entwickeln.“
Hinweise auf mögliche Dunkelziffer
Trotz einer steigenden Zahl gemeldeter Vorfälle von Verstößen gegen die sexuelle Selbstbestimmung sieht Otte weiter Handlungsbedarf. Die Zunahme sei auch auf eine höhere Sensibilität und mehr Transparenz in der Truppe zurückzuführen. Dennoch sei Otte zufolge weiterhin von einer Dunkelziffer auszugehen, wie er gegenüber dem „Focus“ deutlich machte.
Alois Rainer (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur
Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer (CSU) hat den Abschluss des Freihandelsabkommens Mercosur begrüßt, zugleich aber auf die Bedeutung wirksamer Schutzklauseln für europäische Landwirte hingewiesen. Die nun vorgesehenen Mechanismen seien ein Schritt zur Absicherung sensibler Agrarmärkte, müssten sich in der Praxis aber bewähren.
Schutzklauseln für Agrarmärkte im Fokus
Alois Rainer</em) betonte gegenüber den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Samstagausgaben), die im Abkommen vorgesehenen Schutzinstrumente seien entscheidend. Wörtlich sagte er: "Die nun vorgesehenen Schutzklauseln sind ein wichtiger Schritt, um unsere sensiblen Agrarmärkte abzusichern", sagte Rainer den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Samstagausgaben). Entscheidender Punkt sei, dass diese Klauseln in der praktischen Anwendung funktionieren.
Entscheidend sei, dass diese Schutzklauseln in der Praxis wirksam, schnell anwendbar und flexibel genug sind. „Sollte sich zeigen, dass Importmengen sensibler Produkte wie Zucker oder Rindfleisch zu stark steigen oder Preise unter Druck geraten, muss die EU entschlossen handeln – und gegebenenfalls auch nachschärfen“, sagte er den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Samstagausgaben).
Freihandel und Landwirtschaftsschutz „Hand in Hand“
Grundsätzlich begrüßt der CSU-Politiker den Abschluss des Abkommens. Mercosur sei „zentral für eine EU-Handelspolitik in geopolitisch herausfordernden Zeiten“, so Rainer gegenüber den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Samstagausgaben). Er sei überzeugt, dass Freihandel und ein flankierender Schutz der Landwirtschaft nur gemeinsam funktionieren könnten. Nach seinen Worten könnten „Freihandel und ein flankierender Schutz der Landwirtschaft nur Hand in Hand gehen“, erklärte er den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Samstagausgaben).
Signal an die Landwirtschaft
Positiv bewertet Rainer auch finanzielle Zusagen auf EU-Ebene. Dass die EU zusätzliches Geld für die Landwirtschaft in Aussicht stelle, sei zudem „ein wichtiges und richtiges Signal“, sagte er den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Samstagausgaben). Als Landwirtschaftsminister stehe er fest an der Seite der Landwirte und behalte ihre Interessen jederzeit im Blick, erklärte Rainer den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Samstagausgaben).