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Gemeinsam für Berufsorientierung: MaßArbeit lädt seit zwölf Jahren zu Netzwerktreffen ein

Bildunterschrift „NWT Hilter Hoecker“: Die Netzwerkmitglieder trafen sich beim Unternehmen Höcker Polytech-nik in Hilter.
Die Netzwerkmitglieder trafen sich beim Unternehmen Höcker Polytech-nik in Hilter. Foto: Miriam Loeskow-Bücker / MaßArbeit

Ob Fragen zur Berufsorientierung, zu neuen Angeboten oder Tipps zu Themen, die junge Menschen bewegen: Bei den Netzwerktreffen der Servicestelle Schule-Wirtschaft der MaßArbeit haben Vertreterinnen und Vertreter von Unternehmen und Schulen die Gelegenheit zum intensiven Austausch. Seit zwölf Jahren sind die Netzwerke im Südkreis aktiv. Jetzt blickten die Netzwerkmitglieder im Rahmen ihrer Treffen in Hilter und in Georgsmarienhütte zurück auf das Erreichte – und schauten gemeinsam auf die zukünftigen Aufgaben und das neue Angebot der Berufsfachschule Dual der Berufsbildenden Schulen Osnabrück.

Zusammenarbeit von Schulen und Unternehmen

„Das Netzwerk hat in dieser Zeit erfolgreich dazu beigetragen, den Übergang von Schule zu Beruf in unserer Region zu verbessern. Durch die enge Zusammenarbeit zwischen Schulen und Unternehmen setzen wir auf praxisorientierte Berufsorientierung, die den spezifischen Bedarfen der Region gerecht wird und sowohl den Jugendlichen als auch den Unternehmen zugutekommt“, betonte Annika Witte, Netzwerkkoordinatorin der MaßArbeit bei den Treffen. So trafen sich die Mitglieder des Netzwerkes aus Hilter beim Unternehmen Höcker Polytechnik, während sich die Vertreterinnen und Vertreter der Schulen und Unternehmen aus Georgsmarienhütte, Hagen a.T.W und Hasbergen im Stahlwerk Georgsmarienhütte GmbH austauschten.

Unternehmen profitieren

Nach den Worten von Lisa Marie Höcker von Höcker Polytechnik ist der regelmäßige Austausch mit den Schulen im Netzwerk Schule-Wirtschaft ein wichtiger Baustein, um immer am Zahn der Zeit zu bleiben: „So können wir junge Talente frühzeitig fördern und sicherstellen, dass die Nachwuchskräfte von morgen optimal auf die Anforderungen der Branche vorbereitet sind.“ Das 1962 gegründete Unternehmen ist auf Absaug‑, Filter‑ und Entsorgungssysteme für die Prozessabfallentsorgung und Luftreinhaltung spezialisiert – etwa für Holz‑, Kunststoff‑, Papier‑ bzw. Druck‑/Wellpappen‑Industrie, Recycling und weitere Branchen.

Bei einer Besichtigung der Ausbildungswerkstatt bekamen die Netz-werkmitglieder einen Eindruck von den verschiedenen Ausbildungsmög-lichkeiten bei der Georgsmarienhütte GmbH.
Bei einer Besichtigung der Ausbildungswerkstatt bekamen die Netz-werkmitglieder einen Eindruck von den verschiedenen Ausbildungsmög-lichkeiten bei der Georgsmarienhütte GmbH.
Foto: Miriam Loeskow-Bücker / MaßArbeit

Netzwerk plan Besichtigung des Stahlwerks 2026

Wie sinnvoll das Engagement im Netzwerk ist, bestätigte auch Daniel Schmock, Leiter Ausbildung der Georgsmarienhütte Gruppe, beim Treffen des Netzwerkes für Hagen, Hasbergen und Georgsmarienhütte mit anschließendem Rundgang durch die Ausbildungswerkstatt: „Als Ausbildungsbetrieb mit 74 Azubis aus verschiedenen Bereichen ist uns eine zielgerichtete Berufsorientierung der jungen Menschen und eine enge Zusammenarbeit mit den Schulen sehr wichtig.“ Bei einer geplanten Besichtigung des Stahlwerks im nächsten Jahr wollen die die Netzwerkteilnehmenden einen genaueren Einblick in die Arbeitsabläufe der Georgsmarienhütte GmbH bekommen.

Ausblick: Das ermöglicht die neue Berufsfachschule Dual

Welche Chancen die neue Berufsfachschule Dual der Berufsbildenden Schulen Osnabrück ermöglicht, stand bei beiden Netzwerktreffen im Mittelpunkt. So stellten die Schulleiter Hilko Meyer (BBS Haste) und Jochen Pabst (BBS Schölerberg) in Hilter die Zugangsvoraussetzungen vor. In Georgsmarienhütte gaben Frank Baller, Schulleiter BBS Melle und Andreas Choina, Lehrkraft Berufsschulzentrum Am Westerberg, einen Überblick über die Anforderungen der Schulform, die im nächsten Jahr starten wird. Demnach können die Schülerinnen und Schüler nach dem Besuch der Sek. I die neue einjährige Schulform besuchen und vertiefte Berufseinblicke durch Praktika in ihrem Schwerpunktprofil (Gesundheit und Soziales, Technik und Wirtschaft) erhalten. Schülerinnen und Schüler mit besonders guten schulischen Leistungen haben zudem die Chance, das Fachabitur im Anschluss an die Berufsfachschule Dual zu erlangen.

Im Anschluss waren sich die Mitglieder beider Netzwerke einig: „Die Berufsfachschule Dual ist ein entscheidender Schritt, um den Übergang von der Schule in den Beruf zu erleichtern. Durch die enge Verzahnung von Theorie und Praxis wird den Jugendlichen die Möglichkeit eröffnet, ihre Fähigkeiten gezielt zu entwickeln und sich optimal auf die duale Ausbildung vorzubereiten.“

AFP

Heeresinspekteur besucht Fallschirmjäger-Kaserne nach Skandalvorwürfen

Bundeswehr Uniform
Foto: dts

Nach Berichten über sexualisiertes Fehlverhalten, rechtsextreme Ausfälle und Drogenkonsum bei den Fallschirmjägern in Zweibrücken will sich Heeresinspekteur Christian Freuding persönlich ein Bild von der Lage machen. Er wird dazu die Niederauerbach-Kaserne besuchen und sich zudem im Verteidigungsausschuss des Bundestags den Fragen der Abgeordneten stellen.

Heeresinspekteur besucht Kaserne in Zweibrücken

Heeresinspekteur Christian Freuding will nach dem Skandal bei den Fallschirmjägern in Zweibrücken selbst die Situation vor Ort in Augenschein nehmen. Nach Informationen des „Spiegel“ wird er am Montag die Niederauerbach-Kaserne in Zweibrücken besuchen, in der das Fallschirmjägerregiment 26 stationiert ist. Soldatinnen hatten dort von sexualisiertem Fehlverhalten, rechtsextremen Ausfällen und Drogenkonsum berichtet.

Aussprache im Verteidigungsausschuss

Am Mittwoch wird Freuding außerdem den Mitgliedern des Verteidigungsausschusses des Bundestags Rede und Antwort stehen. Abgeordnete des Gremiums sehen ein Problem in der Führung der Truppe.

Forderungen nach besserer Führungsausbildung

SPD-Vizefraktionschefin Siemtje Möller (SPD) sagte dem „Spiegel“: „Zwar werden unsere Soldatinnen und Soldaten fachlich hervorragend ausgebildet, doch insbesondere bei modernen Führungsfähigkeiten bleibt die Ausbildung bisher hinter dem Anspruch zurück, den wir als Gesellschaft an die Bundeswehr haben.“ Aus Möllers Sicht sollte die Bundeswehr ihre Ausbildungskonzepte deshalb weiterentwickeln und menschliche Führungsfähigkeiten deutlich stärker in den Fokus rücken. „Dazu gehört für mich auch ein regelmäßiger Weiterbildungsanteil für Führungskräfte über die gesamte Laufbahn hinweg“, sagte die SPD-Politikerin dem „Spiegel“.

Bislang sind solche Schulungen in der Bundeswehr nicht vorgeschrieben, wenn Soldaten erst einmal den zweijährigen Generalstabslehrgang absolviert haben und damit auf eine Verwendung als militärische Führungspersonen vorbereitet wurden.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

AFP

Wintereinbruch legt Bahnverkehr in Norddeutschland weitgehend lahm

Verschneite Bahnschienen
Foto: dts

Der Wintereinbruch sorgt weiterhin für erhebliche Einschränkungen im Bahnverkehr in Norddeutschland. Zahlreiche Strecken bleiben mindestens bis Sonntag außer Betrieb, auf anderen Verbindungen müssen sich Reisende auf Verspätungen und Zugausfälle einstellen. Die Deutsche Bahn rät Fahrgästen, sich vor Antritt ihrer Reise über den aktuellen Stand zu informieren.

Stark eingeschränkter Bahnverkehr am Wochenende

Der Bahnverkehr in Norddeutschland bleibt das Wochenende aufgrund des Wintereinbruchs stark eingeschränkt. Es komme zu Verspätungen und Zugausfällen, teilte die Bahn am Sonntag mit.

Fernverkehrszüge verkehren zwar zwischen Hamburg und Nordrhein-Westfalen, jedoch sind viele andere Strecken noch bis mindestens Sonntag nicht in Betrieb. Betroffen sind laut DB unter anderem die Verbindungen zwischen Hannover und dem Ruhrgebiet, Hannover/Hamburg und Berlin sowie Hamburg und Frankfurt/Würzburg. Auch internationale Strecken wie Kopenhagen-Hamburg und Amsterdam-Hannover sind betroffen.

Reduzierte Höchstgeschwindigkeit auf Schnellfahrstrecken

Züge nach Hamburg über Fulda und Kassel enden in Frankfurt. Die Deutsche Bahn hat zudem die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf einigen Schnellfahrstrecken, darunter Frankfurt-Köln, reduziert, was zu weiteren Verspätungen führen kann.

Kulanzregelungen für betroffene Fahrgäste

Fahrgäste, die bis einschließlich 7. Januar 2026 ein Ticket für eine Reise im Zeitraum vom 8. bis 11. Januar 2026 gekauft haben, könnten ihre Tickets zu einem späteren Zeitpunkt nutzen, teilte die Bahn mit. Die Zugbindung sei aufgehoben, und Sitzplatzreservierungen könnten kostenfrei storniert werden. Eine kostenfreie Hotline stehe für Informationen zur Verfügung. Fahrgäste werden gebeten, sich vor Reiseantritt über ihre Verbindung zu informieren.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

AFP

Trotz weitgehend freier Straßen: Warum der Busverkehr in Osnabrück ganztägig eingestellt bleibt

Sedanstraße in Osnabrück im Winter. / Foto: Dominik Lapp
Sedanstraße in Osnabrück im Winter. / Foto: Dominik Lapp

Trotz weitgehend freier Hauptverkehrsstraßen ist der Busverkehr im gesamten Stadtgebiet Osnabrück für den heutigen Samstag (10. Januar) vollständig eingestellt worden. Warum?

Was der Grund ist

Wie die Verkehrsbetriebe mitteilen, sind insbesondere Steigungen, Endwendestellen sowie zahlreiche Haltestellen weiterhin nicht sicher befahrbar. Aus Sicherheitsgründen betrifft die Einstellung des Betriebs alle Buslinien. Auch der Nachtbusverkehr von Samstag auf Sonntag fällt aus.

Die Verkehrsgemeinschaft Osnabrück (VOS) bittet um Verständnis für die Maßnahme, doch die Sicherheit der Fahrgäste sowie der Fahrerinnen und Fahrer habe „jederzeit oberste Priorität“.

Im Landkreis Osnabrück fahren teilweise Busse

Im Landkreis Osnabrück fahren teilweise wieder die Busse, es kommt jedoch zu Verzögerungen, Ausfällen oder Linienänderungen. Im Detail:

  • VOS NordOst
    • Linien X273 und X274 fallen ganztägig aus
    • Nachtbus N273 fällt aus
    • Linie 212 (Bohmte-Damme) fährt nur über Meyerhöfen
      • Entfallene Haltestellen: Bruchheide, Hinterbruch, Zum Kolk, Strothkanal
      • Ersatz: Industriegebiet Nord oder Bergmann
  • Bissendorf
    • Linien 381 und 382: Gewerbegebiet wird nicht bedient
    • Entfallene Haltestellen: Gewerbepark Ost, Gewerbepark West
    • Wissingen Bahnhof nicht anzufahren
    • Alle Fahrten enden an der Haltestelle Wissingen Kreisel
  • VOS Nord
    • Busverkehr wurde im Laufe des Samstagmorgens schrittweise wieder aufgenommen
  • Bramsche
    • Linie X610: mehrere Haltestellen entfallen:
      • Meyerhofschule / Breuelstraße (Richtung Fürstenau)
      • Grünegräser Weg / Mozartstraße
      • Grünegräser Weg
      • Dürestraße
      • Auf dem Vogelbaum
  • Georgsmarienhütte
    • Linie 468: zahlreiche Haltestellen in Oesede und Ebbendorf entfallen
    • Oesede Droops Hof wird in beide Richtungen über die Glückaufstraße bedient
  • Melle
    • In der VOS Ost ist Busverkehr teilweise wieder angelaufen
  • Wallenhorst
    • Busverkehr wurde wieder aufgenommen
    • Vereinzelte Einschränkungen, besonders auf der Linie 520/18

Aktuelle Informationen auf WhatsApp und in der App

Aktuelle Informationen zum Fahrbetrieb gibt es in der App VOSpilot sowie im WhatsApp-Kanal der VOS.

AFP

Bundespatientenbeauftragter verlangt zentrales Register für Ärzteverstöße

Arztpraxis für Allgemeinmedizin
Arztpraxis für Allgemeinmedizin (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur

Der Patientenbeauftragte der Bundesregierung dringt auf ein zentrales Register, in dem berufsrechtliche Maßnahmen gegen Ärzte bundesweit erfasst werden. Anlass sind Recherchen von „Spiegel“ und ZDF, die Versäumnisse von Ärztekammern und Approbationsbehörden bei der Reaktion auf Fehlverhalten von Ärzten aufzeigen.

Forderung nach besserer Zusammenarbeit und zentralem Register

Der Patientenbeauftragte der Bundesregierung, Stefan Schwartze, kritisiert die bestehenden Abläufe zwischen den zuständigen Stellen. „Die Zusammenarbeit zwischen den Ärztekammern und den Approbationsbehörden funktioniert nicht“, sagte Schwartze dem „Spiegel“. Es brauche deshalb ein zentrales Register, das zeige, „ob da Fälle sind oder ob da keine Fälle sind“. Verstöße könnten so schneller erkannt und Patienten besser geschützt werden.

Hintergrund sind Recherchen des „Spiegel“ und des ZDF, wonach weder Ärztekammern noch Approbationsbehörden angemessen auf Fehlverhalten von Ärzten reagiert und Meldungen über auffällig gewordene Mediziner ignoriert haben sollen.

Fall aus Baden-Württemberg als Beispiel

Schwartze bezieht sich dabei auch auf einen Fall aus Baden-Württemberg, über den „Spiegel“ und ZDF berichten. Dort hatte ein Arzt einen gravierenden Behandlungsfehler gemacht, der bereits 2021 wegen schwerer fachlicher Mängel seine Approbation in Norwegen verloren hatte.

Die zuständige Approbationsbehörde in Stuttgart wusste von dem Entzug der Zulassung, die norwegischen Behörden hatten vor dem Arzt gewarnt. Weil neben der Sicherheit der Patienten aber auch das Grundrecht der Berufsfreiheit gelte, habe eine Abwägung dazu geführt, dass die deutsche Approbation bestehen geblieben sei, teilte das Regierungspräsidium in Stuttgart mit.

Hinweise werden oft spät oder gar nicht verfolgt

Die Recherchen von „Spiegel“ und ZDF zeigen nach diesen Angaben grundlegende Defizite im deutschen Kontrollsystem. Ärztekammern und Approbationsbehörden reagierten demnach häufig spät oder gar nicht auf Hinweise.

„Ärztekammern tragen eine zentrale Verantwortung für Aufklärung, Schlichtung und Transparenz“, sagte der grüne Bundestagsabgeordnete Janosch Dahmen dem „Spiegel“. Auch wenn die Kammern „keine Approbationen entziehen können, müssen sie Hinweise ernst nehmen. Ärztliche Heilkunst beruht auf Vertrauen – und dieses Vertrauen verpflichtet zu entschlossenem Handeln, bevor weiterer Schaden entsteht“.

Approbationsbehörden aus mehreren Bundesländern haben sich der Forderung von Schwartze nach einem zentralen Register angeschlossen. Bei einem Treffen der Gesundheitsministerien Ende Januar soll der Vorschlag diskutiert werden.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

AFP

Getrennt kaufen spart bis zu 37 Prozent Handykosten

Telefonierende Frau
Telefonierende Frau / Foto: dts

Wer Smartphone und Mobilfunktarif getrennt kauft, spart nach Berechnungen des Vergleichsportals Verivox im Schnitt deutlich gegenüber Bündelangeboten der Netzbetreiber. Über einen Zeitraum von 24 Monaten lassen sich demnach durchschnittlich rund 25 Prozent der Kosten einsparen, in Einzelfällen sogar bis zu 37 Prozent. Besonders groß ist der Vorteil bei Premiumgeräten und mittleren Datenvolumen.

Deutliche Preisunterschiede bei allen großen Netzen

Im Schnitt lag die Ersparnis laut Analyse von Verivox bei getrenntem Kauf von Gerät und Tarif im Telekom-Netz bei 29 Prozent, in den anderen Netzen bei 27 Prozent (Vodafone), 24 Prozent (1&1) und 21 Prozent (O2). Darüber berichten die Zeitungen der Funke-Mediengruppe unter Berufung auf die Untersuchung.

Die absolut größte Ersparnis gab es laut Erhebung beim Premiumgerät iPhone 17 Pro: In Verbindung mit einem getrennt gebuchten günstigen Discounter-Tarif mit durchschnittlichem Datenvolumen über 24 Monate kostete es 675 Euro weniger als im Telekom-Bundle. Die mit 37 Prozent höchste prozentuale Ersparnis ergab sich im 1&1-Netz mit dem Mittelklassehandy Google Pixel 9a.

„Überdimensionierte Tarife“ als Kostentreiber

„In den Vertragstarifen der großen Anbieter steckt rund sechsmal so viel Datenvolumen, wie in Deutschland im Schnitt pro Kopf verbraucht wird“, sagte Jörg Schamberg, Telekommunikationsexperte bei Verivox, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. „Viele Kunden buchen überdimensionierte Tarife, um die Anzahlung für das Wunschhandy möglichst niedrig zu halten. Damit zahlen sie jeden Monat für Leistungen, die sie nicht brauchen.“

So wurde verglichen

Für die Untersuchung verglich Verivox gängige Smartphone-Bundles der Anbieter Telekom, Vodafone, O2 und 1&1 mit der Kombination aus separat gekauftem Endgerät und Discounter-Tarif im selben Netz. Grundlage waren zwei Nutzerprofile (Durchschnitts- und Premiumnutzer). Für beide Profile berechnete Verivox jeweils zwei Varianten: Zum einen wurden Bundles mit Tarifen ähnlicher Leistung gegenübergestellt, zum anderen wurde ein niedrigeres, am Durchschnittsverbrauch orientiertes Datenvolumen zugrunde gelegt.

Verivox nutzte für die Analyse zwei beispielhafte Endgeräte: das Google Pixel 9a (128 GB) sowie das Apple iPhone 17 Pro (256 GB), jeweils zum unverbindlichen Verkaufspreis der Hersteller. Sämtliche Geräte- und Tarifkosten wurden auf eine Laufzeit von 24 Monaten hochgerechnet. Preisstand ist der 25. November 2025; kurzfristige Aktionsangebote wurden nicht berücksichtigt. Die Angebote können täglich variieren.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

AFP

Laschet: Bundeswehr-Einsatz in Ukraine bei Waffenstillstand vorstellbar

Bundeswehr-Soldat
Bundeswehr-Soldat / Foto: dts

CDU-Außenpolitiker Armin Laschet hält die Entsendung deutscher Soldaten in die Ukraine unter bestimmten Bedingungen für möglich. Voraussetzung sei ein Waffenstillstandsabkommen mit Russland und glaubwürdigen Sicherheitsgarantien für Kiew, sagte er den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Zugleich kritisierte er die aus seiner Sicht zu große Abhängigkeit Europas von den USA bei Verhandlungen mit Moskau.

Laschet: Entsendung deutscher Soldaten an Waffenstillstand geknüpft

Der CDU-Außenpolitiker Armin Laschet hält den Einsatz deutscher Soldaten in der Ukraine für denkbar. „Die Bedingung ist ein Waffenstillstandsabkommen mit Russland, in dem glaubwürdige Sicherheitsgarantien auch der Amerikaner für die Ukraine vereinbart werden“, sagte der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. „Der Bundeskanzler hat zugesagt, deutsche Soldaten am Rande der Ukraine zu stationieren. Ob die Bundeswehr am Ende drin ist, wird sich aus der Situation ergeben.“

Einschätzung zu möglichen Friedensverhandlungen

Laschet geht davon aus, dass Russland einer Friedenslösung zustimmen würde. „Ich habe den Eindruck, dass die Amerikaner jeden ihrer Schritte mit Moskau rückkoppeln und einer Gesamtlösung näher sind als öffentlich bekannt. Anders wäre ihr Verhandlungsaufwand kaum zu erklären“, sagte er den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. „Auch der ukrainische Präsident Selenskyj würde sich nicht so kompromissbereit zeigen, wenn es keine indirekten Signale von der anderen Seite gäbe.“

Forderung nach eigenständigerer Rolle Europas

Laschet forderte direkte Gespräche der Europäer mit Moskau. „Wir sind immer auf das Weiße Haus angewiesen, um Hintergründe über die vertraulichen Gespräche zu erfordern“, kritisierte er in den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. „Es ist eine Selbstentmündigung Europas, wenn man die Trump-Unterhändler Kushner und Witkoff braucht, um im Kanzleramt mit europäischen Regierungschefs und Selenskyj erarbeitete europäische Positionen nach Moskau zu tragen.“ Er halte es für klug, dass der französische Präsident Emmanuel Macron die Gespräche mit Russlands Machthaber Wladimir Putin wieder aufnehmen wolle.

Die Nachfrage, ob auch Kanzler Friedrich Merz (CDU) mit Putin sprechen solle, beantwortete Laschet ausweichend. „Es muss nicht gleich Putin sein“, sagte er den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. „Die Gespräche könnten – europäisch abgestimmt – mit einem Sondergesandten beginnen.“

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

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EU-Asylanträge deutlich gesunken – Deutschland und Frankreich führen Liste

Flüchtlinge auf
Flüchtlinge auf der Balkanroute (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur

In der Europäischen Union sind im zurückliegenden Jahr deutlich weniger Asylanträge gestellt worden als 2024. Einer internen Analyse der Migrationslage der EU-Kommission zufolge, über die die „Welt am Sonntag“ berichtet, sank die Zahl der Anträge um 19 Prozent auf 780.209 zum Stand 16. Dezember. Die meisten Asylanträge entfielen auf Deutschland und Frankreich, gefolgt von Spanien und Italien.

Weniger Asylanträge, unterschiedliche nationale Schwerpunkte

In der vorläufigen Auswertung der EU-Asyldaten wird nicht zwischen Erst- und Folgeanträgen unterschieden. Demnach wurden in den größten Staaten Deutschland (149.127) und Frankreich (148.591) die meisten Anträge gestellt, gefolgt von Spanien (137.263) und Italien (125.824).

In Frankreich treibt die Antragszahlen in die Höhe, dass dort anders als in Deutschland viele Ukrainer Asylanträge stellen, um eine längerfristige Bleibeperspektive zu haben. Mehr als 12.000 waren es 2025 laut der Lageanalyse der EU-Kommission, über die die „Welt am Sonntag“ berichtet.

Folgeanträge und geschlechtsspezifische Verfolgung

In Deutschland waren im vergangenen Jahr neben den rund 113.000 Erstanträgen auf Asyl sehr viele Folgeanträge zu verzeichnen, allein mehr als 20.000 von bereits im Land lebenden afghanischen Frauen. Diese können seit einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs wegen „geschlechtsspezifischer Verfolgung“ Flüchtlingsschutz erhalten, wie aus dem Papier der EU-Kommission hervorgeht, über das die „Welt am Sonntag“ berichtet.

Spanien als Hauptziel für Venezolaner und Rückgang auf Kanarenroute

In Spanien stammten zwei Drittel der 137.000 Bewerber aus Venezuela. Von allen rund 88.000 Venezolanern, die im letzten Jahr in der EU einen Antrag stellten, taten dies laut EU-Kommissionspapier 94 Prozent in Spanien, wie die „Welt am Sonntag“ berichtet.

Die illegalisierte Migration nach Spanien über die gefährliche Kanarenroute wurde 2026 um 61 Prozent (rund 17.000 aufgegriffene Personen) gesenkt. Laut dem Papier der EU-Kommission sind „verstärkte Kontrollen der Küstenwachen Mauretaniens und Senegals“ der Grund, wie die „Welt am Sonntag“ meldet.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

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BKK wirft Kliniken Betrug mit überteuerten Pflegebudgets vor

Krankenhausbett am
Krankenhausbett am 28.01.2025 / via dts Nachrichtenagentur

Die Betriebskrankenkassen werfen deutschen Kliniken vor, Pflegebudgets in erheblichem Umfang missbräuchlich abzurechnen und damit die Finanzlage der Gesetzlichen Krankenversicherung weiter zu verschärfen. BKK-Verbandschefin Anne-Kathrin Klemm fordert deshalb die Abschaffung des seit 2020 geltenden Pflegebudgets und warnt vor einem finanziellen „Kipppunkt“ im Jahr 2026. Sie kritisiert zugleich die Sparpläne von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) als unzureichend und dringt auf umfassende Strukturreformen im Gesundheits- und Pflegewesen.

Vorwurf des Betrugs bei Pflegebudgets

Anne-Kathrin Klemm, Chefin des BKK-Dachverbands, wirft den deutschen Krankenhäusern unrechtmäßige Abrechnungen zulasten der gesetzlichen Krankenkassen vor. Seit die Versicherungen den Kliniken die Pflegebudgets ohne Begrenzung bezahlen müssten, nehme der Missbrauch zu, sagte sie der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (FAZ). „Kliniken setzen Pflegekräfte dazu ein, Flure zu wischen, anstatt am Krankenbett zu sein, Controller werden nur der Form halber zu Pflegeassistenten weitergebildet, damit man sie über das Pflegebudget abrechnen kann“, kritisierte Klemm in der FAZ. „Ich halte das für Betrug.“

Das Pflegebudget war 2020 eingeführt worden, um den Hospitälern außerhalb der Fallpauschalen ausreichend Geld für die Pflegekräfte zur Verfügung zu stellen und die Personalnot zu lindern. „Seitdem reichen die Kliniken ihre Pflegekosten einfach an die Kassen durch, die auf die Zahl der Kräfte oder deren Entlohnung keinerlei Einfluss haben“, sagte Klemm der FAZ. „Das war ursprünglich gut gedacht, aber inzwischen sind die Pflegegehälter so hoch, dass man das unbegrenzte Pflegebudget abschaffen sollte.“

Steigende Beiträge und unzureichende Entlastung

Klemm warnte in der FAZ, wegen der stark steigenden Ausgaben sei die Finanzlage der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) dramatisch. Der von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) für 2026 vorgegebene durchschnittliche Zusatzbeitragssatz von 2,9 Prozent sei mit den Erhöhungen im Januar bereits überschritten worden. Zusammen mit dem allgemeinen Satz von 14,6 Prozent verlangten die Kassen jetzt im Durchschnitt 17,7 Prozent.

Klemm erwartet laut FAZ für den Jahresverlauf neuerliche Anhebungen: „Ich rechne damit, dass die Beitragssätze noch im laufenden Jahr weiter steigen, wenn die Bundesregierung jetzt nicht gegensteuert.“ Das von der Ministerin für 2026 vorgelegte „Entlastungspaket“ für die Kassen über 1,8 Milliarden Euro bezeichnete sie gegenüber der Zeitung als „Peanuts“. „Warkens Sparideen reichen vorn und hinten nicht“, sagte Klemm der FAZ. „Die politischen Bemühungen fruchten bisher nicht.“

Forderungen an Bund, Reformkommission und Prävention

Klemm betonte in der FAZ, die von der Bundesregierung eingesetzte Reformkommission müsse im März tiefgreifende Veränderungen vorschlagen. Sie forderte eine Senkung des Mehrwertsteuersatzes auf Medikamente von 19 auf sieben Prozent sowie die vollständige Übernahme der Kassenbeiträge für Bürgergeldempfänger durch den Bund in Höhe von zehn Milliarden Euro im Jahr. Auch die Finanzen der Pflegeversicherung seien nach ihren Worten zerrüttet. Dort komme es in diesem Jahr nur wegen eines weiteren Bundeskredits nicht zu Beitragssatzerhöhungen. „Aber dieser Weg verschiebt das Problem nur, die vier Darlehen müssen irgendwann zurückfließen“, sagte die Verbandschefin dem Blatt. „Ich erwarte, dass im Sommer oder Herbst abermals Pflegekassen in Liquiditätskrisen geraten und gerettet werden müssen.“

In der FAZ mahnte Klemm: „2026 ist ein Kipppunkt, wenn wir jetzt nicht handeln, wird es nichts mehr mit den Reformen in dieser Legislaturperiode.“ Sie befürchtet, dass die AfD in den bevorstehenden Landtagswahlkämpfen die schlechte Lage im Gesundheits- und Pflegewesen für ihre Zwecke nutzen werde. „Die AfD hat die Defizite in der Versorgung entdeckt, die Misere lässt sich im Wahljahr 2026 populistisch ausschlachten“, warnte Klemm. „Die demokratischen Kräfte müssen die Gesundheits- und Pflegepolitik daher dringend ganz oben auf ihre Agenda setzen.“

Die Verbandsvorsitzende lehnt in der FAZ sowohl eine Verringerung der Krankenkassenzahl als auch die Einführung einer Praxisgebühr ab. „Drei, vier Euro je Kontakt, die jetzt im Gespräch sind, erzeugen nur Aufwand und Frust“, sagte sie der FAZ. Stattdessen sprach sie sich für eine Strafabgabe auf schädliche Nahrungsmittel aus: „Ich könnte mir eine Steuer auf stark verarbeitete Lebensmittel vorstellen, die besonders ungesund sind.“ Der Bund könnte nach ihren Worten auch eine Zuckersteuer einführen: „Sie würde schnell greifen, wie wir im Ausland sehen.“

Für eine bessere Prävention müsse ein Schulfach „Gesundheit“ eingeführt werden, regte Klemm in der FAZ an. Die Krankenversicherungen seien bereit, sich mehr für die Gesunderhaltung zu engagieren, doch seien ihnen oft gesetzlich die Hände gebunden: Selbst wenn das Einverständnis der Versicherten vorliege, dürften die Kassen Diabetes- oder Herz-Kreislauf-Patienten nicht proaktiv beraten oder Versicherte auf Vorsorgeuntersuchungen und Impfungen hinweisen. „Wir werden erst aktiv, wenn das Kind schon im Brunnen ist“ monierte Klemm gegenüber der FAZ. „Der Datenschutz ist derzeit ein Präventionshindernis.“

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

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Ökonomen und Wirtschaft warnen vor EU-Klimazoll und Bürokratie

Frachthafen
Foto: dts

Ökonomen und Wirtschaftsvertreter üben deutliche Kritik am zum Januar in Kraft tretenden Klimazoll der Europäischen Union. Das unter dem Namen CBAM bekannte Instrument sei zwar gut gemeint, berge aber erhebliche bürokratische Belastungen und Risiken für die Wettbewerbsfähigkeit europäischer Unternehmen, warnen Fachleute. Besonders Verarbeiter von Vorprodukten und exportorientierte Firmen sehen laut einem Bericht der „Welt am Sonntag“ Nachteile.

Skepsis gegenüber Brüsseler Ansatz

Der Wirtschaftswissenschaftler Gabriel Felbermayr schreibt in einer bisher unveröffentlichten Untersuchung, über die die „Welt am Sonntag“ berichtet: „Die Motivation für dieses Instrument ist gut, aber – wie so oft – sind die Pläne noch nicht überzeugend“. Felbermayr war mehrere Jahre lang Präsident des Kieler Instituts für Weltwirtschaft und ist nun Direktor des Österreichischen Instituts für Wirtschaftsforschung.

Brüssels Maßnahme ist unter dem Namen CBAM bekannt. Bei der Einfuhr bestimmter Waren aus Ländern mit lockereren Umweltvorschriften – etwa Stahl, Zement und Dünger – wird an den Grenzen der EU nun ein Aufschlag fällig. Dazu sollen europäische Unternehmen ermitteln, wie viel Kohlendioxid während der Produktion der Importe entstanden ist.

Felbermayr hält ein Instrument wie CBAM prinzipiell für nötig, um negative Effekte der europäischen CO2-Bepreisung auszugleichen. Aber er kritisiert Brüssels Ansatz. Wie viel Kohlendioxid in einem Produkt stecke, lasse sich nur schwer feststellen, schreibt er in der von der „Welt am Sonntag“ zitierten Untersuchung. CBAM verursache daher „erhebliche bürokratische Kosten“. Unternehmen, die etwa Stahl oder Zement außerhalb der EU einkauften, würden belastet und könnten abwandern.

Vorschläge für alternative Ausgestaltung

Der Ökonom spricht sich in der Untersuchung für einen Zuschuss auf Exporte aus. Zudem schlägt er eine uniforme Abgabe auf Importe vor. Dann müssten europäische Unternehmen nicht länger Emissionen in fernen Ländern ermitteln, würden also entlastet. Eine Alternative könnte Felbermayr zufolge sein, Produzenten CO2-intensiver Güter – anders als bisher von der EU geplant – weiterhin kostenlose Zertifikate zuzuteilen. All das solle ihre Wettbewerbsfähigkeit erhalten.

Wirtschaft warnt vor Belastungen

Auch aus der Wirtschaft kommt Kritik an CBAM. Vorstand der Stiftung Familienunternehmen Rainer Kirchdörfer sagte der „Welt am Sonntag“: „Die EU hat ihren Grenzausgleich nicht zu Ende gedacht“. „Viele Verarbeiter betroffener Vorprodukte sind in höchster Sorge.“ Auch der Export drohe zu leiden. „Und das alles“, klagte Kirchdörfer, „in dieser sehr schwachen Konjunktur“. Aber im Grundsatz sei ein marktwirtschaftliches Instrument in der Klimapolitik richtig.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

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