HASEPOST
 
HASEPOST

Weintechnik für Sammler, Restaurants und Yachten: Drei Welten, ein Ziel – Die Unterschiede im Detail

Weinregal
Weinregal

Wein ist mehr als nur ein Getränk; er ist ein lebendiger Organismus, der sich ständig verändert. Von dem Moment an, in dem er in die Flasche gefüllt wird, beginnt eine komplexe chemische Reise. Tannine polymerisieren, Aromen verändern sich, und die Farbe entwickelt sich. Doch dieser Reifeprozess ist fragil. Was früher der feuchte, dunkle Gewölbekeller unter dem Schloss erledigte, gelingt heute in modernen Wohnungen und Häusern durch eine Weinlagerung mit den Lösungen von www.premiumwinetech.de, die Technologie und Tradition perfekt vereint.

Die Industrie für Weinklimatisierung hat darauf reagiert und hochspezialisierte Technologien entwickelt. Es gibt keine „One-Size-Fits-All“-Lösung mehr. In diesem Artikel beleuchten wir die gravierenden Unterschiede in der Weintechnik für diese drei Sektoren und zeigen, warum ein Gastro-Kühlschrank auf einer Yacht versagen würde und warum Sammler-Technik im Restaurant oft unpraktisch ist.

1. Der Private Sammler: Ästhetik, Ruhe und Langzeit-Schutz

Für den privaten Weinsammler ist der Weinklimaschrank oder der ausgebaute Weinkeller oft ein Heiligtum. Hier geht es nicht um schnellen Umschlag, sondern um den Erhalt von Werten über Jahrzehnte und die Integration in den privaten Lebensraum.

Die Priorität: Absolute Stille und Design-Integration

In modernen Wohnkonzepten steht der Weinschrank oft im Wohnzimmer oder in der offenen Küche.

  • Akustik: Die Technik muss unhörbar sein. Während im Restaurant Hintergrundmusik und Stimmengewirr das Brummen eines Kompressors übertönen, ist im privaten Wohnzimmer jedes Dezibel zu viel. Hersteller setzen hier auf Inverter-Kompressoren der neuesten Generation und massive Dämmung, um Geräuschpegel unter 35 dB zu erreichen.
  • Möbel-Integration: Die Technik muss „unsichtbar“ werden. Hochentwickelte Scharniere (z.B. Pantograph-Scharniere) erlauben den flächenbündigen Einbau in Küchenfronten ohne Lüftungsgitter im sichtbaren Bereich (Sockelbelüftung).

Der technische Fokus: Langzeit-Reifung

Der Sammler lagert Weine oft für 10, 15 oder 20 Jahre.

  • Konstanz vor Flexibilität: Hier sind Geräte gefragt, die eine einzige Temperaturzone (meist 12°C) extrem stabil halten.
  • Luftqualität: Da die Weine lange liegen, ist die Gefahr von Fremdgerüchen (die durch den Korken eindringen) real. Hochwertige Aktivkohlefilter und eine permanente, kontrollierte Frischluftzufuhr sind hier wichtiger als im Restaurant, wo Flaschen nur Tage oder Wochen lagern.
  • Sicherheit: Smarte Vernetzung ist für Sammler essenziell. App-Warnungen bei Türöffnungen oder Stromausfall schützen Investitionen im Wert von Kleinwagen. Biometrische Schlösser (Fingerabdruck) verhindern den Zugriff durch Unbefugte oder Kinder.

2. Die Gastronomie: Frequenz, Präsentation und „By the Glass“-Technik

Ein Restaurant funktioniert nach völlig anderen Gesetzen. Hier ist der Weinschrank ein Arbeitsgerät und ein Verkaufsinstrument („Point of Sale“). Er muss robust sein, schnell kühlen und den Umsatz steigern.

Die Priorität: Schnelligkeit und Robustheit

Eine Weinkühlschranktür im Restaurant wird an einem Abend 50 bis 100 Mal geöffnet.

  • Recovery Time (Erholungszeit): Das wichtigste technische Merkmal für die Gastronomie ist die Fähigkeit des Kompressors, nach dem Öffnen der Tür die Zieltemperatur in Minuten wiederherzustellen. Private Geräte würden hier kapitulieren und Temperaturschwankungen zulassen. Gastro-Geräte nutzen leistungsstärkere, oft dynamische Kühlungen mit Ventilatoren, die die Kälte aggressiver verteilen.
  • Heavy-Duty-Hardware: Die Scharniere und Griffe sind auf extreme Belastung ausgelegt. Edelstahl dominiert, filigrane Touch-Mechanismen sind oft zu anfällig für den hektischen Service-Betrieb.

Der technische Fokus: Offenausschank und Zonen

  • Multi-Temperatur-Zonen: Restaurants müssen Rotwein (16-18°C), Weißwein (8-10°C) und Champagner (6°C) servierbereit halten. Lagerschränke mit einer Zone sind hier nutzlos. Die Technik muss drei oder mehr Klimazonen in einem Gerät strikt trennen können.
  • Dispensing-Systeme (Enomatic / Coravin): Dies ist der größte technische Unterschied zum Privatsammler. Restaurants nutzen komplexe Schanksysteme, die Wein mittels Edelgas (Argon oder Stickstoff) aus der Flasche zapfen, ohne den Korken zu ziehen oder Sauerstoff an den Wein zu lassen.
    • Technik: Diese Geräte kühlen, portionieren millilitergenau und konservieren angebrochene Flaschen für bis zu 3 Wochen. Sie sind oft mit Kassensystemen vernetzt, um den Schwund zu kontrollieren.

3. Superyachten: Physik, Salz und Sonderanfertigungen

Die wohl extremste Umgebung für Wein ist das Meer. Eine Yacht ist ständig in Bewegung, die Luft ist salzhaltig, der Platz ist begrenzt und die Stromversorgung variiert. Hier versagt herkömmliche Technik sofort.

Die Priorität: Sicherung gegen Bewegung (G-Kräfte)

Ein Sturm oder auch nur normaler Wellengang würde in einem normalen Weinschrank dazu führen, dass Flaschen aneinander schlagen und brechen.

  • Flaschen-Fixierung: Auf Yachten kommen spezielle „Grids“ oder Einzelhalterungen zum Einsatz, die jede Flasche separat umschließen. Es gibt keine offenen Regalböden.
  • Tür-Verriegelung: Eine Magnetdichtung reicht nicht. Yacht-Weinschränke benötigen mechanische Verriegelungen (Latches) oben und unten, damit die Tür bei Krängung (Schräglage) des Schiffes nicht aufspringt.
  • Gyroskopische Stabilisierung (High-End): In extremen Luxus-Ausführungen gibt es Weinschränke, die kardanisch aufgehängt sind oder auf gyroskopischen Plattformen stehen, um die Bewegung des Schiffes auszugleichen und das Sediment im Wein ruhig zu halten.

Der technische Fokus: Korrosionsschutz und Bordnetz

  • Materialwahl: „Edelstahl“ ist nicht gleich Edelstahl. Normale Küchengeräte nutzen V2A-Stahl (AISI 304). Auf See rostet dieser durch die salzhaltige Luft (selbst im klimatisierten Innenraum). Yacht-Technik erfordert V4A-Stahl (AISI 316) in Marine-Qualität für alle Außen- und Innenteile sowie beschichtete Verdampfer, die nicht korrodieren.
  • Kondensations-Management: Die Luftfeuchtigkeit auf See ist oft extrem hoch. Yacht-Geräte benötigen beheizte Glastüren und Rahmenheizungen, um zu verhindern, dass die Frontscheiben beschlagen oder Wasser auf das Teak-Deck tropft.
  • Variable Voltage: Yachten wechseln zwischen Landstrom (50Hz/230V) und Generatoren (oft 60Hz/115V in US-Gewässern). Die Elektronik der Weinschränke muss diese Frequenzschwankungen tolerieren können, ohne dass die Steuerung durchbrennt.
  • Custom-Shapes: Da der Rumpf gekrümmt ist, sind Standard-Quader oft Platzverschwendung. Yacht-Weinschränke sind oft Maßanfertigungen mit abgeschrägten Rückwänden oder ungewöhnlichen Maßen, um jeden Zentimeter Stauraum zu nutzen.

AFP

Grünen-Chefin Brantner offen für Bundeswehr-Einsatz in Ukraine

Bundeswehr Soldaten
Soldaten der deutschen Bundeswehr / Foto: dts

Die Grünen-Vorsitzende Franziska Brantner hat die Bereitschaft ihrer Partei signalisiert, einem möglichen Bundeswehreinsatz in der Ukraine unter bestimmten Bedingungen zuzustimmen. Zugleich forderte sie von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) ein härteres Auftreten gegenüber US-Präsident Donald Trump und drang auf den Aufbau einer Europäischen Verteidigungsunion.

Bundeswehr zur Sicherung eines Waffenstillstands in der Ukraine

Die Grünen-Vorsitzende Franziska Brantner deutete an, dass ihre Partei einem Einsatz der Bundeswehr in der Ukraine zustimmen könnte. „Wenn es den Waffenstillstand gibt und die Ukraine es will, wird sich Deutschland seiner Verantwortung nicht entziehen. Deutschland muss bereit sein, einen Waffenstillstand in der Ukraine militärisch mitabzusichern“, sagte Brantner der „Süddeutschen Zeitung“. Dies sei jedoch an Voraussetzungen gebunden, da Deutschland keine Soldaten in einen offenen Konflikt entsenden werde. Für die deutsche Sicherheit sei es nach ihren Worten entscheidend, Russlands Präsidenten Wladimir Putin in der Ukraine zu stoppen.

Forderung nach mehr Härte gegenüber den USA

Mit Blick auf die „rabiate Machtpolitik“ des US-Präsidenten Donald Trump forderte Brantner mehr Härte von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU). „Trump respektiert nur Stärke. Der Bundeskanzler wird häufiger Grenzen ziehen und sagen müssen: Bis hierhin und keinen Schritt weiter.“, sagte die Grünen-Politikerin der „Süddeutschen Zeitung“. Das wäre ihrer Meinung nach schon im Fall Venezuela nötig gewesen.

Im Fall Grönland müsse Europa zeigen, „dass eine Einverleibung weitreichende Konsequenzen hätte“. Die Politik der USA verändere sich nach Brantners Einschätzung fundamental. „Zu glauben, das wird schon wieder, ist verantwortungslos“, so Brantner in der „Süddeutschen Zeitung“. Deutschland und Europa müssten unabhängiger werden.

Plädoyer für eine Europäische Verteidigungsunion

Brantner fordert als Konsequenz eine Europäische Verteidigungsunion. „Wir brauchen europäische Streitkräfte, die einsatzfähig sind, funktionierende Entscheidungsstrukturen, gemeinsame Beschaffung und eine europäische Rüstungsagentur, die tatsächlich Entscheidungen treffen kann“, sagte Brantner der „Süddeutschen Zeitung“.

Die Frage, ob mit der Veränderung der Welt auch die Ära der Grünen als Friedenspartei ende, verneint Brantner. „Wir sind die stärkste Friedenspartei“, sagte sie der „Süddeutschen Zeitung“. Was Europa Frieden gebracht habe, sei nach ihren Worten die Anerkennung territorialer Integrität gewesen. „Diese Ordnung wollen wir verteidigen – gegen diejenigen, die zurück in Muster wollen, die Europa über Jahrhunderte in Kriege geführt haben“. Das sei „der beste Ansatz für Frieden“.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

AFP

Handwerkspräsident fordert schnellen Bürokratieabbau und Ende der Bonpflicht

Jörg Dittrich
Jörg Dittrich (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur

Der Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH), Jörg Dittrich, dringt auf eine zügige Umsetzung der von der Bundesregierung angekündigten Entlastungen beim Bürokratieabbau. Der Verbandschef kritisiert eine Vielzahl aus seiner Sicht unnötiger Regelungen und fordert, Betriebe schnell und spürbar zu entlasten.

ZDH-Präsident verlangt zügige Entlastung der Betriebe

Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH) Jörg Dittrich fordert die Bundesregierung eindringlich auf, den versprochenen Bürokratieabbau zügig umzusetzen und aus seiner Sicht unnötige Regelungen schnellstmöglich zu streichen.

Der „Bild“ (Montagsausgabe) sagte Dittrich: „Die Betriebe brauchen sofort spürbare Entlastungen. Die Abschaffung der Bonpflicht steht jetzt zwar in der Modernisierungsagenda, doch für die Betriebe zählt das letztlich erst, wenn sie wirklich weg ist.“ Dittrich sagte, es gebe zu viele unsinnige Regelungen.

Kritik an „Flut an Nachweisen“

„Die Flut an Nachweisen frisst Zeit, Geld und Nerven. Kaum etwas muss nicht belegt werden, oft nur, damit es irgendwo abgeheftet wird. Betriebe müssen oft schriftlich erklären, dass sie keine Fehler gemacht haben. Das ist so, als müsste man beim Aussteigen aus dem Auto jedes Mal unterschreiben, dass man nicht zu schnell gefahren ist“, sagte Dittrich der „Bild“.

Warnung vor Folgen für junge Meister

Oft müssten Betriebe auch Dinge schriftlich nachweisen, die bereits digital oder automatisch erfasst würden. Das schrecke gerade junge Meister ab, sich selbstständig zu machen. Der Verbandspräsident forderte die Bundesregierung auf, die geplante Modernisierungsagenda konsequent umzusetzen und weiterzuentwickeln. Betriebe dürften „nicht länger so viel Kraft aufbringen, um sich durch einen schier undurchdringlichen Bürokratiedschungel zu kämpfen, sondern ihre eigentliche handwerkliche Arbeit machen können“.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

AFP

Union fordert harte Strukturreformen und Kürzungen für Haushalt 2027

Mathias Middelberg
Mathias Middelberg (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur

Haushaltspolitiker der Union im Bundestag dringen mit Blick auf den Bundeshaushalt 2027 auf tiefgreifende Strukturreformen und milliardenschwere Kürzungen. Sie fordern Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) dazu auf, einen grundlegenden Sparkurs einzuleiten und Einschnitte auch bei SPD-geführten Ministerien vorzunehmen. Zugleich betonen SPD-Haushaltspolitiker, dass die Finanzlage „dramatisch“ sei und alle Ressorts Sparvorschläge vorlegen müssten.

Union fordert „tiefgreifende strukturelle Reformen“

Haushaltspolitiker der Union im Bundestag erhöhen nach einem Bericht der „Bild“ (Montagausgabe) den Druck auf Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD). Wie die Zeitung meldet, wollen sich die Haushälter am Montag zu einer Strategietagung treffen, um ihr weiteres Vorgehen mit Blick auf den Bundeshaushalt 2027 zu beraten.

Der stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Mathias Middelberg sagte der „Bild“: „Für den Haushalt 2027 ist es mit Einzelmaßnahmen und kleinteiliger Kosmetik nicht getan. Es müssen jetzt die tiefgreifenden strukturellen Reformen kommen. Sonst wird dieser Haushalt und noch weniger die darauffolgenden aufzustellen sein.“

Forderungen nach Kürzungen in mehreren Etatbereichen

Der CDU-Bundestagsabgeordnete und Haushaltspolitiker Andreas Mattfeldt machte gegenüber der „Bild“ deutlich, dass die Union auf Kürzungen „unter anderem im Sozialetat, bei der Entwicklungshilfe und im Klimafonds KTF“ bestehe. „Da geht es hier mal um 50 Millionen, da um 100 und dort um 500 Millionen, die wir einsparen können, zum Beispiel bei der GIZ. Beim Bürgergeld sind mit dem 2. Reformschritt mehrere Milliarden Einsparung drin.“ Klingbeil dürfe „nicht nur bei unionsgeführten Häusern“ den Rotstift ansetzen, mahnte Mattfeldt. Sondern auch bei den SPD-geführten Ministerien. Insgesamt müsse die Koalition „jetzt den Neustart-Knopf drücken“.

SPD verweist auf „dramatische“ Finanzlage

Die SPD-Bundestagsabgeordnete und Haushaltspolitikerin Bettina Hagedorn sagte der „Bild“ zur Lage der Staatsfinanzen: „Die Finanzlage ist dramatisch.“ Zugleich betonte sie mit Blick auf mögliche Einsparungen, bei denen „jetzt erst einmal alle Ministerien gefragt“ seien, dass diese „bis März Eckpunkte zu liefern“ hätten. „Die SPD ist in jedem Fall zu Einsparungen bereit“, sagte Hagedorn der „Bild“.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

AFP

CDU debattiert deutsche Beteiligung an europärem Atomschirm

Foto: dts

In der CDU gibt es Überlegungen, dass Deutschland sich an der Finanzierung eines europäischen Nuklearschirms beteiligen könnte. Hintergrund sind die Politik von US-Präsident Donald Trump und Befürchtungen um die Verlässlichkeit des amerikanischen Atomschutzes für Europa. Während CDU-Politiker eine finanzielle Beteiligung Deutschlands an europäischen Atomwaffen ins Spiel bringen, warnt die SPD vor Verstößen gegen internationale Verträge und einer weiteren Verbreitung von Atomwaffen.

CDU-Außenpolitiker bringt europäischen Nuklearschirm ins Gespräch

Roderich Kiesewetter</em (CDU) sieht vor dem Hintergrund der Politik von US-Präsident Donald Trump Spielraum für eine finanzielle Beteiligung Deutschlands an europäischen Atomwaffen. "Deutschland könnte sich an einem europäischen Schirm finanziell beteiligen, ohne die Führung zu übernehmen", sagte der CDU-Außenpolitiker der "Süddeutschen Zeitung". Nach seinen Angaben rechnen "Fachleute" mit einer Entwicklungszeit von etwa fünf Jahren. "Ich gehe eher von zehn Jahren aus."

In Fachkreisen wird laut dem Bericht darauf verwiesen, dass es wegen der Spannungen mit Russland etwa auch in Finnland, Schweden und Polen Überlegungen für einen eigenen Nuklearschutz gibt, die dann entsprechend mit Deutschland kooperieren könnten. Da in Frankreich die Rechtsextreme Marine Le Pen nach der nächsten Wahl die Macht übernehmen könnte, rät Kiesewetter zu anderen Optionen, als hier nur auf Frankreich zu setzen.

Der 2+4-Vertrag zur deutschen Einheit schließe zwar eine nationale Eigenentwicklung aus, nicht aber eine finanzielle Beteiligung an der Entwicklung mit anderen Staaten, sagte Kiesewetter der „Süddeutschen Zeitung“. „Daher sollten wir einen anderen Weg gehen, eine Allianz mit anderen Staaten bilden. Wir können finanzieren, solche Waffen stationieren, dürfen sie nur nicht selbst herstellen und einen Einsatz selbst führen.“ Planung heiße eben auch Eventualplanung. „Ein Staat, der wehrhaft sein will, muss sich Denkräume schaffen, wo auch das unwahrscheinliche, aber gefährliche mitgedacht wird.“

Sorge um Verlässlichkeit des US-Atomschirms

Bisher lagern am Fliegerhorst Büchel in Rheinland-Pfalz US-Atombomben, die im Ernstfall von Soldaten der Bundeswehr im Rahmen der sogenannten nuklearen Teilhabe ins Ziel geflogen würden. Sollte es aber zu einem Angriff der USA auf Grönland kommen, könnte neben einem Bruch der Nato auch der bisherige Atomschirm der USA für Deutschland zur Disposition stehen.

Kiesewetter sagte der „Süddeutschen Zeitung“: „Das Thema wird nur mit der Kneifzange angefasst, wie ein rohes Ei. Aber wir müssen uns damit beschäftigen, gerade auch mit Blick auf ein Grönland-Szenario und seine Folgen für die Nato und das Verhältnis zu den USA.“ Es seien komplexe Fragen zu klären: Wer habe die Kommandogewalt, wie seien die Entscheidungsmechanismen, wie würde ein Einsatz ablaufen, wo würden die Bomben gelagert, wo Tests stattfinden.

SPD warnt vor Vertragsverstößen und mehr Atommächten

Scharfer Widerspruch kommt vom SPD-Außenpolitiker Rolf Mützenich</em. "Selbst bei einer indirekten Beteiligung, ob finanziell oder auch bei der Lagerung solcher Waffen, wäre das nicht mit dem Atomwaffensperrvertrag und dem 2+4-Vertrag zu vereinbaren", sagte er der SZ. Man dürfe bei allen Herausforderungen durch das Agieren der Vereinigten Staaten jetzt nicht eine Entwicklung unterstützen, dass immer mehr Staaten nach eigenen Atomwaffen streben.

„Wir müssen stattdessen unbedingt durch Verhandlungen und Diplomatie die Rüstungskontrolle wieder stärken, auch wenn sich die internationalen Kontrollregimes gerade auflösen. Auch China sollte man versuchen, mit einzubeziehen.“ Sonst drohe irgendwann die atomare Katastrophe. Eines sei für ihn bei allen Unwägbarkeiten gerade ziemlich klar: „Eine Welt mit noch mehr Atomwaffenmächten wäre noch unsicherer.“

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

AFP

EU erwägt zusätzliche Sanktionen gegen Iran wegen Protestgewalt

Anti-Iran-Protest (Archiv)
Anti-Iran-Protest (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur

Angesichts der Eskalation im Iran zeigt sich die EU bereit, neue Sanktionen gegen das Regime in Teheran zu verhängen. EU-Chefdiplomatin Kaja Kallas betont in einem Interview mit der „Welt“ die Unterstützung für die Demonstrierenden im Iran und kündigt an, zusätzliche Strafmaßnahmen vorzuschlagen. Darüber hinaus äußert sie sich zur sicherheitspolitischen Rolle der Nato in der Arktis und zur weiteren Entwicklung des Kriegs in der Ukraine.

EU erwägt weitere Sanktionen gegen Iran

EU-Chefdiplomatin Kaja Kallas sagte der „Welt“: „Die EU hat bereits weitreichende Sanktionen gegen den Iran verhängt – und zwar gegen diejenigen, die für Menschenrechtsverletzungen, die Ausweitung des Atomprogramms und für Teherans Unterstützung von Russlands Krieg in der Ukraine verantwortlich sind. Und ich bin bereit, zusätzliche Sanktionen als Antwort auf die brutale Unterdrückung von Demonstranten vorzuschlagen.“

Die ehemalige Regierungschefin von Estland sagte weiter, im Iran würden die größten Demonstrationen seit Jahren stattfinden. „Die Bürger kämpfen um eine selbstbestimmte Zukunft und riskieren alles, um gehört zu werden. Das Regime hat eine lange Geschichte darin, Proteste zu ersticken, und wir sehen eine brutale Reaktion der Sicherheitskräfte.“ Gewalt gegen friedliche Demonstranten sei „inakzeptabel“, sagte Kallas weiter.

Nato und Sicherheit in der Arktis

Vor dem Hintergrund der vom US-Präsidenten Donald Trump vorgebrachten Gebietsansprüche auf Grönland bringt Kallas ein Engagement der Nato in der Arktis-Region ins Spiel. „Grönland gehört seinen Bürgern. Wenn es Sorgen gibt über die Sicherheit der Insel, ist die Nato gut geeignet diese Sorgen auszuräumen“, sagte Kallas der „Welt“. Trump hatte zuvor den Anspruch der USA auf Grönland mit der Abwehr von Russland und China begründet.

Kallas sagte weiter: „Grönland ist strategisch wichtig. Es gibt in der Nähe der Insel Unterwasserkabel und unter dem Eis Grönlands liegen Seltene Erden“. Die USA, Dänemark und Grönland werden laut Kallas jetzt Gespräche über das weitere Vorgehen führen. US-Außenminister Marco Rubio hat unterdessen für diese Woche ein Treffen mit Vertretern Dänemarks angekündigt.

Bewertung des Kriegsverlaufs in der Ukraine

Nach Ansicht der EU-Chefdiplomatin kann der Krieg in der Ukraine trotz der laufenden Friedensbemühungen noch lange andauern. Es benötige zwei Seiten, die Frieden wollten, aber nur eine Seite, um Krieg zu führen, so Kallas in der „Welt“. „Immer wieder hat Russland gezeigt, dass man mehr Krieg will. Die bittere Realität ist, dass der Krieg sich noch lange hinziehen kann. Wir müssen damit fortfahren, Druck auf Moskau auszuüben, wozu auch noch mehr Sanktionen gegen den russischen Energie-und Bankensektor und gegen die Schattenflotte gehören, sodass sie auch Frieden will.“

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

AFP

Reservistenverband fordert Verzicht auf langwierige Sicherheitsüberprüfungen

Soldaten der
Soldaten der Bundeswehr (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur

Der Reservistenverband fordert angesichts einer deutlich gestiegenen Nachfrage nach neuen Reservisten den Verzicht auf umfangreiche Sicherheitsüberprüfungen. Verbandschef Patrick Sensburg argumentiert, die derzeitigen Verfahren dauerten zu lange, um die benötigte Zahl an Reservisten zu erreichen, und plädiert für alternative Wege zur Stärkung der Einsatzbereitschaft.

Forderung nach Verkürzung der Sicherheitsüberprüfungen

Verbandschef Patrick Sensburg kritisiert die Dauer der derzeitigen Sicherheitsüberprüfungen für Reservisten. „Wir brauchen viel zu lange, um die Interessierten in den Dienst zu bringen. Wir müssen darüber nachdenken, ob eine Sicherheitsüberprüfung weiter die Voraussetzung sein muss“, sagte Sensburg der „Süddeutschen Zeitung“.

Nach seinen Angaben richtet sich die Kritik insbesondere gegen langwierige Verfahren, mit denen zum Beispiel extremistische Einstellungen von Soldaten offengelegt werden sollen. Zurzeit brauche die Überprüfung, die benötigt werde, damit jemand an der Waffe ausgebildet werden kann, über ein Jahr. „Das dauert viel zu lange, weshalb wir die Sicherheitsüberprüfung hinterfragen müssen.“

Hohe Zielzahlen bei Reservisten

Sensburg verwies darauf, dass bereits bei der früheren Wehrpflicht keine umfassende Sicherheitsüberprüfung für alle Eingezogenen durchgeführt worden sei. „Wir hatten bei der früheren Wehrpflicht auch keine Sicherheitsüberprüfung für jeden, der eingezogen wurde. Wir reden nun von 200.000, vielleicht sogar 800.000 Reservisten, die wir nie durch eine so langwierige Sicherheitsüberprüfung bekommen“, sagte Sensburg weiter der „Süddeutschen Zeitung“.

Zudem äußerte Sensburg Zweifel, ob allein mit dem neuen Wehrdienst das Ziel von mindestens 460.000 Soldaten und Reservisten erreicht werden kann. „Das scheint mir sehr ambitioniert und wird schwierig werden.“ Wehrdienstleistende, die sich nicht als Berufs- oder Zeitsoldaten weiterverpflichten, sind automatisch Reservisten.

Forderung nach Anreizen und Gesellschaftsjahr

Neben den Sicherheitsüberprüfungen sprach sich Sensburg für zusätzliche Anreize für Unternehmen aus. Zudem müsse es mehr Anreize für Arbeitgeber geben, um Reservisten öfter für Übungen freizustellen.

Als weitergehenden Ansatz brachte Sensburg ein verpflichtendes Engagement für die Gesellschaft ins Gespräch. Aus seiner Sicht sei „ein verpflichtendes Gesellschaftsjahr, ob bei der Bundeswehr, bei der Feuerwehr, beim THW oder im Zivilschutz, der beste Ansatz, um unsere Ziele zu erreichen“, sagte Sensburg der „Süddeutschen Zeitung“.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

AFP

FC Bayern demontiert Wolfsburg 8:1 und baut Tabellenführung aus

FC Bayern
FC Bayern München - VfL Wolfsburg am 11.01.2026 / Revierfoto/ddp, via dts Nachrichtenagentur

Der FC Bayern München hat zum Abschluss des 16. Spieltags der Fußball-Bundesliga ein deutliches Ausrufezeichen gesetzt. In der Allianz-Arena besiegten die Münchner den VfL Wolfsburg mit 8:1 und festigten damit ihre Tabellenführung. Während Bayern in der Liga weiterhin ungeschlagen bleibt, steckt Wolfsburg nach der klaren Niederlage weiter im Abstiegskampf.

Bayern startet frühfurios in die Partie

Der FC Bayern München übernahm von Beginn an die Kontrolle und ging bereits in der 5. Minute in Führung. Ein Eigentor von Kilian Fischer brachte die Münchner früh auf die Siegerstraße. Der VfL Wolfsburg fand jedoch zunächst eine Antwort: Dzenan Pejcinovic erzielte in der 13. Minute den Ausgleich.

Die Gastgeber ließen sich davon nicht beirren und drängten weiter nach vorne. Noch vor der Pause gelang ihnen der erneute Führungstreffer. Nach einer Vorlage von Michael Olise traf Luis Diaz per Kopf zum 2:1 für Bayern München.

Torflut nach der Pause

In der zweiten Halbzeit setzte der FC Bayern seine Überlegenheit konsequent fort. In der 50. Minute erhöhte Michael Olise auf 3:1. Nur drei Minuten später folgte der nächste Rückschlag für Wolfsburg: Ein Eigentor von Moritz Jenz sorgte in der 53. Minute für das 4:1.

Die Münchner blieben offensiv ausgerichtet und nutzten ihre Chancen weiter konsequent. Raphael Guerreiro, Harry Kane, erneut Michael Olise und Leon Goretzka erzielten die weiteren Treffer zum 8:1-Endstand. Wolfsburg hatte dieser Offensivpower nichts mehr entgegenzusetzen und musste sich deutlich geschlagen geben.

Tabellenführung gefestigt, Wolfsburg im Abstiegskampf

Mit dem klaren Erfolg festigt der FC Bayern München seine Tabellenführung und bleibt in der Bundesliga weiterhin ungeschlagen. Der VfL Wolfsburg hingegen steckt nach der hohen Niederlage weiter im Abstiegskampf und muss sich neu sortieren. Die Partie zeigte die spielerische Klasse der Münchner, die mit schnellen Kombinationen und effektiven Abschlüssen überzeugten.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

AFP

Warum bei Glatteis die Schule ausfällt – die Kita aber nicht

Kita (Symbolbild) / Foto: dts
Kita (Symbolbild) / Foto: dts

Ein winterliches Paradox sorgt immer mal wieder für Diskussionen: Während Schülerinnen und Schüler bei Glatteis zu Hause bleiben dürfen, öffnen Kindertagesstätten meist ganz normal. Warum ist das so?

Es gibt eine Schulpflicht, aber keine Kitapflicht

Wenn Straßen und Gehwege spiegelglatt sind, fällt in Stadt und Landkreis Osnabrück der Schulunterricht aus. Gleichzeitig öffnen Kitas ihre Türen wie gewohnt. Für viele Eltern wirkt das widersprüchlich – schließlich sind gerade kleine Kinder besonders schutzbedürftig. Die Gründe für diese unterschiedliche Behandlung liegen jedoch in Verantwortung, Organisation und rechtlichen Vorgaben.

Schulweg: lange Strecken, hohe Risiken

Schulkinder legen ihren Weg häufig allein zurück – zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit Bus und Bahn. Bei Glatteis steigt das Unfallrisiko erheblich, vor allem bei längeren Schulwegen oder unzuverlässigem Nahverkehr. Die Schulbehörde trägt eine besondere Fürsorgepflicht und entscheidet sich daher im Zweifel für den Unterrichtsausfall, um Unfälle zu vermeiden.

Kitas erfüllen einen Betreuungsauftrag

Kindertagesstätten haben hingegen neben einem Bildungs- und Erziehungsauftrag auch einen Betreuungsauftrag, denn Eltern haben einen gesetzlichen Betreuungsanspruch. Ein weiterer Unterschied: Kita-Kinder kommen in der Regel in Begleitung ihrer Eltern. Diese können individuell entscheiden, ob der Weg zur Kita bei den aktuellen Wetterbedingungen zumutbar ist. Bei Schulen ist diese individuelle Abwägung kaum möglich, da dort hunderte Kinder gleichzeitig erwartet werden.

Rechtliche Unterschiede

Schulpflicht bedeutet, dass der Staat Verantwortung für die Sicherheit der Kinder übernimmt – auch für den Schulweg. In Kitas hingegen entscheiden die Eltern selbst, ob sie ihr Kind bringen oder nicht. Grundsätzlich bleiben Kitas auch bei Glatteis geöffnet, können jedoch eine Empfehlung an die Eltern aussprechen, ihre Kinder – wenn möglich – zu Hause zu betreuen. Diese Entscheidung liegt letztlich bei den Familien.

Jede Kita entscheidet individuell

Für die Erziehenden gilt hingegen eine andere Regelung: Sie sind arbeitsrechtlich auch bei Glatteis verpflichtet, ihren Dienst anzutreten, denn das so genannte Wegerisiko liegt bei den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern. Gelingt es einzelnen Beschäftigten witterungsbedingt nicht, die Kita zu erreichen, wird die Lage individuell bewertet. Jede Einrichtung entscheidet dann eigenständig, ob mit dem verfügbaren Personal eine Betreuung aufrechterhalten werden kann oder ob es zu Einschränkungen oder einer kurzfristigen Schließung kommt.

AFP

Saarland sagt Präsenzunterricht wegen Glatteiswarnung komplett ab

Kinder in
Kinder in einer Schule / via dts Nachrichtenagentur

Wegen umfangreicher Glatteiswarnungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) fällt am Montag im Saarland der Präsenzunterricht an allen Schulen aus. Das saarländische Bildungsministerium ordnete landesweit Distanzlernen an und begründete den Schritt mit der Sicherheit von Schülerinnen, Schülern und Beschäftigten.

Präsenzunterricht an allen Schulen abgesagt

Nach Nordrhein-Westfalen hat auch das saarländische Bildungsministerium für Montag landesweit den Präsenzunterricht an allen Schulen abgesagt. Grund sind die massiven Warnungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) vor gefrierendem Regen und flächigem Glatteis in der Nacht zum Montag, wie das Ministerium am Sonntagabend mitteilte.

Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot begründete die Entscheidung mit der Sicherheit der Schüler und Beschäftigten. „Angesichts der massiven Glatteiswarnungen können wir den regulären Schulweg nicht verantworten“, sagte sie laut Mitteilung des Ministeriums. Der Unterricht findet stattdessen als Distanzlernen statt.

Notbetreuung für Kinder ohne Betreuung zu Hause

Für Kinder, die nicht zu Hause betreut werden können, richtet jede Schule eine Notbetreuung ein. Die Maßnahme stützt sich auf das seit August 2025 geltende Digitale-Bildung-Gesetz (DiBiG), das landesweite Lösungen für außergewöhnliche Lagen ermöglicht.

Wetterwarnungen des DWD als Grundlage

Auslöser der Entscheidung sind die vom Deutschen Wetterdienst (DWD) gemeldeten massiven Warnungen vor gefrierendem Regen und flächigem Glatteis in der Nacht zum Montag. Das Bildungsministerium verwies auf diese Einschätzungen des DWD als Grundlage für die landesweite Aussetzung des Präsenzunterrichts.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

AFP