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Merz und Estland wollen Nato-Ostflanke gegen Russland stärken

Kristen Michal
Kristen Michal und Friedrich Merz am 27.11.2025 / via dts Nachrichtenagentur

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und der estnische Ministerpräsident Kristen Michal haben in Berlin über die Lage im Ukrainekrieg beraten. Im Mittelpunkt standen die sicherheitspolitische Situation in Osteuropa, die Stärkung der Nato-Ostflanke sowie die Unterstützung der Ukraine.

Beratungen zur Sicherheitslage in Europa

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat mit dem estnischen Ministerpräsidenten Kristen Michal über die Lage im Ukrainekrieg gesprochen. Man habe „leider auch viel Zeit“ für die aktuelle sicherheitspolitische Lage aufwenden müssen, sagte Merz am Donnerstag in Berlin nach einem Treffen mit Michal. „Estland hat die Auswirkungen des Ukrainekriegs direkt vor Augen“, fügte der Kanzler hinzu.

Als Beispiele nannte Merz Desinformation, Sabotage und Drohnen von russischer Seite, die allerdings nicht nur in Osteuropa, sondern in Deutschland in einer hybriden Kriegsführung zum Einsatz kämen. Man wolle „gemeinsam die Nato-Ostflanke stärken“, bekräftigte der Bundeskanzler. Die baltischen Staaten könnten sich auf die „Solidarität“ Deutschlands verlassen. Das gelte auch für die Rüstungskooperation, so Merz.

Unterstützung für die Ukraine

Beide Regierungschefs seien sich einig, dass die Ukraine sich „wirksam“ verteidigen können müsse. Dafür brauche das Land „starke Streitkräfte“ und „belastbare Sicherheitsgarantien ihrer Partner“ auch nach einem etwaigen Kriegsende, so der Kanzler weiter.

Bedingungen für einen möglichen Friedensschluss

Für einen möglichen Friedensschluss bedürfe es nach den Worten von Merz der Zustimmung der europäischen Partner und innerhalb des Bündnisses. Sowohl Deutschland als auch Estland begrüßten die Bemühungen der USA, ein Ende des Krieges herbeizuführen. Dabei dürfe es aber keine „einseitigen territorialen Zugeständnisse“ geben, sagte Merz. Die in Genf begonnenen Gespräche müssten jetzt weitergeführt werden.

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Gute Nachricht des Tages: Kita-Kinder schmücken den Weihnachtsbaum im Rathaus Lotte

Zufriedene Gesichter im Rathaus Lotte. / Foto: Nina Jostmeier
Zufriedene Gesichter im Rathaus Lotte. / Foto: Nina Jostmeier

Neun Kinder der Regenbogen-Kita Lotte-Büren haben am 26. November den Weihnachtsbaum im Rathaus-Foyer geschmückt. Mit selbstgebasteltem Schmuck verwandelten sie die bis dahin kahle Tanne in einen bunten Weihnachtsbaum.

Fünf- und Sechsjährige am Werk

Mit viel Freude und Kinderlachen gingen die Fünf- und Sechsjährigen ans Werk. Schnell bildete sich eine Schlange vor der Leiter, die Bürgermeister Philip Middelberg holte, damit auch die höher liegenden Zweige geschmückt werden konnten.

Als der Baumschmuck vollständig dekoriert war, sangen die Kinder gemeinsam mit ihrer Erzieherin Marina Mordowski und ihrem Erzieher Marcus Witt „In der Weihnachtsbäckerei“ und „Jingle Bells“. Als Dank für den toll geschmückten Baum schenkte Middelberg jedem Kind ein Schokoladen-Rentier.

Büro des Bürgermeisters besucht

Anschließend flitzen die Kinder in den Ratssaal und bekamen einen Einblick, wo wichtige Entscheidungen für die Gemeinde getroffen werden. Auch im Büro des Bürgermeisters durften sie sich umsehen und stellten viele Fragen, die Middelberg ihnen gerne beantwortete. Zum Beispiel zu den zahlreichen Fotos und zur großen Karte der Gemeinde, auf der die Kinder den Standort ihrer Kita suchten.

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Das „Vinum Octagonom“ von Sarah Welte hat einige Neuerungen auf dem Osnabrücker Weihnachtsmarkt

Sarah Welte (Mitte) und ihr Team des Vinum Octagonom auf dem Osnabrücker Weihnachtsmarkt / Foto: Pohlmann
Sarah Welte (Mitte) schenkt Glühwein in Osnabrück aus. / Foto: Pohlmann

(Anzeige) Ein warmes Plätzchen, viele für den Weihnachtsmarkt neue Getränke und ein klares Bekenntnis zur Qualität: Das „Vinum Octagonom“ von Sarah Welte startet mit mehreren Neuerungen in die diesjährige Weihnachtsmarkt-Saison.

Erstmals wird der ausgeschenkte Glühwein vegan angeboten. Wer es lieber etwas frischer mag, findet nun auch klassischen Wein im Sortiment – darunter einen Grauburgunder sowie Rot- und Roséwein aus der Merlot-Traube. Zusätzlich erweitern Aperol und Lillet das Angebot. Ganz besonders empfiehlt Betreiberin Sarah Welte in diesem Jahr den „Hot Apple Ginger“, eine scharfe Alternative zum klassischen Glühwein. Auch hierbei setzt sie auf hochwertige Zutaten und verwendet Bio-Ingwer.

Nein, kein Glühwein: Hier fließt ein roter Merlot ins Weinglas!
Nein, kein Glühwein: Hier fließt ein roter Merlot ins Weinglas! / Foto: Pohlmann

Das „Vinum Octagonom“ am Eingang zum Hexengang ist längst für seine außergewöhnliche Auswahl an warmen Spezialitäten bekannt. Eine zweistellige Auswahl an Glühweinvariationen (bei stabilem Preis auf dem Niveau des Vorjahres), 16 Schuss-Varianten und sechs Punschsorten machen den Stand zu einem der vielseitigsten Angebote des Osnabrücker Weihnachtsmarkts. Viele Besucher schätzen zudem die Möglichkeit, in einem wettergeschützten Bereich in geselliger Runde Platz zu nehmen.

Große Vielfalt im „Vinum Octagonom“ – von klassisch bis kreativ

Direkt neben dem Dom gelegen und geführt von Sarah Welte, Mitglied einer bekannten Schaustellerfamilie, hat sich das „Vinum Octagonom“ seit seinem Start vor zwei Jahren einen festen Platz im Marktgeschehen erarbeitet. Neben dem klassischen Glühwein finden sich weniger süße Varianten, Winzerglühwein, italienische Sorten und weißer Glühwein.

Der Weinglas-Baum im „Vinum Octagonom“
Der Weinglas-Baum im „Vinum Octagonom“ / Foto: Pohlmann

Wer es experimenteller mag, greift zu Kombinationen mit Kirsch-, Orangen- oder Kokoslikör. Für Autofahrer gibt es den alkoholfreien „Fahrerpunsch“. Cremige Spezialitäten wie Eierpunsch oder Weltes Eigenkreation, der „Raffaelo Punsch“, runden das Sortiment ab. Besonders beliebt ist zudem der Rosé Rosato.

Woher kommt der Name „Vinum Octagonom“?

Der achteckige Kupferkessel bildet das Herzstück des Standes und verleiht ihm seinen Namen. Der Glühwein wird darin nicht vorgekocht, sondern erst beim Zapfen erhitzt. Diese Methode bewahrt die feinen Aromen und sorgt für einen intensiveren Geschmack.

Das Vinum Octagonom auf dem Osnabrücker Weihnachtsmarkt / Foto: Pohlmann
Das Vinum Octagonom von Sarah Welte auf dem Osnabrücker Weihnachtsmarkt

Geschützt sitzen in weihnachtlicher Atmosphäre

Mehr als 30 Sitzplätze und eine detailverliebte Gestaltung schaffen einen gemütlichen Rückzugsort mitten im Trubel des Marktes. Viele Gäste kommen genau deshalb jedes Jahr wieder – für außergewöhnliche Getränke, aber auch für die warme, wettergeschützte Atmosphäre.

Der Osnabrücker Weihnachtsmarkt und das „Vinum Octagonom“ sind bis zum 22. Dezember täglich von 12 bis 21 Uhr geöffnet.

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Neue Anlaufstelle: Bundestag soll familienfreundlicher für Abgeordnete werden

Hanna Steinmüller
Hanna Steinmüller (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur

Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) will den Bundestag familienfreundlicher gestalten und hat dazu die Einrichtung einer neuen Anlaufstelle mit dem Titel „Mandat und Baby“ angekündigt. Ziel ist es, die Rahmenbedingungen für Abgeordnete mit kleinen Kindern zu verbessern und Hürden für ein Mandat in verschiedenen Lebensphasen abzubauen.

Neue Anlaufstelle für Abgeordnete mit Kindern

Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) will mit der Einrichtung der Anlaufstelle „Mandat und Baby“ den Bundestag familienfreundlicher machen. Klöckner sagte der „Rheinischen Post“ (Freitag): „Ein Baby darf kein Hindernis für ein Mandat sein.“ Das bedeute, die Strukturen des Bundestages so zu modernisieren, dass Frauen in jeder Lebensphase eine Abgeordnetentätigkeit übernehmen könnten, ergänzte die Präsidentin gegenüber der „Rheinischen Post“.

Die neue Anlaufstelle stellte Klöckner demnach am Donnerstag dem Ältestenrat vor. Dort sollen Parlamentarier künftig Auskünfte und Informationen einholen können. Darüber hinaus soll die Anlaufstelle die Kommunikation zwischen den Abgeordneten und den zuständigen Referaten in der Bundestagsverwaltung gewährleisten und auch eine Sprechstunde für die Bedürfnisse der Mütter und Väter anbieten.

Weitere Maßnahmen für mehr Familienfreundlichkeit

Klöckner hatte zuletzt bereits die Mitnahme von Babys in den Plenarsaal erlaubt, die noch gestillt werden. Auch müssen namentliche Abstimmungen inzwischen zum Beginn einer Sitzung beantragt werden. So können Abgeordnete mit kleinen Kindern nicht mehr kurzfristig in der Nacht ins Plenum gerufen werden, um abzustimmen.

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Hausärzte fordern kostenlose Medikamente und weniger Bürokratie für Long Covid

Logo einer
Logo einer Apotheke (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur

Der Bundesvorsitzende des Hausärzteverbandes, Markus Beier, fordert einen kostenlosen Zugang zu Medikamenten für Long-Covid-Patienten. Zudem dringt er auf einen raschen Abbau bürokratischer Hürden für Betroffene, die nach Virusinfektionen an ME/CFS erkrankt sind.

Forderung nach kostenfreiem Medikamentenzugang

Markus Beier, Bundesvorsitzender des Hausärzteverbandes, verlangt, dass Long-Covid-Patienten künftig kostenlos Zugang zu Medikamenten erhalten. Unter gewissen Umständen könnten bestimmte Medikamente, die zwar formal nur für andere Erkrankungen zugelassen seien, auch ME/CFS-Patienten helfen, sagte Beier der „Rheinischen Post“ (Freitagsausgabe). Experten hätten entsprechende Empfehlungen erarbeitet. Allerdings müssten bei diesem sogenannten Off-Label-Use die Patienten die Kosten derzeit noch in der Regel selbst übernehmen. „Das muss sich schnell ändern.“

Kritik an bürokratischen Hürden

Zugleich forderte Beier die Politik auf, Bürokratie für Betroffene abzubauen. Viele Patienten hätten „mit enormen bürokratischen Hürden zu kämpfen – von der Beantragung des Krankengeldes bis zur Bewilligung einer Haushaltshilfe“. Viele seien damit nachvollziehbarerweise überfordert. „Hier wäre die Politik gefragt, die bürokratischen Hürden zu senken und für klarere und einfachere Prozesse zu sorgen“, sagte er der „Rheinischen Post“.

Hunderttausende Betroffene in Deutschland

Schätzungen zufolge sind in Deutschland rund 650.000 Menschen infolge einer Virusinfektion an ME/CFS erkrankt.

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Fotografin Koelbl porträtiert Boris Pistorius: „Putin weiß, wo die Schwachstellen sind“

Buch über Boris Pistorius. / Foto: Dominik Lapp
Buch über Boris Pistorius. / Foto: Dominik Lapp

Die Fotografin Herlinde Koelbl hat es erneut getan: Nach Politikern wie Gerhard Schröder und Angela Merkel widmet sie nun dem derzeit beliebtesten deutschen Politiker ein ganzes Buch. In Osnabrück, wo Boris Pistorius aufgewachsen ist und einst Oberbürgermeister war, stellte der Bundesverteidigungsminister Anfang Oktober das Werk im Theater vor. Unsere Redaktion hat sich „Boris Pistorius. Aufbruch“ genauer angesehen – und findet ein facettenreiches Porträt zwischen politischer Verantwortung und privatem Halt.

Zwischen Staatsräson und Stadionbesuch

Ein Jahr lang begleitete Herlinde Koelbl den SPD-Politiker – in Bundeswehrkasernen, bei Truppenbesuchen, auf Reisen in Krisenregionen wie dem Irak. Ebenso war sie dabei, wenn Boris Pistorius mit seiner Ehefrau oder seinen Brüdern Zeit verbrachte oder gemeinsam mit ihnen beim Fußball an der Bremer Brücke stand. Die Kombination aus politischer Nähe und familiären Momenten macht das Buch genauso abwechslungsreich wie locker zu lesen.

Koelbl stellt ihrem Protagonisten nicht nur politische, sondern auch persönliche und philosophische Fragen. Das Ergebnis: Ein Mensch, der sich selbst als bodenständig beschreibt und dessen politisches Handeln stark von seiner Herkunft geprägt ist. „Als der mittlere von drei Brüdern bin ich in einem sehr politischen Elternhaus aufgewachsen, in dem Gerechtigkeit und Fairness immer großgeschrieben wurden. In der Familie habe ich früh gelernt, Dinge offen anzusprechen, dabei mein Gegenüber zu respektieren und gleichzeitig meine Position zu vertreten.“ Seine Mutter sei der ruhende Pol gewesen, politisch geprägt hätten ihn aber beide Elternteile.

Was ihn antreibt

Auf die Frage, von wem er am meisten gelernt habe, nennt Pistorius als Erstes seine Eltern. Seine 2015 verstorbene Frau habe ihn immer wieder geerdet, seine Brüder, Freunde, zweite Ehefrau und Kinder gäben ihm heute Halt. In der Politik habe er keine Freunde, sagt er – sein privates Umfeld sei deshalb umso wichtiger.

Er bereite sich gründlich vor, treffe andere Politiker, tausche Handynummern aus, um schnell im Austausch zu bleiben. Doch am liebsten verschaffe er sich selbst ein Bild. Und als Sozialdemokraten prägten ihn zwei Namen besonders: Willy Brandt und Helmut Schmidt. Eine Kanzlerkandidatur? Damit habe er nie gerechnet, betont Pistorius – er habe stets hinter Olaf Scholz gestanden.

Auch private Einblicke bietet das Buch: Wie hier ein Besuch der drei Pistorius-Brüder im Stadion an der Bremer Brücke. / Foto: Dominik Lapp
Auch private Einblicke liefert Herlinde Koelbl mit ihren Fotos im Buch: Wie hier ein Besuch der drei Pistorius-Brüder im Stadion an der Bremer Brücke. / Foto: Dominik Lapp

Haltung zu Krieg, Frieden und Verantwortung

Im Zentrum des Buches steht immer wieder die Frage nach Pistorius‘ politischer Haltung in Zeiten geopolitischer Krisen. Auch kritische Fragen werden gestellt, etwa ob er sich nicht genügend für den Frieden einsetze. Seine Antwort: „Das ist eine plakative und auch bösartige Unterstellung, die ich zurückweise. Auch mein Ziel ist ja gerade der Friede, und zwar der nachhaltige Friede. Meine Sozialisation in der Friedensstadt Osnabrück hat mich grundlegend geprägt.“

Bürgerinnen und Bürger zwischen 20 und 80 Jahren durften eigene Fragen beisteuern. Sie wollten wissen, warum er weiterhin Verteidigungsminister sein wollte, wie er die Bundeswehr umbauen würde, was ihn religiös bewegt und welche Visionen er für Deutschland und Europa hat.

Auch die Frage, ob er Pazifist sei, beantwortet er offen: „Ich glaube, jeder Mensch, der in Frieden leben will, ist Pazifist.“ Doch was wäre, wenn Deutschland angegriffen würde? Dann, sagt Pistorius, „müssen wir uns alle gemeinsam verständigen, ob wir nur zuschauen wollen. Ich bin eher bei denjenigen, die sagen: Ich wehre mich dagegen, ich möchte nicht unterjocht werden.“ Freiheit und die Menschen, die man liebt, könne man „nicht mit Gebeten oder Sitzblockaden verteidigen“.

Zur Bedrohung durch äußere Einflussnahme formuliert er klar: „Putin weiß, wo die Schwachstellen in unserer gesellschaftlichen Psyche sind, und er spielt geschickt die Karte ‚Angst vor Krieg‘. Wir sind möglicherweise seine größte Zielscheibe, was diese Frage angeht, weil er glaubt, dass wir besonders empfänglich dafür seien.“

Boris Pistorius in Osnabrück. / Foto: Dominik Lapp
Boris Pistorius bei einem Wahlkampf-Auftritt im Grünen Jäger in Osnabrück. / Foto: Dominik Lapp

Ein persönliches und politisches Dokument

Herlinde Koelbls Projekt war abenteuerlich, nicht zuletzt durch die Reisen in Krisengebiete. Herausgekommen ist ein Buch, das Boris Pistorius nahbar macht – ohne ihn zu verklären. Es zeigt den Politiker im Maschinenraum der Macht, aber ebenso den Familienmenschen, der Kraft aus seinem privaten Umfeld schöpft.

Das Buch „Boris Pistorius. Aufbruch“ (ISBN 978-3-98962-013-1, Knesebeck Verlag, 24 Euro) ist ein Werk mit 53 exklusiven Fotos und atmosphärischen Einblicken, das politisch Interessierte ebenso anspricht wie Leserinnen und Leser, die auf 152 Seiten nach dem Menschen hinter dem Minister suchen.

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Hamburgs Polizeichef fordert schärfere Maßnahmen gegen Fußballgewalt

Fans mit
Fans mit Pyrotechnik (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur

In der Debatte um Gewalt von Fußballfans fordert der Hamburger Polizeipräsident Falk Schnabel zusätzliche Maßnahmen rund um die Stadien. Er verweist auf eine seit Jahren bestehende Gewaltproblematik im Fußball und auf Täter, die im Alltag unauffällig erscheinen. Ein schwerer Vorfall in Hamburg hatte im Januar 2025 bundesweit für Entsetzen gesorgt.

Polizeipräsident fordert zusätzliche Maßnahmen

Hamburgs Polizeipräsident Falk Schnabel mahnt angesichts der anhaltenden Diskussion über Gewalt von Fußballfans weitere Schritte im Umfeld der Stadien an. „Der Fußball hat seit vielen Jahren ein Gewaltproblem“, sagte er der „Zeit“. Nach seinen Worten beobachte die Polizei, dass einige der Täter in ihrem Alltag unauffällig seien: Man sehe, dass einige der Täter ein bürgerliches Leben führen. „Aber am Wochenende fallen plötzlich alle Schranken“, sagte Schnabel der „Zeit“.

Schwerer Vorfall sorgt überregional für Entsetzen

Ein mutmaßlicher Fall von schwerer Fangewalt in Hamburg hatte im Januar 2025 überregional für Entsetzen gesorgt. Vermummte Männer, offenbar Anhänger des Hamburger SV, attackierten damals auf St. Pauli eine Gruppe von älteren Fans des 1. FC Köln. Ein Betroffener wurde schwer verletzt.

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Deutscher Astronaut soll mit Artemis-Programm zum Mond fliegen

Mond (Archiv)
Mond (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur

Ein deutscher Astronaut soll im Rahmen des Artemis-Programms der NASA in Zusammenarbeit mit internationalen Partnern wie der Esa demnächst zum Mond fliegen. Forschungsminister Dorothee Bär (CSU) kündigte dies am Donnerstag bei der Ministerratstagung der Europäischen Weltraumorganisation Esa in Bremen an. Ein genauer Zeitpunkt steht noch nicht fest, zudem ist lediglich ein Flug zum Mond, nicht jedoch eine Landung geplant.

Ankündigung bei Esa-Ministerratstagung

Forschungsministerin Dorothee Bär (CSU) teilte mit, dass ein deutscher Astronaut demnächst zum Mond fliegen soll. Die Ankündigung erfolgte bei der Ministerratstagung der Europäischen Weltraumorganisation Esa in Bremen. Konkrete Angaben zum Termin der Mission liegen noch nicht vor.

Fest steht nach den bisherigen Planungen, dass es sich um einen Flug zum Mond handeln soll, nicht jedoch um eine Mondlandung. Auch die Auswahl der beteiligten Astronauten ist noch offen.

Favoriten für den Mondflug

Als Favoriten für die Mission gelten Alexander Gerst sowie Matthias Maurer. Eine Entscheidung über die endgültige Besetzung der Mission ist noch nicht gefallen.

Artemis-Programm als Rahmen

Hintergrund der Pläne ist das Artemis-Programm der NASA in Zusammenarbeit mit internationalen Partnern wie der Esa. Ziel dieses Programms ist es, erstmals seit Apollo 17 wieder Astronauten auf den Mond zu schicken, darunter erstmals eine Frau. Eine tatsächliche Landung kann wohl nicht vor 2027 stattfinden.

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Zu Weihnachten hat Osnabrück einen 24. Stadtteil: Weihnachtszirkus Roncalli bleibt Tradition

Stadtteil Roncalli
OB Pötter und Roncallis Zirkusdirektor Bernhard Paul. / Foto: Hannah Meiners

Bereits zum 10. Mal gastiert der Zirkus Roncalli in diesem Dezember an der Halle Gartlage in Osnabrück. Anlässlich des Jubiläums lud Oberbürgermeisterin Katharina Pötter Zirkusdirektor Bernhard Paul ins Rathaus Osnabrück ein. Beide betonten zu diesem Anlass die Tradition, die Osnabrück und Zirkus Roncalli verbindet.

OB Pötter überrascht mit einzigartigem Geschenk

Alle Kinder, Jugendlichen und Erwachsen in Osnabrück kennen den Weihnachtszirkus Roncalli, denn er ist seit 2014 Tradition. „Erst wenn Roncalli da ist, beginnt Weihnachten für viele Osnabrücker und Osnabrückerinnen“, weiß Oberbürgermeisterin Katharina Pötter. Bei dem Empfang am Dienstag, 25. November, wird die gegenseitige Bedeutung von Osnabrück und Roncalli deutlich. Pötter hat auch ein besonderes Geschenk für den Zirkusdirektor Bernhard Paul. „Immer zu Weihnachten entsteht in Osnabrück mit dem wunderbaren Zirkusdorf ein gefühlter 24. Stadtteil in unserer Stadt“, mit den Worten überreicht sie Paul ein Ortsschild mit dem Schriftzug „Friedensstadt Osnabrück – Stadtteil Roncalli“. Paul ist offensichtlich gerührt: „Es ist nicht selbstverständlich, dass man als Zirkus so herzlich aufgenommen wird wie in Osnabrück.“

Roncalli kommt für immer

Nicht nur Pötter hat ein Geschenk – das Geschenk des Zirkusdirektors ist ein Versprechen an die ganze Stadt: „Solange es uns gibt, solange Osnabrück uns haben will, werden wir jedes Jahr zu Weihnachten in Osnabrück sein.“

Osnabrücker Zirkustradition hat Bedeutung für Stadt und Roncalli

Die Oberbürgermeisterin weiß, in den Osnabrücker Adern fließt Zirkusblut. Denn lange bevor Roncalli zur Identität der Stadt gehörte, war Zirkus Althoff Tradition. Auch Pauls erste Erinnerungen an Osnabrück hängen mit Zirkus Althoff und Direktor Carl Althoff zusammen. Er erinnert sich: „Bei unserem allerersten Zirkus Roncalli 1976 in Bonn war Karl Althoff da und er sagt damals ‚Naja mal schauen, wie lange es euch gibt‘“. Im nächsten Jahr wird Zirkus Roncalli 50 Jahre alt – und die Zeiten waren nicht immer leicht. „Daher ist es wie Balsam für die Seele so empfangen und wertgeschätzt zu werden, wie wir hier in Osnabrück“, schließt Paul.

Zirkus Roncalli ab 13. Dezember in Osnabrück

43 Vorstellungen wird es im Weihnachtszirkus Roncalli an der Halle Gartlage vom 13. Dezember bis 5. Januar geben. Der Vorverkauf ist bereits erfolgreich angelaufen, Tickets können weiterhin auf der Website erworben werden.

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H&M expandiert wieder: Neue Filialen und Investitionen in Deutschland

H&M (Archiv)
H&M (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur

Der schwedische Modekonzern H&M will nach einer Phase von Standortschließungen in Deutschland wieder expandieren. Deutschland bleibe für das Unternehmen der wichtigste Markt, in dem es nach eigenen Angaben noch unerschlossene Regionen gibt. Zentraleuropa-Chefin Oldouz Mirzaie betonte zudem die Bedeutung fairer Wettbewerbsbedingungen im Onlinehandel und begrüßte geplante Änderungen der EU-Zollregeln.

H&M plant neue Filialen und setzt auf Nähe zu Kundinnen und Kunden

Zentraleuropa-Chefin Oldouz Mirzaie sagte dem Nachrichtenmagazin Focus, H&M habe in den vergangenen Jahren einige Standorte geschlossen, aber die Phase sei vorbei. „Aktuell haben wir 361 Läden in Deutschland, und wir eröffnen auch neue Geschäfte“, sagte Mirzaie dem Magazin. Deutschland sei der wichtigste Markt für H&M und selbst hier gebe es noch Städte, die man sich anschaue: „Wir sehen noch einige weiße Flecken auf unserer Landkarte, wo wir noch Geschäfte eröffnen könnten.“ Das Ziel sei es, „dass niemand länger als 15 Minuten bis zum nächsten H&M-Store braucht“.

Investitionen in Modernisierung der Läden

H&M glaube weiterhin sehr stark an den physischen Handel und investiere stark in seine Geschäfte. „Allein in diesem Jahr haben wir 70 Stores modernisiert, 32 davon waren richtig große Umbauten“, sagte Mirzaie dem Magazin.

Forderung nach fairen Regeln im Onlinehandel

In der Diskussion um Regeln für den Onlinehandel mahnt Mirzaie unterdessen „gleiche und faire Bedingungen im Markt für alle Marktbegleiter“ an. Es sei wichtig, dass alle Unternehmen denselben Regeln folgen. „Daher sollten alle innerhalb der EU verkauften Produkte von rechtlichen Rahmenbedingungen abgedeckt sein.“

Aktuell plant Brüssel, die Zollfreigrenze für Päckchen aus Drittländern abzuschaffen, um die große Menge billiger, oft nicht EU-konformer Waren, die etwa von Temu und Shein stammen, zu reduzieren. Mirzaie begrüßte die Entscheidung und sagte: „Nun kommt es auch darauf an, sie so schnell es geht umzusetzen.“ Es gehe um „etwa 400.000 Pakete allein in Deutschland, jeden Tag“, so Mirzaie.

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