HASEPOST
 
HASEPOST

Gewerkschaft fordert schnellere, härtere Strafen für Böller-Angriffe

Polizei (Archiv)
Polizei (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) dringt auf schnellere Gerichtsverfahren gegen Täter, die in der Silvesternacht Polizisten und andere mit Böllern verletzen. GdP-Chef Andreas Roßkopf warnt davor, dass trotz politischer Ankündigungen bislang keine spürbaren Änderungen erfolgt seien und fordert konsequente, rasch vollstreckte Strafen.

GdP fordert härteres und schnelleres Durchgreifen

GdP-Chef Andreas Roßkopf kritisierte im Gespräch mit dem „Tagesspiegel“ die aktuelle Praxis der Strafverfolgung nach Angriffen auf Einsatzkräfte rund um den Jahreswechsel. „Bei Angriffen gegen unsere Kolleginnen und Kollegen muss die Strafe mit aller Härte auf dem Fuße folgen“, sagte Roßkopf dem „Tagesspiegel“. Er bedauerte zugleich: „Leider hat sich politisch trotz der großen Bestürzung im letzten Jahr an Silvester bislang nichts geändert“, so Roßkopf gegenüber dem „Tagesspiegel“.

Zuletzt hatte Justizministerin Stefanie Hubig (SPD) angekündigt, Angriffe auf Polizisten härter bestrafen zu wollen. Daran anknüpfend mahnte Roßkopf laut „Tagesspiegel“: „Solche Strafen müssen aber auch zeitnah umgesetzt werden, sonst schrecken sie niemanden ab.“ Weiter sagte er dem Blatt: „Monatelange Verfahren sowie moderate Urteile bringen uns da nicht weiter. Wir sprechen hier nicht von Kavaliersdelikten, sondern von Verstößen gegen das Sprengstoffgesetz.“

Warnung vor gefährlichen Sprengstoffen zu Silvester

Mit Blick auf die vergangenen Jahreswechsel verwies Roßkopf auf Vorfälle in der Hauptstadt. In Berlin habe man im vergangenen Jahr gesehen, welchen Schaden Feuerwerksraketen und Kugelbomben anrichten könnten. „Dabei handelt es sich ganz klar um gefährliche Sprengstoffe, die erhebliche Verletzungen bis hin zum Tod verursachen können“, warnte Roßkopf im „Tagesspiegel“. Nach seinen Worten hätten sich „in einigen Bereichen in deutschen Großstädten und an Hauptbahnhöfen“ Situationen entwickelt, „die nicht mehr akzeptabel sind“.

Für viele Polizisten sei Silvester „sehr herausfordernd“, sagte Roßkopf dem „Tagesspiegel“. Er betonte: „Es besteht immer die Gefahr, verletzt zu werden.“

Forderung nach stärkeren Grenzkontrollen

Im Zusammenhang mit Gewalttaten durch illegale Böller sprach sich Roßkopf zudem für intensivere Kontrollen an den Grenzen aus. „Zoll und Bundespolizei haben gerade jetzt zu Silvester an den Grenzen zu Polen und Tschechien ein Auge auf illegale Böller, die über die Grenze gebracht werden sollen“, erklärte er dem „Tagesspiegel“. Auch diese Maßnahmen seien jedoch nur begrenzt wirksam, wenn die Justiz nicht rasch reagiere. Kontrollen zeigten nach den Worten von Roßkopf „aber nur Wirkung, wenn Strafen sehr schnell und mit aller Konsequenz durch die Gerichte umgesetzt werden“.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

AFP

ADAC drängt auf schnellere Führerscheinreform und günstigere Prüfungen

Fahrschule
Fahrschule / Foto: dts

Der ADAC dringt auf eine zügige Umsetzung der von Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) angekündigten Führerscheinreform und warnt zugleich vor einer Verwässerung der Reformpläne. Die derzeitigen Kosten und Wartezeiten für den Führerscheinerwerb seien jungen Menschen nach Ansicht des Verkehrsclubs nicht mehr zuzumuten.

ADAC fordert Reform bis Mitte 2026

ADAC-Verkehrspräsident Gerhard Hillebrand forderte gegenüber der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ) deutlich mehr Tempo bei der Reform des Führerscheinerwerbs. „Eine Verabschiedung im ersten Halbjahr 2026 sollte machbar sein“, sagte Hillebrand der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ). „Wir brauchen eine möglichst rasche Einigung auf die von Herrn Schnieder gemachten Vorschläge, denn sowohl Kosten als auch Wartezeiten sind den jungen Leuten nicht länger zuzumuten“, so Hillebrand weiter laut „NOZ“.

Verkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) hat Eckpunkte für Änderungen vorgelegt, die den Erwerb des Führerscheins einfacher, schneller und günstiger machen sollen. Der CDU-Politiker hatte jedoch kürzlich erklärt, dass selbst bei reibungslosem Ablauf das geplante Gesetz frühestens Anfang 2027 in Kraft treten werde.

Warnung vor Einfluss von Lobbyarbeit

Der ADAC setzt auf eine Beschleunigung des Gesetzgebungsverfahrens und warnt gleichzeitig vor Eingriffen durch Interessensvertretungen. „Ich hoffe, Herr Schnieder steht den Gesetzgebungsprozess so durch, dass nicht alles im Rahmen der Lobbyarbeit durch Fahrlehrer und andere wieder abgeknabbert wird“, sagte Verkehrspräsident Hillebrand der „NOZ“. Aus Sicht des ADAC seien die Vorschläge des Ministers „definitiv vertretbar“.

Konkret verwies Hillebrand auf die geplante Reduzierung des Fragenkatalogs für die theoretische Führerscheinprüfung. So würden laut Hillebrand auch 750 statt derzeit mehr als 1.200 Fragen „locker reichen, die Verkehrssicherheit hochzuhalten und alle wirklich relevanten Fragen beizubehalten“, zitierte ihn die „NOZ“. Die Bedenken des TÜVs „halte ich für übertrieben“, so der ADAC-Mann gegenüber der „NOZ“.

Digitalisierung, kürzere Prüfungen und Simulatoren

Unterstützung signalisiert der ADAC für eine stärkere Digitalisierung des Theorieunterrichts als zusätzliche Option. Die „NOZ“ zitiert Hillebrand mit den Worten, es sei ja keine Online-Pflicht vorgesehen. „Fahrschulen könnten viel Geld sparen, wenn sie nicht mehr so große Schulungsräume vorhalten müssen. Und die Fahrschüler können sich einteilen, wann genau sie für die Theorieprüfung lernen wollen, und wären nicht länger auf die wenigen Abendtermine angewiesen“, sagte Hillebrand der „NOZ“. Für bestimmte Situationen – etwa Unfälle – werde Präsenzunterricht weiterhin angebracht bleiben, aber das zu organisieren, sollte nach seiner Auffassung den Fahrschulen überlassen bleiben.

Auch die geplante Verkürzung der praktischen Fahrprüfung bewertet der ADAC positiv. Eine Praxisprüfung von nur noch 25 Minuten sei „aus ADAC-Sicht ausreichend“, so Hillebrand laut „NOZ“. „Meine persönliche Überzeugung: Ob der Prüfling fit ist und bestehen kann, lässt sich schon in den ersten zwei Minuten einschätzen“, fügte er hinzu. Nach seinen Angaben würde schon die Verkürzung um mehr als die Hälfte ermöglichen, mehr Praxisprüfungen anzubieten, was gegenwärtig einer der Hauptgründe für Verzögerungen und damit auch für hohe Kosten sei. Die Wartezeiten auf die Prüfung seien ein weiterer Grund und müssten verkürzt werden.

Zugleich verwies der ADAC-Verkehrspräsident auf technische Hilfsmittel. „Auch der Einsatz von Simulatoren könnte übrigens für eine schnellere und günstige Fahr-Ertüchtigung sorgen“, sagte Hillebrand der „NOZ“.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

AFP

Bankenpräsident erwartet stabile Inflation um zwei Prozent bis 2026

Skyline von
Skyline von Frankfurt am Main / via dts Nachrichtenagentur

Bankenpräsident Christian Sewing rechnet damit, dass die Phase hoher Teuerungsraten vorerst vorbei ist. Die Inflation werde sich nach seiner Einschätzung im Jahr 2026 bei rund zwei Prozent stabilisieren, wie er den Zeitungen der Funke-Mediengruppe sagte. Für die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank erwartet er daher weitgehend stabile Leitzinsen.

Inflation soll sich bei zwei Prozent einpendeln

Bankenpräsident Christian Sewing, Präsident des Bundesverbands deutscher Banken und Chef der Deutschen Bank, sieht die Zeit hoher Inflationsraten vorerst als beendet an. „Die Inflation dürfte sich 2026 bei rund zwei Prozent einpendeln“, sagte er den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Dienstagausgaben).

Kurzfristig hält Sewing auch niedrigere Teuerungsraten für möglich. „Kurzzeitig kann sie Anfang kommenden Jahres etwas darunterliegen“, erklärte er den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Zugleich dämpfte er Erwartungen an deutlich fallende Inflationsraten über einen längeren Zeitraum. „Eine längere Phase mit Inflationsraten unterhalb der Zwei-Prozent-Marke ist aus heutiger Sicht aber eher unwahrscheinlich“, so Sewing laut Funke-Mediengruppe.

Erwartung stabiler Leitzinsen

Vor diesem Hintergrund rechnet Sewing nicht mit größeren Bewegungen beim Zinsniveau im Euroraum. Entsprechend erwartet der Bankenpräsident, „dass die Europäische Zentralbank die Zinsen weder senkt noch erhöht“. Zu den weiteren Aussichten für die Geldpolitik sagte er den Zeitungen der Funke-Mediengruppe: „Wir rechnen 2026 mit weitgehend unveränderten Leitzinsen.“

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

AFP

Union und SPD planen Milliardenkürzungen und Mehrkosten im Gesundheitssystem

leere Klinik
Foto: dts

Angesichts der Finanzprobleme der gesetzlichen Krankenkassen fordern Politiker von Union und SPD milliardenschwere Einsparungen und eine umfassende Gesundheitsreform im kommenden Jahr. Diskutiert werden unter anderem ein Primärarztsystem, höhere Zuzahlungen für Patienten, Reformen im Rettungsdienst sowie verstärkte Prävention, die nach Einschätzung der Politiker erhebliche Sparpotenziale bieten.

Union bringt Primärarztsystem und höhere Zuzahlungen ins Gespräch

Der „Bild“ (Dienstagsausgabe) sagte der stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Albert Stegemann (CDU), mit der Einführung eines Primärarztsystems könnten mehrere Milliarden Euro im Jahr eingespart werden. „Ließe sich durch die Primärversorgung die Zahl der Arztkontakte um zehn Prozent senken, würde das eine Ersparnis von bis zu fünf Milliarden Euro jährlich bedeuten – wahrscheinlich etwas weniger“, erklärte Stegemann der „Bild“.

Zugleich zeigte sich Stegemann offen dafür, gesetzliche Krankenversicherte stärker für Arztbesuche und Medikamente zur Kasse zu bitten. „Eine Vollkasko-Mentalität steht im Widerspruch zur Wertschätzung medizinischer Leistungen. Deshalb darf es keine Denkverbote bei Praxisgebühr oder höheren Zuzahlungen geben“, sagte Stegemann der „Bild“. Entsprechende Schritte müssten in der Koalition diskutiert werden.

SPD fordert gerechte Lastenverteilung

Der gesundheitspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Christos Pantazis, fordert, die Lasten der Reform gerecht auf alle Beteiligten im Gesundheitssystem zu verteilen. „2026 braucht es tiefgreifende Reformen im Gesundheitssystem. Diese dürfen aber nicht nur zu Lasten der Patienten und Versicherten gehen. Jeder muss seinen Beitrag leisten: Ärzte, Krankenhäuser, Pharmaunternehmen“, sagte Pantazis der „Bild“.

Pantazis sieht zudem hohes Einsparpotenzial bei der Reform des Rettungs- und Notfalldienstes. „Alleine die Reform des Rettungsdiensts würde Patientenströme effektiv steuern und könnte bis zu sechs Milliarden Euro pro Jahr einsparen“, erklärte er der „Bild“.

CSU-Abgeordneter setzt auf Prävention

Der CSU-Bundestagsabgeordnete Stephan Pilsinger will außerdem die Prävention verbessern und sieht darin mittelfristig ein Sparpotenzial in Höhe von mehr als zehn Milliarde Euro pro Jahr. Der „Bild“ sagte Pilsinger: „Vermeidbare Risikofaktoren wie Rauchen, Alkohol, ungesunde Ernährung und Bewegungsmangel treiben chronische Erkrankungen und belasten das Gesundheitssystem zunehmend.“ Hinzu komme, dass demografischer Wandel, Fachkräftemangel und steigende Kosten diese Entwicklung verschärften. „Sicher könnte man mittelfristig durch bessere Prävention zehn bis 20 Milliarden Euro jährlich einsparen“, erklärte Pilsinger der „Bild“.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

AFP

Kriminalbeamten-Chef unterstützt härtere Strafen für Angriffe auf Einsatzkräfte

Polizeiauto (Archiv)
Polizeiauto (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur

Der Vorsitzende des Bundes Deutscher Kriminalbeamter (BDK), Dirk Peglow, hat die von der Bundesregierung geplante Verschärfung des Strafrechts bei Angriffen auf Einsatz- und Rettungskräfte, Polizisten sowie Angehörige der Gesundheitsberufe grundsätzlich begrüßt. Zugleich warnte er davor, sich allein auf höhere Strafrahmen zu verlassen und forderte schnellere Ermittlungen, konsequente Anklagen und zeitnahe Urteile.

„Wichtiges Signal“ kurz vor Silvester

Dirk Peglow</em) bezeichnete die geplanten Änderungen als positives Zeichen. "Die Ankündigungen von Stefanie Hubig und Alexander Dobrindt sind kurz vor der Silvesternacht ein wichtiges Signal", sagte er dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland". Nach seinen Worten belegen aktuelle Daten die Zunahme von Übergriffen: "Die Zahlen zeigen unmissverständlich: Angriffe auf Einsatzkräfte sind kein Ausnahmefall mehr, sondern Teil des Einsatzalltags geworden. Wer Polizistinnen und Polizisten angreift, greift den Rechtsstaat an – und dieser Angriff muss spürbare Konsequenzen haben."

Deutlich höhere Mindeststrafe

Peglow verwies insbesondere auf die geplante Verschärfung beim Strafmaß. „Die geplante Anhebung der Mindestfreiheitsstrafe von drei auf sechs Monate ist dabei mehr als eine symbolische Verschärfung.“ Nach seiner Einschätzung werde dadurch der Spielraum der Justiz eingeschränkt. Sie schränke den Spielraum für die Einstellung von Verfahren und für milde Sanktionen deutlich ein, erhöhe den Druck zu einer Anklage und führe dazu, dass Freiheitsstrafen nicht mehr ohne Weiteres zur Bewährung ausgesetzt werden könnten, so Peglow. „Damit verändert sich die rechtliche Bewertung solcher Taten spürbar – und genau das erwarten die Einsatzkräfte zu Recht.“

Warnung vor bloßer Symbolpolitik

Trotz seiner Zustimmung zu den geplanten schärferen Strafen mahnte der BDK-Vorsitzende zusätzliche Maßnahmen an. Dem BDK-Chef reicht das aber nicht aus. „Wir müssen zur Kenntnis nehmen, dass höhere Strafrahmen allein nur eingeschränkt eine abschreckende Wirkung haben, insbesondere bei spontanen und unter Alkohol- oder Drogeneinfluss begangenen Taten“, sagte er dem RND. „Entscheidend ist, dass der Rechtsstaat funktioniert.“ Schutz entstehe nicht durch Gesetzesüberschriften, sondern durch schnelle Ermittlungen, konsequente Anklagen und zeitnahe Urteile. Wenn Verfahren im Sand verliefen, verliere das Strafrecht seine Wirkung – unabhängig von der Höhe der Strafe. „Symbolpolitik hilft den Einsatzkräften nicht.“

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

AFP

Rechtsextremismus: Warnung vor Brandmauer-Bröckeln und Demokratierisiko

Protest gegen
Protest gegen die AfD (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur

Der Vorsitzende des Vereins „Gesicht Zeigen! Für ein weltoffenes Deutschland e.V.“ warnt vor einer weiteren Erosion demokratischer Standards in Deutschland. Angesichts eines aus seiner Sicht erstarkenden Rechtsextremismus fordert er mehr Unterstützung für zivilgesellschaftliche Initiativen und eine klare Abgrenzung gegenüber rechtsextremen Kräften.

Warnung vor „schleichender Normalisierung des Unerträglichen“

Der Vorsitzende von „Gesicht Zeigen! Für ein weltoffenes Deutschland e.V.“, Peter Ruhenstroth-Bauer, hat das Erstarken des Rechtsextremismus im auslaufenden Jahr beklagt und vor einer weiteren Beschädigung der Demokratie im nächsten Jahr gewarnt. „Wir haben 2025 eine schleichende Normalisierung des Unerträglichen erlebt“, sagte er dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. „Wenn antisemitische Gewalt zum Alltag gehört und rechtsextreme Narrative die Mitte der Gesellschaft erreichen, reicht ein bloßes Bekennen der Politik nicht mehr aus“, erklärte Ruhenstroth-Bauer dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“.

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) habe den jüdischen Gemeinden zwar volle Unterstützung zugesagt, doch wirkliche Sicherheit entstehe nicht durch Worte, sondern durch eine wehrhafte Zivilgesellschaft, die in der Fläche präsent sei, so Ruhenstroth-Bauer laut „Redaktionsnetzwerk Deutschland“.

Kritik an Druck auf Demokratieprojekte

Ruhenstroth-Bauer fügte deshalb hinzu: „Es ist brandgefährlich, dass im Jahr 2025 ausgerechnet jene Organisationen unter Rechtfertigungsdruck geraten sind, die die Brandmauer zur Intoleranz stabil halten. Wer die Finanzierung der Demokratiearbeit aus wahltaktischen Gründen zur Disposition stellt, spielt mit dem Feuer. Wir brauchen 2026 keine Debatten darüber, ob wir Demokratiearbeit brauchen, sondern wie wir sie endlich massiv und langfristig absichern können“, sagte er dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“.

Die Prognosen für 2026 seien alarmierend. Bei den fünf Landtagswahlen in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern sowie wichtigen Kommunalwahlen drohe eine „weitere Erosion demokratischer Standards“. „Laut aktuellen Umfragen könnte in einigen Bundesländern die Zusammenarbeit mit gesichert Rechtsextremen zur realen Gefahr für die demokratischen Verfassungen werden“, zitierte das „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ Ruhenstroth-Bauer.

„Reifeprüfung für unsere Demokratie“

Der Vorsitzende von „Gesicht zeigen“ mahnte laut „Redaktionsnetzwerk Deutschland“: „Das Jahr 2026 wird die Reifeprüfung für unsere Demokratie. Wenn bei den Kommunalwahlen die Brandmauer nach rechts endgültig bröckelt, verlieren wir das Fundament unseres Zusammenlebens. Wir fordern für das neue Jahr mehr Mut von Politik und Gesellschaft: Mut zur klaren Kante gegen Rechtsextremismus und Mut zur bedingungslosen Unterstützung derer, die täglich Gesicht zeigen.“

Die Organisation „Gesicht zeigen“ wurde im Jahr 2000 nach einer Zunahme rechtsextremer Gewalttaten gegründet. So ereignete sich unter anderem ein antisemitischer Brandanschlag auf die Synagoge in Düsseldorf, der den Präsidenten des Zentralrats der Juden, Paul Spiegel, in Aufruhr versetzte und Kanzler Gerhard Schröder (SPD) einen „Aufstand der Anständigen“ ausrufen ließ. Im Herbst wurde „Gesicht zeigen“ 25 Jahre alt.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

AFP

Mehrheit erwartet Fortbestand der schwarz-roten Koalition bis 2026

Lars Klingbeil
Lars Klingbeil und Friedrich Merz (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur

Eine knappe Mehrheit der Deutschen geht davon aus, dass die schwarz-rote Koalition in Berlin auch das Jahr 2026 übersteht. Laut einer Forsa-Umfrage für den „Stern“ erwarten 54 Prozent der Bürger, dass das Bündnis aus CDU/CSU und SPD hält, während 40 Prozent mit einem Bruch im nächsten Jahr rechnen.

Mehrheit rechnet mit Fortbestand der Koalition

In der Erhebung des Markt- und Meinungsforschungsinstituts Forsa für den „Stern“ gaben 54 Prozent der Befragten an, dass die schwarz-rote Koalition in Berlin auch das Jahr 2026 überstehen wird. Immerhin 40 Prozent der Deutschen rechnen damit, dass es im nächsten Jahr zu einem Bruch der Regierung von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) kommt. Sechs Prozent äußerten sich nicht.

Unions-, SPD- und Grünen-Anhänger besonders zuversichtlich

Optimistisch für den Fortbestand der Koalition sind laut Forsa für den „Stern“ nicht nur gleichermaßen die Wähler der Union (74 Prozent) und der SPD (72 Prozent). Auch die Anhänger der Grünen erwarten zu 73 Prozent, dass die Bundesregierung durchhält. Zurückhaltender sind mit 56 Prozent die Wähler der Linken.

AfD-Anhänger erwarten mehrheitlich Bruch

Ganz anders ist das Bild bei den Anhängern der AfD. Lediglich 26 Prozent gehen der Forsa-Umfrage für den „Stern“ zufolge davon aus, dass die Koalition mindestens bis Ende 2026 weitermacht; 70 Prozent sagen ein Auseinanderbrechen voraus.

Die Daten wurden vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut Forsa für den „Stern“ und RTL Deutschland am 18. und 19. Dezember 2025 erhoben. Als Datenbasis nennt Forsa 1.000 Befragte.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

AFP

Dieter Hecking verurteilt politische Instrumentalisierung und Aufblähung der WM

Fußball-Spieler (Archiv)
Fußball-Spieler (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur

Ex-Bundesligatrainer Dieter Hecking hat den aus seiner Sicht zunehmenden Missbrauch des Sports durch Funktionäre und Politiker kritisiert und die Ausweitung der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 auf 48 Teilnehmer infrage gestellt. In einem Interview mit dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ bemängelte er vor allem den aufgeblähten Terminkalender und den aus seiner Sicht sinkenden sportlichen Wert für die Spitzennationen.

Kritik an aufgeblähtem WM-Format

Ex-Fußball-Bundesligatrainer Dieter Hecking sieht die geplante Ausweitung der Weltmeisterschaft 2026 von 32 auf erstmals 48 Länder kritisch. „Jeder will etwas vom Kuchen bekommen“, sagte Hecking dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. Aus sportlicher Sicht bezweifelte der langjährige Spieler und Trainer, dass eine Weltmeisterschaft mit 48 statt 32 Ländern nötig sei. „Bei dem ohnehin aufgeblähten Terminkalender der Spieler ist der sportliche Wert für die Spitzennationen fraglich.“

„Die Politik missbraucht den Sport“

Hecking beklagte zudem eine aus seiner Sicht problematische Verflechtung von Politik und Sport. „Die Politik missbraucht den Sport für ihre Interessen. Und umgekehrt“, sagte er dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“.

Beispiel WM-Auslosung und Trump-Ehrung

Als Beispiel nannte Hecking die Auslosung der WM-Spiele im nächsten Jahr, als Fifa-Chef Gianni Infantino US-Präsident Donald Trump mit einem bis dahin unbekannten Friedenspreis ausgezeichnet hat. „Was macht das mit einem Sportlerherz, wenn ein Weltfußballverbandsvorsitzender zwei Stunden Show abzieht und vor Donald Trump öffentlich zu Kreuze kriecht, weil er dessen Wohlwollen für die Spiele in seinem Land einholen will?“ sagte Hecking dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. Das eigentliche Ereignis, wer gegen wen spielen werde, sei dabei in den Hintergrund geraten.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

AFP

DRK fordert verpflichtende Wiederbelebungs-Kurse an allen Schulen

Notarzt (Archiv)
Notarzt (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) fordert verpflichtende Wiederbelebungskurse an Schulen in Deutschland. DRK-Präsident Hermann Gröhe sieht einen großen Nachholbedarf bei der Ausbildung in Wiederbelebungsmaßnahmen und dringt auf eine bundesweite Verankerung des Themas im Unterricht.

DRK fordert verpflichtende Schulkurse zur Wiederbelebung

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) setzt sich für verpflichtende Kurse an Schulen zur Wiederbelebung von Menschen ein. DRK-Präsident Hermann Gröhe sagte der „Rheinischen Post“ (Dienstag): „Es gibt einen großen Nachholbedarf bei der Ausbildung in Wiederbelebungsmaßnahmen. Hier müssen wir besser werden.“

Gröhe ergänzte gegenüber der „Rheinischen Post“: „Wir müssen die Wiederbelebung bundesweit und regelmäßig als verpflichtendes Thema in Schulen behandeln.“ Einige Bundesländer würden hier bereits vorangehen. „Das ist wichtig. Denn der plötzliche Herzstillstand ist eine der häufigsten Todesursachen in diesem Land.“

Frühes Eingreifen kann Leben retten

Gröhe betonte laut „Rheinischer Post“ die Bedeutung schnellen Handelns im Notfall. Wenn ein Mensch einen Herzstillstand erleide, „müssen andere sofort mit einer Herzdruckmassage beherzt eingreifen“, sagte Gröhe.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

AFP

UNHCR-Vertreter fordert offene Grenzen und verteidigt Asylrecht

Foto: dts

Der Nationale Direktor der Uno-Flüchtlingshilfe, Mark Ankerstein, hat davor gewarnt, die Grenzen für Flüchtlinge zu schließen und das Recht auf Asyl infrage zu stellen. Angesichts weltweiter Krisen und sinkender staatlicher Unterstützungsleistungen forderte er, Solidarität mit Geflüchteten aufrechtzuerhalten und Hilfsprogramme nicht weiter zurückzufahren.

Offene Grenzen und Schutz des Asylrechts gefordert

Mark Ankerstein</em, Nationaler Direktor der Uno-Flüchtlingshilfe, hat gefordert, die Grenzen für Flüchtlinge offen zu halten. "Weltweit zwingen Kriege und Verfolgung mehr als 117 Millionen Menschen zur Flucht, in den meisten Regionen ist eine friedliche Lösung nicht in Sicht", sagte er dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland".

Ankerstein verwies auf die Bedeutung des internationalen und nationalen Flüchtlingsschutzes. „Das Recht auf Asyl ist ein grundlegendes Menschenrecht, die Genfer Flüchtlingskonvention wird im kommenden Jahr 75 Jahre alt, und Deutschland hat das Recht auf Asyl in seiner Verfassung verankert. Jetzt ist nicht die Zeit dafür, Solidarität zurückzufahren.“

Zugleich hob er hervor, dass die meisten Geflüchteten nicht in wohlhabenden Staaten lebten. Die große Mehrheit der Geflüchteten lebe ohnehin „nicht in reichen Regionen wie Europa, sondern es sind ärmere Länder wie Äthiopien oder aktuell der Tschad, die die Mehrheit der Flüchtlinge aufnehmen.“

Finanzlücken durch gekürzte Hilfen

Ankerstein äußerte sich auch zu den finanziellen Rahmenbedingungen der Flüchtlingshilfe und zu Kürzungen durch wichtige Geberländer. Die Streichung staatlicher Flüchtlingshilfen vor allem durch die USA könne nach seinen Worten nicht vollständig durch andere Geldgeber kompensiert werden. „Niemand kann auf Dauer strukturelle Budgetlöcher großer Geberländer vollständig schließen“, sagte er dem RND.

Gleichzeitig betonte Ankerstein die Unterstützung aus der deutschen Zivilgesellschaft. „Wir sind dankbar, dass es so viele Menschen und Unternehmen in Deutschland gibt, die sich nach wie vor für Geflüchtete engagieren und spenden.“ Dennoch seien die Spielräume der internationalen Organisationen begrenzt. „Der UNHCR selbst kann zwar Prioritäten verschieben, aber faktisch werden aktuell Hilfsprogramme geschlossen.“

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

AFP