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Grünen-Chefin Dröge: Schwarz-Rot verschärft Klimapolitik-Rückschritt

Katharina Dröge
Katharina Dröge (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur

Zum Jahreswechsel haben führende Vertreter der Grünen scharfe Kritik an der Klimapolitik der neuen Bundesregierung aus CDU und SPD geäußert. Gleichzeitig blicken sie auf das politisch bedeutende Wahljahr 2026 und betonen die Bedeutung persönlicher Begegnungen mit den Menschen im Land. Die Grünen sehen zentrale Projekte beim Ausbau erneuerbarer Energien, der E-Mobilität und dem Heizungstausch in Gefahr.

Kritik an Klimapolitik von Schwarz-Rot

Die Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag, Katharina Dröge, hat sich zum Jahreswechsel kritisch zur Klimapolitik der neuen Bundesregierung geäußert. „Ich hätte erwartet, dass Schwarz-Rot beim Klimaschutz bloß Stillstand verursacht“, sagte Dröge dem Nachrichtenportal „Watson“ am Dienstag. „Stattdessen erleben wir nun einen echten Rückschritt. Beim Ausbau der Erneuerbaren Energien werden wichtige Fortschritte zurückgedreht. Und auch bei E-Mobilität und Heizungstausch bewegen wir uns nicht vorwärts, sondern deutlich zurück. Das schadet dem Industriestandort, dem Klimaschutz und macht das Leben der Menschen teurer.“

2026 werde für sie „ein intensives Wahljahr“ mit vielen Reisen. „Das ist eine spannende Zeit, um Regionen kennenzulernen, die ich bisher noch nicht besucht habe und neue, interessante Menschen zu treffen“, so Dröge.

Unterstützung aus der Grünen-Spitze

Bundestagsvizepräsident Omid Nouripour (Grüne) schloss sich der Kritik an Schwarz-Rot an. „Im Vergleich zur Merz/Klingbeil-Regierung war die Ampel gar nicht so schlecht und die Kommunikation von Olaf Scholz jedenfalls besser als die von Friedrich Merz“, sagte Nouripour.

„Lernprozess“ und politische Kommunikation

Grünen-Parteichef Felix Banaszak beschrieb das Jahr 2025 als Lernprozess. „Argumente sind gut, aber Argumente ersetzen keine Emotionen. Menschen wollen sich nicht belehren und überzeugen lassen, sie wollen gewonnen werden“, sagte Banaszak. „2026 stehen viele Wahlen an – und das bedeutet für mich, viel unterwegs zu sein. Wenig an meinem `Job` macht mir so viel Freude wie die Gespräche mit den Leuten im Land.“

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

AFP

Kramp-Karrenbauer verteidigt Kampfabstimmung um KAS-Vorsitz als demokratisch

Annegret Kramp-Karrenbauer
Annegret Kramp-Karrenbauer (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur

Die neue Vorsitzende der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS), Annegret Kramp-Karrenbauer, hat die Kampfkandidatur um das Amt als gelungenes Beispiel für demokratische Prozesse bezeichnet. Die frühere CDU-Chefin betonte im „ARD Interview der Woche“, die Mitgliederversammlung der Stiftung sei zufrieden gewesen, zwei Kandidaten gegeneinander abwägen zu können.

Kramp-Karrenbauer verteidigt Kampfabstimmung

Die ehemalige CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer hat die Kampfkandidatur für den Vorsitz der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) verteidigt. Diese Wahl sei schlicht ein gutes Beispiel für einen demokratischen Prozess, sagte die neue KAS-Vorsitzende dem „ARD Interview der Woche“.

Auch Ex-Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) habe sich vor einigen Jahren mit ihrer Wunschkandidatin Annette Schavan (CDU) nicht durchsetzen können, so Kramp-Karrenbauer, die die Abstimmung gegen den Wunschkandidaten von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), Günter Krings (CDU), gewonnen hatte. Der Unterschied liege darin, dass Schavan schon im Vorfeld zurückzog, als sie merkte, dass es eng für sie wird. Somit sei es damals gar nicht erst zur „Kampfabstimmung“ gekommen. Die Mitgliederversammlung hingegen sei zufrieden darüber gewesen, zwei Kandidaten gegeneinander abwägen zu können, sagte Kramp-Karrenbauer im „ARD Interview der Woche“.

Schwerpunkte: Westbindung und Demokratie

Die neue Chefin des CDU-nahen Thinktanks sieht die derzeit wichtigsten Themen in der Westbindung, der transatlantischen Partnerschaft und der Bewahrung demokratischer Werte. Für Demokratieförderung auf dem Land würde sich die KAS schon längst niedrigschwellig einsetzen, sagte sie im „ARD Interview der Woche“. Das Angebot müsse ausgeweitet werden.

Keine Rückkehr auf die große politische Bühne

Der KAS-Vorsitz ist Kramp-Karrenbauer zufolge kein erster Schritt zurück in Richtung der großen politischen Bühne. Als durch und durch politischer Mensch freue sie sich, in diesem Rahmen wieder politisch wirken zu können, ohne ins große operative Geschäft zurückkehren zu müssen. Für diese Aufgabe zum Ende ihrer Karriere hin sei sie dankbar, sagte sie im „ARD Interview der Woche“.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

AFP

Telefon bleibt wichtigster Kanal für Neujahrsgrüße in Deutschland

Frau telefoniert mit dem Handy
Foto: dts

In Deutschland greifen zum Jahreswechsel weiterhin die meisten Menschen zum Telefon, um Neujahrsgrüße zu übermitteln. Einer Umfrage des IT-Branchenverbands Bitkom zufolge planen 87 Prozent der Befragten, zur Jahreswende anzurufen. Textnachrichten über Messenger, soziale Netzwerke sowie verschiedene Formen digitaler Botschaften folgen mit deutlichem Abstand.

Telefon bleibt wichtigster Kanal

Laut einer am Dienstag veröffentlichten Umfrage des IT-Branchenverbands Bitkom gaben 87 Prozent der Befragten an, zur Jahreswende „zum Hörer zu greifen und telefonisch Neujahrsgrüße auszurichten“ (Bitkom). Mit deutlichem Abstand folgen auf Platz zwei Textnachrichten in Messengerdiensten, die auch mehr als die Hälfte (59 Prozent) nutzen will. Auf Platz drei liegen mit 45 Prozent Grüße über die sozialen Netzwerke.

Digitale Formate im Mittelfeld

Neujahrsgrüße per Videoanruf sind mit 44 Prozent ähnlich beliebt wie die sozialen Medien (Bitkom). 41 Prozent wollen zum neuen Jahr Sprachnachrichten versenden, knapp ein Viertel (23 Prozent) aufgezeichnete Videonachrichten. Geschriebene Grüße per Postkarte oder Brief verschicken zum diesjährigen Jahreswechsel 16 Prozent der Deutschen. Ebenfalls 16 Prozent verschicken sie per Mail, sechs Prozent per SMS und nur drei Prozent per Kollaborationstool (Bitkom).

Nur kleine Minderheit verzichtet auf Neujahrsgrüße

Wie die Umfrage weiter ergab, wollen lediglich zwei Prozent der Deutschen in diesem Jahr gar keine Neujahrsgrüße ausrichten (Bitkom). Für die Erhebung befragte Bitkom Research von der 41. bis zur 46. Kalenderwoche 2025 telefonisch 1.002 Personen in Deutschland ab 16 Jahren.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

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Dax schließt 2025 mit kräftigem Jahresplus und Rekordniveau

Börse Frankfurt
Börse Frankfurt / Foto: dts

Der Dax hat das Börsenjahr 2025 mit einem deutlichen Plus beendet. Der deutsche Leitindex schloss am Dienstagnachmittag bei 24.490,41 Punkten und lag damit 23,0 Prozent über dem Stand vom Jahresende 2024. Nach bereits starken Vorjahren setzte der Index seine positive Entwicklung damit fort.

Dax schließt mit kräftigem Jahresgewinn

Der Dax beendete den Handel am Dienstag bei genau 24.490,41 Punkten. Im Vergleich zum Jahresende 2024 entspricht das einem Anstieg von 23,0 Prozent. Damit knüpfte der deutsche Leitindex an die bereits starken Vorjahre an.

Im Verlauf des Jahres 2025 hatte sich der Dax zunächst bis April von einem Allzeithoch zum nächsten bewegt. Im Zuge der Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump gab es im Anschluss einen starken Knick, bevor die Rekordjagd im Mai fortgesetzt wurde. In der zweiten Jahreshälfte war dann aber insgesamt nur noch eine anhaltende Seitwärtsbewegung zu verzeichnen.

Rheinmetall als größter Gewinner

Mit Abstand größter Kursgewinner im Dax war auf Jahressicht Rheinmetall mit einem Zugewinn von fast 150 Prozent. Dahinter folgten Siemens Energy und die Commerzbank. Die größten Kursverluste verbuchte Symrise, auch für Adidas und Beiersdorf ging es spürbar nach unten.

Tagesverlauf mit moderaten Gewinnen

Auf Tagessicht legte der Dax am Dienstag um 0,6 Prozent zu. Hier waren Infineon, Bayer und Rheinmetall die größten Gewinner, während es nur bei Siemens Energy und BMW entgegen dem Trend Abschläge gab.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

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Einbruch in Gelsenkirchener Sparkasse: Schaden in Millionenhöhe

Polizei (Archiv)
Polizei (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur

Nach einem Einbruch in eine Sparkasse in Gelsenkirchen schätzt die Polizei den Schaden vorläufig auf eine Summe im zweistelligen Millionenbereich. Die Täter hatten sich mit einem Spezialbohrer Zugang zum Tresorraum verschafft und dort mehrere tausend Schließfächer aufgebrochen.

Einbruch mit Spezialbohrer und hohem Schaden

Nach Angaben der Polizei verschafften sich die Täter mithilfe eines Spezialbohrers Zutritt zu dem Tresorraum der Sparkasse in Gelsenkirchen. Dort brachen sie anschließend mehrere tausend Schließfächer auf. Die Schadenssumme liegt nach ersten groben Schätzungen im zweistelligen Millionenbereich, wie die Polizei am Dienstag mitteilte.

Bereits am Samstag hatte es gegen 6.15 Uhr einen Brandmeldealarm in dem Bankgebäude gegeben, bei dem Polizei und Feuerwehr jedoch keinen Schaden feststellen konnten. Die genauen Abläufe werden nach Polizeiangaben untersucht.

Zeugenhinweise und Videoaufnahmen

Erste Zeugen haben sich mittlerweile bei der Polizei gemeldet. Sie gaben Hinweise auf mehrere Männer, die in der Nacht zum Sonntag mit großen Taschen in einem angrenzenden Parkhaus gesehen worden seien.

Die Ermittler sichteten bereits Videobilder, die einen schwarzen Audi RS 6 zeigen, der am frühen Montagmorgen das Parkhaus verlässt. Das Fahrzeug war nach Polizeiangaben mit einem in Hannover gestohlenen Kennzeichen unterwegs.

Polizei bittet um Hinweise

Weitere Zeugen, die Hinweise zur Tat oder den Tätern geben können, werden gebeten, sich bei der Polizei zu melden. Geschädigte sollen sich zunächst an die Sparkasse wenden, die die Daten an die Polizei übermittelt. Eine separate Anzeige bei der Polizei ist nicht nötig, da die Behörde von Amts wegen Strafanzeigen fertigt.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

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Massive Eurotunnel-Störung legt Zugverkehr zwischen England und Europa lahm

Schienen (Archiv)
Schienen (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur

Im Zugverkehr durch den Eurotunnel ist es am Dienstag zu erheblichen Störungen gekommen. Ursache ist nach Angaben des Personenzugbetreibers Eurostar ein Problem mit der Oberleitung im Kanaltunnel, das den Le-Shuttle-Zug beeinträchtigt. Fahrgäste müssen mit massiven Einschränkungen, Verspätungen und Zugausfällen rechnen.

Störung im Kanaltunnel legt Zugverkehr lahm

Nach Angaben des Personenzugbetreibers Eurostar ist im Zugverkehr zwischen Großbritannien und dem europäischen Kontinent durch den Eurotunnel am Dienstag eine massive Störung aufgetreten. Hintergrund sei „ein Problem mit der Oberleitung im Kanaltunnel und eine daraus resultierende Störung des Le-Shuttle-Zugs“, teilte Eurostar mit.

Eurostar rät von Anreise ohne Fahrkarte ab

Demnach wird allen Fahrgästen empfohlen, ihre Reise auf einen anderen Termin zu verschieben. Sie sollen „nicht zum Bahnhof kommen, wenn sie noch keine Fahrkarte haben“, so Eurostar weiter. Bei den Zügen, die fahren können, ist mit erheblichen Verspätungen und kurzfristigen Ausfällen zu rechnen.

Passagiere sitzen im Tunnel fest

Medienberichten zufolge sollen Passagiere schon seit Stunden im Tunnel festsitzen.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

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2025: Deutschland erlebt außergewöhnliche Wärme, Trockenheit und Sonnenschein

Badestrand (Archiv)
Badestrand (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur

Das Jahr 2025 ist in Deutschland nach ersten Auswertungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) ungewöhnlich warm, sehr sonnig und deutlich zu trocken verlaufen. Mit einer Durchschnittstemperatur von 10,1 Grad Celsius und markanten regionalen Unterschieden zählt es zu den zehn wärmsten Jahren seit Beginn der Messungen. Auffällig waren eine extreme Hitzewelle Anfang Juli sowie eine lange Trockenphase im Frühjahr, bevor sich im Sommer und Herbst deutlich nassere Witterungsabschnitte einstellten.

Deutschlandweit zu warm und deutlich zu trocken

Nach Mitteilung des Deutschen Wetterdienstes (DWD) vom Dienstag in Offenbach, basierend auf ersten Auswertungen von rund 2.000 Messstationen, lag die Durchschnittstemperatur im Jahr 2025 bei 10,1 Grad Celsius. Das entspricht einem Plus von 1,9 Grad gegenüber dem Wert der Referenzperiode 1961-1990. Damit gehört 2025 zu den zehn wärmsten Jahren seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1881.

Besonders hervor trat eine extreme Hitzewelle Anfang Juli. In Andernach bei Koblenz wurde dabei mit 39,3 Grad der bundesweite Jahreshöchstwert gemessen. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) blieb die Niederschlagsmenge mit voraussichtlich 655 Litern pro Quadratmeter deutlich unter dem Soll.

Verantwortlich für das Niederschlagsdefizit war den Fachleuten zufolge vor allem eine historische Trockenphase von Februar bis Mai im Osten des Landes. Deutlich nasser präsentierten sich dagegen der Juli und die erste Herbsthälfte.

Extreme Trockenheit und starke Einzelereignisse

Die vom Deutschen Wetterdienst (DWD) ausgewerteten Daten zeigen, dass die höchste Tagessumme an Regen am 8. September in Bedburg-Weiler Hohenholz in Nordrhein-Westfalen registriert wurde. Dort fielen 134 Liter pro Quadratmeter. Mit über 1.945 Sonnenstunden geht 2025 laut DWD als eines der fünf sonnigsten Jahre seit 1951 in die Statistik ein, auch wenn der Juli und Oktober vergleichsweise trüb ausfielen.

Deutliche regionale Unterschiede

In den Bundesländern zeigten sich nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) deutliche Unterschiede. Das Saarland war mit einer Durchschnittstemperatur von 11,0 Grad das wärmste Bundesland. Bayern und Sachsen gehörten mit jeweils 9,4 Grad zu den vergleichsweise kühlsten Regionen.

Beim Niederschlag verzeichnete Sachsen-Anhalt mit nur 460 Litern pro Quadratmeter den geringsten Wert. Besonders sonnig war es in Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Berlin, wo die Sonnenscheindauer laut DWD teils um mehr als 30 Prozent über dem langjährigen Mittel lag.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

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Hamburgs Finanzsenator warnt vor Bayern-Bonus bei Fördergeldern

Hamburgs Finanzsenator Andreas Dressel (SPD) hat die bisherige Verteilung von Bundesmitteln für Infrastrukturprojekte kritisiert und vor einer Benachteiligung anderer Länder zugunsten Bayerns gewarnt. Im Zusammenhang mit dem neuen Sondervermögen von 500 Milliarden Euro sowie den Plänen für Olympiabewerbungen mahnte er eine gerechtere Mittelvergabe an. Zugleich stellte er die ausreichende Höhe des Sondervermögens infrage und forderte die Bereitschaft zu weiteren Investitionen, notfalls auch durch neue Schulden.

Kritik an Mittelvergabe des Bundes

Hamburgs Finanzsenator Andreas Dressel (SPD) kritisiert die bisherige Praxis der Verteilung von Fördermitteln des Bundes für Infrastrukturprojekte. Das berichtet die Wochenzeitung „Die Zeit“. Nach Ansicht Dressels hat Bayern davon in der Vergangenheit besonders stark profitiert. Der Bund dürfe nach Schaffung eines Sondervermögens über 500 Milliarden Euro für die Infrastruktur nun nicht in „alte Muster“ zurückfallen: „Ich hoffe schon, dass jetzt nicht jedes bayerische Dorf noch eine zweite Umgehungsstraße bekommt“, sagte Dressel der „Zeit“.

Olympiabewerbung als Frage der Bundesmittel

Bei der Frage, welche deutsche Region sich für die Olympischen Spiele im Jahr 2040 oder 2044 bewirbt, gehe es laut Dressel ebenfalls darum, welches Land mit zusätzlichen Mitteln des Bundes rechnen könne. Unter anderem bewerben sich Hamburg und München darum, die Spiele ausrichten zu können. „Niemand in Hamburg kann das Interesse haben, dass auch diese Investitionen in Milliardenhöhe nach Bayern gehen“, sagte Dressel der „Zeit“. Am 31. Mai 2026 findet in der Hansestadt ein Volksentscheid über die Bewerbungspläne statt.

Warnung vor Lücke bei Infrastrukturfinanzierung

Dressel glaubt außerdem, dass das Sondervermögen für Infrastruktur zur Finanzierung aller wichtigen Projekte nicht ausreiche. Spätestens Anfang der 2030er-Jahre, sagte Dressel, würde ein weiterer Anschub benötigt, um die Infrastruktur sanieren und ausbauen zu können. „Dann muss das Sondervermögen aufgestockt oder eine andere Investitionsregel gefunden werden“, so Dressel. Auch neue Schulden halte er dann für vertretbar: „Wir dürfen die deutsche Infrastruktur niemals so verrotten lassen.“

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Hamburger Hauptbahnhof-Ausbau verzögert sich deutlich bis mindestens 2031

Hamburg Hauptbahnhof
Hamburg Hauptbahnhof (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur

Der Ausbau des Hamburger Hauptbahnhofs verzögert sich deutlich und soll frühestens 2031 beginnen. Grund sind laut Deutscher Bahn ungeklärte Finanzierungsfragen zwischen der Stadt Hamburg und dem Bund. Auch der geplante Verbindungsbahnentlastungstunnel steht wegen offener Kostenfragen zur Disposition und könnte sich bis nach 2040 verschieben.

Baubeginn verschiebt sich um mehrere Jahre

Die aufwendige Erweiterung des Hamburger Hauptbahnhofs verzögert sich deutlich und soll nun frühestens im Jahr 2031 beginnen. Es werde „sicher noch fünf, sechs Jahre dauern“, bis das Projekt umgesetzt werden könne, sagte Ute Plambeck, Konzernbevollmächtigte der Deutschen Bahn für Hamburg, Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Bremen, der Wochenzeitung „Die Zeit“. Der Hauptgrund für die Verzögerung sei die fehlende Einigkeit zwischen der Stadt Hamburg und dem Bund über die Finanzierung des etwa eine Milliarde Euro teuren Vorhabens.

Überlasteter Bahnhof, historische Fassade bleibt

Der Hamburger Hauptbahnhof, den täglich mehr als 500.000 Menschen nutzen, gilt seit vielen Jahren als überlastet. Er soll durch Anbauten deutlich vergrößert werden, die historische Fassade soll aber erhalten bleiben. Bereits im Dezember 2021 hatte eine Jury den Siegerentwurf eines Hamburger Architektenbüros für das Umbauprojekt gekürt. Danach war ein Baubeginn im Jahr 2028 avisiert worden.

Verbindungsbahnentlastungstunnel auf der Kippe

Zu dem Gesamtprojekt gehörte bislang auch ein sechs Kilometer langer Verbindungsbahnentlastungstunnel (VET), der am Hauptbahnhof enden soll. Die Bahn erhoffte sich von ihm mehr Pünktlichkeit und Verlässlichkeit im Sinne des „Deutschlandtaktes“. Dieses Vorhaben mit geschätzten Baukosten von 3,4 Milliarden Euro steht aktuell wegen offener Finanzierungsfragen ebenfalls zur Disposition. Der Hamburger Verkehrssenator Anjes Tjarks (Grüne) sagte dazu der Wochenzeitung „Die Zeit“: „Es ist sehr, sehr unwahrscheinlich, dass es mit dem Tunnel bis 2040 klappt. Wir wissen schlicht nicht, wie es weitergeht.“

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

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Boris Palmer fordert Zerschlagung Berlins in eigenständige Städte

Boris Palmer
Boris Palmer (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur

Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer (parteilos) hat in einem Podcast der Funke-Mediengruppe strukturelle Reformen für Berlin ins Gespräch gebracht. Er kritisierte vor allem unklare Zuständigkeiten in der Hauptstadt und brachte dabei auch eine Zerschlagung Berlins oder die Umwandlung in ein Bundesland mit mehreren Städten ins Spiel.

Palmer kritisiert Zuständigkeitswirrwarr in Berlin

Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer (parteilos) sieht in Berlin ein grundlegendes Problem bei der Verteilung von Verantwortlichkeiten. In einem Podcast der Funke-Mediengruppe (Mittwochausgaben) sagte er: „In Berlin muss man sich als Bürger halt irgendwie doch durchwursteln, weil – meine Wahrnehmung – vieles nicht so gut funktioniert, wie man sich wünscht, dass es sein sollte. Und da ist vielleicht irgendwann mal eine Art Staatsreform zweckmäßig, und da kann man in gut funktionierende Gemeinwesen schauen.“

Als positives Beispiel nannte Palmer seine Heimatstadt Tübingen. Tübingen sei „eine vollständig selbst handelnde Gemeinde“, sagte er in dem Podcast der Funke-Mediengruppe. „Und diese Rechte haben die Bezirke in Berlin nicht. Also das Verschränken, du weißt gar nicht, wer verantwortlich ist, das Verschränken zwischen Staat und Stadt funktioniert in Berlin nach meiner Wahrnehmung nicht gut.“

Vorschlag: Neues Bundesland mit zwölf Städten

Palmer schlug klarere Zuständigkeiten vor, um die Verantwortlichkeit zu stärken. Ziel müsse sein, dass „die Verantwortung da ist, wo die Entscheidung ist, weil das ist eigentlich das Erfolgsmodell süddeutscher Städte“, sagte er in dem Podcast der Funke-Mediengruppe. Auf die Nachfrage, ob er für eine Zerschlagung Berlins sei, antwortete der frühere Grünen-Politiker: „Ja, oder macht tatsächlich ein Bundesland draus und dann habt Ihr zwölf Städte in diesem Bundesland, echte Städte, nicht Bezirke.“

Rückblick auf frühere Berlin-Kritik

Palmer hatte bereits 2018 mit einer scharfen Bemerkung über Berlin Aufsehen erregt: „Wenn ich dort ankomme, denke ich immer: Vorsicht, Sie verlassen den funktionierenden Teil Deutschlands.“ Mit Blick auf die Verzögerungen beim Bahnprojekt „Stuttgart 21“ relativierte Palmer in dem aktuellen Podcast der Funke-Mediengruppe seine frühere Aussage. „Jetzt haben wir Stuttgart 21, und wegen Stuttgart 21 haben wir ein solches Chaos im Schienenverkehr, dass Berlin schon wieder pünktlich ist“, sagte der Oberbürgermeister. „Also, wir haben uns jetzt auf Berliner Niveau begeben und deswegen sind arrogante Kommentare aus dem Süden nicht mehr angemessen.“

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

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