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Politiker fordern harte Konsequenzen nach Rassismus-Skandal bei Bundeswehr

Bundeswehrsoldat in Uniform
Foto: dts

Nach Vorwürfen wegen mutmaßlich rassistischer, sexistischer und extremistischer Vorfälle bei Fallschirmjägern der Bundeswehr in Zweibrücken haben mehrere Politiker eine schnelle und vollständige Aufklärung gefordert. Vertreter von SPD und CDU betonen, solches Verhalten dürfe in der Truppe keinen Platz haben und müsse konsequent sanktioniert werden.

Forderung nach lückenloser Aufklärung

Rheinland-pfälzischer Ministerpräsident Alexander Schweitzer (SPD) zeigte sich angesichts der Vorwürfe alarmiert. „Volksverhetzung, Rassismus und Sexismus dürfen nicht geduldet werden“, sagte er der „Bild“ (Mittwochausgabe). Jeder Soldat müsse die Gewissheit haben, „dass sie in solchen Fällen nicht ungestraft bleiben und dieses Verhalten Konsequenzen hat“. Es sei „gut, dass die Bundeswehr bei Fehlverhalten Konsequenzen zieht“.

Der rheinland-pfälzische CDU-Landesvorsitzende Gordon Schnieder sprach in der „Bild“ von „vollkommen inakzeptablen“ Zuständen. Die Vorwürfe gegen Teile des Fallschirmjägerregiments gehörten „lückenlos aufgeklärt – auch zum Schutz des Ansehens der Bundeswehr“ in Rheinland-Pfalz.

Kritik aus der Unionsfraktion

Der verteidigungspolitische Sprecher der Unionsfraktion Thomas Erndl bezeichnete die Vorgänge als Führungsaufgabe. „Der Skandal ist eine Aufgabe für alle Führungskräfte“, sagte er. Er brauche „aber auch die Aufmerksamkeit des Ministers“.

Auch familienpolitische Sprecherin Anne König (CDU) aus der Unionsfraktion verlangte ein konsequentes Vorgehen. „Solche ekelhaften Vorfälle müssen daher mit aller Härte und Konsequenz verfolgt werden, die Täter müssen aus der Bundeswehr entfernt werden“, sagte sie der „Bild“. Für andere Soldaten sei es unzumutbar, „mit solchen Übeltätern gemeinsam dienen“ zu müssen.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

AFP

Gabriel warnt vor „Friedhofsfrieden“ und russischem Sieg

Schild "Stand with Ukraine"
Schild "Stand with Ukraine" liegt auf dem Boden (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur

Der ehemalige Außenminister und Vizekanzler Sigmar Gabriel (SPD) hat vor einem sogenannten „Friedhofsfrieden“ im Ukraine-Krieg gewarnt, der nach seiner Einschätzung einer Kapitulation Kyjiws gleichkäme. In einem Interview mit der „Bild“ (Mittwochausgabe) sprach er sich zudem für weitere Waffenlieferungen an die Ukraine aus und äußerte seine Sorge um die Sicherheit des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj.

Warnung vor „zweitem Versailles“

Sigmar Gabriel kritisierte in dem Gespräch vor allem die Vorstellung eines vermeintlich schnellen Friedens um jeden Preis. „Wir Deutschen sollten wissen, was diese Art Frieden langfristig für Folgen haben kann: ein zweites Versailles, bei dem die Siegermacht dem Opfer einen Frieden aufdrückt, der in Wahrheit ein Diktatfrieden ist“, sagte er der „Bild“ (Mittwochausgabe). Ein solcher „Friedhofsfrieden“ würde nach seiner Darstellung lediglich eine Kapitulation der Ukraine besiegeln.

Forderung nach weiteren Waffenlieferungen

Gabriel plädierte in dem Interview für zusätzliche militärische Unterstützung Kiews. Begründung. „Wenn Wladimir Putin die Erfahrung macht, er kann gewinnen mit militärischer Gewalt – dann wird es danach andere Länder geben, in denen er das wieder probiert.“ Daher müssten Deutschland und Europa nach seinen Worten alles daran setzen, dass Russland den Krieg nicht gewinnt.

Respekt und Sorge um Selenskyj

Beeindruckt zeigte sich Gabriel von der Führung des ukrainischen Präsidenten. Über Wolodymyr Selenskyj sagte er der „Bild“ (Mittwochausgabe): „Ich habe Riesenrespekt vor ihm, denn was er da in den letzten Jahren geleistet hat, mitten im Krieg selbst in gefährlichen, lebensgefährlichen Situationen, sein Land beieinanderzuhalten, den Mut nicht zu verlieren, den Menschen den Mut zu geben.“

Zugleich äußerte Gabriel erhebliche Sorgen um die Sicherheit des ukrainischen Staatschefs. „Ich hoffe, dass es ihm nicht so geht, wie vielen, die am Ende eines langen Krieges den Mut zum Frieden hatten.“ Es gebe „schlimme Beispiele dafür, dass die, die den Frieden gemacht haben, es nicht lange überlebt haben: Das war in der Weimarer Republik so mit Walther Rathenau, das war so mit Jitzchak Rabin in Israel oder Anwar al-Sadat in Ägypten“, so Gabriel gegenüber der „Bild“ (Mittwochausgabe). „Ich hoffe, dass Selenskyj dieses Schicksal erspart bleibt.“

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

AFP

Deutschland warnt vor Chinas Militärmanöver, mahnt Frieden für Taiwan

Auswärtiges Amt
Auswärtiges Amt (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur

Das Auswärtige Amt hat sich besorgt über die jüngsten Militärmanöver Chinas rund um Taiwan geäußert und vor steigenden Spannungen in der Region gewarnt. Die Bundesregierung ruft vor dem Hintergrund der angekündigten Großübung „Justice Mission 2025“ zu Zurückhaltung und Dialog auf. Gleichzeitig wirft Taiwans Regierung China militärische Einschüchterung vor, während der Konflikt durch weitere diplomatische Spannungen und Rüstungsgeschäfte zusätzlich belastet wird.

Das Auswärtige Amt kritisierte die Militärübungen der chinesischen Streitkräfte in der Nähe Taiwans deutlich. Ein Ministeriumssprecher sagte am Dienstag: „Die Übungen erhöhen die Spannungen und beeinträchtigen die Stabilität in der Straße von Taiwan.“

Berlin mahnt Zurückhaltung und Dialog an

Der Ministeriumssprecher betonte nach Angaben des Auswärtigen Amts die besondere Bedeutung der Region. „Frieden und Stabilität in der Straße von Taiwan sind von strategischer Bedeutung für regionale und internationale Sicherheit und Wohlstand“, so der Sprecher. „Jegliche Änderung des Status quo darf nur friedlich und in gegenseitigem Einvernehmen erfolgen.“ Die Bundesregierung rufe zu „Zurückhaltung und Dialog“ auf.

China hatte am Montag neue umfangreiche Militärübungen rund um Taiwan angekündigt. Das Großmanöver diene als eine „ernste Warnung an Befürworter einer `Unabhängigkeit Taiwans` und vor Einmischung von außen“, teilte das chinesische Militär mit.

Großmanöver „Justice Mission 2025“

Die Übungen, die unter dem Namen „Justice Mission 2025“ laufen, sollen nach Angaben des chinesischen Militärs die Kampfbereitschaft sowie die Blockade und Kontrolle wichtiger Häfen und kritischer Gebiete testen. Scharfe Schießübungen würden demnach in fünf See- und Lufträumen rund um die Insel stattfinden.

Taiwans Regierung warf China militärische Einschüchterung vor. Das Verteidigungsministerium in Taipeh erklärte, es sei in hoher Alarmbereitschaft und bereit, schnelle Reaktionsübungen durchzuführen.

Zunehmende Spannungen in der Region

Die Spannungen in der Region sind derzeit besonders hoch, da China und Japan in einen diplomatischen Streit über Äußerungen zu Taiwan verwickelt sind. Zudem hatten Washington und Taipeh kürzlich einen der größten Waffendeals der USA mit der Insel angekündigt.

China betrachtet Taiwan als Teil seines eigenen Territoriums. In den letzten Jahren hat Peking seine militärische Einschüchterung verstärkt, indem es zu sensiblen Zeiten regelmäßig Großmanöver durchführt.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

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Gesetzliche Krankenkassen erhöhen Beiträge für 32 Millionen Versicherte

Patient mit
Patient mit Infusionsständer (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur

Rund 32 Millionen gesetzlich Versicherte müssen ab dem 1. Januar höhere Beiträge zahlen. Nach einer Auswertung des Informationsdienstes „Kassensuche“, über die das „Handelsblatt“ (Mittwochausgabe) berichtet, erhöhen die meisten Krankenkassen ihren Zusatzbeitrag. Nur wenige kleinere betriebsbezogene Kassen hatten kurz vor Jahresende noch keine neuen Beiträge veröffentlicht.

Höhere Belastung für Versicherte

Rund 32 Millionen Menschen müssen vom 1. Januar an mehr für ihre gesetzliche Krankenversicherung zahlen. Das geht aus Daten des Informationsdienstes „Kassensuche“ hervor, über die das „Handelsblatt“ (Mittwochausgabe) berichtet.

Zwar haben die Krankenkassen offiziell bis Jahresende Zeit, ihre Mitglieder über den künftigen Zusatzbeitrag zu informieren. Doch am Vormittag des 30. Dezember hatten nur noch zwei kleinere betriebsbezogene Kassen mit wenigen 1.000 Mitgliedern keine neuen Beiträge bekannt gegeben.

Zusatzbeitrag kommt auf Grundbeitrag oben drauf

Den Zusatzbeitrag kann jede Krankenkasse einzeln erheben. Er wird auf den Grundbeitrag von 14,6 Prozent des Bruttoeinkommens hinzugerechnet. Bei Angestellten zahlt der Arbeitgeber die Hälfte des Krankenkassenbeitrags.

Spitzenbeitrag leicht gesunken, Durchschnitt steigt

Die neuen Zusatzbeiträge liegen dem Bericht zufolge zwischen 2,18 und 4,39 Prozent. Damit ist der Spitzenbeitrag zwar um 0,01 Prozentpunkte gesunken, aber über die Gesamtheit der 73 für die Allgemeinheit geöffneten Kassen sind die Zusatzbeiträge um mindestens 0,4 Prozentpunkte gestiegen. 36 Kassen haben ihren Beitrag stabil gehalten. Sie gehörten laut der Auswertung bereits 2025 mehrheitlich zu den teureren Anbietern.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

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Christian Lindner schließt politisches Comeback endgültig aus

Christian Lindner
Christian Lindner (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur

Der ehemalige FDP-Chef und frühere Bundesfinanzminister Christian Lindner hat eine Rückkehr in die Politik klar ausgeschlossen. In einem Interview mit der Onlinepräsenz von ntv erklärte er, seine politische Laufbahn sei endgültig beendet. Zugleich betonte er seine Dankbarkeit für die vergangenen Jahre in Ämtern und kündigte an, die FDP weiterhin zu unterstützen, jedoch ohne eigene Kandidatur.

„Es ist wirklich zu Ende“: Lindner sieht Kapitel Politik abgeschlossen

Der frühere Bundesfinanzminister Christian Lindner hat nach eigenen Worten mit der aktiven Politik abgeschlossen. „Es ist wirklich zu Ende“, sagte er der Onlinepräsenz von ntv am Dienstag. Auch wenn er einzelne Kollegen aus der Partei und aus dem politischen Berlin vermisse, sei dieses Kapitel „mit großer Dankbarkeit für mich abgeschlossen“, ergänzte Lindner laut ntv.

Eine Art Pflichtgefühl, in die aktive Politik zurückzukehren, empfinde er nicht. Lindner erklärte der Onlinepräsenz von ntv, dass er ja nicht freiwillig ausgeschieden sei. Sein „Vertrag“ sei von den Bürgern „nicht verlängert worden“, so Lindner. Künftig werde er daher nicht mehr für öffentliche Ämter zur Verfügung stehen.

Unterstützung für die FDP ohne eigene Kandidatur

Lindner kündigte im Gespräch mit der Onlinepräsenz von ntv an, der FDP auch bei der nächsten Bundestagswahl seine Stimme zu geben. Zudem wolle er das politische Geschehen weiterhin als „einordnender Kommentator“ begleiten, sagte er. „Aber sicherlich nicht als Kandidat“, stellte er klar.

„Wahrscheinlichkeit geht gegen Null“

Persönliche Enttäuschung über sein Ausscheiden aus der Politik sieht Lindner nach eigenen Angaben nicht. Er habe keine Wunde, mit der er aus der Politik ausscheide, so Lindner laut ntv. Und daher müsse jetzt auch nichts „irgendwie verarztet werden durch ein Comeback“.

Er betonte, er habe immer schon andere Leidenschaften jenseits der Politik gehabt. Daher gehe die Wahrscheinlichkeit einer Rückkehr in die Politik „gegen Null“, sagte Lindner der Onlinepräsenz von ntv. Zugleich ließ er eine minimale Restoption offen: „Nie sollte man prinzipiell nicht sagen.“

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

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Ramelow zieht Bilanz politischer Angriffe und Hetze online

Bodo Ramelow
Bodo Ramelow (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur

Bundestagsvizepräsident Bodo Ramelow (Linke) und Linken-Chef Jan van Aken haben zum Jahreswechsel persönliche politische Lehren gezogen. In Interviews äußerten sich beide zu den Folgen politischer Angriffe, zur digitalen Öffentlichkeit und zu ihren Erwartungen an das neue Jahr.

Ramelow über politische Attacken und digitale Anfeindungen

Bundestagsvizepräsident Bodo Ramelow (Linke) zieht zum Jahreswechsel in Bezug auf politische Angriffe eine persönliche politische Lehre aus 2025. Er habe mittlerweile gelernt, „immer neu nachzudenken, woher die Angriffe kommen und ob es eher Satire oder böswillig ist“, sagte Ramelow dem Nachrichtenportal „Watson“ am Dienstag. „Und die Attacken nicht in die Seele vordringen lassen“, fügte er hinzu.

„Es gibt offenbar nichts, wofür man mich im Internet nicht beschimpfen könnte“, führte der Linken-Politiker aus. Die digitale Welt und die Aufmerksamkeitsbewirtschaftung machten es möglich, „zum Beispiel für den Gaza-Krieg und Regenbogenfahnen, aber auch immer für das komplette Gegenteil, verantwortlich gemacht zu werden“.

Linken-Vorsitzender van Aken über Steuern und Erwartungen

Auch der Vorsitzende der Linken, Jan van Aken, formulierte zum Jahreswechsel eine politische Erkenntnis. Er habe gelernt, „dass es Millionäre und Milliardäre gibt, die es selbst ungerecht finden, dass sie so wenig besteuert werden“, sagte van Aken.

Auf das kommende Jahr blicke er mit Vorfreude. „Auf ein paar ruhige Tage am Strand im Sommer in Italien. Und darauf, dass wir im September mit Elif Eralp eine linke Bürgermeisterin in Berlin bekommen“, sagte er.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

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Grünen-Chefin Dröge: Schwarz-Rot verschärft Klimapolitik-Rückschritt

Katharina Dröge
Katharina Dröge (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur

Zum Jahreswechsel haben führende Vertreter der Grünen scharfe Kritik an der Klimapolitik der neuen Bundesregierung aus CDU und SPD geäußert. Gleichzeitig blicken sie auf das politisch bedeutende Wahljahr 2026 und betonen die Bedeutung persönlicher Begegnungen mit den Menschen im Land. Die Grünen sehen zentrale Projekte beim Ausbau erneuerbarer Energien, der E-Mobilität und dem Heizungstausch in Gefahr.

Kritik an Klimapolitik von Schwarz-Rot

Die Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag, Katharina Dröge, hat sich zum Jahreswechsel kritisch zur Klimapolitik der neuen Bundesregierung geäußert. „Ich hätte erwartet, dass Schwarz-Rot beim Klimaschutz bloß Stillstand verursacht“, sagte Dröge dem Nachrichtenportal „Watson“ am Dienstag. „Stattdessen erleben wir nun einen echten Rückschritt. Beim Ausbau der Erneuerbaren Energien werden wichtige Fortschritte zurückgedreht. Und auch bei E-Mobilität und Heizungstausch bewegen wir uns nicht vorwärts, sondern deutlich zurück. Das schadet dem Industriestandort, dem Klimaschutz und macht das Leben der Menschen teurer.“

2026 werde für sie „ein intensives Wahljahr“ mit vielen Reisen. „Das ist eine spannende Zeit, um Regionen kennenzulernen, die ich bisher noch nicht besucht habe und neue, interessante Menschen zu treffen“, so Dröge.

Unterstützung aus der Grünen-Spitze

Bundestagsvizepräsident Omid Nouripour (Grüne) schloss sich der Kritik an Schwarz-Rot an. „Im Vergleich zur Merz/Klingbeil-Regierung war die Ampel gar nicht so schlecht und die Kommunikation von Olaf Scholz jedenfalls besser als die von Friedrich Merz“, sagte Nouripour.

„Lernprozess“ und politische Kommunikation

Grünen-Parteichef Felix Banaszak beschrieb das Jahr 2025 als Lernprozess. „Argumente sind gut, aber Argumente ersetzen keine Emotionen. Menschen wollen sich nicht belehren und überzeugen lassen, sie wollen gewonnen werden“, sagte Banaszak. „2026 stehen viele Wahlen an – und das bedeutet für mich, viel unterwegs zu sein. Wenig an meinem `Job` macht mir so viel Freude wie die Gespräche mit den Leuten im Land.“

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

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Kramp-Karrenbauer verteidigt Kampfabstimmung um KAS-Vorsitz als demokratisch

Annegret Kramp-Karrenbauer
Annegret Kramp-Karrenbauer (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur

Die neue Vorsitzende der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS), Annegret Kramp-Karrenbauer, hat die Kampfkandidatur um das Amt als gelungenes Beispiel für demokratische Prozesse bezeichnet. Die frühere CDU-Chefin betonte im „ARD Interview der Woche“, die Mitgliederversammlung der Stiftung sei zufrieden gewesen, zwei Kandidaten gegeneinander abwägen zu können.

Kramp-Karrenbauer verteidigt Kampfabstimmung

Die ehemalige CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer hat die Kampfkandidatur für den Vorsitz der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) verteidigt. Diese Wahl sei schlicht ein gutes Beispiel für einen demokratischen Prozess, sagte die neue KAS-Vorsitzende dem „ARD Interview der Woche“.

Auch Ex-Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) habe sich vor einigen Jahren mit ihrer Wunschkandidatin Annette Schavan (CDU) nicht durchsetzen können, so Kramp-Karrenbauer, die die Abstimmung gegen den Wunschkandidaten von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), Günter Krings (CDU), gewonnen hatte. Der Unterschied liege darin, dass Schavan schon im Vorfeld zurückzog, als sie merkte, dass es eng für sie wird. Somit sei es damals gar nicht erst zur „Kampfabstimmung“ gekommen. Die Mitgliederversammlung hingegen sei zufrieden darüber gewesen, zwei Kandidaten gegeneinander abwägen zu können, sagte Kramp-Karrenbauer im „ARD Interview der Woche“.

Schwerpunkte: Westbindung und Demokratie

Die neue Chefin des CDU-nahen Thinktanks sieht die derzeit wichtigsten Themen in der Westbindung, der transatlantischen Partnerschaft und der Bewahrung demokratischer Werte. Für Demokratieförderung auf dem Land würde sich die KAS schon längst niedrigschwellig einsetzen, sagte sie im „ARD Interview der Woche“. Das Angebot müsse ausgeweitet werden.

Keine Rückkehr auf die große politische Bühne

Der KAS-Vorsitz ist Kramp-Karrenbauer zufolge kein erster Schritt zurück in Richtung der großen politischen Bühne. Als durch und durch politischer Mensch freue sie sich, in diesem Rahmen wieder politisch wirken zu können, ohne ins große operative Geschäft zurückkehren zu müssen. Für diese Aufgabe zum Ende ihrer Karriere hin sei sie dankbar, sagte sie im „ARD Interview der Woche“.

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Telefon bleibt wichtigster Kanal für Neujahrsgrüße in Deutschland

Frau telefoniert mit dem Handy
Foto: dts

In Deutschland greifen zum Jahreswechsel weiterhin die meisten Menschen zum Telefon, um Neujahrsgrüße zu übermitteln. Einer Umfrage des IT-Branchenverbands Bitkom zufolge planen 87 Prozent der Befragten, zur Jahreswende anzurufen. Textnachrichten über Messenger, soziale Netzwerke sowie verschiedene Formen digitaler Botschaften folgen mit deutlichem Abstand.

Telefon bleibt wichtigster Kanal

Laut einer am Dienstag veröffentlichten Umfrage des IT-Branchenverbands Bitkom gaben 87 Prozent der Befragten an, zur Jahreswende „zum Hörer zu greifen und telefonisch Neujahrsgrüße auszurichten“ (Bitkom). Mit deutlichem Abstand folgen auf Platz zwei Textnachrichten in Messengerdiensten, die auch mehr als die Hälfte (59 Prozent) nutzen will. Auf Platz drei liegen mit 45 Prozent Grüße über die sozialen Netzwerke.

Digitale Formate im Mittelfeld

Neujahrsgrüße per Videoanruf sind mit 44 Prozent ähnlich beliebt wie die sozialen Medien (Bitkom). 41 Prozent wollen zum neuen Jahr Sprachnachrichten versenden, knapp ein Viertel (23 Prozent) aufgezeichnete Videonachrichten. Geschriebene Grüße per Postkarte oder Brief verschicken zum diesjährigen Jahreswechsel 16 Prozent der Deutschen. Ebenfalls 16 Prozent verschicken sie per Mail, sechs Prozent per SMS und nur drei Prozent per Kollaborationstool (Bitkom).

Nur kleine Minderheit verzichtet auf Neujahrsgrüße

Wie die Umfrage weiter ergab, wollen lediglich zwei Prozent der Deutschen in diesem Jahr gar keine Neujahrsgrüße ausrichten (Bitkom). Für die Erhebung befragte Bitkom Research von der 41. bis zur 46. Kalenderwoche 2025 telefonisch 1.002 Personen in Deutschland ab 16 Jahren.

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Dax schließt 2025 mit kräftigem Jahresplus und Rekordniveau

Börse Frankfurt
Börse Frankfurt / Foto: dts

Der Dax hat das Börsenjahr 2025 mit einem deutlichen Plus beendet. Der deutsche Leitindex schloss am Dienstagnachmittag bei 24.490,41 Punkten und lag damit 23,0 Prozent über dem Stand vom Jahresende 2024. Nach bereits starken Vorjahren setzte der Index seine positive Entwicklung damit fort.

Dax schließt mit kräftigem Jahresgewinn

Der Dax beendete den Handel am Dienstag bei genau 24.490,41 Punkten. Im Vergleich zum Jahresende 2024 entspricht das einem Anstieg von 23,0 Prozent. Damit knüpfte der deutsche Leitindex an die bereits starken Vorjahre an.

Im Verlauf des Jahres 2025 hatte sich der Dax zunächst bis April von einem Allzeithoch zum nächsten bewegt. Im Zuge der Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump gab es im Anschluss einen starken Knick, bevor die Rekordjagd im Mai fortgesetzt wurde. In der zweiten Jahreshälfte war dann aber insgesamt nur noch eine anhaltende Seitwärtsbewegung zu verzeichnen.

Rheinmetall als größter Gewinner

Mit Abstand größter Kursgewinner im Dax war auf Jahressicht Rheinmetall mit einem Zugewinn von fast 150 Prozent. Dahinter folgten Siemens Energy und die Commerzbank. Die größten Kursverluste verbuchte Symrise, auch für Adidas und Beiersdorf ging es spürbar nach unten.

Tagesverlauf mit moderaten Gewinnen

Auf Tagessicht legte der Dax am Dienstag um 0,6 Prozent zu. Hier waren Infineon, Bayer und Rheinmetall die größten Gewinner, während es nur bei Siemens Energy und BMW entgegen dem Trend Abschläge gab.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

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