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Ökonom: Panikmache zur Rentenfinanzierung ist übertrieben schädlich

Achim Truger
Achim Truger (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur

Der Ökonom und Wirtschaftsweise Achim Truger hält die aktuellen Debatten über Finanzierungsprobleme der gesetzlichen Rente für maßlos übertrieben. In seinen Augen verunsichern entsprechende Kampagnen insbesondere junge Menschen und wirken sich zugleich negativ auf die wirtschaftliche Entwicklung aus. Die gesetzliche Rente bleibe trotz absehbarer Beitragserhöhungen die wichtigste Säule der Altersvorsorge, betont Truger.

„Komplett übertrieben“: Kritik an Rentendebatte

Der Ökonom und Wirtschaftsweise Achim Truger hat die Diskussionen über eine angeblich bevorstehende Krise der gesetzlichen Rentenversicherung scharf zurückgewiesen. „Dass sich junge Menschen sorgen, ist das Resultat von massiven Kampagnen, die behaupten, die Rente stehe kurz vor dem Kollaps und alles sei katastrophal“, sagte Truger dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. Das sei nicht der Fall, betonte er gegenüber dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“.

Auch er rechne zwar mit einem Anstieg der Beiträge, die gesetzliche Rente werde aber nach seiner Einschätzung weiterhin die wichtigste Säule bei der Altersvorsorge bleiben, sagte er dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. „Sie so schlechtzureden, führt zu Verunsicherung und ist damit übrigens auch Gift für die Konjunktur.“ Richtig sei, dass es durch den demografischen Wandel mehr Alte und weniger Junge gebe. „Die ganze Debatte um die Rente halte ich aber für komplett übertrieben“, sagte Truger dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“.

Stellschrauben für Stabilität des Systems

Es gebe noch viele Stellschrauben, um das System zu stabilisieren, sagte Truger dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. Als Beispiel nannte er etwa die Einbeziehung von Selbständigen, die bisher nicht abgesichert sind.

Warnung vor Belastung von Frauen

Der Idee, das Renteneintrittsalter an die Anzahl der Beitragsjahre zu koppeln, kann der Ökonom zwar etwas abgewinnen. Er warnte zugleich im Gespräch mit dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“: „Aber daran stört mich, dass Frauen stark belastet würden, weil sie meist größere Unterbrechungen in der Erwerbsbiografie haben.“

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

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CDU-Politiker Bilger fordert Koalitionsvertrag 2.0 ab 2026

Steffen Bilger
Steffen Bilger (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur

Zum Jahreswechsel hat der erste Parlamentarische Geschäftsführer der Unionsfraktion, Steffen Bilger, den sozialdemokratischen Regierungspartnern vorgeschlagen, die gemeinsame Arbeitsgrundlage für die zweite Hälfte der Legislaturperiode zu erneuern. Bilger regt einen „Koalitionsvertrag 2.0“ an und verbindet dies mit Forderungen nach früheren steuerpolitischen Entlastungen sowie umfassenden Sozialreformen im Jahr 2026.

Vorschlag für „Koalitionsvertrag 2.0“

Der erste Parlamentarische Geschäftsführer der Unionsfraktion, Steffen Bilger</em) (CDU), hat zum Jahreswechsel eine Aktualisierung des Koalitionsvertrags ins Gespräch gebracht. "Wenn auch sie zur Auffassung gelangen, dass ein Update Sinn ergibt, sind wir auf jeden Fall bereit dazu", sagte der CDU-Politiker dem "Tagesspiegel". Ein "geeigneter Zeitpunkt" dafür sei aus seiner Sicht die zweite Jahreshälfte, weil dann Vorschläge der Sozialstaatskommissionen für "eine ganz neue Gesprächsgrundlage" sorgen würden, so Bilger: "Mein Vorschlag: Wir legen einen Koalitionsvertrag 2.0 für die zweite Halbzeit der Legislaturperiode vor." Er präzisierte damit eine ähnliche Aussage von Kanzleramtsminister Thorsten Frei (ebenfalls CDU).

Steuerpolitik und wirtschaftliche Entwicklung

Über die zweite Hälfte der Legislaturperiode hinaus sieht Bilger auch Handlungsbedarf beim bestehenden Koalitionsvertrag. So bezeichnete er den Vorschlag als „sinnvoll“, mit der Absenkung der Körperschaftssteuer nicht erst wie vereinbart 2028 zu beginnen. „Ein früherer Einstieg hätte sicher positive Auswirkungen auf die wirtschaftliche Entwicklung“, sagte Bilger der Zeitung weiter: „Darüber und natürlich auch über die Finanzierung lohnt es sich, noch einmal zu sprechen.“

Renten-, Gesundheitsreform und Erscheinungsbild der Koalition

Neben der angekündigten Rentenreform setzt der Unionsfraktionsmanager zudem auf weitere Sozialreformen im nächsten Jahr. „Ich hoffe und erwarte, dass wir in der Koalition 2026 gemeinsame Vorschläge für eine große Gesundheitsreform entwickeln und umsetzen können“, erklärte er dem „Tagesspiegel“ auch mit Blick auf zuletzt bereits erhobene Forderungen wie eine neue Praxisgebühr: „Ich sehe auch, dass wir in Deutschland zu viele teure Arztbesuche haben. Da kann eine Praxisgebühr ein Instrument sein, um die Kosten in den Griff zu bekommen und unser Gesundheitssystem effizienter zu machen.“

Insgesamt erwartet Bilger ein positiveres Erscheinungsbild der Koalition. „Wir brauchten etwas Zeit, um uns in die neue Aufgabe und die neue Konstellation einzufinden“, so das Mitglied des CDU-Bundesvorstands weiter: „Wir werden 2026 besser regieren, weil durch die ersten Höhen und Tiefen der ersten Monate Vertrauen gewachsen ist.“ Allerdings bräuchten die internen Prozesse in der Koalition oft noch zu viel Zeit, so etwa beim Bürgergeld, das erst im Januar auf der Tagesordnung des Bundestags stehe: „Wir brauchen mehr Regierungstempo – da appelliere ich nicht allein an die SPD.“

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

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Städtetag fordert Vollversicherung in Pflege zur Kommunen-Entlastung

Seniorin und Begleitperson
Foto: dts

Der Deutsche Städtetag fordert grundlegende Reformen in der Pflegeversicherung, um die kommunalen Haushalte zu entlasten. Hauptgeschäftsführer Christian Schuchardt sieht in einem Umbau zur Vollversicherung einen wirksamen Ansatz, um sowohl Sozialämter als auch pflegebedürftige Menschen finanziell zu entlasten.

Städtetag verlangt Vollversicherung in der Pflege

Zur Entlastung der Kommunen hat der Deutsche Städtetag tiefgreifende Sozialreformen gefordert. Ein zentraler Punkt ist dabei die Umgestaltung der Pflegeversicherung. „Ein erster wirksamer Schritt wäre der Umbau der Pflegeversicherung zu einer Vollversicherung“, sagte Christian Schuchardt, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetags, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Mittwochsausgaben).

Schuchardt verwies auf die Auswirkungen für Menschen mit Pflegebedarf und die kommunalen Kassen. „Wenn die Pflegeversicherung eine Vollversicherung wird, würden Menschen, die ihr Leben lang hart gearbeitet haben, nicht mehr wegen der Pflegekosten in die Sozialhilfe fallen.“ Für die kommunalen Haushalte wäre das Jahr für Jahr eine Entlastung von mehr als fünf Milliarden Euro, so Schuchardt.

Kommunale Sozialämter als „Ausfallbürgen“

Bisher müssen die Sozialämter der Kommunen mit der Sozialhilfe einspringen, wenn pflegebedürftige Menschen ihren Eigenanteil nicht selbst zahlen können. Nach Darstellung des Deutschen Städtetags führt dies dazu, dass kommunale Mittel in erheblichem Umfang zur Deckung von Pflegekosten herangezogen werden.

Die Pflegekommission der Bundesregierung habe sich leider nicht auf weitreichende Reformvorschläge verständigen können, kritisierte der Hauptgeschäftsführer. „Die städtischen Sozialämter rutschen mehr und mehr in die Regelfinanzierung der Pflege und werden zu Ausfallbürgen der Pflegeversicherung. Das kann so nicht weitergehen“, sagte Schuchardt den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

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ADAC rechtfertigt CO₂-Preis und warnt gleichzeitig vor teurer Mobilität

ADAC (Archiv)
ADAC (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur

Der ADAC wehrt sich gegen den Vorwurf, pauschal für höhere Spritpreise einzutreten, und fühlt sich in der aktuellen Debatte missverstanden.

ADAC-Verkehrspräsident Gerhard Hillebrand betont, der CO2-Preis könne zwar ein geeignetes Instrument für mehr Klimaschutz im Verkehr sein, fordert aber zugleich mehr Alternativen für Verbraucher.
Ohne ausreichende Ausweichmöglichkeiten führe eine reine Verteuerung von Kraftstoffen aus seiner Sicht weder zu mehr Klimaschutz noch zu bezahlbarer Mobilität.

ADAC distanziert sich von pauschaler Forderung nach höheren Spritpreisen

ADAC-Verkehrspräsident Gerhard Hillebrand stellte gegenüber den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Mittwochausgaben) klar, der Automobilclub werde in der Diskussion um steigende Kosten an der Zapfsäule falsch verstanden. „Der ADAC ist nicht pauschal und losgelöst von anderen Maßnahmen für höhere Spritpreise“, sagte Hillebrand den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Mittwochausgaben).

CO2-Preis als Instrument – fehlende Alternativen bemängelt

Zugleich verteidigte Hillebrand laut Funke-Mediengruppe, dass der CO2-Preis ein geeignetes Instrument sein könne, um den Klimaschutz im Verkehr voranzubringen. Er schränkte jedoch ein, dass solche Preissignale nur dann funktionieren würden, wenn es ausreichend Alternativen gebe. Gerade diese Alternativen würden bei erneuerbaren Kraftstoffen und der Elektromobilität aber noch fehlen. „Wenn Preise erhöht werden, ohne Ausweichmöglichkeiten zu schaffen, kommt zum einen Problem das andere: Dem Klimaschutz ist aufgrund der fehlenden Möglichkeiten von Verbrauchern nicht geholfen und zusätzlich wird Mobilität weniger bezahlbar“, sagte Hillebrand den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

Forderungen nach Steuerentlastung und Investitionsanreizen

In diesem Zusammenhang forderte der ADAC-Verkehrspräsident eine Senkung der Stromsteuer für private Verbraucher. Für Autofahrer, die weiterhin mit dem Verbrenner unterwegs seien, müssten alternative Kraftstoffe günstiger werden, erklärte Hillebrand. Dies könne zum Beispiel durch die überfällige Reform der EU-Energiesteuerrichtlinie erreicht werden, aber auch durch stärkere Anreize für Investitionen der Industrie in die Erzeugung erneuerbarer Energie. Einen richtigen Schritt nannte Hillebrand die von der Bundesregierung beschlossene Erhöhung der Pendlerpauschale.

Bereits zuvor hatte Hillebrand sich im Zuge des CO2-Preises in der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ indirekt für höhere Spritpreise ausgesprochen. Nach diesem Bericht der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ war es im Verkehrsclub zu zahlreichen Beschwerden und Anfragen von Mitgliedern gekommen.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

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Ärztepräsident fordert strenge Neuregelung, lehnt aktive Sterbehilfe-Unterstützung ab

Krankenhausbett
Bett in einem Krankenhaus / Foto: dts

Ärztepräsident Klaus Reinhardt unterstützt die Bemühungen einer Gruppe von Bundestagsabgeordneten um eine gesetzliche Neuregelung der Sterbehilfe, warnt jedoch vor einer Kommerzialisierung von Suizidhilfe. Eine aktive Unterstützung der Bundesärztekammer, etwa durch die Veröffentlichung einer Liste von zur Suizid-Assistenz bereiten Ärzten, schließt er aus.

Ärztepräsident fordert Schutzkonzept für Suizidbeihilfe

Ärztepräsident Klaus Reinhardt hat die Kompromisssuche einer Gruppe von Bundestagsabgeordneten für eine Neuregelung der Sterbehilfe begrüßt, lehnt aber eine aktive Unterstützung der Bundesärztekammer ab. Eine gesetzliche Neuregelung zur Suizidbeihilfe sei notwendig, um den Status quo zu beenden. „Eine gesetzliche Neuregelung zur Suizidbeihilfe ist erforderlich, um den derzeitigen ungeregelten Zustand nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts von Anfang 2020 zu beenden“, sagte Reinhardt dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. Dieser Zustand sei für Menschen mit Suizidgedanken ebenso problematisch wie für Ärzte.

Reinhardt warnte vor einer wachsenden Kommerzialisierung entsprechender Angebote. „Wenn Suizidhilfe mehr und mehr zu einem Geschäftsmodell wird, kommen wir auf eine ganz schiefe Bahn“, sagte der Mediziner dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“.

Freiverantwortlichkeit und Suizidprävention im Fokus

Nach den Vorstellungen von Reinhardt muss eine Neuregelung vor allem ein umfassendes Schutzkonzept enthalten. Dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ sagte er, es müsse unter anderem sichergestellt sein, dass der Sterbewunsch freiverantwortlich getroffen werde und tatsächlich dauerhaften Charakter habe. „Außerdem müssen geeignete Maßnahmen der Suizidprävention entwickelt werden, um zu verhindern, dass sich Menschen beispielsweise wegen einer als verzweifelt empfundenen Situation das Leben nehmen“, sagte Reinhardt.

Bundesärztekammer gegen Liste von Ärzten für Suizid-Assistenz

Deutlich lehnte Reinhardt eine aktive Rolle der Bundesärztekammer bei der Vermittlung von Ärzten zur Suizid-Assistenz ab. Auf die Frage, ob die Bundesärztekammer zum Ausbremsen umstrittener Sterbehilfevereine auf ihrer Homepage eine Liste der Ärzte veröffentlichen würde, die für eine Suizid-Assistenz zur Verfügung stehen, sagte er dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“: „Definitiv nein.“

Zwar sei die Suizid-Begleitung Ärzten berufsrechtlich nicht untersagt, betonte Reinhardt gegenüber dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. Er stellte jedoch klar, dass sie keine ärztliche Aufgabe sei. Wenn Ärzte in konkreten, schwierigen Situationen für sich nach sorgfältiger Abwägung anders entschieden, respektiere er das. „Aber: ‚Wir als Bundesärztekammer werden nichts unterstützen, was den Eindruck erweckt, Suizidbeihilfe gehöre zur ärztlichen Tätigkeit‘“, sagte Reinhardt dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“.

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Gewerkschaft warnt: Schreckschusswaffen an Silvester große Gefahr

Waffengeschäft
Waffengeschäft / Foto: dts

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) warnt eindringlich vor dem Abfeuern von Schreckschusswaffen in der Silvesternacht. Hintergrund sind aus Sicht der Gewerkschaft Risiken für Fehleinschätzungen durch Polizei und Bevölkerung sowie zahlreiche Verstöße gegen geltende Vorschriften. Der GdP-Bundesvorsitzende fordert deshalb strengere Regeln beim Erwerb solcher Waffen, Unterstützung kommt aus der Politik.

GdP warnt vor Verwechslung mit scharfen Waffen

Gewerkschaftschef Jochen Kopelke, Bundesvorsitzender der GdP, verwies im Gespräch mit dem Magazin Focus auf die Gefahren, die von Schreckschusswaffen in der Silvesternacht ausgehen. „Viele dieser Waffen sind von scharfen Waffen kaum zu unterscheiden“, sagte er dem Magazin Focus. „Dadurch besteht die Gefahr einer Fehleinschätzung durch Bevölkerung und Polizei.“

Nach Einschätzung Kopelkes könnten Polizisten Schreckschusswaffen für echte Waffen halten und die Schützen verhaften. Dies könne, so Kopelke weiter, gravierende Folgen haben: Im Magazin Focus wird er mit den Worten zitiert, im „schlimmsten Fall auch unter Einsatz der Dienstwaffe“.

Forderung nach Kleinem Waffenschein für Erwerb

Schreckschusswaffen sind ab 18 Jahren frei verkäuflich, dürfen aber nicht in der Öffentlichkeit abgefeuert werden. Zu Silvester kommt es jedoch jedes Jahr zu zahlreichen Verstößen.

Vor diesem Hintergrund fordert Kopelke laut Magazin Focus, einen „Kleinen Waffenschein“ als Voraussetzung für den Erwerb einzuführen. Dieser ist bislang nur notwendig, um die Waffen zu führen. Andernfalls, so Kopelke im Focus, sei die Polizei „Böllern, Raketen, Kugelbomben und Schreckschusswaffen in der Nacht im Einsatz ausgeliefert.“

Rückhalt aus der Politik

Unterstützung für die Forderungen der GdP kommt aus der Grünen-Fraktion im Bundestag. Marcel Emmerich (Grüne), innenpolitischer Sprecher der Grünen-Fraktion im Bundestag, bezeichnete gegenüber dem Magazin Focus Millionen Schreckschusswaffen im Umlauf zu belassen als „sicherheitspolitisch nicht tragbar“.

„Dass hier nichts geschieht, liegt an der Untätigkeit des Bundesinnenministers, das Sprengstoffgesetz und das Waffengesetz nachzuschärfen“, sagte Emmerich dem Magazin Focus.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

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Eon erwartet 2026 sinkende Energiepreise, danach erneuten Anstieg

EON-Zentrale (Archiv)
EON-Zentrale (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur

Der Energiekonzern Eon geht davon aus, dass Strom- und Gaspreise für viele Kunden im Jahr 2026 sinken, anschließend jedoch wieder steigen werden. Eon-Chef Leonhard Birnbaum verweist dabei auf staatliche Entlastungen bei den Netzentgelten und auf eine weitgehende Verarbeitung der Energiekrise von 2022. Zugleich fordert er ein Ende der staatlichen Förderung für Solaranlagen auf Dächern und begründet dies auch mit sozialen Aspekten.

Eon erwartet Entlastung der Kunden im Jahr 2026

„2026 werden die Strom- und Gaspreise für die meisten Kunden sinken“, sagte Leonhard Birnbaum der „Rheinischen Post“ (Mittwochsausgabe). „Der Bund entlastet die Verbraucher bei den Netzentgelten, die Energiekrise 2022 ist weitgehend verarbeitet.“

Der Eon-Chef nannte der „Rheinischen Post“ zufolge ein konkretes Beispiel: „Bei einem Durchschnitts-Grundversorgungskunden der Rhein-Ruhr-Region mit drei Personen im Haushalt könnte im nächsten Jahr die Stromrechnung rund 150 Euro niedriger werden als 2025, die Gasrechnung könnte 200 Euro günstiger ausfallen.“

Ab 2027 wieder steigende Energiepreise erwartet

Für die Zeit nach 2026 stellt Birnbaum wieder höhere Energiekosten in Aussicht. „Wie es ab 2027 mit den Energiepreisen weitergeht, ist offen. Tendenziell werden die Strompreise aber steigen, weil der Aufbau des neuen Energiesystems, das auf volatile Erzeugung durch Erneuerbare setzt, viel Geld kostet. Auch die Gaspreise werden steigen, weil die Netzkosten auf immer weniger Kunden umgelegt werden“, so Birnbaum in der „Rheinischen Post“.

Der Eon-Chef knüpfte daran eine Forderung: „Daher ist es mir im Sinne unserer Kunden auch so wichtig, dass Deutschland die Energiewende so effizient wie möglich gestaltet.“

Forderung nach Ende der Solar-Förderung

Birnbaum fordert darüber hinaus einen Stopp der staatlichen Solar-Förderung in Deutschland. „Dachflächen-Photovoltaik-Anlagen können und müssen sich am Markt bewähren, die Solar-Subvention ist nicht mehr notwendig“, sagte Birnbaum der „Rheinischen Post“. Photovoltaik rechne sich seinen Aussagen zufolge heute auch ohne Förderung. „Das ist doch ein toller Erfolg für die Energiewende.“

Den geforderten Stopp der Solar-Förderung begründet der Eon-Chef auch sozialpolitisch. „Die Energiewende wird zunehmend auch zur sozialen Frage“, so Birnbaum gegenüber der „Rheinischen Post“. Denn: „Wer Eigentum hat und Geld, um in Solardächer zu investieren, kann ohne Frage Gewinner der Energiewende sein. Mieter sind oft eher die Verlierer der Energiewende. Sie profitieren kaum vom Solarboom und müssen die vollen Netzkosten stemmen“, sagte Birnbaum.

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EU plant 20. Sanktionspaket und mögliche Ukraine-Friedensmission

EU-Fahnen (Archiv)
EU-Fahnen (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur

Die EU-Staaten bereiten zum vierten Jahrestag des russischen Überfalls auf die Ukraine am 24. Februar 2026 ein weiteres, umfangreiches Sanktionspaket gegen Russland vor. Parallel dazu werden in Brüssel Pläne für robuste Sicherheitsgarantien und eine mögliche europäische Bodentruppenbeteiligung zur Überwachung eines künftigen Waffenstillstands zwischen Russland und der Ukraine diskutiert.

Geplantes 20. Sanktionspaket der EU gegen Russland

Nach Informationen der „Welt“ (Mittwochausgaben), die sich auf informierte EU-Diplomaten beruft, soll zum vierten Jahrestag des russischen Überfalls auf die Ukraine ein 20. Sanktionspaket gegen Russland beschlossen werden. Geplant sind demnach Reisebeschränkungen und das Einfrieren von Vermögenswerten in der EU für weitere Einzelpersonen und Organisationen. Besonders in den Blick genommen werden sollen Personen, die für die Verschleppung und ideologische Umerziehung von Kindern verantwortlich sind, wie die von der „Welt“ zitierten Diplomaten berichten.

Auch im Energie- und Bankensektor sind nach Angaben der Diplomaten zusätzliche Strafmaßnahmen vorgesehen. Außerdem sollen Schlupflöcher geschlossen werden, die bisher zur Umgehung der bestehenden Sanktionen genutzt wurden. In Brüssel wird laut „Welt“ zudem darüber nachgedacht, den Import von russischem Uran zu verbieten und damit die Föderale Agentur für Atomenergie Russlands (Rosatom) zu sanktionieren. Dagegen gibt es nach Angaben der Diplomaten Widerstand aus Ländern wie Frankreich und Belgien.

Mit den geplanten Maßnahmen soll Moskau für den Angriffskrieg gegen die Ukraine bestraft und die russische Wirtschaft weiter geschwächt werden. Das bislang letzte Sanktionspaket der EU war am 23. Oktober beschlossen worden. Zentrale Elemente waren ein vollständiges Einfuhrverbot für russisches Flüssigerdgas (LNG) ab Anfang 2027 und die Sanktionierung von Drittstaat-Unternehmen, darunter auch chinesische Raffinerien und Händler, die russisches Rohöl kaufen.

Kurz vor Weihnachten hatte die EU außerdem weitere 41 Schiffe der sogenannten russischen Schattenflotte sanktioniert. Diese Schiffe sollen an der Umgehung von Strafmaßnahmen der Europäer, insbesondere im Energiebereich, beteiligt sein.

Pläne für Sicherheitsgarantien und Bodentruppen

Laut Brüsseler Diplomatenkreisen, auf die sich die „Welt“ beruft, sind mehrere europäische Staaten bereit, sich im Rahmen einer „Koalition der Willigen“ an der Überwachung eines möglichen Waffenstillstands zwischen Russland und der Ukraine zu beteiligen. „Die Pläne dafür, wie die Sicherheitsgarantien für die Ukraine aussehen könnten, sind bereits fertig ausgearbeitet. Sie wurden im Wesentlichen von Militärexperten der britischen und französischen Streitkräfte in Zusammenarbeit mit Brüssel erstellt“, hieß es in Diplomatenkreisen, die mit den Beratungen vertraut sind.

Demnach sind Frankreich und Großbritannien offenbar bereit, sogenannte robuste Sicherheitsgarantien abzugeben. Damit wären sie im Notfall auch befähigt, mit Bodentruppen für die Einhaltung des Friedens zu kämpfen. Als Größenordnung für den Einsatz der europäischen Bodentruppen wird von Diplomaten für die ersten sechs Monate – je nach Einmeldungen der beteiligten Staaten – eine Zahl „von 10.000 bis 15.000“ genannt.

Weiter verlautet aus Diplomatenkreisen, dass „Frankreich und Großbritannien bereit sind, sich auch ohne ein Mandat der Vereinten Nationen (UN) oder der Europäischen Union an der Überwachung eines Waffenstillstands zu beteiligen“. Beiden Ländern würde demnach eine Einladung der Ukraine genügen.

Überwachung aus Luft, See und Nachbarstaaten

Die Überwachung eines möglichen Waffenstillstands soll nach den Brüsseler Planungen nicht nur am Boden erfolgen. Aus Diplomatenkreisen heißt es, die Überwachung des Waffenstillstands aus der Luft und von der See solle von den Nachbarstaaten der Ukraine aus sichergestellt werden. In den Planungen spielt offenbar auch die Türkei eine Rolle. Ankara könnte die Schwarzmeer-Region überwachen, wie es aus den von der „Welt“ zitierten Kreisen weiter heißt.

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Verkehrsminister drängt auf gemeinsamen Gepäck-Check-in von Bahn und Airlines

Koffertransport am Flughafen
Koffertransport am Flughafen / Foto: dts

Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) drängt Deutsche Bahn und deutsche Fluggesellschaften zu neuen Lösungen beim Gepäcktransfer. Gepäck soll demnach bereits am Bahnhof aufgegeben und automatisch zum Flughafen transportiert werden, um Reisen komfortabler zu machen.

Verkehrsminister setzt auf Zusammenarbeit von Bahn und Airlines

Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) hat an die Deutsche Bahn und an die deutschen Fluggesellschaften appelliert, Konzepte für einen gemeinsamen Gepäcktransfer zu entwickeln. Gepäck solle demnach schon am Bahnhof eingecheckt und anschließend automatisch zum Flughafen gebracht werden können. „Ein gemeinsamer Gepäcktransfer von Bahn und Airline ist eine hervorragende Idee und eine wunderbare Aufgabe, die die Bahn mit den Fluggesellschaften angehen sollten“, sagte Schnieder den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Mittwochausgaben). In anderen Ländern würde es das längst geben. „Und es ist äußerst bequem, sein Gepäck in der Stadt aufzugeben und erst am Zielort wieder in Empfang zu nehmen“, sagte der CDU-Politiker laut Funke-Mediengruppe.

Unterstützung aus der Luftfahrtbranche

Unterstützung für die Forderung kommt aus der Luftfahrtbranche. Lufthansa-Airlines-Chef Jens Ritter hatte zuletzt gegenüber den Funke-Zeitungen gefordert, die Kooperation mit der Deutschen Bahn in diesem Bereich auszubauen. „Viele Gäste wünschen sich einen komfortableren Umgang mit Gepäck. Ideal wäre, dass man in Hamburg oder Köln am Bahnhof das Gepäck eincheckt und es dann erst am Zielort des Fluges wieder in Empfang nimmt“, hatte Ritter den Funke-Zeitungen gesagt.

Auch der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Fluggesellschaften, Condor-Chef Peter Gerber, hatte sich ähnlich gegenüber den Funke-Zeitungen geäußert. „Es wäre sehr viel attraktiver, wenn ich mein Gepäck am Bahnhof aufgeben könnte und es direkt beim Flughafen verladen werden würde, ohne dass ich mich als Passagier darum noch kümmern muss“, sagte Gerber laut Funke-Zeitungen.

Deutsche Bahn verweist auf Herausforderungen

Eine Sprecherin der Deutschen Bahn teilte auf Anfrage der Zeitungen der Funke-Mediengruppe mit, man sei grundsätzlich immer offen für Vorschläge, wie man Reiseketten komfortabler gestalten könne. „Allerdings ist eine Gepäckaufgabe bereits am Bahnhof mit immensen Herausforderungen verbunden“, sagte sie den Funke-Zeitungen.

Aus den Gesprächen mit den Luftfahrtunternehmen hätten sich nach Angaben der Bahn bereits Kooperationsmodelle am Markt etabliert, etwa das kombinierte Ticket mit der Lufthansa, bei dem die Bahn den Zug als Zubringer zum Flughafen Frankfurt nutze. Auch sei es für „Lufthansa Express Rail“-Kunden möglich, die Koffer am Flughafen Frankfurt direkt am Air-Rail-Center am Fernbahnhof einzuchecken, erklärte die Sprecherin gegenüber den Funke-Zeitungen.

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Über eine Million Deutsche 2023 wegen Alkohol behandelt

Ein Mann
Ein Mann hält ein alkoholisches Getränk hoch (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur

In Deutschland sind im Jahr 2023 rund 1,04 Millionen Erwachsene wegen Alkoholmissbrauchs medizinisch behandelt worden. Eine Auswertung des Barmer-Instituts für Gesundheitssystemforschung (bifg), über die die „Bild“ (Mittwochausgabe) berichtet, zeigt zudem deutliche regionale Unterschiede und eine besondere Gefährdung älterer Menschen.

Mehr als eine Million Behandelte wegen Alkoholmissbrauchs

Nach Angaben des Barmer-Instituts für Gesundheitssystemforschung (bifg), über die die „Bild“ (Mittwochausgabe) berichtet, waren im Jahr 2023 in Deutschland rund 1,04 Millionen Erwachsene wegen Alkoholmissbrauchs in medizinischer Behandlung. Betroffen waren demnach 720.000 Männer und 320.000 Frauen. Sie seien „wegen psychischer und anderer Verhaltensauffälligkeiten im Zusammenhang mit Alkohol in einer niedergelassenen Praxis oder in einer Klinik medizinisch versorgt“ worden, heißt es in dem Bericht.

Laut Informationen der Barmer lag die Zahl mit etwa 1,06 Millionen Menschen 2022 auf einem ähnlichen Niveau.

Deutliche Unterschiede zwischen den Bundesländern

Die Auswertung zeigt laut Barmer-Institut für Gesundheitssystemforschung (bifg) deutliche regionale Unterschiede. Am stärksten ausgeprägt ist das Alkoholproblem demnach in Mecklenburg-Vorpommern. Dort kommen 23 Menschen mit diagnostizierter Alkoholerkrankung auf 1.000 Erwachsene. Die niedrigste Rate weist Rheinland-Pfalz mit zwölf Betroffenen je 1.000 Einwohner auf. Im Bundesdurchschnitt sind es 14,8 Personen pro 1.000 Einwohner.

Ältere Menschen besonders gefährdet

Besonders gefährdet sind nach Angaben der Barmer ältere Menschen zwischen 60 und 69 Jahren. In dieser Altersgruppe sind demnach rund 40 von 1.000 Männern alkoholabhängig, bei den Frauen 16 von 1.000. Berücksichtigt wurden laut Angaben der Barmer Patienten mit anhaltenden Alkoholabhängigkeiten, die in mindestens zwei Quartalen 2023 in Behandlung waren.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

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