HASEPOST
 
HASEPOST

Nouripour: Iran-Regime in existenzieller Krise, EU soll handeln

Omid Nouripour
Omid Nouripour (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur

Angesichts der anhaltenden Proteste im Iran mit mehreren Toten sieht Bundestagsvizepräsident Omid Nouripour (Grüne) das dortige Regime in einer existenziellen Krise. Während er von der EU und der Bundesregierung ein härteres Vorgehen gegen die Revolutionsgarden fordert, droht US-Präsident Donald Trump mit einem Eingreifen der USA, sollte Teheran weiter gewaltsam gegen Demonstrierende vorgehen.

„Regime steht am Rande einer Explosion“

Bundestagsvizepräsident Omid Nouripour (Grüne) bewertet die Lage im Iran angesichts der anhaltenden Proteste mit mehreren Toten als äußerst zugespitzt. Der „Bild“ sagte er: „Das Regime steht am Rande einer Explosion. Die Währung kollabiert, die Mittelschicht verelendet. Korruption und Misswirtschaft grassieren. Das Volk steht auf, um frei atmen zu können.“ Nach seinen Worten sei „die einzige Antwort des Regimes“ auf die Proteste Gewalt. Nouripour, der selbst aus dem Iran stammt, sagte weiter: „Es ist derzeit alles möglich: von einer Demokratisierung bis zu einem Militärputsch der Revolutionsgarden.“

Forderung nach härterem Vorgehen der EU

Nouripour forderte zugleich von der EU und der Bundesregierung, entschiedener gegen die Revolutionsgarden vorzugehen. „Diese müssen endlich auf die Terrorliste der EU. Die CDU hat es in der Opposition immer gefordert und so getan, als sei es leicht. Dann sollen sie es endlich machen“, sagte er der „Bild“.

Trump droht mit Eingreifen der USA

US-Präsident Donald Trump drohte am Freitag mit einem Eingreifen der USA. „Wenn der Iran auf friedliche Demonstranten schießt und sie gewaltsam tötet, wie er es üblicherweise tut, werden die Vereinigten Staaten ihnen helfen“, so Trump. Teheran wies die Aussagen aus Washington zurück und teilte mit, dass man keine ausländische Einflussnahme dulden werde.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

AFP

SPD-Politikerin lehnt generelle Rückkehrforderung für Syrer ab

Syrer in
Syrer in Deutschland feiern den Sturz von Assad in Syrien am 08.12.2024 / via dts Nachrichtenagentur

SPD-Fraktionsvize Sonja Eichwede hat Forderungen nach einer pauschalen Rückkehraufforderung an syrische Flüchtlinge in Deutschland zurückgewiesen. Rückführungen müssten stets individuell geprüft werden und rechtsstaatlichen Grundsätzen folgen, betonte sie mit Blick auf ein Positionspapier der CSU-Landesgruppe zur Migrationspolitik.

Eichwede warnt vor pauschalen Urteilen

SPD-Fraktionsvize Sonja Eichwede lehnt eine pauschale Aufforderung an syrische Flüchtlinge in Deutschland zur Rückkehr in ihre Heimat ab. „Eine große Zahl an Syrerinnen und Syrern ist hervorragend integriert“, sagte Eichwede den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Samstagsausgaben). „Unzählige arbeiten in sozialversicherungspflichtigen Berufen, zum Beispiel als Ärztinnen und Ärzte, und leisten einen wertvollen Beitrag für unsere Gesellschaft.“ Viele Syrer hätten inzwischen die deutsche Staatsangehörigkeit und seien in Deutschland heimisch geworden.

Die CSU-Landesgruppe spricht sich in dem Entwurf eines Positionspapiers zur Migrationspolitik dafür aus, dass nach dem Ende des Bürgerkriegs in ihrer Heimat die meisten Syrer mit vorübergehendem Bleiberecht zurückkehren – entweder freiwillig oder per Abschiebung. „Generell müssen Rückführungen individuell geprüft werden und erfolgen immer mit Blick auf die konkrete Lage vor Ort, welche vom Auswärtigen Amt und vom Bundesamt für Asyl und Flüchtlinge beurteilt wird“, sagte Eichwede zu der Forderung des Koalitionspartners den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. „Pauschale Urteile entsprechen nicht einem rechtsstaatlichen Verfahren.“

Härteres Vorgehen gegen Straftäter und Gefährder

Gleichwohl gelte: „Wer Teil unserer Gesellschaft sein oder werden möchte, muss sich an Recht und Gesetz halten“, sagte die Vizevorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. „Im Koalitionsvertrag haben wir deshalb klar vereinbart, Straftäter und Gefährder grundsätzlich nach Syrien zurückzuführen.“

Hinweis auf bereits beschlossene Maßnahmen

Eichwede verwies laut Funke-Mediengruppe auf laufende Bemühungen in der Migrationspolitik, in deren Mittelpunkt Humanität und Ordnung stehen müssten. „Deshalb haben wir bereits viele Maßnahmen verabschiedet und sind dabei, das Gemeinsame Europäische Asylsystem umzusetzen“, sagte die SPD-Politikerin den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. „Diese Maßnahmen müssen jetzt Wirkung entfalten. Aktionismus wäre kontraproduktiv.“

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

AFP

Krankenkassen-Zusatzbeiträge steigen deutlich – Ruf nach Reformen

Krankenhausbett am
Krankenhausbett am 28.01.2025 / via dts Nachrichtenagentur

Die Zusatzbeiträge in der gesetzlichen Krankenversicherung sind zum Jahreswechsel erneut gestiegen. Nach Berechnungen des GKV-Spitzenverbandes erhöht sich damit die finanzielle Belastung der gesetzlich Versicherten. Verbandschef Oliver Blatt spricht von einem deutlichen Anstieg und fordert umfassende Reformen im Gesundheitssystem.

Zusatzbeiträge steigen auf 3,13 Prozent

Der durchschnittliche Zusatzbeitrag in der gesetzlichen Krankenversicherung ist zum Jahreswechsel weiter gestiegen. Das ist das Ergebnis einer Berechnung des GKV-Spitzenverbandes, über die die „Bild“ berichtet.

Oliver Blatt, Vorstandsvorsitzender des Verbandes, sagte der „Bild“: „Der durchschnittliche, nach Mitgliedern gewichtete Zusatzbeitragssatz ist zum Jahreswechsel von 2,94 auf 3,13 Prozent gestiegen.“ Der Zusatzbeitrag wird auf den allgemeinen Beitragssatz von 14,6 Prozent aufgerechnet.

Blatt fordert grundlegende Reformen

Der Anstieg sei „deutlich“ und müsse „ein Weckruf für alle sein, die für unser Gesundheitssystem Verantwortung tragen“, sagte Blatt der „Bild“. Er fordert grundlegende Reformen: „Ich appelliere an die Politik, aus dem Jahr 2026 ein echtes Reformjahr zu machen. So muss als dringlichste Maßnahme der starke Anstieg bei den Krankenhauskosten und den Medikamentenpreisen gestoppt werden.“

Lange Wartezeiten und Zukunft der Versorgung

Auch müssten lange Wartezeiten für Facharzttermine „in den Griff bekommen“ werden, sagte Blatt der „Bild“. Weiter erklärte er: „Egal ob Politik, Krankenhaus- und Ärztevertreter, Krankenkassen und Pharmaindustrie – nur gemeinsam sichern wir die Zukunft der guten und finanzierbaren Versorgung der 75 Millionen gesetzlich Versicherten.“

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

AFP

Gysi fordert umfassende Reform von Wahlrecht, Justiz und Demokratie

Gregor Gysi
Gregor Gysi (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur

Linken-Politiker Gregor Gysi fordert Reformen von Wahlrecht und Justiz, um Demokratie und Rechtsstaat zu stärken. Der frühere Fraktionschef warnt vor den Folgen, sollte die AfD mehr politische Macht erlangen, und kritisiert lange Verfahrensdauern in der Justiz.

Gysis Vorschläge für ein verändertes Wahlrecht

Gregor Gysi sieht Demokratie und Rechtsstaat in Gefahr, wenn sie nicht attraktiver gestaltet werden. „Wenn wir Demokratie und Rechtsstaat nicht attraktiver machen, wird es gefährlich. Die AfD wartet schon“, sagte Gysi der „Welt“. Der Linken-Politiker schlägt mehrere Änderungen am bestehenden Wahlrecht vor.

Kern seiner Überlegungen ist eine andere Gestaltung des Stimmzettels bei Bundestagswahlen. „Ein Wahlzettel für Erst- und einer für die Zweitstimme. Viele denken, sie müssten beide Stimmen an die gleiche Partei geben“, sagte Gysi der „Welt“. Zudem plädiert er dafür, dass einzelne Kandidaten auch bei Bundestagswahlen gewichtet, also hoch- oder runtergewählt, werden können.

Nach Ansicht von Gysi hätte dies direkte Auswirkungen auf die innerparteilichen Abläufe. „Das verändert das Fraktionsleben, und die Kungelrunden, die es von Union bis Linke überall gibt und in denen Listenplätze abgesprochen werden, verlören an Macht und Sinn“, sagte Gysi der „Welt“. Bisher ist ein solches Vorgehen vor allem aus Kommunalwahlen bekannt.

Forderung nach Volksentscheiden und Kritik an der Justiz

Darüber hinaus spricht sich der Linken-Politiker für mehr direkte Mitbestimmung auf Bundesebene aus. „Und wir brauchen Volksentscheide zu jeder Bundestagswahl: Jede Bundestagsfraktion darf eine grundgesetzkonforme Frage stellen, die mit Ja oder Nein zu beantworten ist. Der gewählte Kanzler muss sich daran für eine Legislaturperiode halten“, so Gysi in der „Welt“.

Aus seiner Tätigkeit als Rechtsanwalt leitet Gysi zudem eine deutliche Kritik an der Justiz ab. In seiner Arbeit als Rechtsanwalt erlebe er eine zu langsame Justiz, sagte der Linken-Politiker der „Welt“. Lange Fristen führten zu „absurden Abläufen“ – etwa wenn eine Untätigkeitsklage gegen die Verwaltung erst nach acht Jahren entschieden werde. „Es braucht also mehr Personal und haltbare, kürzere Fristen für die Justiz“, sagte Gysi der „Welt“.

Warnung vor wachsendem Einfluss der AfD

Besonders deutlich äußert sich Gysi zur AfD. Die AfD sei eine „rechtsextreme, verfassungswidrige Partei“, so Gysi laut „Welt“. Der Einfluss von radikalen Funktionären wie dem Thüringer Landeschef Björn Höcke sei bereits sehr groß.

Zur Begründung verweist Gysi laut „Welt“ auf Vorgänge im Thüringer Landtag. „Als sie in Thüringen den Alterspräsidenten gestellt haben, hat er den Landtag zur Untätigkeit gezwungen, indem er keine Geschäftsordnung zugelassen hat. Das Parlament konnte sich nicht konstituieren“, so Gysi. „Da habe ich gemerkt: Gibst du der AfD ein Stück Macht, kann es richtig gefährlich werden. Noch sind sie weit genug weg von der Macht, es sei denn, die CDU kippt“, sagte Gysi der „Welt“.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

AFP

CDU-Arbeitnehmerflügel kritisiert CSU-Forderungen zu Migration und Abschiebung

CSU-Parteitag (Archiv)
CSU-Parteitag (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur

Vor der Winterklausur der CSU-Bundestagsabgeordneten im Kloster Seeon ist in der CDU Kritik an geplanten migrationspolitischen Beschlüssen laut geworden. Anlass sind Forderungen nach der Rückkehr fast aller Syrer und einer „großen Abschiebeoffensive“.

CSU-Pläne zu Migration stoßen auf Widerspruch

Aus der CDU gibt es Kritik an den Beschlüssen, die die CSU-Bundestagsabgeordneten auf ihrer traditionellen Winterklausur im Kloster Seeon zur Migrationspolitik fassen wollen. Unter anderem sollen die Rückkehr fast aller Syrer und eine „große Abschiebeoffensive“ verlangt werden.

Dennis Radtke, Vorsitzender des CDU-Arbeitnehmerflügels und Europaabgeordneter, sagte der „Süddeutschen Zeitung“, er teile die Forderungen der CSU-Abgeordneten „zur Migration zu 90 Prozent“. Er verstehe aber nicht, „warum man zwei Monate vor extrem wichtigen Landtagswahlen das Nummer-1-Thema der AfD wieder groß macht, während Fragen wie bezahlbarer Wohnraum, Wirtschaftswachstum, verlässliche Sozialreformen und die Zukunft Europas weiter auf Antworten warten“.

Lob für bisherigen Kurs in der Migrationspolitik

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) habe doch „geliefert bei der Migration“, sagte Radtke der „Süddeutschen Zeitung“. Es würde nach seinen Worten reichen, „diesen Kurs einfach fortzusetzen, ohne von morgens bis abends darüber zu reden“.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

AFP

SPD weist CDU-Forderung nach Koalitionsvertrag-Update vorsichtig zurück

Unterzeichnung Koalitionsvertrag
Unterzeichnung Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur

Die SPD lehnt ein von der CDU angeregtes Update des Koalitionsvertrags ab und verweist auf die weiterhin bestehende Gültigkeit der aktuellen Vereinbarung. Zugleich räumt sie ein, dass die Bundesregierung angesichts jüngster Krisen stets flexibel handeln müsse.

Parlamentsgeschäftsführer Dirk Wiese betonte gegenüber der „Rheinischen Post“ die Bedeutung des bestehenden Koalitionsvertrags. „Der aktuelle Koalitionsvertrag hat noch viele wichtige und entscheidende Vereinbarungen für die Zukunft des Landes, welche wir gemeinsam umsetzen wollen. Hinzu kommen in 2026 die Ergebnisse der unterschiedlichen Kommissionen zur Zukunft der sozialen Sicherungssysteme“, sagte er der Zeitung.

SPD verweist auf bestehende Vereinbarungen

Gleichzeitig machte Dirk Wiese deutlich, dass die Bundesregierung in der aktuellen Legislaturperiode vor besonderen Herausforderungen steht. „In den vergangenen Jahren haben die hohe Zahl an Kriegsflüchtlingen aus Syrien, das Coronavirus oder der Beginn des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine gezeigt, dass man als Bundesregierung in einer Legislaturperiode immer situativ schnell reagieren muss“, sagte er der „Rheinischen Post“.

Vorschlag der Union für „Koalitionsvertrag 2.0“

Unions-Parlamentsgeschäftsführer Steffen Bilger (CDU) hatte zuvor der SPD eine neue gemeinsame Arbeitsgrundlage für die zweite Hälfte der Legislaturperiode vorgeschlagen. „Wenn auch sie zur Auffassung gelangen, dass ein Update Sinn ergibt, sind wir auf jeden Fall bereit dazu“, sagte er dem „Tagesspiegel“. „Mein Vorschlag: Wir legen einen Koalitionsvertrag 2.0 für die zweite Halbzeit der Legislaturperiode vor.“

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

AFP

Völkerrechtler warnt: US-Sicherheitsstrategie greift Europa politisch an

Weißes Haus
Weißes Haus (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur

Die neue US-Sicherheitsstrategie könnte die Bundesregierung nach Einschätzung des Berliner Völkerrechtlers Helmut Aust in diesem Jahr weiter beschäftigen. Aus Sicht Austs enthält das Strategiepapier Formulierungen, die auf eine problematische Einmischung der USA in europäische Verhältnisse hindeuten.

Kritik an US-Sicherheitsstrategie

Der Berliner Völkerrechtler Helmut Aust erwartet, dass sich Deutschland und Europa intensiv mit der neuen US-Sicherheitsstrategie auseinandersetzen müssen. „Deutschland und Europa werden 2026 einen Umgang mit der Sicherheitsstrategie der USA finden müssen“, sagte er der „Rheinischen Post“. Nach seiner Einschätzung geht aus dem Papier hervor, „dass regime change – ein von außen erzwungener Regierungswechsel – von der US-Regierung als probates Mittel auch für Europa betrachtet wird“.

Aust sieht insbesondere sprachliche Zuspitzungen in dem Dokument kritisch. Er ergänzte: „Das machen Formulierungen deutlich, wonach Europa sich im zivilisatorischen Niedergang befinde und die patriotischen Kräfte gefördert werden müssten. Diese aggressive Form der Parteinahme aus den USA sollte sich Deutschland nicht gefallen lassen.“ Die Aussagen, so Aust zur „Rheinischen Post“, belegten eine neue Qualität der politischen Einmischung.

Bezug auf Monroe-Doktrin

Dem Strategiepapier zufolge will US-Präsident Donald Trump die Monroe-Doktrin wiederbeleben, die früher zur Begründung von US-Interventionen in Lateinamerika genommen wurde. Nach Austs Einschätzung wirft die angekündigte Rückbesinnung auf diese Doktrin in Verbindung mit den im Papier enthaltenen Passagen über Europa grundsätzliche völkerrechtliche und politische Fragen auf.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

AFP

Dax startet mit neuer Dynamik ins Handelsjahr 2026

Frankfurter Börse
Frankfurter Börse / Foto: dts

Der Dax hat am Freitag seinen positiven Start ins neue Handelsjahr bestätigt und bis zum Mittag leichte Gewinne verzeichnet. Parallel dazu zeigten sich der Euro schwächer, Gold deutlich fester und der Ölpreis etwas nachgebend.

Der Dax wurde gegen 12:30 Uhr mit rund 24.540 Punkten berechnet und lag damit 0,2 Prozent über dem Schlussniveau des letzten Handelstags. „Der Dax ist mit neuer Dynamik in das neue Handelsjahr gestartet“, sagte Marktanalyst Andreas Lipkow. „Auch wenn es sich heute um einen Brückentag an den europäischen Finanzmärkten handelt, sollte die Signalwirkung nicht unterschätzt werden. Dabei spielen die Kursrichtung als auch die gesuchten Branchen wichtige Rollen“, so Lipkow.

Konjunkturerwartungen der Investoren

„Für den Dax zeigt sich dies u.a. in den Aktien von MTU Aero, RWE und Airbus. Aber auch die Aktien von Siemens Energy, Volkswagen und Mercedes-Benz Group werden gesucht. Es scheint so, dass die Investoren auch in 2026 auf eine Konjunkturerholung in Deutschland setzen. Der deutsche als auch der EWU-Einkaufsmanagerindex spiegeln diese Annahme jedoch noch nicht wider. So blieben die Daten größtenteils hinter den Erwartungen zurück“, sagte Lipkow.

Entwicklung von Währungen und Rohstoffen

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Freitagnachmittag schwächer: Ein Euro kostete 1,1717 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8535 Euro zu haben.

Der Goldpreis konnte deutlich profitieren, am Nachmittag wurden für eine Feinunze 4.399 US-Dollar gezahlt (+1,8 Prozent). Das entspricht einem Preis von 120,70 Euro pro Gramm.

Der Ölpreis sank unterdessen leicht: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Freitagnachmittag gegen 12 Uhr deutscher Zeit 60,80 US-Dollar, das waren 5 Cent oder 0,1 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

AFP

Fahrradbranche in der Krise: Absatz bricht 2025 weiter ein

Fahrräder (Archiv)
Fahrräder (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur

Die deutsche Fahrradindustrie steckt weiterhin in der Krise. Trotz der Hoffnung auf eine Trendwende verzeichnen Hersteller und Händler auch 2025 rückläufige Absatzzahlen. Branchenvertreter sprechen von schwierigen Rahmenbedingungen und warnen vor finanziellen Engpässen in einzelnen Unternehmen.

Absätze gehen weiter zurück

Die krisengeplagte Fahrradindustrie kommt nicht in Tritt. „Die erhoffte Wende ist ausgeblieben. Die Absätze sind 2025 noch einmal gefallen“, sagte Burkhard Stork, Geschäftsführer des Zweirad-Industrie-Verbands (ZIV), dem „Handelsblatt“. Für einige Unternehmen sei die Liquiditätssituation noch immer angespannt. „Da könnten noch manche in Nöte geraten.“

Viele in der Branche hatten für 2025 auf die Wende gehofft. Im Jahr zuvor war die Zahl der verkauften Fahrräder zum vierten Mal in Folge um 2,5 Prozent auf 3,85 Millionen Stück gesunken. Das Umfeld ist nach Angaben aus der Branche weiter schwierig.

Hohe Lagerbestände und schwieriges Umfeld

„Wirtschaftliche Unsicherheiten, hohe Bürokratie und fehlende politische Impulse bremsen die Erholung, während hohe Lagerbestände weiterhin Druck erzeugen“, sagte Thomas Heckrath-Rose, Geschäftsführer bei Rose Bikes, dem „Handelsblatt“.

Branchenvertreter verweisen darauf, dass der Markt schon vor der aktuellen Phase über mehrere Jahre rückläufige Verkaufszahlen verzeichnete. Die aktuelle Schwächephase verschärft nach diesen Einschätzungen bestehende Probleme vieler Anbieter.

Corona-Boom als Fehlinterpretation

Von einer Illusion muss sich die Industrie nach Einschätzung von Verbandsvertretern verabschieden. „Es war vielleicht etwas naiv von manchen, die sprunghaft gestiegene Nachfrage zu Beginn der Pandemie nicht für vorgezogene Käufe zu halten, sondern für den Sprung auf ein neues Niveau“, sagte Verbandschef Stork dem „Handelsblatt“. Damals seien plötzlich fünf statt der im Durchschnitt üblichen vier Millionen Fahrräder verkauft worden. Viele in der Branche dachten, das sei das neue Normalniveau, von dem es weiter aufwärts geht. Stork sagte dazu: „Vielleicht lassen sich in Deutschland derzeit einfach nicht mehr als vier Millionen Fahrräder im Jahr verkaufen.“

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

AFP

AC Mailand leiht Nationalstürmer Füllkrug mit Kaufoption aus

Niclas Füllkrug
Niclas Füllkrug (Deutsche Nationalmannschaft) (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur

AC Mailand hat den deutschen Fußball-Nationalspieler Niclas Füllkrug bis zum Saisonende vom englischen Erstligisten West Ham United ausgeliehen. Der italienische Club sicherte sich zudem eine Kaufoption für den Stürmer, wie die Serie A am Freitag mitteilte. Ob Füllkrug bereits im Kader für das Spiel gegen Cagliari Calcio am Abend stehen wird, ist noch offen.

Leihgeschäft bis Saisonende mit Kaufoption

Der AC Mailand hat den Transfer von Niclas Füllkrug offiziell abgeschlossen. Der deutsche Nationalspieler wechselt auf Leihbasis bis zum Saisonende vom englischen Premier-League-Club West Ham United zu den Italienern. Wie die Serie A am Freitag mitteilte, beinhaltet die Vereinbarung eine Kaufoption für den Stürmer.

Ob der Torjäger bereits am Abend im Aufgebot für die Partie gegen Cagliari Calcio stehen wird, war zunächst unklar. In den vergangenen Tagen hatte Füllkrug bereits mit seiner neuen Mannschaft trainiert, nachdem er in der Premier League zuletzt kaum eingesetzt worden war.

Wechsel nach schwierigem Halbjahr in England

Füllkrug war im Sommer 2024 für 27 Millionen Euro von Borussia Dortmund zu West Ham United gewechselt. Beim Londoner Club erzielte er in 29 Pflichtspielen drei Tore. In der Premier League kam der Angreifer zuletzt nur selten zum Einsatz.

Hoffnung auf Empfehlung für die Weltmeisterschaft

Mit guten Leistungen beim AC Mailand hofft Füllkrug, sich für die kommende Weltmeisterschaft zu empfehlen. Bundestrainer Julian Nagelsmann hatte für den Stürmer mehr Spielpraxis gefordert.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .

AFP