Der Ökonom Axel Börsch-Supan kritisiert die Rentenpläne der Bundesregierung als milliardenschwere Belastung für die junge Generation und unterstützt den Widerstand junger Unionsabgeordneter im Bundestag. Er wirft Kanzler Friedrich Merz vor, sein Versprechen zu brechen, ein Bundeskanzler für alle Generationen zu sein.
Ökonom warnt vor „enormer Mehrbelastung“
Der Ökonom Axel Börsch-Supan hält den Aufstand junger Unionsabgeordneter im Streit um die Rente für berechtigt. „Das Vorhaben der Bundesregierung kostet Milliarden“, sagte er der Wochenzeitung „Die Zeit“. „Das ist eine enorme Mehrbelastung für die junge Generation.“
Die Bundesregierung plant, das Rentenniveau bis 2031 durch ein Gesetz stabil zu halten. Daraus folgt nach Einschätzung des Experten, dass Beiträge und Steuerzuschüsse zur Rente stärker steigen dürften als ohnehin bereits erwartet. Eine Gruppe von Unionspolitikern will das Rentenpaket im Bundestag deshalb blockieren. Börsch-Supan sagte: „Die jungen Abgeordneten haben völlig recht.“
Stabilisierung nur für Geringverdiener gefordert
Der Rentenexperte erklärte, er würde das Rentenniveau nur für Geringverdiener stabil halten. „Denn diese Menschen bräuchten mehr Geld im Alter. Wer hingegen als Rentner schon jetzt finanziell gut dasteht, der kann und sollte an den Kosten des demografischen Wandels beteiligt werden.“
Kritik an Kanzler Friedrich Merz
Bundeskanzler Friedrich Merz wirft Börsch-Supan vor, nicht mehr allen Generationen gleichermaßen gerecht zu werden. „Friedrich Merz wollte ein Bundeskanzler für alle sein. Dieses Versprechen bricht er gerade“, sagte er „Die Zeit“.
Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .